“All the Boys love Mandy Lane” von Jonathan Levine

“Scream” liess 1996 den Teeniehorror-Slasher wieder aufleben, in dem es munter die Klassiker aus den 70ern zitierte und die Rolle des maskierten keinem Monster wie Freddy, Jason oder Michael Myers gab, sondern gewaltlüsternen Teenagern. Die beiden Fortsetzungen von “Scream” sowie weitere Versuche des Revivals alter Slasherfiguren, wie der schreckliche “Freddy vs. Jason” scheiterten jedoch kläglich. Heute, 12 Jahre nach “Scream”, versucht Jonathan Levine nochmals, uns das Teeniesterben schmackhaft zu machen – und setzt dem Genre damit einen zweiten Stein aufs Grab.

“Lady Chatterley” von Pascale Ferran

In Sachen Literaturverfilmungen kann sich noch immer niemand mit den Franzosen messen. Als weiterer Beweise dafür verfilmte Pascale Ferran mit “Lady Chatterley” einen der grossen Skandalromane des frühen 20. Jahrhunderts und inszenierte das Erwachen weiblicher Sexualität mit wenig Worten aber umso schöneren Bildern.

“Nimmermeer” von Toke Constantin Hebbeln

“Nimmermeer” ist die Geschichte eines wahren Helden namens Jonas. Doch der kleine Junge erschlägt keine Drachen und bekämpft keine Riesen. Dafür lernt er, wie man erwachsen wird und doch ein Kind bleibt.

“Once” von John Carney

Ein irischer Strassenmusiker und eine tschechische Immigrantin suchen gemeinsam mit ihrer Musik den Weg aus der Einsamkeit und finden dabei in diesem mehrfach prämierten Low-Budget Film noch viel mehr als das.

“Control” von Anton Corbijn

Der Photograph und Videoregisseur Anton Corbijn legt mit “Control” seinen ersten Spielfilm vor. Ein stilistisch überzeugendes Porträt über Ian Curtis, den Sänger der englischen Rockgruppe Joy Division, der sich am 18. Mai 1980 im Alter von 23 Jahren erhängte. Die Buchvorlage “Touching from a Distance” stammt von der Witwe Deborah Curtis.

“Rosa Luxemburg” von Margarethe von Trotta

Rosa Luxemburg ist eine der wenigen Frauen unter den linken Ikonen des letzten Jahrhunderts und eine der schillerndsten Persönlichkeiten in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie. Margarethe von Trottas Film aus dem Jahre 1986 ist ein hübsch anzusehendes Porträt einer Frau, die für Ihre Überzeugungen lebte – und sterben musste.

“Streets of Rio” von Alexander Pickl

Es gibt Filme auf dieser Welt, die möchte man als wichtig bezeichnen. Weil sie halt eine Aussage haben, oder dem Zuschauer etwas vor Augen führen, was ihm ohne den Film wohl verborgen geblieben würde. Und dann gibt es Filme, die haben scheinbar einen solchen Anspruch, dich sich dann aber unter dem Strich als gerademal pseudo-anspruchsvoll entpuppen. “Streets of Rio”, zum Beispiel, scheint dem Zuschauer die Armut in Rio vor Augen zu führen wollen, scheitert aber an seiner eigenen Oberflächlichkeit.

“Die Marquise von O.” von Eric Rohmer

Während die Literatur der Weimarer Klassik in ihrer edlen Einfalt und stillen Grösse noch am nachklingen war, stellte Kleist ein Tabuthema ohnegleichen in den Mittelpunkt seiner skandalösen Novelle “Die Marquise von O…” – nämlich die Vergewaltigung einer bewusstlosen Frau. Eric Rohmer hat den bekannten Kleist-Text mit einem hervorragenden Schauspieler-Ensemble wortgenau verfilmt.