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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; Fee Anabelle Riebeling</title>
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	<description>Das Magazin im Netz</description>
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		<title>Jo Nesbo: „Die Larve“</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 07:16:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Die Larve]]></category>
		<category><![CDATA[Jo Nesbo]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2012/01/28/jo-nesbo-%e2%80%9edie-larve%e2%80%9c/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/dielarve-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Kommissar Harry Hole ist eigentlich aus dem Polizeidienst ausgeschieden – eigentlich. Denn nach drei Jahren in Asien kehrt er an den Ort zurück, wo er einst Kriminellen das Handwerk legte. Doch kaum hat die Spürnase a.D. wieder Osloer Luft in der Nase, beginnt sie auch schon das Schnüffeln. Denn der Ermittler hat von einem Fall gehört, der ihm keine Ruhe lässt. Hole geht der Sache auf den Grund – und findet mehr heraus als ihm lieb ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Die Katze lässt das Mausen nicht</strong></h1>
<h2><strong>Jo Nesbo: „Die Larve“ (Thriller)</strong></h2>
<h3>Kommissar Harry Hole ist eigentlich aus dem Polizeidienst ausgeschieden – eigentlich. Denn nach drei Jahren in Asien kehrt er an den Ort zurück, wo er einst Kriminellen das Handwerk legte. Doch kaum hat die Spürnase a.D. wieder Osloer Luft in der Nase, beginnt sie auch schon das Schnüffeln. Denn der Ermittler hat von einem Fall gehört, der ihm keine Ruhe lässt. Hole geht der Sache auf den Grund – und findet mehr heraus, als ihm lieb ist.</h3>
<p>Von Fee Anabelle Riebeling.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-10324" title="dielarve" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/dielarve.jpg" alt="dielarve" width="200" height="319" />Einen Neuanfang. Das war es, was Harry Hole nach seinem letzten Fall wollte. Hongkong schien ihm die Lösung seiner Probleme. Ohne Frau und Kind fing er dort noch mal von vorne an. Doch nun ist er zurück. Denn ihm ist ein Fall zu Ohren gekommen, der ihn nicht mehr loslässt: Ein Jugendlicher wurde wegen Mordes an einem Drogendealer angeklagt. Die Schuld wird lückenlos bewiesen. Doch die Lösung des Falls scheint Hole ein bisschen zu glatt gelaufen zu sein. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Aber er wäre nicht  d e r  Harry Hole, wenn er nicht hin und wieder seine Kontakte im Kommissariat um Hilfe bitten würde.</p>
<h3><strong>Hartes Brot</strong></h3>
<p>Das – und noch einmal Sex mit der Ex – ist aber auch das einzige, was Autor Jo Nesbo seinem Helden an Annehmlichkeiten gewährt. Denn wie gewohnt mutet er dem Kommissar einiges zu. Ab und zu geht er sogar einen Schritt weiter als sonst. So kämpft Harry Hole nicht nur gegen den Alkoholdurst und Kriminelle, sondern auch mit seinen Gefühlen. Denn als er den mutmaßlichen Mörder im Gefängnis besucht, muss er erkennen, dass sein Gegenüber ein alter und vor allem ein sehr guter Bekannter ist. Und so wird aus der Aufklärung des mysteriösen Falls auch ein persönliches Anliegen.</p>
<p>Fortan ist die Drogenszene der norwegischen Hauptstadt Holes zweites Zuhause. Denn der Ermittler vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Auftauchen eines geheimnisvollen Drogenbosses und dem toten Dealer. Je mehr Hole herausfindet, desto mehr Widersacher ruft er auf den Plan. Denn wer auch immer der wahre Täter ist: Er muss viele Unterstützer haben, und das nicht nur in der Unterwelt. Ehemalige Kollegen zählen ebenso dazu wie Politiker. Ihnen allen ist Harry Hole ein Dorn im Auge. Um dem drohenden Tod immer wieder von der Schippe zu springen, muss der Kommissar erst einmal herausfinden, wem er überhaupt noch vertrauen kann.</p>
<h3><strong>Anspruchsvoll, aber ausbaufähig</strong></h3>
<p>Schlussendlich ist die Frage nach dem Vertrauen der Dreh- und Angelpunkt von Jo Nesbos „Die Larve“. Wenn es vordergründig um Drogenschmuggel, Mafiamethoden und geheime Verbindungen geht, belastet den Ermittler eigentlich viel mehr die Frage, wem er in diesem weitverzweigten Netz eigentlich noch trauen darf. Alles, was gestern noch als gesichert galt, muss heute in Frage gestellt werden. Von seinen Gegnern körperlich und seelisch schwer in Mitleidenschaft gezogen, zweifelt er schliesslich an sich selbst. Kann er derart gebrochen seinen Widersachern überhaupt die Stirn bieten?</p>
<p>Der neuste Krimi aus der „Harry Hole“-Reihe ist nicht nur aufgrund seiner 576 Seiten ein echtes Schwergewicht. Die weiter verästelte Geschichte gerät an manchen Stellen ins Stocken. Langatmig sind diese Passagen nicht, vielmehr etwas zu detailliert skizziert. Nichtsdestotrotz hat Jo Nesbo mit „Die Larve“ wieder einmal bewiesen, dass er ganz zu Recht zu den besten Autoren seines Fachs zählt. Er zeigt aber auch, dass selbst die ganz Grossen ab und an mal schwächeln. So gut wie seine Vorgänger ist Nesbos neuster Streich nicht.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Die Larve<br />
 Autor: Jo Nesbo<br />
 Übersetzer: Günther Frauenlob<br />
 Verlag: Ullstein<br />
 Seiten: 576<br />
 Richtpreis: CHF 29.90</p>
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		</item>
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		<title>Amanda Sthers: „Schweine züchten in Nazareth“</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 17:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Amanda Sthers]]></category>
		<category><![CDATA[Schweine züchten in Nazareth]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/25/amanda-sthers-%e2%80%9eschweine-zuchten-in-nazareth%e2%80%9c/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/schweinezüchteninnazareth-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Sie hassen sich. Und doch können sie nicht ohne einander. Damit unterscheidet sich die Familie um Harry Rosenmerck nicht sonderlich von vielen anderen. Dennoch fällt sie aus dem Rahmen. Denn hier ist alles ein bisschen extremer. Amanda Sthers zeichnet in „Schweine züchten in Nazareth“ eine Familiengeschichte in Briefen und E-Mails nach. Was zunächst kurios und abgedreht erscheint, entpuppt sich schnell als innovative Familientragödie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Eine schrecklich nette Familie</strong></h1>
<h2>Amanda Sthers: „Schweine züchten in Nazareth“ (Roman)</h2>
<h3>Sie hassen sich. Und doch können sie nicht ohne einander. Damit unterscheidet sich die Familie um Harry Rosenmerck nicht sonderlich von vielen anderen. Dennoch fällt sie aus dem Rahmen. Denn hier ist alles ein bisschen extremer. Amanda Sthers zeichnet in „Schweine züchten in Nazareth“ eine Familiengeschichte in Briefen und E-Mails nach. Was zunächst kurios und abgedreht erscheint, entpuppt sich schnell als innovative Familientragödie.</h3>
<p>Von Fee Anabelle Riebeling</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-8918" title="schweinezüchteninnazareth" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/schweinezüchteninnazareth.jpg" alt="schweinezüchteninnazareth" width="200" height="305" />Harry Rosenmerck hat es wirklich nicht leicht: Seine Tochter Annabelle läuft älteren, verheirateten Männern hinterher und seine Gattin lässt die junge Frau trotz räumlicher Entfernung nicht aus den Augen, um ihr genau das vorzuwerfen. Harrys Kontakt zu seinem Sohn David ist hingegen eingeschlafen. Denn dieser erfreut seinen alternden Vater zwar durchaus als erfolgreicher Theaterautor, aber entzürnt ihn gleichermassen mit seiner Homosexualität. Harry wird das alles zu viel und er steigt aus: Er beschliesst von nun an Schweine zu züchten – in Nazareth. Einfacher wird sein Leben dadurch nicht. Denn während seine Familie ihn bloss für verrückt hält, ruft dieser Entschluss auch weitaus heftigere Reaktion hervor.</p>
<h3><strong>Nähe finden</strong></h3>
<p>„Entweder halten Sie mich für einen Idioten oder Sie sind selbst einer. Es könnte auch sein, dass beides zutrifft und Sie von einer der beiden Tatsachen gar nichts wissen. Können Sie mir folgen?“, so lauten die ersten Zeilen von Rabbi Moshe Cattans Brief an Harry Rosenmerck. Sie zeigen deutlich, was er von dessen Schweinezucht hält. Nämlich nichts. Trotz dieser riesigen Meinungs-Kluft nähern sich die beiden an. Per Brief. Denn sehen können sich die beiden nicht. Der Tiere wegen. Ausserdem kommuniziert Harry Rosenmerck grundsätzlich schriftlich, und zwar auch mit seinen Familienmitgliedern, die in aller Welt verstreut sind.</p>
<p>Doch gerade diese distanzierte und auf den ersten Blick unpersönliche Form des Austausches führt dazu, dass die sich in den letzten Jahren fern Gewordenen wieder zueinander finden. Per Brief und E-Mail getrauen sie sich das zu sagen, was sie von Angesicht zu Angesicht nie wagen würden. Mal direkt, mal mit einem Augenzwinkern. Und das wohl überlegt. Denn die langsame Kommunikation lässt Zeit, sich über seinen Standpunkt klar zu werden. Die schonungslose Wahrheit kommt gut an. Plötzlich ist Verständnis da – und die alten Gefühle kommen wieder auf.</p>
<h3><strong>Loslassen müssen</strong></h3>
<p>Trotzdem gönnt Amanda Sthers, deren erster Roman „Geisterstraße“ Leser und Kritiker gleichermassen begeisterte, dem Leser kein rosarotes Happy End. Denn die Rückbesinnung auf das wirklich Wichtige kommt in einem Fall zu spät. Doch Harry Rosenmerck und seine Kinder machen es wie immer: Statt mit dem Schicksal zu hadern, sind sie dankbar für all das, was sie gemeinsam erleben durften.</p>
<p>„Schweine züchten in Nazareth“ ist unaufdringlich und rüttelt dennoch auf. Trotz der Kunstform des Briefromans wirkt der Roman völlig authentisch, denn Sthers hat ihre eigene Familienkonstellation wie eine Schablone über die Geschichte gelegt. Die Nähe zum Thema spürt man. Mit dem Ergebnis, dass wer das Buch aus der Hand legt, noch lange nicht zu Bett gehen, sondern über seine eigene Familie nachdenken wird.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Schweine züchten in Nazareth<br />
 Autorin: Amanda Sthers<br />
 Übersetzerin: Karin Ehrhardt<br />
 Verlag: Luchterhand<br />
 Seiten: 192<br />
 Richtpreis: CHF 26.90</p>
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		<title>Sunil Mann: “Lichterfest”</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 17:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lichterfest]]></category>
		<category><![CDATA[Sunil Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Zürich]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/25/sunil-mann-%e2%80%9clichterfest%e2%80%9d/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/lichterfest-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Als selbständiger Privatdetektiv hat man es nicht leicht. Das spürt auch Vijay Kumar. Deshalb klammert er sich an jeden Strohhalm, der sich ihm in beruflicher Hinsicht bietet. Und deswegen willigt er auch ein, die verschwundene Putzfrau eines Zürcher Verlegers zu suchen. Denn: So unattraktiv der Auftrag, so saftig ist das in Aussicht gestellte Honorar. Sunil Manns zweiter Krimi steht dem ersten, mehrfach ausgezeichneten “Fangschuss” in nichts nach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Verfolgungsjagd in Zürich</strong></h1>
<h2>Sunil Mann: “Lichterfest” (Kriminalroman)</h2>
<h3>Als selbständiger Privatdetektiv hat man es nicht leicht. Das spürt auch Vijay Kumar. Deshalb klammert er sich an jeden Strohhalm, der sich ihm in beruflicher Hinsicht bietet. Und deswegen willigt er auch ein, die verschwundene Putzfrau eines Zürcher Verlegers zu suchen. Denn: So unattraktiv der Auftrag, so saftig ist das in Aussicht gestellte Honorar. Sunil Manns zweiter Krimi steht dem ersten, mehrfach ausgezeichneten “Fangschuss” in nichts nach.</h3>
<p>Von Fee Anabelle Riebeling</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-8912" title="lichterfest" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/lichterfest.jpg" alt="lichterfest" width="200" height="330" />Der auf den ersten Blick so schnöde Fall ist anspruchsvoller als gedacht: Die vermisste Putzfrau Rosa Maria Perez Martinez de la Cruz, kurz Rosie, ist nicht aus freien Stücken verschwunden. Das realisiert Vijay Kumar schnell. Denn nicht nur sie ist abgetaucht. Auch ihr Neffe ist vorübergehend nicht mehr in der Öffentlichkeit anzutreffen. Der Grund: Er wurde am Vorabend des Jobangebots bei einer Schlägerei bewusstlos geschlagen und liegt nun im Spital. Dass beide Vorkommnisse in Verbindung stehen, ist rasch klar. Das “Wie?” muss Kumar nun klären. Wieder an seiner Seite: Journalist José.</p>
<h3><strong>Weg zum Ziel</strong></h3>
<p>Als wäre der Fall nicht schon knifflig genug, wird kurz nach dem Verschwinden der Putzfrau und der folgenschweren Schlägerei am Escherwyss auch noch der rechte Politiker Graf tot aufgefunden. Und zwar in seinem Haus, wo bis vor kurzem Rosie ebenfalls für Ordnung und Sauberkeit gesorgt hat. Auch noch am Tag seines Todes. Der Fall “Putzfrau” wird immer verworrener. Vijay Kumar bleibt keine Zeit, seine Gedanken zu ordnen. Sein Auftraggeber macht Druck. Und meint es ernst.</p>
<p>Also eilt der indischstämmige Kumar zwischen Langstrasse und gehobener Zürcher Wohnlage umher, um herauszufinden, was herauszufinden ist. Dabei trifft er auf Vertreter unterschiedlicher Gesellschaftsschichten. Nicht immer ist das angenehm für ihn. Doch es zahlt sich aus: Eine weitere Vertreterin aus Rosies Familie bringt schliesslich Licht ins Dunkel – und den Privatdetektiv auf die richtige Fährte.</p>
<h3><strong>Spannend und aktuell</strong></h3>
<p>„Lichterfest“ ist die Fortsetzung von Sunil Manns Debüt-Krimi „Fangschuss“. Diesem steht der Nachfolger in keiner Weise nach. Mann schreibt erneut mit spitzer Feder und zeichnet ein leicht überzogenes, aber dennoch treffendes Bild von Zürich und den dort lebenden Menschen. Und auch von den gemeinhin im Verborgen liegenden Verbindungen von Politik und Medien. Das ist hoch spannend und topaktuell. So ist beispielsweise Lady Gagas „Pokerface“ Kumars ständiger, wenn auch unliebsamer Begleiter. Das spiegelt den Zeitgeist wieder – und passt zum Fall.</p>
<p>Der Spannung tut die Verbindung zur Realität keinen Abbruch, im Gegenteil: Dem Autor gelingt es wie schon beim zuletzt mit dem Zürcher Krimipreis ausgezeichneten „Fangschuss“, die Lösung des Falls bis zuletzt unter Verschluss zu halten. Das begeistert – und macht Lust auf mehr.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Fangschuss<br />
 Autor: Sunil Mann<br />
 Verlag: Grafit<br />
 Seiten: 315<br />
 Richtpreis: CHF 14.90</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gregor Weber: “Feindberührung”</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 17:35:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Feindberührung]]></category>
		<category><![CDATA[Gregor Weber]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/25/gregor-weber-%e2%80%9cfeindberuhrung%e2%80%9d/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/feindberührung-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Wenn Schauspieler in die Tasten hauen und plötzlich nicht mehr nur Texte auswendig lernen, sondern solche auch selber schreiben, kann das schief gehen. Oder auch gut gelingen – wie im Fall von Gregor Weber, den die meisten wohl als Stefan Deininger aus dem Saarbrücker „Tatort“ kennen. Er hat auch als Autor seine Hausaufgaben gemacht. Sein Debüt-Krimi „Feindberührung“ überzeugt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Ganz anders, als gedacht </strong></h1>
<h2>Gregor Weber: “Feindberührung” (Roman)</h2>
<h3><strong>Wenn Schauspieler in die Tasten hauen und plötzlich nicht mehr nur Texte auswendig lernen, sondern solche auch selber schreiben, kann das schief gehen. Oder auch gut gelingen – wie im Fall von Gregor Weber, den die meisten wohl als Stefan Deininger aus dem Saarbrücker „Tatort“ kennen. Er hat auch als Autor seine Hausaufgaben gemacht. Sein Debüt-Krimi „Feindberührung“ überzeugt. </strong></h3>
<p>Von Fee Anabelle Riebeling</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-8906" title="feindberührung" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/feindberührung.jpg" alt="feindberührung" width="200" height="316" />In einer fiktiven Garnisonsstadt im Süden Deutschlands ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ein schwer verletzter Fallschirmjäger und Afghanistan-Heimkehrer mit guten Verbindungen ins „Milieu“ wird erstochen in seiner Wohnung aufgefunden. Die Polizei ermittelt und tappt zunächst im Dunkeln. Denn: Der Täter könnte sowohl aus den Reihen des ortsansässigen Rockerclubs als auch aus der Drogenszene kommen. Die Spuren sind uneindeutig: Neben den zahlreichen Stichen, die auf eine Wuttat deuten, findet sich auch ein gezielt platzierter Stich ins Herz. Das spricht nicht für die zunächst verdächtigten Gruppen.<strong><br />
 </strong></p>
<h3><strong>Das Ziel vor Augen</strong></h3>
<p>Auch Hauptkommissar Kurt Grewe und seiner Kollegin Therese Svoboda scheint das zu einfach. Sie verfolgen parallel andere Spuren. Eine führt in die Bundeswehrkaserne, in der der getötete Rems stationiert war, bis er bei seinem letzten Einsatz in Afghanistan bei einer Bombenexplosion beide Beine verlor. Doch dass hier der Mörder zu finden ist, können sich die Ermittler zunächst kaum vorstellen. Erst als Grewe einem alten Bekannten begegnet, kommt der Fall ins Rollen, und zwar anders, als es alle Beteiligten gedacht haben.</p>
<p>Zwar kommt Autor Gregor Weber nicht vom (schreibenden) Fach, doch seine Erfahrungen als Kriminaloberkommissar Deininger im „Tatort“ scheinen Schule genug gewesen zu sein. „Feindberührung“ wird konsequent erzählt, was sich auch in der Sprache niederschlägt: Weber verzichtet über weite Strecken auf wortgewandte Finessen und treibt stattdessen die Aufklärung des Mordfall Rems zügig voran. Das sei gestattet. Denn das macht er gut. Das Buch für länger als einen Tag aus der Hand zu legen, ist unmöglich.</p>
<h3><strong>Erfrischend aktuell</strong></h3>
<p><strong> </strong>In weiten Teilen chronologisch erzählt, springt Weber in seinem Debüt-Krimi von Beginn an ab und an in der Zeit. So gestattet er dem Leser beispielsweise, Rems’ letzten Minuten beizuwohnen. Der kleine Wissensvorsprung, den der Leser gegenüber den Ermittlern dadurch gewinnt, baut Weber durch wohl dosierte Informationen zu Rems’ letztem Kriegseinsatz in Afghanistan kontinuierlich aus. Das ist speziell und rückt die Anstrengungen von Grewe und Svoboda in ein ganz besonderes Licht. Dass die beiden nicht wie Superhelden den Fall im Nullkommanichts lösen, sondern hadern und zaudern, ist erfrischend angenehm.</p>
<p>Gregor Weber greift für „Feindberührung“ nicht nur auf seine Erfahrungen als TV-Kommissar, sondern auch auf seine Zeit als Stabsoffizier der Reserve zurück. Er kennt sich aus bei der deutschen Bundeswehr und das merkt man. Statt sich in fantastischen Schilderungen zu verstricken, schildert er unaufgeregt und sachlich. Das ist die grosse Stärke des Buches, das damit nicht nur einen spannenden, aber zeitlosen Kriminalfall behandelt, sondern auch die häufig so gern verschwiegenen Schattenseiten des Krieges thematisiert. Chapeau!</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Feindberührung <br />
 Autor: Gregor Weber<br />
 Verlag: Knaus<br />
 Seiten: 384 <br />
 Richtpreis: CHF 27.90</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Accidents happen&#8221; von Andrew Lancaster</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/05/26/accidents-happen/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 May 2011 06:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Accidents happen]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lancaster]]></category>
		<category><![CDATA[Geena Davis]]></category>
		<category><![CDATA[Harrison Gilbertson]]></category>
		<category><![CDATA[Joel Tobeck]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Beattie]]></category>
		<category><![CDATA[Tyler Coppin]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/05/26/accidents-happen/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/05/accidents-happen-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Die Conways haben es nicht leicht: Egal was sie tun – oder lassen – es geschieht ein Unglück. Und das nächste lässt nicht lange auf sich warten, so viel ist sicher. Denn das Schicksal meint es wirklich nicht gut mit ihnen. Und auch nicht mit ihren Mitmenschen. Die Idee des Plots ist ungewöhnlich und berührt den Zuschauer sehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Das Gegenteil von gut ist gut gemeint</h1>
<h2>&#8220;Accidents happen&#8221; von Andrew Lancaster</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-8692" title="accidents happen 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/05/accidents-happen-1.jpg" alt="accidents happen 1" width="550" height="320" /></p>
<h3>Die Conways haben es nicht leicht: Egal was sie tun – oder lassen – es geschieht ein Unglück. Und das nächste lässt nicht lange auf sich warten, so viel ist sicher. Denn das Schicksal meint es wirklich nicht gut mit ihnen. Und auch nicht mit ihren Mitmenschen. Die Idee des Plots ist ungewöhnlich und berührt den Zuschauer sehr.</h3>
<p>Von Fee Anabelle Riebeling</p>
<p>An einem heissen Sommertag im idyllisch anmutenden New England der 1980er-Jahre erfreut sich der kleine Conway am Sprinkler im elterlichen Garten. Die Sonne brennt. Ebenso der Grill des Nachbarn. So sehr, dass auch sein Besitzer Feuer fängt und unter Flammen tot zusammensackt. Der Knirps ist Zeuge und flüchtet erschrocken – gegen einen Fahnenmast. Die Einstiegsszene zeigt, was &#8220;Accidents happen&#8221; in den nächsten 89 Minuten zu bieten hat. Eine lakonische Stimme aus dem Off kommentiert das Geschehen und betont das Skurrile. Das macht Lust auf mehr.</p>
<h3>Ein ständiges Auf und Ab</h3>
<p>Was für den Zuschauer befremdlich wirkt, ist für die Conways Alltag. Unfälle wie diese passieren in ihrem Umfeld häufig. Sie haben damit leben gelernt. Doch als die Familie einen Autounfall hat, verändert sich alles: Die Tochter stirbt, ein Sohn fällt ins Koma, sein Zwillingsbruder ertränkt seinen Kummer in Alkohol. Nesthäkchen Billy zieht sich zurück. Auch die Eltern hadern: der Vater verlässt nach einem Suizidversuch die Familie und der Mutter bleibt nur, sich in Sarkasmus zu flüchten. Doch während „the world’s unluckiest family“ – so der Untertitel – in eine Art Schockstarre verfällt, nimmt das Schicksal weiter seinen Lauf.</p>
<div id="attachment_8693" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8693" title="accidents happen 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/05/accidents-happen-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="329" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>Als sich der jüngste Conway mit dem ehemals besten Freund seines Bruders anfreundet, scheint es langsam wieder bergauf zu gehen. Doch der Schein trügt: Wahre Glücksmomente bleiben nach wie vor selten, Unglücke hingegen geschehen weiterhin. Und manche ziehen weitere nach sich. So töten Billy und sein Freund aus Versehen dessen Vater. Sie schweigen aus Angst vor Strafe. Doch als es bei der nun vaterlosen Familie finanziell knapp wird, überdenken sie ihr Handeln und treffen eine Entscheidung. Doch wieder spielt das Schicksal ihnen einen Streich. Und wieder. Und wieder. Und wieder.</p>
<h3>Unschlagbare Argumente</h3>
<p>Die Charaktere leiden nicht allein. Auch die Zuschauer entwickeln ungeahnte Gefühle. Diese zu wecken haben sich schon viele Regisseure von Tragik-Komödien vorgenommen. Doch nur wenige haben es geschafft, damit zu begeistern. In „Accidents happen“ aber gelingt der Versuch – und wie: Atem stockende Schicksalsschläge, zu Tränen rührende Momente und perfekt gesetzte Pointen reihen sich aneinander. Das Publikum ist gefangen in einem kurzweiligen Wechselbad der Gefühle. Und genau darin liegt der Zauber des Independent-Streifens.</p>
<p>Besondere Aufmerksamkeit verdient Hauptdarstellerin Geena Davies. Mit ihrer unnachahmlichen Präsenz und ihr scheinbar auf den Leib geschriebenen Sprüchen ist sie für die Glanzmomente des Films verantwortlich. Sie spielt gleichermassen verletzlich und stark und ist zugleich menschlich und unmenschlich bissig. Das lässt ihre Rolle – trotz des überzeichneten Plots – absolut realistisch wirken. Aber auch die anderen Darsteller leisten gute Arbeit: Trägt Davies die herausstehenden Szenen, halten sie die Geschichte zusammen. &#8220;Accidents happen&#8221; ist grosses Kino.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 15. April 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Accidents happen (Australien/GB 2009)<br />
 Regie: Andrew Lancaster<br />
 Darsteller: Geena Davis, Tyler Coppin, Karl Beattie, Joel Tobeck, Harrison Gilbertson<br />
 Genre: Komödie/Drama<br />
 Dauer: 89 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9/1,78:1<br />
 Sprachen: Deutsch, Englisch<br />
 Untertitel: Deutsch, Englisch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1<br />
 Bonusmaterial: When featurettes happen, Glorious Gloria Featurette, Interviews, Teaser, Trailer<br />
 Vertrieb: Impuls</p>
<p><strong>Im Netz</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rfpOKfmjHpU" target="_blank">Trailer</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Thomas Gsella: „Reiner Schönheit Glanz und Licht – Ihre Stadt im Schmähgedicht“</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/04/21/thomas-gsella-%e2%80%9ereiner-schonheit-glanz-und-licht-%e2%80%93-ihre-stadt-im-schmahgedicht%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 19:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Reiner Schönheit Glanz und Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Schmähgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Gsella]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/04/21/thomas-gsella-%e2%80%9ereiner-schonheit-glanz-und-licht-%e2%80%93-ihre-stadt-im-schmahgedicht%e2%80%9c/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/ihrestadt-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Es gibt Städte, die liebt man. Andere brauchen eine Weile, bis sie einen in ihren Bann ziehen. Wieder andere schaffen es nie. Thomas Gsella hat viele von ihnen gesehen – und mit spitzer Feder darüber geschrieben. Herausgekommen ist ein Reiseführer der besonderen Art.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Bitterböse &amp; gnadenlos gut</h1>
<h2>Thomas Gsella: „Reiner Schönheit Glanz und Licht – Ihre Stadt im Schmähgedicht“ (Gedichte)</h2>
<h3>Es gibt Städte, die liebt man. Andere brauchen eine Weile, bis sie einen in ihren Bann ziehen. Wieder andere schaffen es nie. Thomas Gsella hat viele von ihnen gesehen – und mit spitzer Feder darüber geschrieben. Herausgekommen ist ein Reiseführer der besonderen Art.</h3>
<p>Von Fee Anabelle Riebeling.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-8517" title="ihrestadt" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/ihrestadt.jpg" alt="ihrestadt" width="200" height="308" />Thomas Gsella traut sich was. Das hat er schon immer getan. Immerhin war er jahrelang erst Redaktor, dann Chef von Titanic, dem zweitgrössten Satire-Magazin Deutschlands. Seit langem schon hat er es auf deutsche Städte abgesehen. Bisher sind seine Schmähgedichte in der Kolumne „Ihre Stadt“ auf der Satire-Seite von Spiegel-Online erschienen. Nun gibt es die schönsten130 erstmals als Buch.</p>
<h3><strong>Von B wie Bern &#8230;</strong></h3>
<p>„Hier gelten Frost und Schleichen mehr / Als Wärme und Geschwindheit. / Hier kommt Ovomaltine her, / Das Signum falscher Kindheit. / Hier hocken der »Weltpostverein« / U.ä. in Alt-Arkaden. / Hier konnte’s deutsche Nazischwein / Im zweiten Wunder baden. / Die Viertel: Muesmatt, Mattenhof &#8230; / Dass Gott so was erlaubt hat! / Ist Bern auch müde, ist’s doch doof / Und nicht mal echte Hauptstadt.“</p>
<p>Was im ersten Moment böse und brachial wirkt, zaubert bald schon ein Lächeln auf die Lippen. Denn in Gsellas wohl formulierten Reimen steckt viel Wahres. Ob Bern oder Berlin, ob München oder Monaco, ob Zagreb oder Zürich. Der Satiriker kennt kein Pardon. Pointiert und ohne falsches Zaudern bringt er auf den Punkt, was manche sich bloss im Geheimen denken. Das ist ehrlich und wirkt herzerfrischend.</p>
<h3><strong>&#8230; bis Z wie Zürich</strong></h3>
<p>„Um einen kalten See gruppiert / Die Häuser protz- bis putzig. / Und wo nur Geld gewaschen wird, / Da sind die Menschen schmutzig. / Doch hier darf stinken, wer gewinnt. / Die Summen sind erklecklich. / Und wo die Köpfe fertig sind, / Geht’s auch Kehlköpfen schrecklich. / Sie schwyzzern wie behindert platt / Und lahm wie abbe Beine. / Und weile sie zu viel Kröten hat, / Ward Zürich selber eine.“</p>
<p>Thomas Gsella beleidigt, was das Zeug hält. Dabei erfindet er die Welt nicht neu. Nicht nur fasst er Klischees, Erfahrungen und Altbekanntes knapp zusammen. Nein, auch das Schmähgedicht hat eine lange Tradition, die – so stellt man noch während der Lektüre fest – heute viel zu selten angewendet wird. Sein „ Reiner Schönheit Glanz und Licht – Ihre Stadt im Schmähgedicht“ ist ein Muss für alle mit Verstand – und einer gehörigen Portion schwarzem Humor.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Reiner Schönheit Glanz und Licht – Ihre Stadt im Schmähgedicht<br />
 Autor: Thomas Gsella<br />
 Verlag: Eichborn<br />
 Seiten: 128<br />
 Richtpreis: CHF 15.90</p>
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		<title>Chris Heath &amp; Robbie Williams: „You know me“</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 19:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/04/21/chris-heath-robbie-williams-%e2%80%9eyou-know-me%e2%80%9c/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/youknowme-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Jeder kennt Robbie Williams. Den frechen Kerl von Take That, der die Boygroup einst hinter sich liess, um Jahre später als Solokünstler die Fans erneut um sich zu scharen. Doch was ist Fassade? Wer der Mensch dahinter? Tatsache ist: Robbie Williams ist einzigartig und hat Grosses geleistet. Sein Biograph Chris Heath in diesem Fall leider nicht. Denn er hat nicht die Distanz gewahrt, die dieses Buch gebraucht hätte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Chris Heath &amp; Robbie Williams: „You know me“ (Biografie)</h2>
<h1><strong>Gute Idee, schlecht umgesetzt</strong></h1>
<h3>Jeder kennt Robbie Williams. Den frechen Kerl von Take That, der die Boygroup einst hinter sich liess, um Jahre später als Solokünstler die Fans erneut um sich zu scharen. Doch was ist Fassade? Wer der Mensch dahinter? Tatsache ist: Robbie Williams ist einzigartig und hat Grosses geleistet. Sein Biograph Chris Heath in diesem Fall leider nicht. Denn er hat nicht die Distanz gewahrt, die dieses Buch gebraucht hätte.</h3>
<p>Von Fee Anabelle Riebeling</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-8512" title="youknowme" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/youknowme.jpg" alt="youknowme" width="200" height="262" />Eigentlich eine schöne Idee: Biograph und Künstler blättern gemeinsam durch die Fotografien, die Werdegang und Leben des Stars dokumentieren. Der kommentiert und gibt so einen Blick hinter die von Managern und Beratern errichtete und von internationalen Klatschblättern aufrecht erhaltene Fassade. Bei der Lektüre hätte man das Gefühl gehabt, neben Robbie Williams auf der Couch zu fläzen. Hätte &#8230;<strong><br />
</strong></p>
<h3><strong>Immer nur Robbie</strong></h3>
<p>Nur auf den ersten Blick scheint der Plan aufzugehen. Denn schon beim ersten flüchtigen Blättern durch die 288 Seiten wird klar: Wirklich privat sind die Bilder nicht. Stattdessen sieht man hauptsächlich bekannte Motive. Immerhin: aus ungewohnter Perspektive. In kurzen Texten gibt der Abgebildete Auskunft über die Hintergründe. Doch leider ist es immer der Entertainer Robbie, der da durchklingt, nicht Robert Peter Williams, der Mensch dahinter.</p>
<p>Man kann dem Porträtierten keinen Vorwurf machen. Schliesslich führt er seit rund 20 Jahren ein öffentliches Leben. Das prägt. Chris Heath sollte das wissen und richtig einschätzen können. Schliesslich arbeitet er seit den 80er-Jahren als Musikjournalist, begleitete Robbie Williams – auf dessen ausdrücklichen Wunsch – mehrfach auf Tournee und schrieb über diese Zeit den Bestseller „Feel“, der viele seiner Leser jedoch nicht überzeugte.<strong><br />
</strong></p>
<h3><strong>Zu nah dran</strong></h3>
<p>Wahrscheinlich ist es gerade die jahrelange Zusammenarbeit, die „You know me“ den Todesstoss verpasst. Chris Heath scheint sich in seiner Rolle als gern gesehener Gast in den Privaträumen Williams’ zu gefallen. Davon zeugen die längeren Passagen zwischen den einzelnen Kapiteln. Dass er den Star und dessen Frau Ayda persönlich kennt und sie sogar beim Fitness-Training begleiten darf, mag eingefleischte Fans beeindrucken. Leser mit höheren Erwartungen dürften aber enttäuscht sein.</p>
<p>Wer die Karriere des Briten mit Verstand verfolgt und vielleicht auch mal ein Interview in seriöseren Blättern gelesen hat, erfährt in der Foto-Biografie nichts Neues. Die Selbstzweifel, das Gefühl, niemals gut genug zu sein, die Flucht in Alkohol- und Drogensucht. All das kennt man. Auch, dass Robbie Williams selbst seine verrücktesten Ideen in die Tat umsetzen will. Die gehen zum Glück immer auf – ganz im Gegensatz zu dem Vorhaben Chris Heaths.</p>
<p>„You know me“ heisst das Buch. Zumindest der Titel passt. Denn: Genauso kennen wir Robbie Williams – seit Jahren.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Robbie Williams. You know me<br />
 Autor: Robbie Williams, Chris Heath<br />
 Übersetzerin: Lisa Kögeböhn<br />
 Verlag: Heyne<br />
 Seiten: 288<br />
 Richtpreis: CHF 38.90</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Harri Nykänen: „Ariel. Tod der Spinnenfrau“</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 20:28:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ariel]]></category>
		<category><![CDATA[Harri Nykänen]]></category>
		<category><![CDATA[Tod der Spinnenfrau]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/04/13/harri-nykanen-%e2%80%9eariel-tod-der-spinnenfrau%e2%80%9c/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/todderspinnenfrau-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Als Kommissar Ariel Kafka am Tatort erscheint, ist er irritiert. Denn nicht nur die in finnischen Polizeikreisen berühmt berüchtigte Maija Erkkilä wurde erstochen: Keine fünf Meter neben ihr findet Kafka die Leiche seines ehemaligen Vorgesetzten Aimo Ikonen. Es scheint, als sei der Kriminalbeamte doch nicht so ehrbar gewesen, wie alle dachten. Wie tief der Sumpf, in dem er zu Lebzeiten steckte, tatsächlich war, lässt auch dem Leser den Atem stocken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Und ewig lockt die Versuchung</strong></h1>
<h2>Harri Nykänen: „Ariel. Tod der Spinnenfrau“ (Krimi)</h2>
<h3>Als Kommissar Ariel Kafka am Tatort erscheint, ist er irritiert. Denn nicht nur die in finnischen Polizeikreisen berühmt berüchtigte Maija Erkkilä wurde erstochen: Keine fünf Meter neben ihr findet Kafka die Leiche seines ehemaligen Vorgesetzten Aimo Ikonen. Es scheint, als sei der Kriminalbeamte doch nicht so ehrbar gewesen, wie alle dachten. Wie tief der Sumpf, in dem er zu Lebzeiten steckte, tatsächlich war, lässt auch dem Leser den Atem stocken.</h3>
<p>Von Fee Anabelle Riebeling</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-8485" title="todderspinnenfrau" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/todderspinnenfrau.jpg" alt="todderspinnenfrau" width="200" height="329" />Die Spinnenfrau. So wurde Maija Erkkilä auch genannt. Der Name passt: Schliesslich hat die selbst ernannte Hellseherin ein weit reichendes Netz gespannt – in kriminellen Kreisen. Und in genau jenem hat sich in der Vergangenheit schon manch einer aus der Helsinkier Unterwelt verstrickt. Auch der mit ihr ermordete Aimo Ikonen. Denn der hatte einst – trotz Frau und Kindern – ein Verhältnis mit ihr.</p>
<h3><strong>Nichts ist so, wie es scheint</strong></h3>
<p>Zudem war Ikonen ein reicher Mann. Wohlhabender als ein Kriminalbeamter auf ehrliche Weise je werden kann. Um den zunächst völlig undurchsichtigen Fall aufzuklären, muss Ariel Kafka in der Vergangenheit stochern und – entgegen seinem Willen – die Erinnerung an den honorigen Ermittler zerstören. Denn der war alles andere als ein Saubermann: Ikonen konnte den Verlockungen seines Jobs nicht widerstehen und machte lange Zeit gemeinsame Sache mit jenen, die er eigentlich jagen sollte.</p>
<p>Als eine weitere Leiche im Haus der Spinnenfrau gefunden wird – erschossen mit Ikonens Waffe – wird die Sache immer mysteriöser. Niemand weiss, in welche Richtung die Untersuchung schliesslich führen wird. Einen Fall wie diesen hat es noch nie gegeben. Ikonens Verbindungen zur Unterwelt sind weit verzweigt. Er machte mit vielen gemeinsame Sache und ist auch nicht davor zurückgeschreckt, seine Kompagnons in Unterwelt und Behörde gegeneinander auszuspielen. Diese Aufhebung der Grenze zwischen Gut und Böse sorgt bei Ariel Kafka und seinen Kollegen für schlaflose Nächte. Ikonen kostete sie den Kopf.</p>
<h3><strong>Gut nachgelegt</strong></h3>
<p>„Ariel. Tod der Spinnenfrau“ ist ein vielschichtiger Krimi, der grosse Konzentration erfordert. Doch nicht nur die vielen zunächst ins Leere verlaufenden Ansätze, sondern auch die für unsereins ungewöhnlichen Namen stellen für den Leser eine Herausforderung da. Findet man sich aber erstmal in der finnischen Sprachwelt zurecht, ist Harri Nykänens zweiter Teil der Ariel-Serie ein voller Genuss.</p>
<p>Schema F scheint für den Autor ein Fremdwort. Wie im ebenfalls überzeugenden Vorgänger „Ariel. Mord vor Jom Kippur“ setzt er auf seine Fantasie und die Erfahrungen, die er in seiner Zeit als Polizeireporter bei der grössten finnischen Tageszeitung gemacht hat. Die Lektüre zeigt: Die Untersuchung eines Mordfalls ist häufig verzwickt und nicht ganz so einfach, wie viele Krimi-Autoren uns weismachen wollen. Erfrischend und beängstigend zugleich.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Ariel. Tod der Spinnenfrau<br />
 Autor: Harri Nykänen<br />
 Übersetzerin: Regine Pirschel<br />
 Verlag: Grafit<br />
 Seiten: 283<br />
 Richtpreis: CHF 27.90</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Simon Beckett: &#8220;Verwesung&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 14:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[David Hunter]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Beckett]]></category>
		<category><![CDATA[Verwesung]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/04/09/%e2%80%9everwesung%e2%80%9c-von-simon-beckett/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/verwesung-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Drei verschwundene Mädchen und ein geständiger Verdächtiger. Eigentlich ist der Fall klar. Aber der rasch Verurteilte will nicht verraten, wo die Leichen sind. Auch das grosse Polizeiaufgebot im Moor führt zu keinem Ergebnis. Acht Jahre später gelingt dem Mörder die Flucht und die Ermittler von damals finden sich in einem Albtraum wieder. Auch David Hunter muss um sein Leben bangen. Wie andere einst Beteiligte auch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Simon Beckett: &#8220;Verwesung&#8221; (Hörbuch)</h2>
<h1><strong>Hochspannung trotz fehlender Leichen</strong></h1>
<h3>Drei verschwundene Mädchen und ein geständiger Verdächtiger. Eigentlich ist der Fall klar. Aber der rasch Verurteilte will nicht verraten, wo die Leichen sind. Auch das grosse Polizeiaufgebot im Moor führt zu keinem Ergebnis. Acht Jahre später gelingt dem Mörder die Flucht und die Ermittler von damals finden sich in einem Albtraum wieder. Auch David Hunter muss um sein Leben bangen. Wie andere einst Beteiligte auch.</h3>
<p>Von Fee Anabelle Riebeling</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-8438" title="verwesung" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/verwesung.jpg" alt="verwesung" width="200" height="171" />In „Verwesung“ ist alles anders: Zwar geht es wie für Simon Beckett typisch einmal mehr um Leichen, doch die werden dieses Mal erst gar nicht gefunden. Und so bleibt Dr. David Hunter, forensischer Anthropologe und Bindeglied der Beckett-Krimis, bei der Suche im britischen Dartmoor mehr stiller Beobachter als tatsächlich aktiv zu werden. Erst als Jerome Monk, dem verurteilten Mörder, acht Jahre später überraschend die Flucht gelingt, rückt Becketts stärkster Mann in den Fokus.</p>
<h3><strong>Schuster, bleib bei deinen Leisten</strong></h3>
<p>Doch wie zuvor führt er nicht seine regulären Tätigkeiten durch. Leichen und Täter von damals bleiben im Verborgenen. Doch neue Opfer werden entdeckt. Gelingt es nicht, den Flüchtenden zu fassen, könnten weitere bald hinzukommen. Der ominöse Anruf der einst an den Ermittlungen beteiligten Psychologin Sophie Keller ruft David Hunter auf den Plan. Als seine Ex-Kollegin überfallen wird, steht er der Undurchsichtigen trotz Vorbehalten bei. Gemeinsam nehmen sie die Suche nach dem Geflohenen auf. Inoffiziell, im Geheimen und so stümperhaft, dass es kein Wunder ist, dass Jerome Monk sie ins Visier nimmt.</p>
<p>Es scheint: Wenn Knochen fehlen, verliert auch David Hunter sein Gespür. In „Verwesung“ gibt für einmal nicht er den Ton an, sondern lässt sich treiben – von den Geschehnissen und den anderen Figuren. Und so tapst er von einer Falle zur nächsten, und zwar so ungeschickt, dass es den Leser beinahe schmerzt. Dass nicht nur er, sondern auch Sophie Keller am Ende überleben, ist bereits früh abzusehen. Wie dem Forensiker die Knochen scheint auch Autor Beckett etwas gefehlt zu haben: Ein Gerüst, mit dessen Hilfe die Geschichte natürlich hätte wachsen können.</p>
<h3><strong>Licht aus, Spannung an</strong></h3>
<p>Kann man über all dies hinwegsehen oder kennt man die deutlich stärkeren Vorgänger wie „Chemie des Todes“, „Kalte Asche“ und „Leichenblässe“ nicht, so lässt sich auch das vierte Abenteuer David Hunters geniessen. Neblige Landschaften und ein wahrlich Angst einflössender Monk sorgen für eine beklemmende Grundstimmung. Bei Dunkelheit und Kerzenschein scheint es, als würde Sprecher Johannes Steck die Schwächen des Scripts auffangen. Die sparsam eingesetzte Musik tut ihr Übriges.</p>
<p>Wie auch seine Vorgänger braucht es für „Verwesung“ ein wenig Eingewöhnungszeit: Erscheinen die ersten Minuten noch etwas schleppend, nimmt der Fall „Jerome Monk“ schon bald an Fahrt auf. Trotz inhaltlicher Schwächen sorgt der Krimi für Gänsehaut. Was will man mehr?</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Verwesung<br />
 Autorin: Simon Beckett<br />
 Sprecher: Johannes Steck<br />
 Verlag: Argon Hörbuch<br />
 Dauer: 430 min<br />
 Richtpreis: CHF 39.90</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Willie Daly: &#8220;Hochzeit nicht ausgeschlossen&#8221;</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/03/05/willie-daly-hochzeit-nicht-ausgeschlossen/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 15:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hochzeit nicht ausgeschlossen]]></category>
		<category><![CDATA[Matchmaker]]></category>
		<category><![CDATA[Willie Daly]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nahaufnahmen.ch/?p=8062</guid>
		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/03/05/willie-daly-hochzeit-nicht-ausgeschlossen/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/03/Hochzeit-nicht-ausgeschlossen-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Willie Daly ist ein Unikum. So einen wie ihn gibt es nur einmal. Zumindest pro Generation. Denn der Ire tritt in die Fussstapfen von Vater und Grossvater. Er ist der bekannteste „Matchmaker“, ein traditioneller Heiratsvermittler, der grünen Insel. Seit über 50 Jahren bringt er Paare zusammen. In „Hochzeit nicht ausgeschlossen“ blickt er zurück.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Hoffnungslos romantisch</h1>
<h2><span style="font-weight: normal;">Willie Daly: „Hochzeit nicht ausgeschlossen“ (Biografie)</span><span style="font-weight: normal; font-size: 13px;"> </span></h2>
<h3>Willie Daly ist ein Unikum. So einen wie ihn gibt es nur einmal. Zumindest pro Generation. Denn der Ire tritt in die Fussstapfen von Vater und Grossvater. Er ist der bekannteste „Matchmaker“, ein traditioneller Heiratsvermittler, der grünen Insel. Seit über 50 Jahren bringt er Paare zusammen. In „Hochzeit nicht ausgeschlossen“ blickt er zurück.</h3>
<p><span style="font-weight: normal; font-size: 13px;">Von Fee Anabelle Riebeling.</span></p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-8063" title="Hochzeit nicht ausgeschlossen" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/03/Hochzeit-nicht-ausgeschlossen.jpg" alt="Hochzeit nicht ausgeschlossen" width="200" height="329" />In Zeiten von Speed- und Online-Dating wirkt Willie Dalys Tun wie ein Anachronismus, er selbst wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. Ohne technische Hilfsmittel, welche das Finden ewigen Liebesglücks versprechen, aber nur selten halten, findet er heraus, wer zusammen passt. Mit erstaunlichem Erfolg. Aus den von ihm vermittelten Verbindungen gingen zahlreiche Ehen hervor. Nicht wenige sind bis heute verheiratet. Und das glücklich.</p>
<h3>Eine ungewöhnliche Biografie</h3>
<p>Willie Dale ist in der Grafschaft Clare in Irland geboren und aufgewachsen. Dort, wo Kobolde und Feen in Bächen und Bäumen wohnen. So schreibt er über seine Heimat. Zauber und Magie gehören einfach dazu. So wie auch die Liebe. Und so scheint es nur konsequent, dass er diese nach dem Vorbild von Vater und Grossvater findet und stiftet.</p>
<p>„Ich glaube an die Zauberkraft der Liebe, an diesen wunderbaren Augenblick, wenn aus dem Nichts heraus (zumindest scheinbar) der erste Funke aufblitzt.“ Deswegen hilft der 68-Jährige bis heute Alleinstehenden. Frauen wie Männer wenden sich an ihn. Junge Männer, deren eigene Eltern und Grosseltern von Willie Dales Vorfahren miteinander bekannt gemacht worden sind. Das ist nicht aussergewöhnlich, sondern irische Tradition.</p>
<h3>Der Zauber der Liebe</h3>
<p>Dass nicht die Bezahlung, sondern tatsächlich der Glaube an die eine grosse Liebe sein Antrieb und Motor ist, glaubt man ihm sofort. Der Mann mit dem zerzausten weissen Haar und dem dichten Vollbart, der wohl hörbar am Kragen seines olivegrünen Wollpullovers kratzt, wirkt bodenständig. Die Art, wie er von seine Erfahrungen und Erfolgen als „Matchmaker“ berichtet, ist unaufgeregt und lässt seine ehrliche Freude durchklingen. Protzerei ist ihm fremd.</p>
<p>Man möchte meinen, der Zauber der grünen Insel hätte sich nicht nur über Willie Dale und seine Ein-Mann-Heiratsvermittlung gelegt: Seine Biografie scheint darin getränkt zu sein. Wie der Nebel, der aus Irlands Mooren wabert, scheint er aus den Seiten zu steigen, darüber zu schweben und die Geschichten über das höchste der Gefühle zu tragen. Das bezaubert – und lässt selbst Skeptiker die Suche nach der Liebe wieder aufnehmen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Hochzeit nicht ausgeschlossen. Die wahre Geschichte des Mannes, der halb Irland unter die Haube brachte<br />
 Autor: Willie Daly<br />
 Übersetzerin: Elisabeth Liebl<br />
 Verlag: Knaur<br />
 Seiten: 272<br />
 Richtpreis: CHF 25.90</p>
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