Von Lukas Hunziker · Oktober 2009

Die zeitgenössische schottische Literatur entwirft mit Vorliebe düstere, melancholische, ja oft morbide Geschichten. Niemand erzählt diese jedoch mit soviel dunkler Poesie wie der Romanautor und Dichter John Burnside. Nach “Die Spur des Teufels” ist “Glister” Burnsides zweiter Roman, der in deutscher Sprache erscheint. Selten kleidet sich so Schreckliches in so schöne Worte.
Von Sandra Despont · Oktober 2009

Mit Zeitungsaustragen hält sie sich über Wasser, bei Beerdigungen und den anschliessenden Mahlzeiten findet sie billiges Essen und Gesellschaft. Siegtrud ist eine bescheidene Frau, die das Beste aus ihrem einfachen Dasein macht. Kristín Steinsdóttir erzählt die Geschichte der Isländerin und ihre Reise in die eigene Vergangenheit mit ebensoviel Bescheidenheit und bringt damit Form und Inhalt in seltene Übereinstimmung.
Von Stefanie Feineis · Oktober 2009

Ein in der Kindheit erlebtes Trauma verfolgt das Opfer oft das ganze Leben lang. Ist es möglich, einer Mutter zu vergeben, die ihren Kindern aus Liebe das Schlimmste angetan hat?
Von Stefanie Feineis · Oktober 2009

Wir alle kennen die Meldungen in den Nachrichten oder in der Zeitung: wieder einmal ist ein Kind durch Misshandlungen der Eltern gestorben, weil sowohl das Amt als auch die Nachbarn nicht genauer hingesehen haben. Wer sind hier die wahren Schuldigen, und gibt es überhaupt eine gerechte Strafe?
Von Claudia Wehrli · Oktober 2009

Als Wynter Moorehawke und ihr Vater nach fünf Jahren im Ausland an den Hof von König Jonathon zurückkehren, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Bald merkt Wynter, dass im Schloss nicht mehr die unbeschwerte Atmosphäre herrscht, an die sie sich erinnert. Dunkle Geheimnisse, Verfolgung und Misstrauen vergiften das Leben im Schloss.
Von Sandra Despont · Oktober 2009

Pure Idylle. Dann ein Mord. Und es wird spannend. Und dann interessiert man sich plötzlich sogar für den Gutmenschen Bruno. Martin Walker lässt im Roman über Brunos ersten Fall eine grausam zugerichtete Leiche in eine fast unglaubwürdige Idylle platzen.