
Kommissar Harry Hole ist eigentlich aus dem Polizeidienst ausgeschieden – eigentlich. Denn nach drei Jahren in Asien kehrt er an den Ort zurück, wo er einst Kriminellen das Handwerk legte. Doch kaum hat die Spürnase a.D. wieder Osloer Luft in der Nase, beginnt sie auch schon das Schnüffeln. Denn der Ermittler hat von einem Fall gehört, der ihm keine Ruhe lässt. Hole geht der Sache auf den Grund – und findet mehr heraus als ihm lieb ist.

Sie hassen sich. Und doch können sie nicht ohne einander. Damit unterscheidet sich die Familie um Harry Rosenmerck nicht sonderlich von vielen anderen. Dennoch fällt sie aus dem Rahmen. Denn hier ist alles ein bisschen extremer. Amanda Sthers zeichnet in „Schweine züchten in Nazareth“ eine Familiengeschichte in Briefen und E-Mails nach. Was zunächst kurios und abgedreht erscheint, entpuppt sich schnell als innovative Familientragödie.

Als selbständiger Privatdetektiv hat man es nicht leicht. Das spürt auch Vijay Kumar. Deshalb klammert er sich an jeden Strohhalm, der sich ihm in beruflicher Hinsicht bietet. Und deswegen willigt er auch ein, die verschwundene Putzfrau eines Zürcher Verlegers zu suchen. Denn: So unattraktiv der Auftrag, so saftig ist das in Aussicht gestellte Honorar. Sunil Manns zweiter Krimi steht dem ersten, mehrfach ausgezeichneten “Fangschuss” in nichts nach.

Wenn Schauspieler in die Tasten hauen und plötzlich nicht mehr nur Texte auswendig lernen, sondern solche auch selber schreiben, kann das schief gehen. Oder auch gut gelingen – wie im Fall von Gregor Weber, den die meisten wohl als Stefan Deininger aus dem Saarbrücker „Tatort“ kennen. Er hat auch als Autor seine Hausaufgaben gemacht. Sein Debüt-Krimi „Feindberührung“ überzeugt.

Die Conways haben es nicht leicht: Egal was sie tun – oder lassen – es geschieht ein Unglück. Und das nächste lässt nicht lange auf sich warten, so viel ist sicher. Denn das Schicksal meint es wirklich nicht gut mit ihnen. Und auch nicht mit ihren Mitmenschen. Die Idee des Plots ist ungewöhnlich und berührt den Zuschauer sehr.

Es gibt Städte, die liebt man. Andere brauchen eine Weile, bis sie einen in ihren Bann ziehen. Wieder andere schaffen es nie. Thomas Gsella hat viele von ihnen gesehen – und mit spitzer Feder darüber geschrieben. Herausgekommen ist ein Reiseführer der besonderen Art.

Jeder kennt Robbie Williams. Den frechen Kerl von Take That, der die Boygroup einst hinter sich liess, um Jahre später als Solokünstler die Fans erneut um sich zu scharen. Doch was ist Fassade? Wer der Mensch dahinter? Tatsache ist: Robbie Williams ist einzigartig und hat Grosses geleistet. Sein Biograph Chris Heath in diesem Fall leider nicht. Denn er hat nicht die Distanz gewahrt, die dieses Buch gebraucht hätte.

Als Kommissar Ariel Kafka am Tatort erscheint, ist er irritiert. Denn nicht nur die in finnischen Polizeikreisen berühmt berüchtigte Maija Erkkilä wurde erstochen: Keine fünf Meter neben ihr findet Kafka die Leiche seines ehemaligen Vorgesetzten Aimo Ikonen. Es scheint, als sei der Kriminalbeamte doch nicht so ehrbar gewesen, wie alle dachten. Wie tief der Sumpf, in dem er zu Lebzeiten steckte, tatsächlich war, lässt auch dem Leser den Atem stocken.

Drei verschwundene Mädchen und ein geständiger Verdächtiger. Eigentlich ist der Fall klar. Aber der rasch Verurteilte will nicht verraten, wo die Leichen sind. Auch das grosse Polizeiaufgebot im Moor führt zu keinem Ergebnis. Acht Jahre später gelingt dem Mörder die Flucht und die Ermittler von damals finden sich in einem Albtraum wieder. Auch David Hunter muss um sein Leben bangen. Wie andere einst Beteiligte auch.

Willie Daly ist ein Unikum. So einen wie ihn gibt es nur einmal. Zumindest pro Generation. Denn der Ire tritt in die Fussstapfen von Vater und Grossvater. Er ist der bekannteste „Matchmaker“, ein traditioneller Heiratsvermittler, der grünen Insel. Seit über 50 Jahren bringt er Paare zusammen. In „Hochzeit nicht ausgeschlossen“ blickt er zurück.

Justin Halpern ist arm dran. Seine Freundin ist neu seine Ex und die gemeinsame Wohnung ebenfalls Teil der Vergangenheit. Der einzige Ausweg: Obdach bei den Eltern. Keine ganz einfache Situation, denn Halpern ist 28 Jahre alt und sein Vater um kein Statement verlegen. Doch statt verbal zurück zu schlagen, findet der Sohn Gehör bei „Twitter“ – und einem Buchverlag.

Als ihr Bruder sie um einen Gefallen bittet, kann Versicherungsdetektivin Esther Roloff schlecht „Nein“ sagen. Wieso auch? Olafs Bitte: Seine Schwester soll herausfinden, was mit Boris Bäcker, seinem Arbeitskollegen, geschehen ist. Denn der ist nach einem Casino-Besuch nicht mehr aufgetaucht. Was als Gefälligkeit unter Geschwistern beginnt, endet mit lebensgefährlichen Schussverletzungen.

Alex ist frisch gebackener Single. Doch statt die neu gewonnene Freiheit in vollen Zügen zu geniessen, schlittert er von einer Frau zur nächsten. Dabei legt er es noch nicht einmal darauf an. Als er plötzlich sein Herz verschenkt, wird alles noch schlimmer. Doch dann beginnt er für seine Liebe zu kämpfen. Und genau das muss er auch.

Deutschland und die Schweiz. Nicht zuletzt dank des deutschen Politikers Peer Steinbrück ist das Verhältnis angespannt. Die hohe Zahl der zuletzt in die vermeintliche Steueroase gezogenen Bundesbürger tut ihr Übriges. In „Sind Schweizer die besseren Deutschen? Der Hass auf die kleinen Unterschiede“ kommen Menschen von diesseits und jenseits der Grenze zu Wort.

Virtuelle Dienste wie Google, E-Mail, Facebook & Co haben unser Leben verändert. Das Internet macht es möglich. Ein Leben ohne sie? Kaum vorstellbar. Ihre Existenz beeinflusst uns nachhaltig. Was das bedeutet, hat der amerikanische Technik-Kritiker Nicholas Carr in „Wer bin ich, wenn ich online bin …“ zusammengefasst.

Sie sind kostenlos und unterhaltsam. Und das sogar 24/7. Im besten Fall vereinfachen Facebook und Konsorten sogar unser Leben. Denn sie helfen uns, in Kontakt zu bleiben und uns auch über weite Entfernungen auszutauschen. Doch so harmlos, wie die Internetangebote daher kommen, sind sie gar nicht. Denn hinter dem grosszügigen Offerieren von Möglichkeiten stecken knallharte Kalkulationen. Und die kennen nur ein Ziel: Mit der Hilfe unserer Daten möglichst viel Geld zu verdienen.
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