One nation under a groove

Bild: Rahel Hüberli

Bild: Rahel Hüberli

Incognito, 2.6.2010, Kaufleuten Zürich

Im rappelvollen Kaufleuten feiert der grösste britische Funkexport Incognito ein ausgelassenes 30 Jahre Bühnenjubiläum. Von Bandleader „Bluey“ Maunick stilsicher geführt, spielt sich die Band quer durch ihr immenses Repertoire.

„Bluey“ Maunick ist kein Mann der grossen Töne. Der Bandleader stellt sich nicht gross in den Vordergrund, sondern zieht von hinten die Fäden respektive zupft die Saiten seiner Gitarre. Im Mittelpunkt der Bühne stehen die beiden stimmkräftigen Sängerinnen Joy Rose und Vanessa Haynes zusammen mit Leadsinger Tony Momrelle. Und schon kurz nach Beginn springt der Funke mit dem Ohrwurm „Where do we go from here“ aus dem Jahre 1994 auf das Publikum über. Die Stimmung bleibt nun konstant hoch, den Incognito spielt sich auf gewohnt hohem Niveau durch ihr Set. Tanzbare Funknummern, angetrieben von einem hervorragenden Bläsertrio, wechseln sich dabei auch mal mit etwas ruhigeren Soultracks wie „Everybody loves the sunshine“ ab.

Bild: Rahel Hüberli

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„Bluey“ Maunick greift dann doch noch zum Mic und beschreibt mit dem typisch englischen Humor seinen Weg zur Funkmusik und seine Wunschvorstellung von „one nation under a groove“ wo Herkunft, Hautfarbe und Religion keine Rolle spielen sollten. Ein kurzes Intermezzo, welches überleitet zu einem Cover der brasilianischen Band Banda Black Rio und ihrem Song „Expresso Madureira“. Der wunderbar rhythmische Funksong treibt die Band jetzt zu Höchstform an und das Kaufleuten hat keine andere Wahl als mitzugrooven. Sogar auf dem Balkon stehen und klatschen sie nun, die sonst eher reservierte Cüplifraktion kann ebenfalls nicht mehr stillstehen. „Dont you worry bout a thing“ sorgt dafür, dass sich die Leute gar nicht erst wieder hinsetzen und lässt den Abend ausklingen wie er begonnen hat. Eine satte Portion Funk und ein Schuss Soul von einer Band, die auch nach 30 Jahren kein bisschen müde geworden ist.

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