Mos Def’s Auftritt am 24.04.2010 in der Roten Fabrik, Zürich

Bild: www.myspace.com/mosdef

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Die Vorfreude in den Medien und in diversen Blogs war riesig als bekannt wurde, dass Mos Def am 24. April in der Roten Fabrik in Zürich auf der Bühne stehen würde.

Nur noch wenige Tickets waren an der Abendkasse erhältlich, so dass sich viel zu viele junge Menschen vor das Kassenhäuschen drängten und sich gegenseitig auf die Turnschuhe standen.  Wer schon ein Ticket hatte oder noch eines erhaschen konnte, huschte zielstrebig in die Aktionshalle und sorgte dafür, dass die Bierzapfer an den Bars alle Hände voll zu tun hatten. Das es ein ausgezeichnetes Konzert werden würde, waren sich die meisten Besucher einig. Beim Bestellen an der Bar oder beim Warten vor der Bühne hörte man oft in Gesprächen die Namen Black Star, Black on Both Sides, und weitere grosse musikalische Leistungen von Mos Def. Auch der Bühnenaufbau versprach einiges. Nicht ein sondern zwei DJ Pulte standen bereit und davor ein Schlagzeug mit Mikrofon, was den Verdacht aufblitzen liess, dass wohl auch Elemente von The Black Jack Johnson zelebriert werden würden. Persönlich hoffte ich auf einen grandiosen Auftritt à la Q-Tip.

Für Spekulationen wurde schliesslich auch reichlich Raum geboten, denn Herr Smith erlaubte sich eine fast zwei stündige Verspätung. Erstaunlicherweise wurde durch das Warten die Stimmung nicht gesenkt. Im Gegenteil, die Erwartungen stiegen noch höher bis endlich nicht nur ein sondern tatsächlich zwei DJs auf der Bühne erschienen,  die ersten Beats servierten und so eine fulminante DJ Show erhoffen liessen.  Kurz darauf zeigte sich auch Mos Def und legte gleich halb singend halb reimend los. Der Auftakt des Konzertes liess die Hoffnungen auf eine grossartige Show noch am Leben. Die erste Abwechslung des Auftritts folgte wenig später und zwar Slick Rick’s Stimme ab Platte. Eine zweite Variation seiner Performance folgte und zwar spielten die zwei DJs alte Soul Klassiker (wahrscheinlich Smiths Lieblingsstücke), zu denen Mos Def einwenig mit sang. Nicht nachvollziehbar, da Mos Def doch eigene Klassiker in seinem Repertoire hat. Wohl als Höhepunkt gedacht war Smith’s Schlagzeug Einsatz, zu dem er gleichzeitig seine Reime zum Besten gab. Eine durchaus ansehnliche Leistung, obwohl eine ebenwürdige Drummer-Leistung an einem Rock Konzert mit leeren Bierbechern und anderen Fliegobjekten honoriert werden würde. Etwas mager war zudem, dass Stücke wie Definition, Sunshine, Oh No, Mathematics als auch Ghetto Rock nicht gespielt wurden, ganz zu schweigen von einer Zugabe. Weshalb zwei DJs die Beats auflegten ist eine weitere Kuriosität.

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