Easygoing mit CéU im Jazzclub Moods in Zürich

Bild:Rahel Hüberli
Mit ihrem zweiten Album “Vagarosa” im Gepäck reiste CéU – mit vollem Namen Maria do CéU Whitaker Poças – im Oktober durch Europa und besuchte glücklicherweise auch den Jazzclub Moods in Zürich.
Die Vorfreude war riesig, schliesslich übertrumpften sich die Kritiker mit Lobeshymnen über CéU’s zweites Album. Es sei nicht mehr nur Kaffeetisch Musik wie bei ihrem vorhergehenden Debutalbum “CéU” sondern mische klassische brasilianische Musik wie Bossa Nova mit modernen Elementen und integriere sampling, loops und scratches. Zudem, obwohl CéU viele verschiedene Stile (Reggae, Rock, Trip-Hop, Afrobeat und andere) in ihren Songs verwende, schaffe sie es immer, dass die Lieder eindeutig nach CéU klingen. Während Konkurrentinnen wie Bebel Gilberto etwas in den Hintergrund geraten, sei CéU der Beweis, dass moderne brasilianische Musik, dank Kreativität immer wieder überraschen und begeistern kann.

Bild:Rahel Hüberli
Ihr neues Album “Vagarosa” heisst so viel wie easygoing. Ganz nach diesem Motto präsentierte sich der easygoing Star mit Band, bestehend aus Lucas Martins am Bass, Bruno Buarque am Schlagzeug, Gullherme Ribeiro am Keyboard, Akustischer Gitarre und Akkordeon und DJ Marco. Spannend war ob der DJ es schaffen würde die oft experimentellen und späherischen Klänge auf dem Album live zu realisieren. Denn die Produzenten Bete Villares, Gustavo Lenza und Gui Amabis betteten CéU’s Stimme auf dem Album in eine einzigartige späherische Klangwelt ein. Dieser Umstand war leider während dem Konzert spürbar, so dass die ruhigen Klänge die Leute vor der Bühne nicht wirklich in den Bann ziehen konnten. Man fühlte sich zwar wohl, umhüllt von all den warmen Klängen und CéU’s geschmeidiger Stimme, wohl wie beim gemütlichen Kaffee, so dass sich einige im Publikum plötzlich in einem Gespräch vertieften. Dieses Plappern sog das Sphärische aus dem Sound heraus und war schlicht störend; aber auch ein Hinweis, dass CéU’s Musik zum gemütlichen Kaffee-Schwatz hervorragend passt. Dies dachte sich wohl auch Starbucks, und kooperierte im Jahre 2007 mit CéU, so dass ihre Kundschaft beim Kaffee trinken den CéU Sound geniessen konnte. Sobald schnellere Rhythmen gespielt wurden, z.B. eine Hommage an Fela Kuti, fokussierten sich alle Blicke wieder auf die Bühne und die Stimmung erwärmte sich. Der heimliche Star war übrigens Gullherme Ribeiro, der mit seinem Akkordeonspiel die Reihen zu begeistern wusste. In den Abend entlassen wurden die Besucher mit CéU’s Interpretation von Bob Marley’s Concrete Jungle.







