Musik und Tanz in perfekter Symbiose

www.moods.ch

www.moods.ch

Amir John Haddad & Almeraya Flamenco Group, 24.1.2010, Moods


Amir John Haddad bot mit der Almeraya Flamenco Group ein beeindruckendes Konzert, so gut, dass man sich fragen muss, warum man in Zürich nur so selten Flamenco von solch berauschender Qualität zu sehen bekommt.

Für einmal hat es im Moods Stuhlreihen an der Stelle wo sonst die Menge vor der Bühne zusammenrückt, die Stimmung scheint ruhig, man lässt das Wochenende ausklingen. Amir John Haddad betritt vorerst alleine die Bühne, seine langen Haare fallen ihm auf die Schultern. Das Stimmengewirr verstummt augenblicklich mit den ersten Tönen, die er seiner Gitarre entlockt. Schnell wird klar, dass hier ist ein Musiker am Werk ist, der sein Instrument virtuos beherrscht. Die Melancholie, die den Flamencomelodien so eigen ist, kommt in seinem Spiel wunderbar zum Vorschein, er zupft, und streichelt seine Gitarre, die Augen sind geschlossen, Haddad fühlt die Musik. Nach seinem Soloeinstieg wird der Gitarrist durch die Sängerin Eva Durán und den Perkussionisten Terrón Duque komplettiert, was der Musik eine zusätzliche Tiefe verleiht. Auch Durán beherrscht ihr Metier perfekt, das rhythmische Klatschen, die abrupten Pausen, dieses fast schon wehleidige Klagen, das in ihrer Stimme liegt, kurz,  alles was Flamenco so faszinierend macht, wird hier perfekt vorgeführt.

Dabei darf natürlich auch eine Tänzerin nicht fehlen und Inmaculada Ortega bannt sich als Letzte des Quartetts einen Weg durch die Stuhlreihen zur Bühne. Eine eigens für sie errichtete kleine Holzplattform steht schon bereit. Auch die junge Tänzerin aus Jerez fügt sich nahtlos ein und begeistert mit ihren perfekt auf Musik und Gesang abgestimmten Tanzschritten. Das Publikum staunt und raunt und ist begeistert. Flamenco in reinster Form, Gitarre, Gesang und Tanz fügen sich mühelos zusammen und entfalten die ganze Kraft, Melancholie und Kunst, die Flamenco so wunderbar werden lässt.

Ihre Meinung

Sagen Sie uns, was Sie denken