“The Imaginarium of Dr. Parnassus ” von Terry Gilliam

Ein alter Mann zieht wider aller Umstände und trotz aller Widerstände mit seinem Wandertheater durch die Welt und versucht erfolglos aber unbeirrt ein Publikum für die fantastischen Welten zu gewinnen, die sich hinter seiner Hauptattraktion, einem magischen Spiegel, verstecken. Ganz so autobiografisch, wie das für Gilliams Fans klingt, ist “Parnassus” aber nicht. Leider.

“Wo die wilden Kerlen wohnen” von Spike Jonze

Maurice Sendaks “Where the Wild Things Are” wurde trotz Skepsis und Kritik (von Erwachsenen) bald zu einem der grössten Bilderbuchklassiker aller Zeiten. Dass Spike Jonzes Verfilmung dasselbe Schicksal widerfährt, ist unwahrscheinlich – und das obwohl einen die wilden Kerle auch auf der Leinwand in ihren Bann ziehen.

“Zombieland” von Ruben Fleischer

In einem postapokalyptischen Amerika, in dem sich die gesamte Bevölkerung in fleischeshungrige Zombies verwandelt haben, sucht ein kleines Grüppchen Überlebender inmitten des Chaos nach einem sicheren Zufluchtsort und macht derweil mit ihren Gegnern kurzen Prozess.

“Wendy and Lucy” von Kelly Reichardt

Ihr Ziel ist Alaska. Ihr Auto ist ihr einziger wertvoller Besitz. Ihr soziales Netz besteht aus einem Hund und einem Wachmann. – Durch ihr minimalistisches Drama streut Kelly Reichardt wie nebenbei Salz in die Wunden einer USA jenseits des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten.

“Das Grab der Ligeia” von Michael Staininger

Edgar Allan Poe gehört bis heute zu den faszinierendsten literarischen Gestalten der Amerikanischen Literatur und seine Horrorgeschichten sind nach wie vor beliebte Klassiker. Die Verfilmung einer der berühmtesten dieser Geschichten, “Ligeia”, könnte dies jedoch ändern. Der Film tut sein Möglichstes, um Poe zu Mehrfachumdrehungen in seinem Grab zu provozieren.

“Alles wird gut” von Angelina Maccarone

Es braucht nicht immer einen auf Zelluloid gebannten Aufmarsch der Moralapostel, um gesellschaftspolitische Denkanstösse in Filme zu packen. Dies beweist Angelina Maccarone mit dieser 1998 entstandenen TV-Produktion über die Lebenswelten und -realitäten dreier afrodeutscher lesbischer Frauen.

“Sherlock Holmes” von Guy Ritchie

Man könnte nun etwas über Reboots erzählen, jene Filme die altbekannte Serien und Franchisen aufnehmen und neu verwursteln. Man könnte jammern, wie schlimm es ist, dass die liebgewordenen alten Helden plötzlich auf neu getrimmt und für die MTV-Generation umgezogen werden. Man könnte, ja man könnte vieles – man könnte aber auch einfach nur sagen, dass Guy Ritchies Neuauflage zu Englands Hausschnüffler Sherlock Holmes richtig gut geworden ist.