Bewährte Qualität des Altmeisters
Bild: Luka Beluhan
Ronny Jordan Organ Trio, 12.2.10 Moods, Zürich
Ronny Jordan lieferte im Moods ein Set frei von Überraschungen, groovte aber mit Hilfe von Mel Davis an der Hammond und Dave Moore an den Drums in seiner gewohnt funkigen Art und Weise.
Das Moods ist nur zu zwei Dritteln gefüllt, als Ronny Jordan mit seinen zwei Mitstreitern die Bühne betritt und sich auf den bereit gestellten Sessel setzt. Mit einem Schritt zurück in die Vergangenheit beginnt der Abend, mit einigen Klassikern seines Debütalbums „Antidote“ aus dem Jahre 1992 wird das Publikum aufgewärmt. Bald wippt man im Moods zu den funky-jazzigen Rhythmen des Trios. Auch auf den Songs des neuen Werkes „The rough and the Smooth“ groovt der mittlerweile 48-jährige Engländer mit seiner Gibson-Gitarre in gewohnter Gelassenheit. Dass Jordan immer wiedermal eine Download-Karte für 10 Franken anpreist, auf der sein neuestes Werk zu haben ist, lässt darauf schliessen, dass auch an ihm die Krise der Musikindustrie nicht spurlos vorüber ging. Man kann es ihm verzeihen, sorgt er doch zwischendurch auch immer wieder mit spannenden Anektdoten seiner langen Karriere für Unterhaltung. Neben der Routine mit einer Mischung aus den bekannten Hits seiner alten Alben und Songs des neuen Albums sorgen die eingestreuten „Hommagen“ an Miriam Makeba mit „Pata Pata“ und Michael Jackson mit „Human Nature“ für willkommene Abwechslungen. Die Coverversionen überraschen im neuen, funkigen Gewand, auch seine Version vom Sade Klassiker „Smooth“ lässt sich auf jeden Fall hören.
Bild: Luka Beluhan
Auch wenn die beiden hervorragenden Mitmusiker sich mit Solis profilieren können und das Zusammenspiel der dreien ausgezeichnet funktioniert, kommt man nicht drumherum sich auszumalen, was für ein Feuerwerk Jordan mit einer grösseren Band abliefern würde. So bleibt es bei der bewährten hochwertigen Kost, bei der zum Schluss des zweiten Sets auch sein berühmtester Song nicht fehlen durfte. „so what“, auch dies eine Coverversion, diesmal jedoch von Jazzgott Miles Davis, tönt auch beim x-ten Mal noch immer verdammt gut.







