Otfried Preussler: “Krabat”

Dunkle Magie, eine schaurige Mühle sowie ein Müller und Zaubermeister, der zunächst geachtet, dann aber gehasst, gefürchtet und verachtet wird, viele Lehrlinge, ein schönes Mädchen und ein gefährliches Geheimnis: Das ist die Welt von Krabat. – Eine hervorragend schaurige Hörspielfassung des düsteren Kultjugendbuches von Otfried Preussler.

Camilla Grebe & Åsa Träff: “Die Therapeutin”

Es fängt harmlos an. So harmlos, dass sich manch einer nach den ersten Kapiteln vielleicht sogar ernsthaft fragen mag, wieso „Die Therapeutin“ so lange die schwedische Bestsellerliste anführte. Doch dann kommt es. Überrollt uns. Packt uns und treibt uns unaufhaltsam weiter. Das Buch aus der Hand zu legen, ist unmöglich. Denn jeden Moment kann das Leben von Siri Bergmann ein Stückchen weiter aus den Fugen geraten. Jeder Atemzug könnte ihr letzter sein.

John Katzenbach: „Der Professor“

Adrian Thomas ist ein Kopfmensch, der lange als Professor für Psychologie seine Brötchen verdiente. Die Diagnose „schnell voranschreitende Demenz“ wirft in völlig aus der Bahn. Doch ausgerechnet die Hiobsbotschaft führt dazu, dass er noch einmal ein Ziel vor Augen hat. Denn auf dem Rückweg vom Arzt beobachtet er eine Entführung. Ohne seinen langen Atem wäre die 16-jährige Jennifer verloren. Endlich wieder ein Katzenbach-Krimi, der fesselt und auf ganzer Linie überzeugt.

Alice Gabathuler: „Freerunning“

Tempogeladen und jede Menge Adrenalin inklusive: Der Thriller „Freerunning“ legt schon auf Seite 1 mit hoher Geschwindigkeit los und hält diese bis zum Ende durch.

Alexandros Stefanidis: “Beim Griechen”

Der erfolgreiche Journalist Alexandros Stefanidis lässt in seinem ersten Erzählband die eigene Jugend Revue passieren und berichtet von den teils abenteuerlichen Begebenheiten, die sich über die Jahre im “Wohnzimmer” seiner Verwandtschaft zutrugen – in der Taverne “Beim Griechen”.

Adam Soboczynski: “Glänzende Zeiten”

Unsere Welt ist ordentlich und glatt. Hier herrscht Disziplin, und Gesundheit ist unbedingt erstrebenswert, das Maß aller Dinge. Der Feuilletonist Adam Soboczynski unterstreicht diese These in “Glänzende Zeiten” mit nahezu jedem Satz und übt so gleichzeitig Kritik an dem homogenen Einheitsbrei, den unsere Gesellschaft Tag für Tag mit Vorliebe verschlingt.

Michael Cunningham: “In die Nacht hinein”

In seinem neusten Roman führt der amerikanische Star-Autor Michael Cunningham seine Leser in die Welt der New Yorker Upper-Middleclass und in die Welt des Kunstbetriebs. Anhand des in eine tiefe Sinnkrise fallenden Kunsthändlers Peter Harris zeigt er, dass jeder Mensch seine ganz eigenen Probleme hat, und dass keine Facette des Lebens nur schwarz oder weiss ist.

Herman Melville: “Moby Dick”

Den Namen des berühmtesten Wals der Literaturgeschichte kennen wir alle, gelesen haben Herman Melvilles Klassiker nur die wenigsten von uns. Erstaunlich ist dies allerdings nicht, denn der viele hundert Seiten lange Roman gehört zu den sperrigsten Werken der Weltliteratur. Wer sich diese Erfahrung sparen, die Geschichte des weissen Wals aber dennoch kennen möchte, ist mit vorliegendem Hörspiel gut bedient.