Von Lukas Hunziker · Februar 2010

Einen Schweizer Film, der so viele negative Medienreaktionen und so viel öffentliche Empörung ausgelöst hat wie “Räuberinnen”, möchte man als Filmkritiker fast zum Trotz gut finden. Gelungen ist es nicht – Carla Lia Montis Räuberfilm ist tatsächlich und unabstreitbar kompletter Müll. Vorwürfe der Unmoral und der skandalösen Darstellung von Sex und Gewalt muss er sich allerdings nicht gefallen lassen – skandalös an “Räuberinnen” bleibt allein, dass sich über den Film tatsächlich jemand aufregt. Den das eine oder andere Haar kann man dem Film durchaus lassen.
Von Lukas Hunziker · Februar 2010

Drei Geschichten um scheiternde Liebe verspinnt der spanische Regisseur Daniel Arévalo in seinem tragischkomischen Film “azul oscuro casi negro”. Im Zentrum steht der junge Hauswart Jorge, der von seinem Bruder um etwas eher ungewöhnliches gebeten wird: dessen Freundin zu schwängern. Eine feinfühlige, mal pessimistische, mal erheiternde Geschichte entwickelt sich, die nicht mitreisst, aber doch berührt.
Von Alexander Sigrist · Februar 2010

“Tot und Begraben”: in Deutschland jahrelang auf dem Index! Verboten in Norwegen! Verboten in Finnland! Höchste Freigaben in England, den USA, Australien! Ein Splatterfest? Tausende Leichen? Untote? Zombies? Blut? Gallonen an Blut? Ein schockierendes Filmchen aus den Achtzigern? – Keine Panik, alles halb so wild. Aber eigentlich gar nicht mal so schlecht.
Von Sandra Despont · Februar 2010

Mitte August in Rom. Alle Italiener, die irgendwie können, sind am Meer. Währenddessen erlebt Gianni in der verwaisten Stadt einige Tage in spezieller Gesellschaft: vier alte Damen sind in seiner Wohnung einquartiert. Sie kochen, sie essen, sie quatschen, sie lesen die Zukunft, sie schmollen. Das ist erstaunlicherweise gerade genug für einen gemütlichen Sommerfilm.