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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; Christof Zurschmitten</title>
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	<description>Das Magazin im Netz</description>
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		<title>„Kakurenbo: Hide And Seek“ von Shuhei Morita und Daisuke Sajiki</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 12:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/16/%e2%80%9ekakurenbo-hide-and-seek%e2%80%9c-von-shuhei-morita-und-daisuke-sajiki/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/kakurenbo1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Acht Kinder verlieren sich beim Spiel in den Eingeweiden eines verlassenen Stadtteils. „Kakurenbo“ bedient sich zu gleichen Teilen bei japanischen Märchen, urbanen Distopien und dem Horror-Genre, um dem Zuschauer eine halbstündige Lektion im Unheimlichen zu erteilen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>You Can&#8217;t Run, And You Cannot Hide<br />
 </strong></h1>
<h2>„Kakurenbo: Hide And Seek“ von Shuhei Morita und Daisuke Sajiki</h2>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/kakurenbo1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9350" title="kakurenbo1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/kakurenbo1.jpg" alt="kakurenbo1" width="550" height="309" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Acht Kinder verlieren sich beim Spiel in den Eingeweiden eines verlassenen Stadtteils. „Kakurenbo“ bedient sich zu gleichen Teilen bei japanischen Märchen, urbanen Distopien und dem Horror-Genre, um dem Zuschauer eine halbstündige Lektion im Unheimlichen zu erteilen.</strong></h3>
<p>Von Christof Zurschmitten.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Versteck-Spiel? Eine psychologische Splitterbombe erster Güte. Das reinste Kinderspiel? Natürlich! Lehrt es den stummelbeinigen Erdbewohner doch more Lektionen fürs Leben: Dass mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guck-guck-Spiel">Verschliessen</a> der eigenen Augen vor dem Grauen noch rein gar nichts gewonnen ist, zum Einen. Zum anderen den suizidären Leitgedanken, dass man, wenn das schon so ist, genausogut der Gefahr im vollen Lauf entgegenrennen kann. Das Versteck-Spiel bereitet uns also nicht nur vor auf Karrieren als Evil Knevil-Wiedergänger oder jenen verzweifelten Moment beim Anbruch der Sperrstunde, der endgültig über die Bettenbelegung der Nacht entscheidet. Es ist auch eine frühe Auseinandersetzung mit der Fiktion des Horror-Genres und der an den Rand der Zivilisation verdrängten Realität, dass man gelegentlich auch als letztes Glied der Nahrungskette Beute statt Jäger sein kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Der japanische Zeichentrickfilm „Kakurenbo“ weiss all dies und verschmilzt es zu einem kompakten Film, der Erklärungen und langfädige Handlungsstränge suspendiert zugunsten von omnipräsenten Ahnungen und Erinnerungen. Wenn, so heisst es am Anfang in aller Kürze, sieben Kinder ihre Gesichter hinter Masken verborgen haben und ihren Weg in ein verfallenes Viertel am Zentrum einer unbeschriebenen japanischen Metropole finden, dann beginnt das Spektakel: ein Versteck-Spiel auf Leben und Tod, gespielt um des Spielens willen. Vom Gewinner spricht hier niemand, die Verlierer aber verschwinden spurlos. „Kakurenbo“ inszeniert den Wettlauf der Kinder im charakteristischen Rhythmus des Versteckspiels, immer intensiv, im scharfen Wechsel von Perioden angespannten Lauerns und Adrenalinexplosionen im manischen Wettläufen zum Schlagmal – ein Rhythmus, der natürlich zugleich der des Horror-Films ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/kakurenbo2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9351" title="kakurenbo2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/kakurenbo2.jpg" alt="kakurenbo2" width="550" height="310" /></a></p>
<pre style="text-align: center;">© Studio / Produzent</pre>
<p style="text-align: justify;">Der Horror ist in diesem Anime ohnehin nie weit, und auch er rührt an  Urtümliches und Unbewusstes – zumal der Mythos bereits im Wortsinn  steckt: Im Japanischen lautet der Begriff für spurloses Verschwinden  ‚Kamikakushi‘, wörtlich „versteckt werden durch einen Gott“. Der Name  des Fangen-Spiels, der aktiven Kehrseite des Versteckens also, lautet  dagegen ‚Onigokko‘ – ein Wort, das mit ‚<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oni">Oni</a>‘  wortwörtlich den Dämon im Leib trägt. Und so beschwört „Kakurenbo“ auch die fremde, doch im Archetypischen vage vertraute Welt  der japanischen Mythologie herauf, die etwa auch Myazakis „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Spirited_Away">Spirited Away</a>“  so endlos faszinierend machte. Wo die Dämonen und Götter dort aber in  altertümlichen Bauten konserviert wurden, ist die Architektur in  „Kakurenbo“ schon fast post-urban: Inspiriert von den pathologischsten  Auswüchsen des modernen Städtebaus wie der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kowloon_Walled_City">Kowloon Walled City</a> in Hongkong, ist die Stätte des Versteckens ein Ort, der letztlich alle  Versuche der Kinder, ihn sich im Spiel anzueignen, ins Leere laufen  lassen muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Verschweissung von Ur-Mythischem und Hyper-Modernem gelingt auf der visuellen Ebene nahtlos. Dies ist umso bemerkenswerter, als „Kakurenbo“ durch und durch eine Independent-Produktion ist, im Kern das Werk zweier Personen: Des Regisseurs, Drehbuchautors und Produzenten Shuuhei Morita und des Zeichners Daisuke Sajiki. (Reiji Kitasato steuerte erst in einer späteren Phase die äusserst eindringliche Klangspur bei.)  Dem Film selbst sieht man dies kaum an: Die Charaktere sind trotz ihrer durch die Maske behinderten Mimik ausdrucksstark, die Hintergründe strotzen vor Details, die Farb- und Lichtgebung sind  atmosphärisch und die Animationen sind beinahe immer flüssig – „Kakurenbo“ sieht weit besser aus, als man es für möglich halten sollte. Ermöglicht wurde das gesamte Projekt durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cel_Shading">Cel Shading</a>: Sajikis Entwürfe wurden von Morita in 3D-Modelle umgesetzt, die anschliessend im Zusammenspiel der beiden koloriert und gerendert wurden.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ergebnis hat allerdings nicht von der detailarmen Flachheit, die dieser Prozess im schlimmsten Fall produzieren kann &#8211; im Gegenteil: „Kakurenbo“ zeichnet eine Welt zwischen einer für die Kindheit verlorenen Zukunft und einer unbestimmten Vergangenheit, eine Welt zwischen Technologie und Handwerk &#8211; eine Welt, in der man sich verlieren kann, bevor man 25 Minuten später noch etwas ausser Atem und klamm wieder vor dem Fernseher ausgespuckt wird.</p>
<p><strong>Ausstattung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ton und Bild sind, der kurzen Laufzeit des Films sei Dank, exzellent. Die DVD kommt zudem mit einem innovativen Booklet mit Hintergrundinformationen. Auf der Scheibe selbst finden sich je ein Interview mit Regisseur Shuhei Morita und Art-Director Daisuke Sajiki, die sich aber weitestgehend in Berichten über die Rezeption an Festivals und japanischen Höflichkeiten erschöpfen. Weit spannender dagegen ist ein &#8220;Making of&#8221;, bei dem der Film in Gesamtlänge in drei Stufen gezeigt wird: Als Skizze, als 3D-Modell und schliesslich mit dem fertigen Bild. Dazu läuft ein Audio-Kommentar der beiden Macher, der einiges über den Produktionsprozess verrät.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 05. Mai 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Kakurenbo (Japan 2005)            <br />
 Regie: Shuhei Morita<br />
 Sprecher: Junko Takeuchi, Rei Saito, Masami Suzuki, Makoto Ueki<br />
 Genre: Horror-Märchen<br />
 Dauer: 25 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprachen: Japanisch<br />
 Untertitel: Deutsch<br />
 Audio: DD 2.0<br />
 Bonusmaterial: Trailer, Making-of, Interview mit Regisseur Shuhei Morita und Art-Director Daisuke Sajiki<br />
 Vertrieb: Impuls</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=l4-uDo9ESdQ" target="_blank">Trailer</a></p>
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		<title>&#8220;Wichtig ist das Verständnis für die Einstellung und Sichtweise des Gegenübers.&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 06:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[gameculture]]></category>
		<category><![CDATA[games]]></category>
		<category><![CDATA[videospielkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/04/wichtig-ist-das-verstandnis-fur-die-einstellung-und-sichtweise-des-gegenubers/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/VSK_Logo_clean_alpha-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>In den letzten fünf Jahren haben wir viel erreicht. In der Politik und Bevölkerung haben wir mit gelungenen Aktionen auf uns Aufmerksam gemacht und konnten viele Unterstützer gewinnen. Zu Besuchern unserer Veranstaltungen zählen mittlerweile Politiker und Abgeordnete von verschiedenen Bildungsinstitutionen, mehreren Parteien oder dem bayrischen Staat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8220;Wichtig ist das Verständnis für die Einstellung und Sichtweise des Gegenübers.&#8221;</h1>
<h2>Interview mit Hendrik Lesser vom Videospielkulturverein.</h2>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/Videospielkultur-Event_30.11-118.jpg"></a><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/VSK_Logo_clean_alpha.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9180" title="VSK_Logo_clean_alpha" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/VSK_Logo_clean_alpha.jpg" alt="VSK_Logo_clean_alpha" width="550" height="167" /></a></p>
<p>Von Rudolf Inderst.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>nahaufnahmen.ch: In München gibt es offensichtlich nicht nur das Hofbräuhaus, sondern auch seit 2006 den Videospieltkulturverein. Bevor wir über diesen reden, stell Dich doch kurz einmal unseren Leserinnen vor.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/Hendrik_Lesser1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9187" title="Hendrik_Lesser" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/Hendrik_Lesser1.jpg" alt="Hendrik_Lesser" width="200" height="215" /></a>Hendrik Lesser:</em> Seit ich denken kann, bin ich Computerspieler und beschäftige mich mit diesem Hobby, das längst zum Beruf geworden ist. Schon als Jugendlicher habe ich in einem Videospielladen gearbeitet, zwischenzeitlich über Spiele geschrieben und mich dann – nach erfolgreich abgebrochenem Philosophiestudium – endgültig dazu entschlossen mein Hobby zum Beruf zu machen. Seit 2005 bin ich Geschäftsführer von remote control productions, das Entwickler in allen Bereichen der Spielentwicklung unterstützt. Zudem bin ich als Dozent tätig und halte Vorträge an verschiedenen Lehrinstituten, um meine Erfahrung an Studenten weiterzugeben. Nicht zuletzt setze ich mich als Vorstand des Videospielkulturvereins für die Anerkennung von Computerspielen als Kulturgut ein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Verein setzt sich für die politische, akademische und gesellschaftliche Anerkennung von Videospielen als wertvolles Kulturgut ein. Zu den Zielen des Vereins zählen dabei gesellschaftliche Aufklärung sowie die Förderung künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeiten zum Thema Videospiele. Jetzt sind 5 Jahre seit dieser Gründungserklärung vergangen. Auf welche &#8220;Erfolge im Kampf gegen digitale Engstirnigkeit&#8221; würdest Du verweisen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In den letzten fünf Jahren haben wir viel erreicht. In der Politik und Bevölkerung haben wir mit gelungenen Aktionen auf uns Aufmerksam gemacht und konnten viele Unterstützer gewinnen. Zu Besuchern unserer Veranstaltungen zählen mittlerweile Politiker und Abgeordnete von verschiedenen Bildungsinstitutionen, mehreren Parteien oder dem bayrischen Staat. Der VSK hat zudem mehrere Magister- und Bachelor-Arbeiten mitbegleitet. Weitere wichtige Erfolge sind die offizielle Förderung durch den Bayerischen Staat, Aufklärungsarbeit bis ins bayerische Innenministerium, Treffen mit mehreren Parteien zum Thema und Partnerschaften zu diversen pädagogischen Bildungseinrichtungen. Als weiteres Highlight ist der VSK von der deutschen Entwicklergemeinde 2009 mit dem Sonderpreis ausgezeichnet worden.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei unseren Veranstaltungen treffen und diskutieren verschiedene  Interessengruppen über das Thema Videospiele. Zum Beispiel veranstaltete  der Verein im Juni 2009 gemeinsam mit den Verbänden BIU und GAME sowie  dem CAM im Landtag erstmals den Bayerischen Spieleabend. Weiterhin haben  wir Treffen der Generationen organisiert, bei dem sich Jung und Alt  über das Thema austauschen. Auch eine spezielle „Eltern-LAN“  veranstalten wir, bei dem sich Eltern über das Hobby Ihrer Kinder  informieren können. Regelmäßige „Round Tables“ mit Vertretern aus der  Politik sollen auch Politiker weiter für das Thema Videospiele öffnen.  Des Weiteren gibt es noch unsere regelmäßig stattfindende „Games Lounge“  (nahe am 100. Mal), bei  der sich die Mitglieder zum gemeinsamen  Spielen treffen und neue sowie Interessierte jederzeit willkommen sind.  Auch eine Webseite sowie Facebook-Seite haben wir, über die sich Fans  und Mitglieder austauschen.</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/VSK_Logo_clean_alpha.jpg"></a><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/Videospielkultur-Event_30.11-118.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9179" title="Videospielkultur Event_30.11 (118)" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/Videospielkultur-Event_30.11-118.jpg" alt="Videospielkultur Event_30.11 (118)" width="550" height="366" /></a></p>
<p><strong>Vereinsarbeit kann mitunter ganz schön am Nervenkostüm rütteln. Was sind in dieser Hinsicht Deine Erfahrungen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wichtig ist, immer Verständnis auch für die Einstellung und Sichtweise des Gegenübers zu haben. Das gilt für vereinsinterne Entscheidungen und Diskussionen, aber vor allem auch für die Überzeugungsarbeit, die wir leisten. Zunächst muss man einfach verstehen, woher das Gegenüber kommt und welche Einstellung derjenige gegenüber Videospielen hat. Erst dann kann man Wege zum gegenseitigen Verständnis finden. Auch Geduld ist ein wichtiger Faktor, weil ehrenamtliche Tätigkeiten vielerorts zuerst nicht ernstgenommen werden. Mittlerweile bekommen wir aber sehr viel mehr positive Rückmeldungen als früher. Man merkt einfach, dass wir bereits vielerorts unseren Stempel hinterlassen haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wo soll es in Zukunft hingehen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wir werden weiterhin an unseren Zielen festhalten und die genannten Veranstaltungen weiterführen. Sie sind ein sehr gutes Mittel, um Themenfremde für Videospiele zu begeistern. Weitere Ziele umfassen ein noch leichter zugängliches Vereinsheim, um besser Besucher und Interessierte zu empfangen. Auch unsere Videospielarchiv wird weiter vergrößert, um die Kulturgeschichte der Videospiele auch so akkurat abbilden zu können. Unsere genannte Games Lounge wird dadurch für Außenstehende noch attraktiver. Allgemein wollen wir auch noch viel mehr die künstlerischen Aspekte in Videospielen hervorheben, die kulturelle Vielfalt, einzelne Künstler und neueste Entwicklungen darstellen. Das alles soll noch viel stärker ein Teil des VSK werden – wir freuen uns schon jetzt auf zukünftige Mitglieder und Unterstützer aus allen Bereichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielen Dank für das Gespräch.</p>
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		<title>NIFFF 2011 &#8211; Tag 6</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 10:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[end of animal]]></category>
		<category><![CDATA[jo sung-hee]]></category>
		<category><![CDATA[nifff 2011]]></category>
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		<category><![CDATA[todos tus muertos]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/09/nifff-2011-tag-6/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/End_of_Animal-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Am sechsten Tag wurde es theatralisch am NIFFF: Der südkoreanische Wettbewerbsbeitrag "End of Animal" gibt sich spröde und entzieht sich jeder Kategorisierung, ausser: Irgendwas mit Beckett. Zugänglicher war da schon "Todos tus muertos", der mit Surrealismus und bitterbösem Humor die Korruption in Kolumbien anklagt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: justify;">Irgendwas mit Beckett</h1>
<h2 style="text-align: justify;">NIFFF 2011 &#8211; Tag 6</h2>
<h2 style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/End_of_Animal.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9012" title="End_of_Animal" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/End_of_Animal.jpg" alt="End_of_Animal" width="550" height="368" /></a></h2>
<h3 style="text-align: justify;">Am sechsten Tag wurde es theatralisch am NIFFF: Der südkoreanische Wettbewerbsbeitrag &#8220;End of Animal&#8221; gibt sich spröde und entzieht sich jeder Kategorisierung, ausser: Irgendwas mit Beckett. Zugänglicher war da schon &#8220;Todos tus muertos&#8221;, der mit Surrealismus und bitterbösem Humor die Korruption in Kolumbien anklagt.</h3>
<p style="text-align: justify;">Von Christof Zurschmitten.</p>
<p style="text-align: justify;">„End of Animal“, der Debütfilm des Süd-Koreaners Jo Sung-hee, ist in der Tat ein seltsames Biest: Er wirkt, als hätte das Nichts sich einen post-apokalyptischen Thriller, „Rosmary’s Baby“, einen Monster-Horror-Streifen und ein Beckett-Drama einverbleibt, die nun alle zugleich gegen seine unendlich gespannte Membran treten. Der kräftigste Treter unter ihnen ist eindeutig Beckett: „End of Animal“ atmet dieselbe karge, bis zum Schluss allen letztgütigen Interpretationsversuchen verschlossene Reduktion auf das Absurde, wie es etwa bei Beckett so oft alles Streben und Hoffen buchstäblich ins Leere laufen lässt. Überhaupt würde sich eine Theateradaption von „End of Animal“ anbieten: Der Film zieht seine Spannung aus der (brutalen) Interaktion einiger weniger Figuren, deren Wege sich in immer wieder anderen Konstellationen, doch an stets denselben Plätzen kreuzen; auf aufwändige Spezialeffekte oder Kameratricks verzichtet dieser Film dagegen vollständig.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch welche Personen, und welche Schauplätze treffen in „End of Animal“ aufeinander? Am Anfang steht die Taxifahrt der jungen Sun-young (Lee Min-ji), die unterwegs zu ihrer Mutter ist, wo sie ein Kind gebären will. Mitten in der Einöde der koreanischen Landschaft steigt ein weiterer Fahrgast zu, der den Film ohne Zögern ins Reich des Enigmatischen hinabzieht: Er scheint alles über Sun-young zu wissen, erniedrigt sie, und setzt an zu einem Countdown, der in einem ohrenbetäubenden Knall endet. Als die betäubte Sun-young wieder aufwacht, findet sie sich zwar vordergründig in demselben Taxi, an derselben Stelle wieder, und doch ist nichts wie zuvor. Sun-young ist allein, aller Strom ist weg, und die winterliche Welt um sie herum scheint auf einen Schlag aus der Zivilisation gekippt. Auf der Suche nach Hilfe begegnet die Hochschwangere in der entvölkerten Gegend einer Reihe von Figuren – einem frühreifen Fünftklässler, einem dienstfertigen Einheimischen, einem zerstrittenen Pärchen –, die allesamt selbst rücksichtslos mit der Situation zurechtzukommen versuchen. Und als müsste der Hobbsche Schiedsspruch über den Menschen vertont werden, dröhnen aus den umliegenden Wäldern immer wieder bestialische Geräusche.</p>
<p style="text-align: justify;">„End of Animal“ ist, daran kann kein Zweifel herrschen, eine Herausforderung: Er bewegt sich mit eisiger Langsamkeit voran, und windet sich – auch hier ist er wieder ganz bei Beckett – selbst in dieser langsamen Progression immer wieder in Schleifen. Sein Parabelcharakter ist unverkennbar, und doch verschwimmt dem Zuschauer die Parabel immer wieder unter dem Blick. Er erhebt Vorwürfe – die Position der Frau in der süd-koreanischen Gesellschaft –, mit denen man sich identifizieren kann, tut es aber auf eine Art und Weise, die einen immer wieder ratlos zurück lässt. Ein Werturteil über den Film zu geben, ist entsprechend schwer (Buh-Rufe mischten sich unter den Applaus an der Vorführung). Auf jeden Fall kann man ihm in seiner forcierten Kargheit eine gewisse Faszinationskraft nicht absprechen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Todos_Tus_Muertos.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9013" title="Todos_Tus_Muertos" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Todos_Tus_Muertos.jpg" alt="Todos_Tus_Muertos" width="550" height="365" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">„Todos tus muertos“ – der erste kolumbianische Film in der Geschichte des Wettbewerbs – weist auf den ersten Blick erstaunliche Parallelen zu „End of Animal“ auf: Auch er ist eine Parabel, auch er reduziert sein Personal und seine Schauplätze auf das Allernotwendigste – Carlos Morenos Film ist eine Art Kammerspiel unter freiem Himmel. (Die Schlussszene bestätigt den theatralen Charakter des Films noch zusätzlich.)</p>
<p style="text-align: justify;">Hier enden allerdings die Ähnlichkeiten: Über dem Himmel steht hier die sengende südamerikanische Sonne. Das Gros des Films spielt im Kornfeld des Bauern Salvador (Alvaro Rodriguez), der dort eines Morgens einen Haufen Leichen ungeklärter Herkunft entdeckt. Doch die Behörden, die er angeht, um sich des Problems zu entledigen  erweisen sich alles andere als hilfreich: Vor dem Hintergrund der anstehenden Kommunalwahlen sind sie nicht so sehr darum bemüht, dem Vorfall auf den Grund zu gehen, als ihn möglichst schnell zu vertuschen – eine Situation, die für Salvador und seine Familie immer klaustrophobischere und bedrohlichere Züge annimmt.</p>
<p style="text-align: justify;">„Todos tus muertos“ ist weit weniger spröde, herausfordernd und mysteriös als der südkoreanische Wettbewerbsbeitrag: Ohne dem Thema den Ernst zu nehmen, weist er Momente voller (Galgen-)Humor auf. Und im Gegensatz zu &#8220;End of Animal&#8221; ist diese Parabel unschwer lesbar. Als Farce und Allegorie auf die von Korruption, Gewalt und Bürgerkrieg zerfressene Situation in Kolumbien nämlich, unter der zuallererst die schwächsten Glieder der Gesellschaft zu leiden haben. Diesen Mangel an Subtilität könnte man dem Film ankreiden; jedenfalls lässt sich das Argument, dass er erst vor einem heimischen Publikum seine volle Wucht entfaltet, nicht ganz von der Hand weisen. Und natürlich fällt es leicht, die Schublade „Magischer Realismus“ auf- und den Film mitsamt seinen durchaus nicht zur Ruhe gekommenen Toten darin einzuschliessen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch bekanntlich wurden alle Geschichten ohnehin schon erzählt, also geht es darum, wie sie erzählt werden. Und hier glänzt „Todos tus muertos“ durchaus. Das Drehbuch vollbringt das Kunststück, ständig an Ort zu treten, und doch auf eine stete Eskalation hinauszulaufen. Und Carlos Moreno braucht nur wenige Einstellungen und schlagende Bilder, um seine Figuren zu etablieren; als Parabel besteht für den Film ohnehin keine Notwendigkeit seine Charaktere über das Typisierte hinauswachsen zu lassen. Dennoch verliehen ihnen die Schauspieler trotz der latenten Eindimensionalität ihrer Rollen einge genuine Menschlichkeit. Überhaupt lebt der Film von präzisen, oftmals symbolischen oder surrealistischen Beobachtungen, die effizient eine Welt und die  an sie gebundenen Menschen zeichnet, die trotz ihrer allegorischen Natur zutiefst in der Realität verwurzelt bleiben. Wenn „Todos tus muertos“ holzschnittartig arbeitet, dann begründet er doch immerhin den (magischen) fotorealistischen Holzschnitt.</p>
<p style="text-align: justify;">In einem Jahr, in dem das Gore-Kino im Zentrum des Interesses steht, kann es nicht überraschen, dass die Frage nach dem Wert und der Aufgabe des Genre-Films immer wieder gestellt wurde. Eli Roth und Gordon Herschell Lewis beantworteten sie entschieden auf die gleiche Weise: &#8220;There is no message. It&#8217;s all about entertainment.&#8221; Es ist schwierig, Filmen wie &#8221;End of Animal&#8221; und &#8220;Todos tus mertos&#8221; in einem solchen Kontext einen Platz zuzuweisen; verbleiben wir deshalb jenseits aller Jury-Entscheide mit dem vagsten aller weisen Urteile: Sehenswert. Make of that, what you will.</p>
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		<title>NIFFF 2011 &#8211; Tage 4 und 5</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 12:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[first squad]]></category>
		<category><![CDATA[nifff 2011]]></category>
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		<category><![CDATA[Yoshiharu Ashino]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/07/nifff-tage-4-und-5/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/first_squad_haut-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Norwegen hat einen Lauf: Nach „Norwegian Ninja“ stellen die Skandinavier mit „Trollhunter“ eine weitere hoch unterhaltsame Mockumentary, die an nationalen Mythen rüttelt. Auch erschütternd, allerdings eher erschütternd schlecht, war dagegen ausgerechnet der einzige Animationsfilm am NIFFF.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: justify;">Winter Voices</h1>
<h2 style="text-align: justify;">NIFFF 2011 &#8211; Tage 4 und 5</h2>
<h3 style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/first_squad_haut.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8993" title="first_squad_haut" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/first_squad_haut.jpg" alt="first_squad_haut" width="550" height="270" /></a></h3>
<h3 style="text-align: justify;">Norwegen hat einen Lauf: Nach „Norwegian Ninja“ stellen die Skandinavier mit „Trollhunter“ eine weitere hoch unterhaltsame Mockumentary, die an nationalen Mythen rüttelt. Auch erschütternd, allerdings eher erschütternd schlecht, war dagegen ausgerechnet der einzige Animationsfilm am NIFFF.</h3>
<p style="text-align: justify;">Von Christof Zurschmitten.</p>
<p style="text-align: justify;">NIFFF Nr. 11 leidet ein wenig an Kategorien-Schwemme. Die Wettbewerbe und die Gore-Retrospektive sehen sich noch einigermassen trennscharf abgegrenzt. Daneben und darunter jedoch findet sich eine ganze Reihe von Sektionen, bei denen entweder obskur ist, welche Klammer sie im Innersten zusammenhält – oder, im schlimmsten Fall, unklar, ob sie in dieser Form überhaupt nötig gewesen wären. Letzteres trifft insbesondere auf die Reihe „From Russia With Screams“ zu, die als Fokus auf den fantastischen Film jenseits des Urals gedacht ist, aber doch einigermassen halbherzig zusammengeschustert wirkt.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Animationsfilm „First Squad – The Moment of Truth“ jedenfalls hätte sich zur Eliminierung aus dem Programm und Gedächtnis angeboten. Dass der Film trotz russischen Geldern und einem russischen Skript ganz und gar japanisch wirkt, ist da nicht einmal das Hauptargument – im Gegenteil. Tatsächlich führte Yoshiharu Ashino für das (auch von <a href="http://www.nahaufnahmen.ch/tag/studio-4%c2%b0c/" target="_blank">nahaufnahmen.ch</a>) sehr geschätzte Anime-Studio 4<sup>o</sup> C Regie, und die Herren und Damen hinter „<a href="http://www.nahaufnahmen.ch/2009/07/16/mind-game-von-masaaki-yuasa/" target="_blank">Mind Game</a>“ und „<a href="http://www.nahaufnahmen.ch/2009/10/01/genius-party/" target="_blank">Genius Party</a>“ können auch noch zwischen Tür und Angel einen visuell einigermassen ansprechenden Film aus dem Ärmel schütteln. (Und mehr Arbeit wurde darin hoffentlich nicht investiert.) Das hilft aber herzlich wenig bei einem Skript, das die faulsten Klischees des japanischen Animationsfilms samt und sonders zusammenrafft, dem wankenden Haufen eine Kosaken-Mütze überstülpt und das blutarme Geschöpf zum Verenden in einen Schützengraben vor Stalingrad schickt. „First Squad“ dauert knapp eine Stunde, und jede Minute ist eine zuviel – dass dies der einzige (leidlich) abendfüllende Animationsfilm war, den das NIFFF heuer zeigte, ist einigermassen sträflich.</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/TrollHunterStill.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8994" title="TrollHunterStill" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/TrollHunterStill.jpg" alt="TrollHunterStill" width="550" height="366" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Auch winterlich gestimmt, aber ungemein besser, ist dagegen „Trollhunter“ des norwegischen Regisseurs André Øvredal. Was der Film an Handlung nötig hat, steckt in den zwei Wörtern in seinem Titel: Jepp, es gibt Trolle, sie sind spektakulär, und jawohl, sie werden gejagt. Was will das Genre-Herz mehr?</p>
<p style="text-align: justify;">Ein wenig mehr bekommt es trotzdem, genauer gesagt ein hauchdünnes Handlungsmäntelchen, in dessen Zentrum eine Grüppchen von (allerdings, wie der Film selbst zugibt, völlig austauschbaren)  Filmstudierenden steht – die natürlich mit ihren Kameras draufhalten, als hätte Mutter Natur den Selbsterhaltungstrieb zum Treppenwitz erklärt. Das Format des <em>faux</em>-Dokumentarfilms läuft langsam Gefahr, zum Passepartout im Independent-Film zu werden, wann immer die Ressourcen bange werden – in manchen (legitimeren) Fällen übertüncht es finanzielle Engpässe; in anderen jedoch scheint es zur Ausflucht zu werden bei einem Mangel an Talent in Sachen Kameraführung, Ausleuchtung, oder Drehbuch. Der immersive Schock einer „Ich war dabei“-Perspektive jedenfalls reicht mehr als eine Dekade nach dem „Blairwitch Project“ nicht mehr zur Rechtfertigung der Wackelkamera (für ein Parade-Beispiel siehe den dieses Jahr ebenfalls am NIFFF gezeigten „Grave Encounters“).</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Glück ist „Trollhunter“ eher „Jurassic Park“ meets „Spinal Tap“ denn „Blairwitch Project“. Ein wenig Horror wird am Anfang eher simuliert denn durchgespielt; von da an ist der Film allerdings in erster Linie eine nur hie und da wieder in den Adrenalinmodus beschleunigende Komödie. Der Humor verdankt sich dabei dem für die Mockumentary typischen heiligen Ernst, mit dem selbst die absurdesten Sachverhalte erklärt werden. Der Film bezieht die Zielscheiben seines Witzes in erster Linie aus dem gesammelten Weltwissen über den gemeinen Troll, wie es aus Sagen, Legenden und Märchen bekannt ist – aber er baut sich, auf den Schultern der stinkenden Giganten sitzend, mit dem gesamten Instrumentarium der Pseudowissenschaft eine eigene Mythologie obendrauf. Um das Wort wiederzuverwenden, das bereits bei „<a href="http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/06/nifff-2011-tag-3/" target="_blank">Norwegian Ninja</a>“ unvermeidlich war: clever.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Ansatz lässt auch den Vorwurf ins Leere laufen, dass die titelgebenden Kreaturen doch einigermassen kruder CGI entstiegen sind: „Trollhunter“ macht sich gar nicht erst die Mühe, seinen Monstern die „Where The Wild Things Are“-artige Restknuffigkeit zu nehmen. Und dass hier kein Missverständnis aufkommt: Ihre märchenartige Physiognomien hindert sie keineswegs darin, sich, wenn nötig, im dröhnenden Soundeffektgetöse zu eindrucksvoller Grösse aufzuspielen. „Trollhunter“ kann auch beeindrucken. Vor allem aber tut er eins: Unterhalten. Und das ungemein gut.</p>
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		<title>NIFFF 2011 &#8211; Tag 3</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 10:46:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/06/nifff-2011-tag-3/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/twothousandcolor-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Tag drei bot mit „Hello Ghost“ einen süd-koreanischen Film, bei dessen Anblick Zynikern ihr schwarzes Herz im rheumatischen Brustkorb verdorrt. Und mit „Norwegian Ninja“ einen Film, der alles hält, was sein ungemein sprechender Titel verspricht. Ausserdem: Südstaaten-Charme mit dem Erfinder des Gore-Kinos und Eli Roth.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: justify;">With A Rebell Yell, They Cried: &#8220;More, More, More!&#8221;</h1>
<h2 style="text-align: justify;">NIFFF 2011 &#8211; Tag 3</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tag drei bot mit „Hello Ghost“ einen süd-koreanischen Film, bei dessen Anblick Zynikern ihr schwarzes Herz im rheumatischen Brustkorb verdorrt. Und mit „Norwegian Ninja“ einen Film, der alles hält, was sein ungemein sprechender Titel verspricht. Ausserdem: Südstaaten-Charme mit dem Erfinder des Gore-Kinos und Eli Roth.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Von Christof Zurschmitten.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/twothousandcolor.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8976" title="twothousandcolor" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/twothousandcolor.jpg" alt="twothousandcolor" width="250" height="378" /></a>Und hier die Klassiker-News von heute: Herschell Gordon Lewis, einer der Ehrengäste in diesem Jahr und Gore-Übervater, präsentierte mit “<a href="http://www.youtube.com/watch?v=MZoZvIvGZSE" target="_blank">2000 Maniacs</a>” seinen persönlichen Lieblingsfilm. Neben einem Crash-Kurs in amerikanischer Geschichte (&#8221;You know, es gab dort diesen Krieg zwischen einigen Staaten im Süden, und einigen im Norden&#8221;) lieferte er auch die Mär von der Entstehung des Titelliedes: Gordon-Lewis sah sich, so will es die gern tradierte Legende, finanziell etwas klamm und nicht erfreut von der unmännlichen Tenor-Stimme des angeheurten Sängers im Aufnahmestudio wieder. Woraufhin er höchstpersönlich und begleitet von nichts als zwei zaghaft gezupften Gitarren und einem herzhaft zwickernden Banjos die Geschichte vom Süden, der sich erneut erheben wird, vertonte. Cue imaginäres Banjo und ein fünfzig Jahre überbrückendes Flashback, und schon finden wir uns im Kinosaal im Neuchâtel wieder, mit einem rhythmisch skandierenden Gordon Lewis am Mikrophon, einem andächtig beiwohnnden Eli Roth (der zweite Ehrengast des Festivals) in der Frontlinie, und zwei Dutzend Zuschauern im Saal, die auf Kommando zwanzig Jahre Redneck-Vorurteile in das beste &#8220;Yeeeehaaaa&#8221; packen, das ihre schüchternen Schweizer Kehlen hervorbringen können. Intimität, NIFFF-Style.</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Norwegian_Ninja.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8979" title="Norwegian_Ninja" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Norwegian_Ninja.jpg" alt="Norwegian_Ninja" width="550" height="367" /></a>Hey, erinnert sich noch jemand an den Trailer von &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=GC2TzspJn5A" target="_blank">The Men Who Stare At Goats</a>&#8220;? Und wie man für einige kurze Momente naiv daran glauben konnte, dass Hollywood hier eine Ironie der Geschichte ausgegraben hatte, die zu gut war, dass man einen schlechten Film daraus machen konnte? Und wie man im Kino schliesslich der eigenen Hoffnung beim langsamen Verenden zusah, weil dies immer noch interessanter war, als der Film, der einem auf der Leinwand gezeigt wurde?</p>
<p style="text-align: justify;">Trockne deine Tränen, Menschheit: &#8220;Norwegian Ninja&#8221; ist alles, was die Ziegenstarrer hätten sein können. Mit NINJAS. Auch hier bietet eine Verirrung der Geschichte den Steilpass zum Absurditäten-Amoklauf, der aber bis zum Ende stramm durchgehalten wird: Anno 1984 wurde der Norweger Arne Treholt zu 20 Jahren Haft verurteil. Das Urteil: Landesverrat, Kollaboration mit dem KGB. Treholt selbst sieht sich selbst freilich bis heute als Opfer der Justiz. Zweiter historischer Fakt: 7 Jahre zuvor wurde im privaten Haus eines gewissen Hans Otto Meyer ein Waffenarsenal gefunden. Die Umstände sind unklar; es wird aber spekuliert, dass Meyer für eine Sonderabteilung des CIAs arbeitete, die als <em>agent provocateur</em> das Misstrauen in die UdSSR und das Zutrauen zur NATO fördern sollte. Dieser Doppelschlag hat das norwegische politische Selbstbewusstsein, das sich – der Schweiz nicht unähnlich – an einem felsenfesten Glauben an die eigene Neutralität aufrichtet, nachhaltig erschüttert.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist zwar nicht notwendig, in der Geschichte des Fjord-Landes bewandert zu sein, um diesem Film folgen zu können -  die Handlung folgt in grösster Selbstverständlichkeit bewährten Genre-Pfaden. Dennoch trägt die Nonchalance, mit der hier ein durchaus brisantes Kapitel der Historie behandelt wird, eindeutig zur Wertschätzung des Films bei. Arne Treholt war, so berichtigt „Norwegian Ninja“, nämlich keineswegs Landesverräter, sondern Oberhaupt eines eigens von König Olaf V. eingesetzten Spezialkommandos, das sich dem Schutz der politischen Identität des Fjord-Landes verschrieben hat – mit Wurfsternen und Rauchbomben. Die im Schatten operierende Ninja-Truppe ringt mit allen Mitteln gegen die grenz-terroristischen Versuche Hans Otto Meyers, Norwegen auf einer Seite des Kalten Krieges Stellung beziehen zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wo Quasi-Superhelden und Kalter Krieg aufeinandertreffen, sind bondeske Kapriolen natürlich nicht weit; „Norwegian Ninja“ verknetet mit grober Hand diese Art von Cold War-Chique (Seitenscheitel! Hornbrillen! Atom-Uboote!) Pseudo-Zeitchronik (Talks-Show-Mitschnitte! Zeitungsschnipsel!) und Ninja-Mystik (Shuriken-Wanzen! Teleport! Per Gedankenkraft eingekleidete Adepten!) zu einem umwälzenden Ball cleveren Unfugs. Überhaupt ist „clever“ das Stichwort: Wo die Ambitionen mit dem Film durchgehen und das Drehbuch nach Spektakel schreit, besinnt sich der Film auf sein Budget und sperrt, ganz im Sinne der heimischen Filmtradition, das Puppenhaus auf; wo es mit der Action-Choreographie happert, schneidet man eben einmal mehr vom üblichen Pseudo-Super8-Filmmaterial zu einer Pseudo-Überwachungskamera. Das geht weitenteils auf, auch wenn man auf den forcierten <em>faux</em>-Dokumentar-Aspekt dankend hätte verzichten können.</p>
<p>Doch wem erzähle ich das. Fakt ist, und das darf gerne in den Geschichtsbüchern so stehen: Dass &#8220;Norwegian Ninja“ im engen Rahmen eines Festivals, das während einer Woche im Jahr dem Cleveren und von Herzen Kommenden einen höheren Rang einräumt als dem Souveränen, für anderthalb Stunden nichts weniger war als&#8230; der beste Film der Welt.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/hello_ghost.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8984" title="hello_ghost" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/hello_ghost.jpg" alt="hello_ghost" width="550" height="367" /></a>„Hello Ghost“ des Koreaners Kim Young-tak „clever“ zu nennen wäre dagegen, als würde man einem befreundeten Engländer, der am Telefon japsend um Hilfe fleht, weil ihm eine Kobra ins Bein gebissen hat, erklären, dass dieses Tier auf Deutsch amüsanter Weise auch „Brillenschlange“ genannt wird. Der Film ist durchaus wissend arrangiert und wartet mit mindestens einem unvorhersehbaren Plot-Twist auf; und doch hat er entschieden anderes im Sinn, als für seine Intelligenz bewundert zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Kim Young-tak erklärte vor Beginn des Films, dass er zum ersten Mal die Gelegenheit habe, seinen Film – der in Süd-Korea ein Kassenschlager war – vor einem europäischen Publikum zu zeigen, und sei auf die Reaktionen gespannt. Was er an Reaktionen beobachten konnte: Eine Menge Lachen. Ein kurzes unruhiges Herumrutschen auf den Sitzen im zweiten Drittel. Und schliesslich seliges Schluchzen. <a href="http://s302.photobucket.com/albums/nn105/walkseva/?action=view&amp;current=ManlyTearsHaveBeenShed.jpg&amp;newest=1" target="_blank">Manly Tears, They Have Been Shed Indeed</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Für einen Film, der als “Komödie” beworben wird, beginnt “Hello Ghost” fantastisch fatalistisch: Mit einem Selbstmordversuch des Protagonisten Sang-man (der aus “My Sassy Girl” bekannte Cha Tae-hyun) nämlich, der allerdings – wie so ziemlich alles in seinem Leben – scheitert. Noch auf dem Krankenbett erkennt er allerdings, dass sein extrem-temporärer Ausflug ins Reich der Toten nicht ohne Folgen war: Fortan sieht er sich von vier Geistern heimgesucht – einem in die Jahr gekommenen Kettenraucher, einem lüsternen Greis, einem zucker-süchtigen Kind und einer larmoyanten Frau. Der an Dauereinsamkeit gewohnte Sang-man kommt mit dem Besuch nicht wirklich zurecht, zumal die Geister sich nicht scheuen, von seinem Körper Besitz zu ergreifen. Sang-man schickt sich also an, sie loszuwerden – und der Weg zur Tür führt einen Geist über seine im Leben nicht erfüllten Wünsche.</p>
<p style="text-align: justify;">Streckenweise erinnert „Hello Ghost“ an eine Slapstick-Variante von Charles Dickens „Christmas Carroll“ – umso mehr, als Kim Young-tak durchaus dem schweren, physischen Witz alles andere als abgetan ist. Auf Spezialeffekte wird grösstenteils verzichtet; wenn Sang-mans Körper etwa besessen ist, wird dies nach allen Regeln der Laurel&amp;Hardy-Kunst ausagiert. Der Humor in „Hello Ghost“ ist vordergründig harmlos, aber durchaus liebenswert.</p>
<p style="text-align: justify;">Was den Film davor rettet, dies als Abschlussurteil stehen zu lassen, ist sein Mut zur Sentimentalität, die aber nicht bloss eine der positiven Gefühle ist: Im Gegenteil grundiert das alles bestimmende Gefühl der Einsamkeit – das, wie der Regisseur unverhohlen zugibt, autobiographisch gefärbt ist – den Film. Vom Kalauer hin zur Trauer ist es in diesem Film nicht weit. Kims grösste Tat ist es, dass man sich beidem bereitwillig hingibt, selbst in Momenten, in denen der Film alles andere als subtile Mittel einsetzt, um die Zuschauer vom einen Zustand zum anderen herumzureissen (und im Zuge die gewünschten Gefühle auch noch ausbuchstabiert): Entgegen der Befürchtungen wirkt dies nicht kalkuliert, sondern allenfalls wie die etwas unberedten Versuche eines Kindes, seinen Eltern in immer unzulänglichen Worten die eigene Euphorie, oder die Tiefen der kindlichen Psyche näherzubringen. „Hello Ghost“ gelingt damit etwas, was im latent zynisch aufgeladenen Klima des NIFFFs selten genug ist: Er erweckt echte Anteilnahme: Eine Tragikomödie als Körper-Genre.</p>
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		<title>NIFFF 2011- Tag 2</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 09:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/05/nifff-2011-tag-2/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Underwater_Love-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Der zweite Festival-Tag hielt zwei japanische Beiträge zum asiatischen Wettbewerb bereit, die trotz einem gemeinsamen Fokus auf Sex kaum unterschiedlicher hätten sein können: „Underwater Love“ darf als aufwändigster Vertreter der faszinierend Softporno-Tradition des Landes gelten, die Stärke aus Einschränkungen gewinnt – und scheitert ausgerechnet an einem Mangel an Restriktionen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: left;">Wild Life in Tokyo</h1>
<h2 style="text-align: left;">NIFFF 2011 &#8211; Tag 2</h2>
<h3 style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Underwater_Love.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8969" title="Underwater_Love" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Underwater_Love.jpg" alt="Underwater_Love" width="550" height="413" /></a></h3>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der zweite Festival-Tag hielt zwei japanische Beiträge zum asiatischen Wettbewerb bereit, die trotz einem gemeinsamen Fokus auf Sex kaum unterschiedlicher hätten sein können: „Underwater Love“ darf als aufwändigster Vertreter der faszinierend Softporno-Tradition des Landes gelten, die Stärke aus Einschränkungen gewinnt – und scheitert ausgerechnet an einem Mangel an Restriktionen. Sion Sono dagegen gibt sich mit „Guilty of Romance“ gewohnt zügellos – und bestätigt seine Position als vielleicht wichtigster Auteur des japanischen Gegenwartskinos.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Von Christof Zurschmitten.</p>
<p style="text-align: justify;">Eins vorweg: Was das NIFFF dieses Jahr an Klassikern bereit hält, ist, und wir benutzen das Wort nicht leichtfertig, sensationell. Mit der Eli Roth-Carte Blanche und der Gore-Retrospektive gibt es eine derart dichtgepackte Chance, Klassiker und Über-Klassiker des Genre-Kinos auf Grossleinwand zu sehen, dass jedem Freund des Schreckhaften und Blutigen das Hirn aus beiden Nasenlöchern hervorsprudeln müsste. Alas, zu schreiben über Filme, über die bereits ALLES gesagt wurde, fällt schwer &#8211; darum seien etwaige Klassiker-Sichtungen in den kommenden Tagen in eher leichtfüssiger Weise anekdotisch behandelt. An Tag 2 stand &#8220;Street Trash&#8221; auf dem Programm, einer der wenigen wackeren Vertreter des &#8220;Melt Movie&#8221;-Genres, der in seiner expressiven Behandlung von Körperflüssigkeiten bislang unübertroffen ist. Spass wurde erwartet, Spass wurde gehabt. Alles weitere möchte ich in die passenden Worte eines grossen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RhUMRgZjKr8" target="_blank">Künstlers </a>packen: &#8220;Such&#8230; vibrant&#8230; coloursssss!&#8221;</p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p style="text-align: justify;">Fakt ist: „Underwater Love“ ist ein japanisches Softporno-Musical, in dessen Zentrum eine tapsige aber ungeheuer gut bestückte Schildkröten-Mensch-Hybride steht. Fakt ist: Das Geld stammt von unser aller Lieblings-Label Rapid Eye Movies, der Soundtrack von Stereo Total, das Bild vom bekanntesten Kameramann der Welt, und für die Regie war Shinji Imaoka zuständig, der mit „<a href="http://www.nahaufnahmen.ch/2009/04/16/tasogare-von-shinji-imaoka/" target="_blank">Tasogare</a>“ eine unwahrscheinlich feinfühlige Farce über Sex im Pensionsalter gedreht hat. Fakt ist aber auch: Dass all das am Ende eher untergeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer um Fassung ringt, sei auf das <a href="http://www.nahaufnahmen.ch/tag/pinku-eiga/" target="_blank">„pinku eiga“-Tag</a> verwiesen, dass mit einigem Stolz immer noch als eines der gewichtigsten Schlagwörter dieser Seite dasteht (die ultimative Instantgeschichtslektion gibt es in der <a href="http://www.nahaufnahmen.ch/2008/03/16/behind-the-pink-curtain/" target="_blank">Besprechung </a>von Tom Mes Monographie „Behind The Pink Curtain“). Für noch Lesefaulere wird hier klipp und unvollständig vermerkt: Der Pink-Film ist eine völlig idiosynkratische Spielart des japanischen Sex-Films, der sich als beispiellose Talent-Schmiede erwiesen hat durch seine schizophrene Angewohnheit, seinen Regisseuren jenseits skrotumeinschnürender Restriktionen (in Budget, Länge, Drehzeit und Anzahl vorgeschriebener Sexszenen) absolute Narrenfreiheit zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und vordergründig ist „Underwater Love“ auch durchaus ein typischer pinku eiga: Er bietet eine närrische Handlung um eine aus dem besten Alter rutschende Frau, die eine unverhoffte Begegnung mit einem ehemaligen Schul-Schatz hat. Der allerdings ist vor Jahren ums Leben gekommen und wiedergeboren worden als „Kappa“, eine populäre Figur der japanischen Mythologie, die einen Schnabel und einen Schildkrötenpanzer trägt und, was wichtig ist, eher nach Gurken denn Sex giert. Gerade letzteres macht aus ihm trotz amphibischer Züge einen typischen Charakter Imaokas, der eine Vorliebe für vom Leben gezeichnete Protagonisten, aufgeschürfte Knie und stets etwas ungelenke Küsse hat, die seinen (allen direkten Blicken auf die Geschlechteile entledigten) Sexszenen erstaunliche Menschlichkeit verleihen. Auch das Budget bleibt sehr pink – die Drehzeit beschränkte sich auf fünf Tage.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade Letzteres verträgt sich aber nicht mit den genre-untypischen Ambitionen: Fürs Einstudieren von Choreographien etwa blieb keine Zeit. Und während es beim ersten Mal noch charmant wirkt, wenn die Protagonisten frei improvisierend mit der Grazie heiliger Simpel ihre Gliedmassen durcheinanderwerfen, erinnert man sich bei jeder weiteren Musical-Nummer mehr daran, warum einmal „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=LFWxPnLSjDA" target="_blank">Praise You</a>“ genug war. Überhaupt erweist sich die Wiederholung als Problem des Films: Seine wenigen eigenen Ideen wiederholt er zu oft, alles andere wirkt wie aus dem Pflichtenheft der Pink-Schule entnommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Schluss zeigt sich zwar, wozu dieses Team fähig gewesen wäre: Imaoka injiziert eine letzte Dosis verletzter Menschlichkeit, während Christopher Doyles Bilder von den eineigenden Impro-Interieurs und natürlichen Belichtungen befreit eine elegische Qualität annehmen. Nur kommen diese Entstellungen und die feine Schlussnummer exakt achtundzwanzig Minuten zu spät.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Guilty_of_Romance.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8970" title="Guilty_of_Romance" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Guilty_of_Romance.jpg" alt="Guilty_of_Romance" width="550" height="367" /></a>Ok, Sion Sono: Das nehme ich persönlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Für den Moment sei deshalb nur so viel gesagt: &#8220;Guilty of Romance&#8221; ist zweifelsohne der bislang erste grosse Film des diesjährigen Wettbewerbs. Es ist auch ein Sion Sono-Film, verstörend, gewaltig, aus dem Ärmel geschüttelt, das Werk eines grossartigen Hurensohns. Wer hier ist für wochenaktuelle Empfehlungen, sei damit versorgt. Dem Rest sei gesagt: Sobald ich damit fertig geworden bin, kommt an dieser Stelle mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Und es kommt dicke.</p>
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		<title>NIFFF 2011 &#8211; Tag 1</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 13:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Bat-Ulzii Baatar]]></category>
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		<category><![CDATA[Wisit Sasanatieng]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/02/nifff-2011-tag-1/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Red_Eagle21-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Rote Latexpullover, Bösewichter kopiert aus einem Marvel-Comic und das Hirn im Schleudersitz: Mit dem Superhelden-Schinken „Red Eagle“ bekam die elfte Durchführung des Neuchâtel International Fantastic Film  Festival den Auftakt, den sie verdient. Später am Tag zeigte „Operation Tatar“, der erste mongolische Beitrag in der Geschichte des Festivals, dass weniger auch mehr sein kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: left;">Von Schnurbärten und nomadischen Restaurantketten</h1>
<h2 style="text-align: justify;">NIFFF 2011 &#8211; Tag 1</h2>
<h3 style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Red_Eagle21.jpg"><img class="size-full wp-image-8951 alignnone" title="Red_Eagle2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Red_Eagle21.jpg" alt="Red_Eagle2" width="550" height="367" /></a></h3>
<h3 style="text-align: justify;">Rote Latexpullover, Bösewichter kopiert aus einem Marvel-Comic und das Hirn im Schleudersitz: Mit dem Superhelden-Schinken „Red Eagle“ bekam die elfte Durchführung des Neuchâtel International Fantastic Film  Festival den Auftakt, den sie verdient. Später am Tag zeigte „Operation Tatar“, der erste mongolische Beitrag in der Geschichte des Festivals, dass weniger auch mehr sein kann.</h3>
<p style="text-align: justify;">Von Christof Zurschmitten.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Festival wie das NIFFF lebt ein gutes Stück weit von basalen Trieben, wie sie weiland befriedigt wurden durch Freakshows und „Negerdörfer“: Es sind nicht zuletzt eine Gier nach Exotismus und eine Neugierde auf das Morbide, die jedes Jahr Heerscharen in die Kinosäle am Neuenburgersee locken. Und dagegen gibt es natürlich auch nicht das Geringste einzuwenden.</p>
<p style="text-align: justify;">„Red Eagle“, der erste Film, der heuer gezeigt wurde, vollbringt das Kunststück, beides zu bedienen und trotzdem unbefriedigend zu bleiben. Für den Exotismus sorgt in allererster Linie das Herkunftsland: Die Mär um den Mann im roten Pullover ist tief in der thailändischen Pop-Kultur verwurzelt, wo der rote Adler bereits in den 60er-Jahren seine Kreise zog. In seiner neuen Auflage hat er seinen Kurs ausgeweitet bis nach Hollywood, auf das er aus der Luft so unverhohlen hinabschielt, dass es kaum verwunderlich ist, wenn er vom Kurs abkommt. In gewisser Weise ist es auch äusserst passend, dass Wisit Sasanatieng die Regie übernommen hat. Schliesslich war er es, der mit „Tears of The Black Tiger“ als einer der ersten Regisseure des Landes dem Westen die Augen dafür öffnete, dass sich das asiatische Kino nicht in China, Hongkong, Japan und Süd-Korea erschöpft. Und er schien auch insofern eine logische Wahl, als bereits die Tränen des schwarzen Tigers ein Ausfluss der thailändischen Pop-Kultur waren (ein Drittel Thai-Romanze, ein Drittel thailändisches TV-Abenteuer), gemischt mit einer gehörigen Portion ur-westliches Genre-Kino (Western!) – stilsicher überhöht in eine extreme Künstlichkeit, die sich mit der ganzen Aggressivität der Pasteltonpallette ins Gedächtnis frass.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Spagat zwischen Ost und West gelingt Sasanatieng in „Red Eagle“ nicht mehr (womit auch die Neugierde auf das Morbide, in diesem Fall das spektakuläre Scheitern, auf ihre Kosten kommt). Auf den ersten Blick – das heisst ungefähr die erste Stunde lang – scheint sich die Flexibilität zwar noch auszuzahlen: Mit quasi prophetischem Blick wird der Kampf um die Errichtung eines Kernkraftwerks und die damit einhergehenden Proteste als zentraler Konflikt aufgegleist, ein korrumpierter Vorkämpfer für das Gute und seine Freundin werden als Identifikationsfiguren eingeführt, und schliesslich kommt es auch zur ersten spektakulären Actionszene, in der ein Dutzend Bösewichter auf die im (in dieser Hinsicht erstaunlich liberalen) Kino Sasanatiengs übliche blutige Art ums Leben kommen. Ihr unerbittlicher Richter, neben dem selbst der Punisher wie ein Chorknabe aussieht: Der Rote Adler, eine Gestalt irgendwo zwischen Muay Thai-Kämpe, Batman und Zorro (schliesslich führt er die leidlich unterbediente Tradition beschnurrbarter Helden fort). Und dann bricht, mit all dem Pomp eines Karaokeabends und der tranigen Coolness einer frühen Bond-Hymne, der Vorspann über uns herein. Gespannt wartet man auf mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Und bekommt schliesslich mehr, als man verkraften kann. Der Film nimmt die Logik des Superhelden-Genres todernst (trotz teils sogar gelungener Abdrifter ins Komische): Wenn irgendjemand, sei er Set-Designer, Drehbuchschreiber, Pyrotechniker oder Regisseur, eine halbwegs brauchbare Idee für  ein Set-Piece hatte, DANN WIRD DAS AUCH GEMACHT. Wir haben Ausbrecher in Richtung Wire-Fu, Super-Bösewichter, Verfolgungsjagden, Martial Art-Kino, Mantel- und Degenfilm, wir zitieren John Woo, Jackie Chan, Die Hard, die Fantastic Four und Batman… was nicht passt, wird passend gemacht. Dass die Action-Szenen dabei knallhart der neuen Hollywood-Schule folgen, die alle Choreographen gefeuert hat um ein Rudel hyperaktiver Cutter im Koffeinrausch anzuheuern, macht die Sache nicht unbedingt besser. Das eigentlich Erstaunliche an „Red Eagle“ ist aber überhaupt, dass dieser thailändische Blockbuster es in seinen Krondiszplinen – Action, und aggressives Produktplacement – durchaus aufnehmen kann mit zumindest der zweiten Liga des amerikanischen AAAction-Kinos, aber ausgerechnet in Sachen Dramaturgie und Storytelling hinter ihm zurückbleibt: Das Endresultat wirkt, als würde man mit einem „Best of“ der Folgen ein, sieben und zwölf der TV-Serie „Red Eagle“ konfrontiert. Dass der Film einem nach zweieinhalb Stunden auch noch ein „To be continued“ an den Kopf watscht, ist da geradezu dreist.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Operation_Tatar2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8952" title="Operation_Tatar2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Operation_Tatar2.jpg" alt="Operation_Tatar2" width="550" height="275" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">In so ziemlich allem das exakte Gegenteil ist „Operation Tatar“ – emblematisch gemacht bereits im Vorspann, wo sich eine Restaurantkette stolz als Produzentin des Films präsentiert. Und damit ist das Product Placement denn auch erledigt; es herrscht also kein Zweifel daran, dass die Mittel äusserst beschränkt sind. Allerdings besitzt Regisseur Bat-Ulzii Baatar die Tugend, sich damit zufrieden zu geben – mit dem Resultat, dass der erste mongolische Beitrag am Wettbewerb des NIFFFs ein durch und durch kleiner Film ist, als solcher aber durchaus erfolgreich.</p>
<p style="text-align: justify;">Teil des Erfolgs trägt die Tatsache bei, dass – soweit man dies als mit der lokalen Filmkultur unvertrauter Westler jedenfalls beurteilen kann – dieser Film durch und durch mongolisch scheint, ohne jedoch die üblichen Klischees zu bedienen: Die aus den Filmen von Byambasuren Bavaa bekannten Steppen und Hirten jedenfalls finden sich nur noch in Firmennamen wieder (der grossartige Titel der Geldgeber: „Nomads Chain of Restaurants“). „Operation Tatar“ ist ein durch und durch urbaner Film, der Schauplatz Ulan Baator – eine Stadt immerhin, in der Geschäftsmänner in grösster Selbstverständlichkeit in traditioneller Kleidung umherlaufen und sich besorgt über das Wohlergehen ihres Pferdes erkunden (das freilich Statussymbol ist, und nicht Transportmittel). Insofern passt es auch, dass sich die Handlung an einem durch und durch urbanen Genre orientiert: Dem Heist Movie, wobei der mongolischen Variante allerdings der dem Gerne übliche Glamour abgeht – das hier ist weit mehr „A Dog Day’s Afternoon“ denn „Ocean’s Eleven“. Mit Slapstick-Comedy untersetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Handlung entspinnt sich um Taivanaa, einem Bankangestellten, der gleich mehrere Schicksalsschläge einstecken muss: Seine Tochter ist an Krebs erkrankt, und ausgerechnet jetzt wird ihm der Job gekündigt. (In diesen Anfangsminuten zielt der Film durchaus mit Erfolg auf eine sentimentalitätsfreie Anteilnahme seitens der Zuschauer.) Was also tun? Unter Einreden seines Kindheitsfreundes Tulga, der seiner Arbeiterexistenz im Alkohol und schlechten Krimis entflieht, entschliesst er sich, seinen ehemaligen Arbeitsgeber zu überfallen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und damit nimmt eine nicht unbedingt originelle, aber durchaus clever arrangierte Handlung ihren Lauf. Auch „Operation Tatar“ bedient sich des Hollywood-Handbuchs für Montageanfänger, versucht im Gegensatz zu „Red Eagle“ aber nichts zu kaschieren im schnellen Schnitt: Stattdessen wird hier das Spiel mit verschiedenen Zeit- und Wahrscheinlichkeitsebenen für einen fliegenden Wechsel zwischen Actionfilm, (körperbetonter) Komödie und ein wenig Melodrama genutzt. Das mag zuweilen zwar ein wenig chaotisch wirken und gelegentlich auch amateurhaft (gerade den wiederum recht blutigen Actionszenen fehlt es, nicht unironisch für einen Heist-Movie, offensichtlich an Geld). Aber letztlich machen punktuell grossartige Einfälle (vergleiche: Waffenkauf in Ulan Baator), ein sympathisches (und zu allem bereites) Ensemble und die irgendwo zwischen ungebremstem Pioniergeist und ansteckendem Enthusiasmus angesiedelte Ausstrahlung derartiger Produktionen das alles wett.</p>
<p style="text-align: justify;">„Operation Tatar“ will nicht allzu viel, er übernimmt sich dabei aber (im Gegensatz zu vielen, gerade auch asiatischen Beiträgen am NIFFF) nicht – und steht damit am Ende umso besser da.</p>
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		<title>Mortal Kombat – die stilisierte Prügelgosse</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 09:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[games]]></category>
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		<category><![CDATA[street fighter 4]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/11/mortal-kombat-%e2%80%93-die-stilisierte-prugelgosse/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/Mortal_kombat_skaliert-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Manche Eltern sollen ja immer noch warnend mit erhobenem Zeigefinger am Balkon stehen und skandieren: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!“ Die Kinder, die sich darüber zutiefst erschreckt zeigten, kehrten in sich und wurden später Street Fighter IV-Spielerinnen. Die anderen stellten sich taub, streckten den Erzeugern gar die Zunge heraus und vertrieben sich später die Zeit mit...ja, richtig: Mortal Kombat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Die stilisierte Prügelgosse</h1>
<h2>Mortal Kombat (NetherRealms Studios/Warner Bros. Interactive Entertainment)</h2>
<h2><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/Mortal_kombat_skaliert.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8805" title="Mortal_kombat_skaliert" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/Mortal_kombat_skaliert.jpg" alt="Mortal_kombat_skaliert" width="550" height="309" /></a></h2>
<h3 style="text-align: justify;">Manche Eltern sollen ja immer noch warnend mit erhobenem Zeigefinger am Balkon stehen und skandieren: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=zC2MjiDDtKg" target="_blank">„Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!“</a> Die Kinder, die sich darüber zutiefst erschreckt zeigten, kehrten in sich und wurden später <em>Street Fighter IV</em>-Spielerinnen. Die anderen stellten sich taub, streckten den Erzeugern gar die Zunge heraus und vertrieben sich später die Zeit mit&#8230;ja, richtig: <em>Mortal Kombat</em>.</h3>
<p>Von Rudolf Inderst (der in dieser causa stets ein ungehorsamer Bengel gewesen ist).</p>
<p style="text-align: justify;">Frisch als Import besorgt, denn die Ware <em>Mortal Kombat </em>fühlt sich offensichtlich auf dem deutschen Markt nicht sonderlich wohl, findet das Spiel bei mir natürlich ein sich sorgendes Zuhause. Die 9. Reinkarnation der Serie war bereits Anfang 2009 Thema – der exponierte Mann hinter der Reihe, Ed Boon, gab wenige Monate später per Twitter Bescheid: <em>Mortal Kombat ist zurück</em>. Und der kommende Titel sollte nichts mit dem schöngewellten Vorgänger <em>Mortal Kombat VS. DC Universe </em>zu tun haben. Knochen und Blut – so ist´s gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Und weil alles irgendwann wieder von vorne anfangen muss, entschied man sich diesmal bei NetherRealm Studios für einen hippen Reboot. Teil 9 bietet im Grunde Teil 1 bis 3 reloaded – und das erfreut prügellustige Freunde von Frau Blade und Herrn Cage. Für sie gibt es wieder reichlich zu tun: Neben einem Storymode und einem klassischen „Klettere die Leiter hoch“-Modus, kann man natürlich fleißig trainieren – auch die berüchtigten <em>Fatalities</em>. Auch an Minispielen kann der geneigte Solist sich wagen: <em>Test your Might, Test your Sight, Test your Strike, Test your Luck </em>und zahlreiche Herausforderungen im neuen <em>Challenge Tower.</em></p>
<p>
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="349" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Hc4LOzB64JY?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/v/Hc4LOzB64JY?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>
</p>
<p>Aber wir sollten uns natürlich die klassische Frage stellen: Was macht mehr Spaß? Den Monitor anbrüllen? Ihm sagen, „wer jetzt der Chef im Ring ist“? Oder aber dem besten Freund (soon to be ex!) Bescheid sagen, dass er ein „verdammt blöder Vollpfosten“ sei und seine Mutter es am besten mit Ziegen treiben solle? Eben. 1 gegen 1. Sonst nichts.</p>
<p style="text-align: justify;">Machen wir uns nichts vor: Spielmechanik-Sieger wird <em>Mortal Kombat </em>nicht werden. Muss es aber auch nicht. Denn Spaß macht der Titel so und so. Auch, wenn immer wieder allen Ortens zu hören und lesen ist, dass das Spiel ohne die blutigen <em>Fatalities</em> seinen kompletten Charme verlieren, ist dies nur bedingt richtig. Die Spielserie hat sich durch ihre digitalen Ableger und auch die Spielfilme sowie die TV-Serie ein flickenhaftes Trashuniversum geschaffen, das von den Charakteren durchaus getragen wird.</p>
<p><em><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/mortal-kombat_skaliert2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8806" title="mortal-kombat_skaliert2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/mortal-kombat_skaliert2.jpg" alt="mortal-kombat_skaliert2" width="550" height="309" /></a><br />
 </em></p>
<p style="text-align: justify;">Der Hype um <em>Mortal Kombat </em>hat sich in seiner Endmanifestation in ein Spiel verwandelt, das abseits vom bierernsten Turnierbetrieb eines <em>Street Fighter IV </em>sehr viel Spaß macht und Freundschaften konsequent beendet. Gut so.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Bereits erschienen.</p>
<p>Originaltitel: Mortal Kombat<br />
 Plattform: Xbox 360, Playstation 3<br />
 Entwickler: NetherRealm Studios<br />
 Vertrieb: Warner Bros. Interactive Entertainment<br />
 Genre: Züchtigungssimulator<br />
 Altersempfehlung: Ab 18 Jahre</p>
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		<item>
		<title>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 24. Dezember 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 10:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[David Fincher]]></category>
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		<category><![CDATA[Filmadvent 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Jesse Eisenberg]]></category>
		<category><![CDATA[justin timberlake]]></category>
		<category><![CDATA[marc zuckerberg]]></category>
		<category><![CDATA[the social network]]></category>
		<category><![CDATA[zodiac]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/25/nahaufnahmen-ch-filmadvent-24-dezember-2010/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/24dezember-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Das Christkind ist eine etwas dubiose Gestalt, die über Leichen (zumindest aber Freunde) geht - und letztlich doch kein so übler Kerl ist. Der beste des Film des Jahres? Vielleicht. Einer der wichtigsten? Ohne Zweifel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 24. Dezember 2010</h1>
<h2>„The Social Network“ von David Fincher</h2>
<h3 style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/24dezember.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7538" title="24dezember" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/24dezember.jpg" alt="24dezember" width="550" height="372" /></a>Das Christkind ist eine etwas dubiose Gestalt, die über Leichen (zumindest aber Freunde) geht &#8211; und letztlich doch kein so übler Kerl ist. Der beste des Film des Jahres? Vielleicht. Einer der wichtigsten? Ohne Zweifel.</h3>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Und dann kommt man irgendwie eben doch nicht an Finchers Film vorbei. Was durchaus eine Überraschung war – dass der Film kommen würde, war bekannt; dennoch hätte ich nicht damit gerechnet, dass micht der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lB95KLmpLR4">Trailer</a> derart mitnehmen würde. Bei allem, was hier im Folgenden noch stehen wird, und im vollem Bewusstsein der Tatsache, dass der Film diesen Ehrenplatz im Adventskalender innehat, möchte ich behaupten: Der Trailer ist nicht nur bei weitem der beste des Jahres, sondern auch das beste an „The Social Network“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/Social-Network-Photo40.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7591" title="Social-Network-Photo40" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/Social-Network-Photo40.jpg" alt="Social-Network-Photo40" width="550" height="370" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Natürlich wurde viel über den Film geschrieben (schliesslich toppt er so ziemlich jede Jahresbesten-Liste zumindest der US-Kritik), und eine der vermutlich häufigsten <a href="http://www.tnr.com/article/books-and-arts/78081/sorkin-zuckerberg-the-social-network">Beanstandungen</a> ist diese: Der Film ist eine vergeudete Chance, weil er uns letztlich nichts zeigt von der Dynamik des Sozialen Netzwerks selbst und den Mechanismen und Prozessen, die es im Innersten zusammen halten. Das ist korrekt. Und es ist dieser Punkt, in dem der Trailer tatsächlich den Film übertrifft: Die wahllos anmutende Collage von vermutlich authentischen Selbstdarstellungen in Schrift und Bild seitens zufälliger facebook-User, unterlegt mit einer <a href="http://www.scalachoir.com/en/index.htm">Chor</a>-Version von Radioheads „Creep“, vermittelt tatsächlich ein authentisches Bild der Nutzung des sozialen Netzwerks. Der Film schafft dies nicht, ja er versucht es nicht einmal.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Allerdings kann man diesen Vorwurf mit einer einzigen Ziffer entkräften: 500&#8242;000&#8242;000 – die Zahl der facebook-Accounts. Mit anderen Worten: Wer dort im Kinosaal vor Jesse Eisenberg alias Marc Zuckerberg sitzt, weiss mit grösster Wahrscheinlichkeit selbst, wie er/sie bemerkt hat, dass immer mehr Freude immer häufiger nur noch kommunizieren über diese eine Plattform, hat den kurzen Adrenalinschub selbst erfahren, den der temporäre Wiedereintritt eines entschwunden geglaubten Menschen ins eigene Leben mit sich bringt, hat vermutlich in grenz-voyeuristischer Art im Akkord durch die Bilder von Personen geklickt, die nur noch als verpasste Chance in der eigenen Gegenwart Platz haben. Mit grosser Wahrscheinlichkeit hat er/sie auch bereits im betrunkenen Zustand Kommentare oder Nachrichten versandt, die kein Back-Button wieder rückgängig machen kann, und es besteht eine reale Chance, dass er/sie auch mit dem Gedanken oder der Tat experimentiert hat, auszusteigen aus dem ganzen Scheiss, nur um zu bemerken, dass es einem beinahe unheimlich ist, wie schwer einem dieser Schritt letztlich fällt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/The-Social-Network.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7592" title="The Social Network" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/The-Social-Network.jpg" alt="The Social Network" width="550" height="338" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">So gesehen: Ja, David Fincher und Aaron Sorkin haben nicht so sehr einen Film über ein soziales Phänomen gemacht als über die Reaktualisierung des American Dream im Internet-Zeitalter. Und dieser Traum kennt nur einen Modus der Erzählung: Den über die einzelne Person, die durch einen Hauch Genie und viel Arbeit den Status eines Übermenschen erreicht. Wobei der Übermenschen-Status immer auch in barer Münze gemessen wird. Die Vergleiche mit „Citizen Kane“ sind insofern  (auch wenn hier gewisse Kritiker „Sakrileg“ brüllen) durchaus angebracht. Mit Wells Film verbindet „The Social Network“ nicht zuletzt die vollendete technische Fertigkeit – auf einer handwerklichen Ebene ist dieser Film beinahe makellos. Fincher setzt alles ein, was er in „Zodiac“ gelernt hat, dämpft die sich ins Bild drängende Brillanz der ersten Filme weiter ab und schafft, gerade in den Anfangsszenen in Harvard eine Optik, die so unverwechselbar wie präzise unterkühlt ist – er setzt die jüngste Vergangenheit als Historien-Film in Szene und macht aus dem Elite-College das,  was es in der Vorstellung von uns Normalos ohnehin ist: Einen Ort, der surreal wirkt, paradiesisch, voller brillanter, schöner, junger Menschen, aber nicht so abstrakt, dass er als  Traum nicht vermeintlich gerade knapp ausserhalb der eigenen Reichweite läge. Die Präsenz des Ortes ist derart stark, dass der selbst in den endlosen Schuss-Gegenschuss-Dialogen aus der Feder Aaron Sorkins im Hintergrund immer greifbar bleibt. Und natürlich sind da diese Dialoge selbst, denen es – und ein grösseres Kompliment kann man ihnen nicht machen – zugleich gelingt, die Zuschauer während zwei Stunden zu fesseln und die Sachbuch-Vorlage „The Accidental Billionaires“immerhin nachvollziehbar auf den Punkt zu bringen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/2010_the_social_network_004.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7593" title="2010_the_social_network_004" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/2010_the_social_network_004.jpg" alt="2010_the_social_network_004" width="550" height="366" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">All das – und doch beschlich einen ein seltsames Gefühl, als man direkt im Anschluss an den Kinobesuch heimging und sich, natürlich, einloggte auf facebook. Eine Mischung aus euphorischem Grössenwahn, der Illusion, man könne ALLES erreichen, wenn man es nur versuche, und einem nagenden Zweifel daran, dass dieses Gefühl tatsächlich erstrebenswert, oder eher noch: authentisch ist. Auch wenn man „The Social Network“ auf technischer Ebene nichts vorwerfen kann, so scheint doch immerhin ein ideologischer Vorwurf nicht ganz aus der Luft gegriffen: Marc Zuckerberg kommt im Film letztlich verdammt gut weg. Spätestens mit der Einführung von Justin Timberlakes Sean Parker-Figur wird die knallharte Geschäftspolitik, die Profit über so mundäne Dinge wie Freundschaft oder Liebe stellt, als Einflüsterung und ertragbares Übel gekennzeichnet: Irgendwie scheint es durchaus akzeptabel, ein wenig auf der Soll-Seite der Freundschaft zu sein, wenn man daneben rauschende Parties mit Über-Models feiern kann – zumindest solang man Mitte 20 ist, und, so suggeriert die Schlussszene, im Herzen eigentlich doch kein so übler Kerl. Zu Zuckerbergs Läuterung kommt es schon altersbedingt nie, und sein Rosebud wird vermutlich noch für einzige Jahrzehnte auf dem Estrich vor sich hin modern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">„A Capitalist Porn Fantasy“ nannten die schärften Kritiker den Film deshalb nicht zu Unrecht. Letztlich ist aber gerade die Tatsache, dass er damit durchkommt und zugleich tausende von Zuschauern inspiriert, der vielleicht beste Grund dafür, ihm zeitdiagnostisches Potential zu attestieren und ihn zum wichtigsten Film des Jahres zu küren.</p>
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		<title>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 25. Dezember 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 10:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Filmadvent 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/25/nahaufnahmen-ch-filmadvent-25-dezember-2010/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/hitzefrei-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Das nahaufnahmen.ch-Team wünscht allen Lesern und Leserinnen frohe Festtage und ein gutes neues Filmjahr!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 25. Dezember 2010</h1>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/24dezember.jpg"></a><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/25dezember.jpg"></a><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/hitzefrei.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7542" title="hitzefrei" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/hitzefrei.jpg" alt="hitzefrei" width="468" height="318" /></a></p>
<p>Das nahaufnahmen.ch-Team wünscht allen Lesern und Leserinnen frohe Festtage und ein gutes neues Filmjahr!<br class="spacer_" /></p>
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