“Bad Boy Bubby” von Rolf de Heer

Böse ist wer, Böses tut? Der australische Film “Bad Boy Bubby” sieht das nicht ganz so einfach und schickt zum Beweis einen Simplizissimus durch die Hölle und zurück. Selten waren Lektionen in Moral irritierender.

“Caramel” von Nadine Labaki

Fünf Frauen in Beirut, fünf Leben mit ihren Dramen und kleinen Freuden, sich überkreuzend in der Enge eines Schönheitssalons. Zuckersüß-leichte Erzählung in der Hitze des Libanon, in einem Beirut, das so nicht oft auf Bildschirmen auftaucht.

“Das Waisenhaus” von Juan Antonia Bayona

Spanien scheint ja Hollywood so langsam den Rang abzulaufen, wenn es um Horrorfilme geht – oder zumindest mit dem amerikanischen Bruder gleichzuziehen. So lockte der Horror-Zombie-Hit “[Rec]” weitaus mehr Zuschauer ins Kino, als Zombie-Opas Romeros neuster Streich “Diary of the Dead” und auch “Das Waisenhaus” gilt schon als internationaler gefeierter Beachtungserfolg, der die amerikanischen Vorbilder um Längen übertrifft.

“Shine a Light” von Martin Scorsese

Was passiert wenn einer der bekanntesten Regisseure unserer Tage sich mit einer der bekanntesten Bands unserer Tag zusammen tut, um ein oder zwei Konzerte dieser Band auf Zelluloid zu bannen? Ja, dann wird mächtig gehypt und gehypert. Fans erwarten einen Meilenstein, eine Offenbarung, ein Film, der alles über die Band sagt – und doch schlussendlich ist “Shine a Light”, das Werk das Scorsese mit den Stones vereint, nicht mehr als ein Konzertmitschnitt. Allerdings ein verdammt gut gefilmter Konzertmitschnitt.

“Les Milles” von Sébastien Grall

Oskar Schindler gab es auch in der Provence. Unter der Obhut des Produzenten von “Der Pianist” und Koproduzenten von “Schindlers Liste” entstand die wahre und faszinierende Erzählung eines dramatischen Kapitels des Zweiten Weltkrieges in Frankreich.

“Pas Douce” von Jeanne Waltz

Aus einem halbherzigen Selbstmordversuch wird eine Körperverletzung mit ungewöhnlichen Folgen: Fred, eine Krankenpflegerin, schiesst einen Schüler an, und wird im Spital gerade ihm als Pflegerin zugewiesen. Ein feinfühliges Drama über Sühne und Vergeben.

“Unsere Erde” von Alastair Fothergill

BBC ist eine feste Grösse im weltweiten Fernsehgeschäft und in kaum einem Genre ist der Sender so ungeschlagen wie bei Naturdokumentationen. Mit der Dokuserie “Planet Erde” schuf BBC das mit Abstand phänomenalste Naturportrait der Naturfilmgeschichte. “Unsere Erde” ist die Kinoversion der Serie, und nimmt seine Zuschauer auf eine kürzere, aber nicht minder faszinierende Reise in bekanntere und weniger bekanntere Tierreiche mit.