OFF BEAT

Bild: http://www.offbeat-film.com

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Jan Gassmann, ein vielversprechendes Schweizer Regietalent, präsentiert mit OFF BEAT seinen ersten Spielfilm über einen erfolglosen Rapper.

Von Simon Inauen

Pathetisch langsam nimmt OFF BEAT einen mit auf eine Reise auf die andere Seite der Stadt. Auf eine Seite, auf welcher Träume unerfüllt bleiben, Hoffnungen bleichen und Erwartungen verblühen. Mit umgekehrten Klavierklängen im Ohr laufen wir durch unsere Quartiere, unsere Clubs, erleben Exzesse und Liebesakte und werden langsam eingeführt in das Unvermögen zu leben, wenn zu viel Freiheit ohne äusseren Zwang und inneren Anspruch auf eben diese selbst gezimmerten Erwartungen und Hoffnungen trifft. Wenn sich unverdaute Missverständnisse mit Unehrlichkeit verbinden und Ängste die Kreativität anketten. Man zum Junkie wird. Und alles so ist wie man es nie wollte. Sich die Welt gegen einen stellt und man sich selbst gegen die Welt. Wenn die Liebsten dann die Seiten wechseln und man alleine unvermeidlich in eine panische Leere fällt und dann die letzten Überbleibsel seines Lebens zerreist um vielleicht ganz unten nochmals neu anzufangen.

OFF BEAT ist ein gelungenes Erstlingswerk, ein Trip von oben nach unten, schön aber ehrlich, direkt und unverblümt, wie wir es von Jan Gassmann gewohnt sind. Diesmal zerbricht der Mensch nicht am unverschuldeten Schicksal, sondern an seinem eigenen Unvermögen.


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