Nicholas Carr: „Wer bin ich, wenn ich online bin und was macht mein Gehirn so lange?“

Virtuelle Dienste wie Google, E-Mail, Facebook & Co haben unser Leben verändert. Das Internet macht es möglich. Ein Leben ohne sie? Kaum vorstellbar. Ihre Existenz beeinflusst uns nachhaltig. Was das bedeutet, hat der amerikanische Technik-Kritiker Nicholas Carr in „Wer bin ich, wenn ich online bin …“ zusammengefasst.

Carsten Görig: „Gemeinsam einsam. Wie Facebook, Google & Co. unser Leben verändern“

Sie sind kostenlos und unterhaltsam. Und das sogar 24/7. Im besten Fall vereinfachen Facebook und Konsorten sogar unser Leben. Denn sie helfen uns, in Kontakt zu bleiben und uns auch über weite Entfernungen auszutauschen. Doch so harmlos, wie die Internetangebote daher kommen, sind sie gar nicht. Denn hinter dem grosszügigen Offerieren von Möglichkeiten stecken knallharte Kalkulationen. Und die kennen nur ein Ziel: Mit der Hilfe unserer Daten möglichst viel Geld zu verdienen.

DIE ZEIT: „50 deutsche Vorbilder“

Menschen, die uns heute fehlen. So lautet der Untertitel des blauen Büchleins. Eine Frage, ohne Zweifel. Aber es ist noch mehr: ein Denkanstoss. Denn sind wir mal ehrlich. Wohin blicken alle in Krisenzeiten? Nach vorn, in die Zukunft. Dass auch ein Blick zurück sich lohnt, zeigt „50 deutsche Vorbilder“. Ausgewählt von 50 Autoren der Wochenzeitung DIE ZEIT.

Ursula Binggeli et al.: „Mutter, wo übernachtet die Sprache?“

Welche Bedeutung hat Sprache? Die wenigsten werden darüber nachgedacht haben. Doch es gibt solche, die das sehr wohl tun. Beispielsweise die 14 Autoren, die Ursula Binggeli und ihre Mitstreiter in „Mutter, wo übernachtet die Sprache?“ porträtieren. Sie alle leben und arbeiten in der Schweiz, doch geboren wurden sie anderswo. Und so verkörpern sie die Schweiz, Europas unangefochtenes Land der Mehrsprachigkeit, wie kein gebürtiger Eidgenosse.

Camilla Grebe & Åsa Träff: “Die Therapeutin”

Es fängt harmlos an. So harmlos, dass sich manch einer nach den ersten Kapiteln vielleicht sogar ernsthaft fragen mag, wieso „Die Therapeutin“ so lange die schwedische Bestsellerliste anführte. Doch dann kommt es. Überrollt uns. Packt uns und treibt uns unaufhaltsam weiter. Das Buch aus der Hand zu legen, ist unmöglich. Denn jeden Moment kann das Leben von Siri Bergmann ein Stückchen weiter aus den Fugen geraten. Jeder Atemzug könnte ihr letzter sein.

John Katzenbach: „Der Professor“

Adrian Thomas ist ein Kopfmensch, der lange als Professor für Psychologie seine Brötchen verdiente. Die Diagnose „schnell voranschreitende Demenz“ wirft in völlig aus der Bahn. Doch ausgerechnet die Hiobsbotschaft führt dazu, dass er noch einmal ein Ziel vor Augen hat. Denn auf dem Rückweg vom Arzt beobachtet er eine Entführung. Ohne seinen langen Atem wäre die 16-jährige Jennifer verloren. Endlich wieder ein Katzenbach-Krimi, der fesselt und auf ganzer Linie überzeugt.

“Exit Through The Gift Shop” von Banksy

Kein Tag an dem Thierry Guetta nicht ohne Kamera unterwegs ist. Der Franzose filmt, was ihm vor die Linse kommt. Jahrelang. Sich selbst, sein Umfeld, Privates. Alles. Unfokussiert. Das ändert sich, als er Zugang zu einer Gruppe Strassenkünstlern bekommt. Fasziniert von der Szene hat er bald nur noch einen Wunsch: Das Phantom Banksy, einen international bekannten Streetart-Künstler vor die Linse zu bekommen. Das gelingt. Doch plötzlich steht Guetta selbst im Mittelpunkt des Dokumentarfilms.

Andreas Franz: „Teufelsleib“

Eine Frau wird in ihrem Appartement tot aufgefunden. Selbstmord ist ausgeschlossen, denn die Tote hält einen Olivenzweig in der Hand. In ihrem Mund findet man die dazugehörige Frucht und eine Taubenfeder. Um den Fall aufzuklären, müssen die Ermittler um Peter Brandt die Zeichen richtig deuten – und geraten dabei in ein ihnen nicht ganz unbekanntes Milieu, welches wiederum einige Überraschungen offenbart.

Verlagsporträt des Grafit Verlags

Vor 20 Jahren machte Lektor Rutger Booß aus der Not eine Tugend. Als sein Arbeitgeber die Belletristik aufgab, gründete er kurzerhand seinen eigenen Verlag. Sein Startkapital: Die Autoren Leo P. Ard, Reinhard Junge und Werner Schmitz –Begründer des Ruhrkrimis. Grafit war geboren.

“Common Threads” von Robert Epstein

Als Marvin Feldman im Oktober 1986 an Aids stirbt, näht sein Lebensgefährte Cleve Jones ein Gedenktuch in den Ausmassen des noch frischen Grabes. Er schreibt den Namen des Verstorbenen darauf, die Erinnerung an den Freund soll so gewahrt werden. Andere schliessen sich ihm an und knüpfen ihre Laken aneinander. Der Aids Memorial Quilt ist geboren. Aus der Trauerarbeit eines Einzelnen wächst eine den Globus umspannende Initiative. „Common Threads – Stories from the Quilt“ geht zurück zu den Anfängen.

Sebastian Stammsen: “Gegen jede Regel”

Autor Sebastian Stammsen weiss, wovon er schreibt. Als studierter Psychologe setzt er sich seit Jahren für die psychische Gesundheit an Schulen und Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen (D) ein. So wundert es nicht, dass er seinen ersten Kriminalroman ausgerechnet im Schulmilieu ansiedelt. Aus seiner täglichen Praxis weiss Stammsen jedoch auch, dass vieles oftmals nicht das ist, wonach es auf den ersten Blick aussieht. Er nutzt diese Kenntnis – und legt einen in allen Punkten überzeugenden Erstling vor.

Val McDermid: “Vatermord”

Polizistin Carol Jordan hat es nicht leicht. Schon am seinem ersten Tag entpuppt sich der neue Chef als knauseriger Pfennigfuchser. Fortan steht ihre Sondereinheit für ungelöste Fälle auf dem Prüfstand und ihre «bessere Ermittlungshälfte», Profiler Tony Hill, wird sofort eingespart. Ersatz ist schnell gefunden, doch der lässt zu wünschen übrig. Und die Zahl der ermordeten Teenager steigt unaufhaltsam.

Fred Vargas: „Im Schatten des Palazzo Farnese“

Als einem Pariser Kunsthistoriker eine unbekannte Zeichnung Michelangelos angeboten wird, ist er misstrauisch. Sie wurde doch etwa nicht aus den Archiven des Vatikans gestohlen? Um vor dem Kauf auf Nummer sicher zu gehen, reist er nach Rom – und stirbt auf den Stufen des Palazzo Farnese, dem Sitz der französischen Botschaft. Vergiftet vom Saft des Gefleckten Schierlings. Der französische Kommissar Valence wird mit dem Fall betraut – und der entwickelt sich anders, als man denkt.

Harald Martenstein: „Gefühlte Nähe“

Sonst ist er als Kolumnist im Magazin der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ zu Hause, jetzt widmet sich Harald Martenstein in seinem zweiten Roman dem menschlichen Paarungsverhalten in all seinen Facetten. Er erzählt die Lebens- und Liebesgeschichte von N. – aus der Sicht ihrer Lebensabschnittsgefährten. Herausgekommen ist eine ungewöhnliche Biografie, die Martenstein als einen Männer verstehenden Autor mit Klasse zeigt, dessen faire und präzise Charakterstudie auch Frauen gefällt.

Andy Strauß: „Albträumer“

Er hat es schon wieder getan: Andy Strauß ist ein Künstler durch und durch. Ob live auf der Bühne, auf offener Strasse oder als Autor. Er spielt seine Rolle nicht nur, er lebt diese auch. Das macht ihn vielleicht zu einem anstrengenden Mitmenschen und unzuverlässigen Studenten. Aber seine schräge Andersartigkeit macht ihn auch zu einem besonderen Autoren. „Albträumer“ ist sein zweites Buch – und sein erster Roman. So sagt er zumindest.

Manu Joseph: „Ernste Männer“

In Armut aufgewachsen, setzt Ayyan Mani alles daran, aufzusteigen. Doch in Indiens Klassengesellschaft bleibt ihm dieser Wunsch verwehrt. Zusammen mit seiner Frau und seinem schwerhörigen Sohn Adi bewohnt er 17 Quadratmeter. Gerade genug zum Leben verdient er sich als Sekretär im Institut für Theorie und Forschung in Mumbay – dem Ort, wo die gebildetsten Professoren den schwierigsten Fragen des Universums nachgehen. Das bringt ihn auf eine Idee, die auch den Lesern grossen Spass macht.

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