
Acht Kinder verlieren sich beim Spiel in den Eingeweiden eines verlassenen Stadtteils. „Kakurenbo“ bedient sich zu gleichen Teilen bei japanischen Märchen, urbanen Distopien und dem Horror-Genre, um dem Zuschauer eine halbstündige Lektion im Unheimlichen zu erteilen.

In den letzten fünf Jahren haben wir viel erreicht. In der Politik und Bevölkerung haben wir mit gelungenen Aktionen auf uns Aufmerksam gemacht und konnten viele Unterstützer gewinnen. Zu Besuchern unserer Veranstaltungen zählen mittlerweile Politiker und Abgeordnete von verschiedenen Bildungsinstitutionen, mehreren Parteien oder dem bayrischen Staat.

Am sechsten Tag wurde es theatralisch am NIFFF: Der südkoreanische Wettbewerbsbeitrag “End of Animal” gibt sich spröde und entzieht sich jeder Kategorisierung, ausser: Irgendwas mit Beckett. Zugänglicher war da schon “Todos tus muertos”, der mit Surrealismus und bitterbösem Humor die Korruption in Kolumbien anklagt.

Norwegen hat einen Lauf: Nach „Norwegian Ninja“ stellen die Skandinavier mit „Trollhunter“ eine weitere hoch unterhaltsame Mockumentary, die an nationalen Mythen rüttelt. Auch erschütternd, allerdings eher erschütternd schlecht, war dagegen ausgerechnet der einzige Animationsfilm am NIFFF.

Tag drei bot mit „Hello Ghost“ einen süd-koreanischen Film, bei dessen Anblick Zynikern ihr schwarzes Herz im rheumatischen Brustkorb verdorrt. Und mit „Norwegian Ninja“ einen Film, der alles hält, was sein ungemein sprechender Titel verspricht. Ausserdem: Südstaaten-Charme mit dem Erfinder des Gore-Kinos und Eli Roth.

Der zweite Festival-Tag hielt zwei japanische Beiträge zum asiatischen Wettbewerb bereit, die trotz einem gemeinsamen Fokus auf Sex kaum unterschiedlicher hätten sein können: „Underwater Love“ darf als aufwändigster Vertreter der faszinierend Softporno-Tradition des Landes gelten, die Stärke aus Einschränkungen gewinnt – und scheitert ausgerechnet an einem Mangel an Restriktionen.

Rote Latexpullover, Bösewichter kopiert aus einem Marvel-Comic und das Hirn im Schleudersitz: Mit dem Superhelden-Schinken „Red Eagle“ bekam die elfte Durchführung des Neuchâtel International Fantastic Film Festival den Auftakt, den sie verdient. Später am Tag zeigte „Operation Tatar“, der erste mongolische Beitrag in der Geschichte des Festivals, dass weniger auch mehr sein kann.

Manche Eltern sollen ja immer noch warnend mit erhobenem Zeigefinger am Balkon stehen und skandieren: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!“ Die Kinder, die sich darüber zutiefst erschreckt zeigten, kehrten in sich und wurden später Street Fighter IV-Spielerinnen. Die anderen stellten sich taub, streckten den Erzeugern gar die Zunge heraus und vertrieben sich später die Zeit mit…ja, richtig: Mortal Kombat.

Das Christkind ist eine etwas dubiose Gestalt, die über Leichen (zumindest aber Freunde) geht – und letztlich doch kein so übler Kerl ist. Der beste des Film des Jahres? Vielleicht. Einer der wichtigsten? Ohne Zweifel.

Das nahaufnahmen.ch-Team wünscht allen Lesern und Leserinnen frohe Festtage und ein gutes neues Filmjahr!

Hinter dem vorletzten Türchen geht alles drunter und drüber, und zwar plangemäss und im Takt.

Beim Öffnen von Türchen 21 ist Vorsicht geboten: Es führt in eine Welt, in der nichts fest scheint, alles durchlässig, und auf das kein anderes Wort besser passt als – “magisch”.

Wir entschuldigen uns bei Band wie Blog für schamlosen geistigen Diebstahl. Nicht jedoch bei unserer Leserschaft für das, was kommen wird: 24 Tage, 24 Türchen, 24 Rückblicke auf das filmische Jahr.

Aus dem 19. Türchen duftet es wunderbar anheimelnd hervor – der Durft von Plätzchen und Süssigkeiten lässt Erinnerungen an unsere geliebte Mutter aufkommen. Doch Vorsicht, manchmal sind Erinnerungen auch trügerisch…

Das 18. Türchen öffnet sich massiv zu spät. Kein Wunder, steckt dahinter doch ein Chaot erster Ordnung. Doch trotz einem Hang zu Plänen, die kolossal schiefgehen, und trotz Bewegungen, die immer ein wenig aus der Form geraten, ist der Held dieser Geschichte ein äusserst charmantes Schlitzohr mit einer Zunge aus Samt und einer Familie, die ein Fall für die Beratung ist.

Das fünfzehnte Fensterchen kann kaum stillsitzen. Seine Flügel zuckeln und zwacken, und gelegentlich entströmt ihnen eine feine Note von Plastilin und… Mist. Was mag wohl diese Unruhe verursachen?
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