Ironie im Angesicht des Unausweichlichen

„Old Ideas“, Leonard Cohens erstes Studioalbum seit acht Jahren, ist ein intimes, spartanisch instrumentiertes Werk, auf welchem der kanadische Songpoet mit ironischer Distanz einen Blick auf das letzte Drittel des Lebens und dessen unausweichliches Ende wirft sowie die verschiedenen Ebenen der Liebe thematisiert.

„Ich bin wohl eher eine dunkle Träumerin, die vom Licht träumt“

Mit ihrem neusten Album „Soul“ ist Sophie Zelmani ihrem ganz eigenen Musikstil grösstenteils treu geblieben: Traumwandlerisch schöne, fragile, intime, von akustischen Gitarren dominierte Lieder mit poetischen und rätselhaften Texten. Als Farbtupfer fungieren diesmal ein Duett mit Daniel Lemma sowie ein paar vereinzelte Reggae-Einsprengsel. Im Mail-Interview mit Nahaufnahmen.ch erzählt die schüchterne Schwedin über magische Momente bei den Aufnahmen zum neuen Album, die alles verändernde Kraft der Liebe, Ratschläge an ihre Tochter und wieso sie bisher kein Live-Album veröffentlichen mochte.

„Ich denke nicht, dass man vor seinen Wurzeln wegrennen kann“

Mit ihrem vierten Album „The Night Visitor“ ist der schwedischen Songwriterin Anna Ternheim ein Werk von zeitloser Schönheit gelungen. Nahaufnahmen.ch sprach mit Anna über ihre Studienzeit in Lausanne, die Energie ihrer Wahlheimat New York, die Zusammenarbeit mit Will Oldham, Inspirationen für ihre Lieder und ihre Demut gegenüber der Natur.

„Neid und Eifersucht können einem das Leben vergällen“

Michael von der Heide ist mit seinem neuen, französischsprachigen Album „Lido“, welches Elektro-Pop und Dance sowie sehnsuchtsvolle Melodien und Texte miteinander verbindet, ein grosser Wurf gelungen. Im Interview spricht er unter anderem über tragische Frauenstimmen, pathetische Todesfantasien von Teenagern, grausame Zwillinge, Gänsehaut-Momente im Studio und die Melancholie von französischen 80er-Jahre-Pop-Songs.

Karin Richner: “Sieben Jahre Schlaf”

In ihrem zweiten Roman „Sieben Jahre Schlaf“ beschreibt Karin Richner in leisen Tönen die Auswirkungen einer zerbrochenen Familienidylle auf die Ich-Erzählerin Lucie sowie deren Suche nach Geborgenheit und Identität. Wie schon in ihrem hochgelobten Debüt „Sind keine Seepferdchen“ gelingt der Aargauer Autorin wiederum die behutsame literarische Umsetzung eines schwierigen Themas: Mit eindringlichen Bildern, in einer stark verdichteten Sprache und anhand von fragmentarischen Rückblenden.

„Meine Songs sind vertonte, verdichtete Alltagsgeschichten“

Sinas neustes Album „Ich schwöru“ glänzt mit doppelbödigen Texten, abwechslungsreichen Kompositionen und ausgefeilten Arrangements. Nahaufnahmen.ch traf die sympathische Walliserin in einem Zürcher Nudel-Lokal zum Interview und sprach mit ihr über die teilweise zermürbende Arbeit am neuen Album, spannungsvolle Momente mit dem Symphonischen Orchester Zürich sowie über Parfumverkäuferinnen, professionelle Wortjongleusen und Themendetektive.

Interview mit Paul Riniker

Nach über 70 Dokumentarfilmen für das Schweizer Fernsehen hat Paul Riniker mit „Sommervögel“, einer berührenden Liebesgeschichte zwischen einer verhaltensauffälligen Frau und einem in die Jahre gekommenen Biker, seinen ersten Spielfilm und gleichzeitig ein kleines Meisterwerk realisiert. Nahaufnahmen.ch traf den Regisseur am Filmfestival Locarno und sprach mit ihm über die Schwierigkeiten bei der Finanzierung, die Suche nach einem geeigneten Campingplatz und seine Drehsucht.

Locarno – Internationaler Wettbewerb

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über Langeweile nicht: So gab es denn in den ersten Festivaltagen einige pseudo-philosophische Filme zu überstehen, welche die Nerven des Berichterstatters arg strapazierten. Da half es auch nichts, dass der neue künstlerische Direktor Olivier Père diese nichtssagenden Machwerke in den höchsten Tönen als „Filme des Jahrzehnts“ anpries. Der überragende Schweizer Beitrag „La petite chambre“ sowie ein sechsstündiger Monumental-Dokumentarfilm aus China retteten schliesslich den kränkelnden Wettbewerb.

Locarno – Semaine de la critique

Die mittlerweile 21.Ausgabe der Kritikerwoche, organisiert vom Verband der Schweizer Filmjournalisten, erfüllte auch in diesem Jahr das selbst gesteckte Ziel, dem Publikum eine möglichst abwechslungsreiche Mischung von Dokumentarfilmen zu präsentieren, mühelos. Für Höhepunkte sorgten insbesondere die drei skandinavischen Beiträge über häusliche Gewalt, ein dunkles Kapitel des 2.Weltkrieges sowie einen Subutex-Junkie.

Interview mit Hans Ruprecht

Hans Ruprecht, Programmleiter des Literaturfestivals Leukerbad, erzählt, was er von E-Books und Helene Hegemann hält, warum die Autoren und Autorinnen trotz bescheidener Honorare gerne nach Leukerbad reisen und wie er zwischen Schriftstellern Verkupplungsarbeit leistet.

15. Literaturfestival Leukerbad 2010

Das kleine, aber feine Literaturfestival in Leukerbad erfreut sich einer immer grösseren Beliebtheit. Kein Wunder: An kaum einem anderen Ort lassen sich in einer derart ungezwungenen Atmosphäre literarische Entdeckungen machen sowie Kontakte zu Bestsellerautoren und gleichgesinnten Bücherwürmern knüpfen. Nahaufnahmen.ch war drei Tage vor Ort und findet: Das Festival ist so entspannend und wohltuend wie ein Bad im heissen Thermalwasser.

“A Single Man” von Tom Ford

Dem Star-Modedesigner Tom Ford ist mit „A Single Man“, einer Adaption des gleichnamigen Romans von Christopher Isherwood über einen in den USA lebenden britischen Literaturprofessor, welcher den Unfalltod seines langjährigen Partners nicht verkraften kann, ein dialoglastiger, im besten Sinne altmodischer Debütfilm gelungen.

Die Schönheit des Schmerzes

Mit ihrem achten Studioalbum „I’m the rain“ liefert die 38-jährige Schwedin wiederum den perfekten Soundtrack für die blauen Stunden zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit: Fragile, poetische und intime Lieder von auserlesener Schönheit, irgendwo zwischen Country und Folk und vor allem jenseits jeglicher musikalischer Modeströmungen angesiedelt.

Interview mit Sophie Zelmani

Die nachdenkliche und schüchterne Schwedin hat soeben ihr achtes Album „I’m the rain“ veröffentlicht. Im E-Mail-Interview mit nahaufnahmen.ch verrät Sophie Zelmani, warum Vergebung für sie wichtig ist, wieso sie sich zu Hause am wohlsten fühlt und welches das Erfolgsgeheimnis ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Produzenten Lars Halapi ist.

Das grosse nahaufnahmen.ch-Interview mit Endo Anaconda

Der Stimm- und Wortakrobat der Berner Erfolgsband Stiller Has über augenzwinkernde Schmalz-Romantik, die Doppelbödigkeit der neuen Lieder, die Schweiz als Hochglanz-DDR und Christoph Mörgeli, den Hofnarr der Rechten.

Interview mit Dani Klein

Auch auf ihrem neusten Album „Comme on est venu…“ präsentieren Vaya con Dios einen höchst delektablen Mix aus Chanson, Soul, Blues, Jazz und World Music, jedoch zum ersten Mal in französischer Sprache. Zum Funkeln gebracht werden die poetischen Songs durch die unvergleichliche Stimme von Dani Klein. nahaufnahmen.ch sprach mit der sympathischen Belgierin über die Zusammenarbeit mit ihrem Sohn, ihr Engagement für Immigranten und Romas, den Jägerinstinkt der Männer und ihre wiedergefundene Freude an Live-Auftritten.

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