“Sherlock Holmes” von Guy Ritchie

Man könnte nun etwas über Reboots erzählen, jene Filme die altbekannte Serien und Franchisen aufnehmen und neu verwursteln. Man könnte jammern, wie schlimm es ist, dass die liebgewordenen alten Helden plötzlich auf neu getrimmt und für die MTV-Generation umgezogen werden. Man könnte, ja man könnte vieles – man könnte aber auch einfach nur sagen, dass Guy Ritchies Neuauflage zu Englands Hausschnüffler Sherlock Holmes richtig gut geworden ist.

“Das Fischkind” von Lucía Puenzo

Lucía Puenzo, die Frau, die mit ihrem Erstling „XXY“ international für Beachtung gesorgt hat, meldet sich zurück. Natürlich sind die Erwartungen entsprechend hoch. „Das Fischkind“, eben ihr neuer Film, beschäftigt sich ebenfalls mit Sexualität, der Konfusion derselben, mit Verlust und sexueller Gewalt – alles Zutaten, die auf einen tiefgründigen und guten Arthouse-Film schliessen lassen.

“The Crazies” von Breck Eisner

Die Zutaten: Ein Remake. Nichts Neues. Ein Remake eines Horrorfilms. Auch nichts Neues. Ein Remake eines Films, der urplötzlich als Klassiker hochstilisiert wird. Hatten wir schon. Ein Remake eines George A. Romero-Films. Überhaupt nicht neu. Alles beim Alten also in Breck Eisners „The Crazies“?

Wie man einen Film macht, der den Oscar gewinnt

Sie denken jedes Mal, wenn Sie die Oscarverleihung sehen, Sie könnten das auch? Also, einen Film drehen, der ganz sicher eine goldene Statue abstaubt? Und Sie können sicherlich auch eine bewegende Rede halten und dabei ordentlich die Tränchen rausdrücken? Das alles können Sie, aber Sie wissen nicht genau wie? Dann ist dies der Moment ihres Lebens – denn in diesem Artikel wird Ihnen gesagt, was es für einen Oscar gewinnenden Film braucht.

“Tot und Begraben” von Gary Sherman

“Tot und Begraben”: in Deutschland jahrelang auf dem Index! Verboten in Norwegen! Verboten in Finnland! Höchste Freigaben in England, den USA, Australien! Ein Splatterfest? Tausende Leichen? Untote? Zombies? Blut? Gallonen an Blut? Ein schockierendes Filmchen aus den Achtzigern? – Keine Panik, alles halb so wild. Aber eigentlich gar nicht mal so schlecht.

“The Box” von Richard Kelly

Der Richard Kelly wieder. Ja, der Regisseur, der mit “Donnie Darko” einen Insider-Hit gelandet hat, einen Mysterie-Film halt, der durch seine düstere Atmosphäre und eine spannende Story zu überzeugen wusste. Und ja, der Regisseur, der mit dem kaum zugänglichen, überfrachteten “Southland Tales” in Cannes ausgebuht wurde. Ja, dieser Regisseur meldet sich mit seinem dritten Film zurück und orientiert sich grösstenteils wieder an seinem Erstling – trotzdem ist “The Box” nur ein halbgares Vergnügen.

Comeback des Jahres

Sage und schreibe 12 Jahre hat es gedauert, bis sich Action-Tausendsassa James Cameron mit einem ordentlichen Kinofilm nach “Titanic” zurück meldet. Mit “Avatar” bricht er reihenweise Rekorde und verspricht die Revolution des Kinos eingeläutet zu haben – klar, technisch ist “Avatar” ein atemraubendes Werk. Dennoch wirkt der Film wie ein Best of seines bisherigen Schaffens. Grund genug, “Avatar” im Kontext seiner bisherigen Filme zu beleuchten.

“Terminator Salvation” von McG

Als vor mehr als zwanzig Jahren ein noch relativ unbekannter Regisseur einen bösen Kampfroboter mit einem österreichischen Bodybuilder besetzte, da hätte wohl kaum einer gedacht, dass dieser Film sich zu einem definierenden Moment im Action/Sci-Fi-Genre mausern kann: mit “Terminator” und “Terminator 2 – Judgement Day” drehte Regisseur James Cameron zwei Klassiker, die auch heute noch zum Besten zählen, was das Genre hervor gebracht hat. Nach dem mittelprächtigen “Terminator 3 – Rise of the Machines” wurde die Serie nun neu gebootet (will heissen mit neuem Setting und veränderten Prämissen) – ein Reboot der gleichermassen überrascht und enttäuscht.

“2012″ von Roland Emmerich

Der nächste Termin für den Weltuntergang steht bereits fest: im Jahre 2012 läuft der Kalender der Maya aus (so behaupten manche auf jeden Fall) und da der Kalender schon mehrere Male richtig gelegen hat (auch das sagen einige), darf man wohl annehmen, dass das Ende der Welt vor der Türe steht. Bevor alle Kinos wegen dem Grossereignis zumachen, bringt Roland Emmerich, der deutsche Zerstörer, wie er gerne von der amerikanischen Presse genannt wird, noch schnell sein neustes Magnum Opus ins Kino.

“Cargo” von Ivan Engler und Ralph Etter

Manchmal braucht man nur eine kühne Vision und ein Quäntchen Mut, um etwas zu schaffen, wovon keiner gedacht hätte, dass es möglich ist. Beides, plus eine gehörige Portion Geduld und Durchhaltevermögen, hatten die Schweizer Ivan Engler und Ralph Etter wohl im Überfluss – über zehn Jahre lang haben die beiden am ersten richtigen schweizerischen Science-Fiction-Film gearbeitet, wurden oft ausgelacht und als Spinner abgeschrieben. Das fertige Werk jedoch rechtfertigt die weitgesteckten Ziele.

“The Wrestler” von Darren Aronofsky

Als Darren Aronofsky ankündigte, er wolle einen Film über einen Wrestler machen, wurde er weitgehend ausgelacht. Als er weiter ankündigte, er wolle seinen Film mit Mickey Rourke in der Hauptrolle besetzen, rollte man sich lachend über den Boden – und dann kam sein Film, “The Wrestler”, und es wurde still. Ganz, ganz still.

“Underworld: Aufstand der Lykaner” von Patrick Tatopoulos

Wenn man nach einem mittelprächtigen Sequel keine Idee mehr für eine weitere Fortsetzung hat, dann schliesst man sich dem Post-“Star Wars Episode 1“-Wahn an und produziert kurzerhand ein Prequel. Das Ergebnis ist dann meistens recht belanglos, kann aber in seltenen Fällen zu einem durchaus unterhaltsamen Filmchen führen.

“Zack and Miri make a Porno” von Kevin Smith

Kevin Smith: legendär und totgesagt. Mit seiner Jersey-Trilogie und seinen Kultcharakteren Jay und Silent Bob als Grossmeisters des Metakinos gehandelt. Gemunkelter Hersteller des Phantom-Cuts von “Star Wars – Die dunkle Bedrohung”. Meister vertrackter Dialoge und selbstironischer Szenen. Kitschiger Totalausfall mit “Jersey Girl.” Totgesagt. Rückkehr mit “Zack und Miri make a Porno”?

“The Fall” von Tarsem Singh

Wenn man gleich auf dem Cover einer DVD mit dem Werbespruch “David Fincher und Spike Jonze präsentieren” konfrontiert wird, so erwartet man doch schon etwas Spezielles. Und speziell ist “The Fall” sicherlich – fraglich nur, ob Otto-Normalzuseher diese präsentierte Spezialität, welche sich fast auschliesslich auf visuellen Edelglanz beschränkt, goutieren kann

“Taking Woodstock” von Ang Lee

Nicht schon wieder: erst werden wir von einer pflichtschuldigen 40-Jahr-Jubiläums-Monster-DVD beglückt, da kommt nun auch noch ein Spielfilm, der sich dem Thema widmet. Überraschend ist jedoch, wie sich Ang Lees “Taking Woodstock” der Sache nähert: denn es geht um eine Familiekomödie, die sich zwar fest mit dem Festival verknüpft abspielt, jedoch auch unendlich weit vom eigentlichen Geschehen entfernt ist.

“My Bloody Valentine 3D” von Patrick Lussier

3D ist tot, lange lebe 3D. Anfangs der 50er erstmals breitflächig eingesetzt, dann totgesagt, anfangs der 80er nochmals aufgewärmt und schlussendlich im Müllschlucker verschwunden, kommt das 3D-Kino nun mit neuer Technik und coolen Sonnenbrillen zurück – und während die einen eine wahrhafte Revolution des Kinos versprechen, machen andere genau da weiter, wo 3D in den 80ern aufgehört hat. Dreimal darf man raten, in welche Kategorie “My Bloody Valentine 3D” fällt.

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