Erika Mayr: “Die Stadtbienen”

Bienen in Berlin Erika Mayr: “Die Stadtbienen. Eine Grossstadt-Imkerin erzählt.” (Sachbuch) Honig direkt vom Nachbarn; in einer Grossstadt nicht möglich? – Weit gefehlt! Erika Mayr erzählt in ihrem Buch “Die Stadtbienen” vom Imkern mitten in Berlin, davon, wie sie dazu kam, sich für Bienen zu interessieren, wie sie ihr erstes Bienenvolk erlangte und Weiteres aus dem Leben einer Imkerin.

Christoph Schulte-Richtering: “Die Kunst der Weltklugheit”

Gibt es Lebensweisheiten, die über Jahrhunderte hinweg ihre Gültigkeit behalten? Christoph Schulte-Richtering ist der Meinung: Ja. – Er präsentiert 100 Tipps des spanischen Mönchs Baltasar Garcián, der vor gut 350 Jahren gelebt hat, und ergänzt sie mit zeitgemässen Beispielen. – Urkomisch und sehr intelligent!

Karl-Heinz Göttert: “Alles ausser Hochdeutsch”

Welche Dialekte gibt es im Deutschen? Wie sind sie entstanden? Wie grenzen sie sich voneinander ab? Verschwinden die Dialekte immer mehr oder bekommen sie allmählich wieder mehr Bedeutung? Diese und einige weitere Fragen stellt Karl-Heinz Göttert und versucht sie zu beantworten. – Manchmal bleibt es beim Versuch.

Thomas Bernhard / Nicolas Mahler: “Alte Meister”

Eine Komödie mit beissendem Humor und Tiefgang in neuer Form: Nicolas Mahlers Adaption von Thomas Bernhards “Alte Meister” ist überaus gelungen. Comicfans dürften damit Ängste vor Klassikern und alten Meistern abbauen, Fans von Klassikern könnten den Comic für sich entdecken. – Ein neues Genre im Suhrkamp Verlag: eine Bereicherung!

John Connolly: “Das Portal der Dämonen”

Die Tore zur Hölle werden geöffnet! Und nur der elfjährige Samuel weiss davon, doch keiner glaubt ihm und ganz üble Dämonen sind hinter ihm her. Bald stellt Samuel jedoch fest, dass nicht alle Dämonen gleich böse sind. Zusammen mit seinem Dackel Boswell und dem Dämon Nurd macht er sich daran, die Welt zu retten.

Eveline Crone: “Das pubertierende Gehirn. Wie Kinder erwachsen werden”

Teenager: schwierig, unbeherrscht, unberechenbar. – Warum nur verhalten sich Jugendliche so völlig anders als Kinder oder Erwachsene? Wie kommen sie auf ihre oft seltsam anmutenden Ideen? Weshalb neigen sie zu riskantem Verhalten und warum sind sie oft so hypersensibel? – Eveline Crone erklärt das Verhalten Jugendlicher anhand von Veränderungen, die in ihrem Gehirn stattfinden. – Verständlich, verständnisvoll und verständnisfördernd.

Michael Scott: “Der unheimliche Geisterrufer. Die Geheimnisse des Nicholas Flamel”

Was, wenn Gilgamesch, Macchiavelli, Shakespeare, Prometheus und Billy the Kid alle aufeinander treffen könnten? In Michael Scotts Reihe “Die Geheimnisse des Nicholas Flamel” geschieht genau das: Nicht nur die alten Götter verschiedenster Kulturen, sondern auch ausgewählte Menschen sind zur Unsterblichkeit gelangt und kämpfen seither für oder gegen das Überleben der Menschheit.

Otfried Preussler: “Krabat”

Dunkle Magie, eine schaurige Mühle sowie ein Müller und Zaubermeister, der zunächst geachtet, dann aber gehasst, gefürchtet und verachtet wird, viele Lehrlinge, ein schönes Mädchen und ein gefährliches Geheimnis: Das ist die Welt von Krabat. – Eine hervorragend schaurige Hörspielfassung des düsteren Kultjugendbuches von Otfried Preussler.

Max Scharnigg: “Das habe ich jetzt akustisch nicht verstanden”

“Stör’ ich gerade?” – Eine rein rhetorische Floskel, wie so viele (mindestens 99) andere. Stör’ ich? Nein? Dann bitte weiterlesen. Wer sagt: “Das habe ich jetzt akustisch nicht verstanden”, dürfte wohl in den seltensten Fällen ein akustisches Problem haben, sondern vielmehr Zeit schinden wollen. Max Scharnigg präsentiert 100 Plattitüden in äusserst amüsanten Anekdoten.

Lev Grossman: “Fillory”

Eine Fantasiewelt aus Kinderbüchern wird plötzlich real – nur dass diese Welt bei weitem nicht so perfekt und heil ist, wie geglaubt wurde. – „Fillory“ basiert auf einer viel versprechenden Idee, doch ausser der Idee ist kaum etwas interessant. Die Geschichte ist wenig aufregend, hat extreme Längen und das einzig wirklich Positive ist die sensationelle Lesung von Stefan Kaminski.

Dan Ariely: “Fühlen nützt nichts, hilft aber.”

Weltweit bezeichnen Ökonomen den Menschen als rationales Wesen, das immer die bestmöglichen Entscheidungen trifft. Weshalb aber geben oft nicht Überlegungen oder der Verstand den Ausschlag für Entscheidungen, sondern vielmehr Emotionen? Dan Ariely zeigt auf, wie uns bewusste und unbewusste Gefühle beeinflussen und dass es oft sogar gut ist, dass sie das tun.

Thomas Steinfeld: “Der Sprachverführer. Die deutsche Sprache: was sie ist, was sie kann”

Was ist gutes Deutsch? Wer, der schreibt – oder Bücher liest – hat sich diese Frage noch nie gestellt? Weshalb versteht man die Sprache von Managern oft nicht? Was macht ein Wort stark im Ausdruck? Welche Zeitform ist wann zu verwenden? Diese und noch viele weitere Fragen wirft Thomas Steinfeld auf – und beantwortet sie teilweise. – Sprachlich mehrheitlich gut, inhaltlich akzeptabel, mehr aber auch nicht.

Josh Lieb: “Ich bin ein Genie und unsagbar böse”

Oliver Watson ist zwölf Jahre alt und hat in etwa die Intelligenz eines Fünfjährigen. Das glauben zumindest seine Eltern, seine Lehrer, seine Schulkollegen und alle anderen in der Kleinstadt Omaha. Doch das ist alles nur Tarnung, denn in Wahrheit ist Oliver das grösste Genie der Weltgeschichte.

Rainer Wieczorek: “Tuba-Novelle”

Schreiben. Über Beckett schreiben. Schreiben müssen. Um jeden Preis schreiben müssen. Trotz aller Schreibhemmungen schreiben müssen. Gegen die Musik einer Tuba anschreiben müssen. Und doch nicht schreiben! Davon handelt die “Tuba-Novelle”. Es geht um innere und äussere Störungen und darum, manchmal mehr zu sagen, wenn man schweigt. – Grandios!

Christiane Neudecker: “Das siamesische Klavier. Unheimliche Geschichten”

Ein sonderbares Klavier taucht mitten im Urwald auf. Jemand spielt Schach gegen einen Toten. Ein Freefighter bestreitet einen kaum gewinnbaren Kampf. Und sechs junge Mädchen rufen – aus Langeweile – Geister. Christiane Neudecker veröffentlicht in “Das siamesische Klavier” sieben Kurzgeschichten, welche inhaltlich wenig Neues bringen, aber sehr spannend sind.

“Die Einsamkeit der Primzahlen” von Paolo Giordano

Alice und Mattia, beide seit ihrer Kindheit Aussenseiter, lernen sich auf dem Gymnasium kennen und finden trotz – oder gerade wegen – persönlicher Schwierigkeiten schnell eine enge Bindung zueinander. Seit traumatischen Erlebnissen in ihrer Kindheit fühlen beide eine Einsamkeit, welche sie nun teilen können. Es gelingt ihnen jedoch nicht, diese Einsamkeit jemals ganz hinter sich zu lassen. – Ein Roman so schlicht wie brillant!

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