“The Strange Saga of Hiroshi The Freeloading Sex Machine” von Yuji Tajiri

Alleinerziehende Mutter trifft Vagabunden, Grillen treffen aufeinander und Sex trifft Slapstick: Yuji Tajiris “The Strange Saga of Hiroshi” steht für eine neuere Entwicklung innerhalb des japanischen Independent Softsex-Films: Völlig ernst zu nehmen ist das nicht.

“A Good Year” von Ridley Scott

Wer sich an die Deutsche Fernsehserie “Ein Haus in der Toscana” erinnert, weiss, dass die plumpste Story vor dem Hintergrund eines mediterranen Städtchens mit Pflastersteinromantik plötzlich sehenswert wird. Gleiches gilt für Ridley Scotts Weingut-Romanze “A Good Year”, die ohne die Provence und die darin beheimatete Marion Cotillard als ziemlich unterdurchschnittlicher Jahrgang wohl kaum erfolreich vermarktet werden könnte.

“Candy” von Neil Armfield

Liebe und Drogen vertragen sich schlecht. Dies bekommen auch Dan und Candy zu spüren, die eine unheilvolle Dreierbeziehung mit keiner geringeren Droge als Heroin beginnen. Daraus entwickelt sich ein gut gespieltes Drama, das jedoch zu wenig Neues zum populären Genre beiträgt.

“Marie Antoinette” von Sophia Coppola

Marie Antoinette gehörte zu den Sündenböcken in der Französischen Revolution, da sie auf die Nachricht, das Volk habe kein Brot, geantwortet haben soll “Dann sollen sie Kuchen essen”. Sophia Coppola nahm sich der verhassten Französischen Königin im dritten Teil über ihre Trilogie über junge Frauen an und lässt Versailles mit Pink und Punk aufleben und in die Gegenwart herüberblinzeln.

“Michael Haneke Trilogie” von Michael Haneke

Für leicht bekömmliche Abendunterhaltung ist Michael Haneke weiss Gott nicht bekannt. Auch seine Trilogie, welche die Filme “Der Siebente Kontinent”, “Benny’s Video” und “71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls” umfasst, lässt sich nicht leicht schlucken. Wer sich aber gerne auf schonungslose Porträts gesellschaftlicher Abgründe einlässt, wird nicht abstreiten können, dass einem diese drei Filme trotz ihrer Sperrigkeit nicht mehr loslassen.

“Mit Herz und Hand” von Roger Donaldson

Ein etwas schwerhöriger, seinem Lebensende entgegen sehender Neuseeländer will vor seinem Tod noch das tun, wovon er sein Leben lang geträumt hat: aus seinem Töff die maximale Geschwindigkeit herausholen und sehen, ob er der schnellste seiner Kategorie ist. Doch zwischen Neuseeland und dem Amerikanischen Salzsee, wo der Rekord versucht werden soll, liegen zahlreiche Abenteuer. Eine wunderbar gespielte, herzerwärmende Komödie nicht nur für Motorradfans.

“Nebenwirkungen” von Manuel Siebenmann

Eine Frau zwischen zwei Männern und zwischen den Interessen ihrer Firma und ihrem Gewissen. Aus einer so einfachen Situation kann mit wenig Mitteln ein bemerkenswerter Thriller entstehen. Zurecht wurde “Nebenwirkungen” für den “Publikumspreis SF Schweizer Film 2007″ nominiert.

“Princesas” von Fernando León de Aranoa

Einen unverklärten Film über Prostitution zu machen, ohne Vorurteile, Klischees oder moralischen Zeigefinger, ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben für einen Regisseur. Fernando León de Aranoa hat sich ihr dennoch angenommen, und mit “Princesas” einmal mehr bewiesen, dass in Spanien Filme von Weltklasse gemacht werden.

“Shortbus” von John Cameron Mitchell

Eines der letzten Tabu, dass der Kinofilm immer noch nur selten zu brechen wagt, ist die Darstellung von “echtem Sex” auf der Leinwand eines Nicht-Porno-Kinos. Noch immer kann man mit erigierten Penissen und expliziten Aufnahmen des Geschlechtsaktes für ziemlichen Aufruhr sorgen. Bei “Shortbus” war es nicht anders. Aber einmal mehr steckt hinter all dem Skandal eine mittelmässige Geschichte über … ja, über was?