Ein Welttheater erster Güte
Bild:Rahel Hüberli
Rupa and the April Fishes, 9.1.2010
Rupa Marya begeistert im rappelvollen Moods mit Gesang, Charisma und ihrer wunderbar vielseitigen Band den April Fishes.
Sie strahlt, singt, flüstert, haucht, lacht und musiziert mit einer Laune, die einfach ansteckend ist. Die gebürtige Inderin, mittlerweile in San Francisco lebend, ist die Direktorin dieses Weltmusikzirkus, der neben ihr an der Gitarre noch durch Trompete, Bass, Cello, Akkordeon und Drums ergänzt wird. Daraus entsteht ein vielfältiger Mix an Musik, wie er auch auf den beiden Studioalben „eXtraOrdinary rendition“ und dem neuen „este mundo“ zu finden ist.
Spielend leicht von Chanson zu Cumbia zu Reggea
Bild: Rahel Hüberli
Genauso mühelos wie die Band die Stilrichtungen wechselt, singt Rupa mal auf spanisch, dann wieder englisch oder französisch. Ob über die illegale Einwanderung in „Por la frontera“ oder über die Liebe in „Neruda“, wo sie ein Gedicht des chilenischen Poeten übernimmt, Rupa findet immer den richtigen Ton. Mal wird wild getanzt zum Cumbia von „Soledad“ , dann wieder relaxt gewippt beim reggae-angehauchten „La Linea“. Es ist wie das Magazin L.A. Weekly treffend beschrieb, wie wenn man in einem offenen Doppeldeckerbus durch eine riesige Strassenparty in verschiedenen ethnischen Vierteln gefahren wird. Und trotz dem ernsten Unterton ist ihre wichtigste Botschaft die Liebe. So wie es sich gehört für eine Band aus San Francisco, das frühere Epizentrum der Hippie-Bewegung. Nach der zweiten Zugabe und dem letzten Begeisterungssturm des Publikums zieht sich das Weltmusiktheater zurück. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht zu lange dauert bis zur nächsten Vorstellung.







