„Bad Lieutenant“ von Werner Herzog

Im New Orleans nach Katrina kämpft ein Cop gegen Verbrechen und seinen eigenen Absturz. Werner Herzog schafft es mit seiner sehr dichten Erzählung und der Figur von Terrence McDonagh Fragen nach moralischen Grenzen aufzuwerfen. Das Problem ist nicht, dass der Protagonist unmoralisch handelt, sondern dass er damit durchkommt.

“Chloe” von Atom Egoyan

Atom Egoyan ist vielen spätestens seit “Das süße Jenseits” (The Sweet Hereafter) ein Begriff. Nun legt er mit “Chloe” sein neustes Werk vor, von dem er selbst behauptet, es sei sein erster Hollywood-Film. Kann das gut kommen? Kann es, wenn auch mit einigen Abstrichen.

“Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen” von Phil Lord und Christopher Miller

Nun hat es Sony Picture Animation auch endlich geschafft, mit einem Animationsfilm einen Erfolg zu landen – jedenfalls in den USA. Doch ob er wirklich zu Animationsfilmen von Pixar oder Dreamworks aufschliessen kann, ist fraglich. Vermutlich sind wir als Publikum unterdessen viel zu verwöhnt. Doch was bietet der Film abgesehen von einem unmöglich langen Titel?

“Whatever Works” von Woody Allen

Woody Allen kehrt mit seinem neuesten Werk nach New York zurück. Auch wenn in diesem Film Scarlett Johansen nicht mitspielt, so unterscheidet der Film nicht allzu sehr von seinen letzten Filmen (Match Point, Vicky Christina Barcelona). Ob das nun gut und schlecht ist, hängt ganz vom Zuschauer ab.

Das uns unbekannte Volk

Wut, Empörung und Scham scheinen die vorherrschenden Gefühle der Minarettgegner nach dem letzten Sonntag zu sein. Kaum jemand scheint zu verstehen, wie dieses Resultat zu Stande gekommen ist – und schafft so die Grundlage für die nächste, noch weitergehende Initiative.

Das Verbot des Verbotes gehört verboten

Kaum ein Monat vergeht, ohne dass man als Zeitungsleser nicht von der Forderung eines neuen Verbots hört. Kampfhundeverbot, Raucherverbot, Killerspieleverbot, Verbot von Handys auf Schulhöfen, Verbot der Burka, Verbot von Extremsportarten, Verbot von Export von Kriegsmaterial, Verbot von Alkohol bei Sportanlässen, Verbot von hohen Managerlöhnen, Off-Roader-Verbot und nun kommt ein weiteres Verbot sogar zu Abstimmung: Das Verbot zum Bau von Minaretten. Es versteht sich von selbst, dass das Plakat dazu ebenfalls verboten wird.

Eindrücke vom Rande Europas

Der Keltische Tiger ist wieder am Boden angelangt. Eine sanfte Landung ist es jedoch nicht. Die Arbeitslosenquote hat sich in Irland seit 2007 verdoppelt, die Wirtschaft bricht drastischer ein als in anderen Ländern Europas. Nun ist man darauf bedacht, dass Irland nicht das gleiche Schicksal widerfährt wie Island und die Annäherung an die Europäische Union wird wieder populärer – nur ein Jahr nach dem erfolgreichen Referendum gegen den Lissabon Vertrag.

Stefan Brader

Stefan Brader, 20 Jahre alt, ist Gruppenleiter an der jugendsession.sommer09, d.h. er moderierte eine der vier Gruppen, in welcher zu einem bestimmten Thema Vorschläge, Petitionen u.ä. ausgearbeitet wurde. Daneben ist er Mitglied des Organisationskomitees der Eidgenössischen Jugendsession, welche im Herbst stattfinden wird.

Politik in Rot

Am 30. Mai 2009 fand in Bern die jugendsession.sommer statt. Diese ist zwar nicht die weitaus bekanntere eidgenössische Jugendsession im Bundeshaus, doch trotzdem bietet sie einen Einblick in die Jugend, die sich für die Politik interessieren. Eine Tag Politik von Jugendlichen. Ein Tag voller neuen Erfahrungen und interessanten Debatten, doch auch mit Frustration und Enttäuschung.

Schnee von gestern

Die traditionsreiche Berner Tageszeitung „Der Bund“ kämpft schon seit geraumer Zeit mit roten Zahlen, das hat nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun. Die Übernahme der Espace Media Groupe durch die Tamedia AG hat hier kaum etwas geändert. Nun folgen einschneidende Massnahmen: Fusion mit dem Zürcher Tagesanzeiger und massiver Stellenabbau.

Zitterpartie einer Atommmacht

Klammheimlich hat Pakistan sich in den 1980er Jahre ein Atomwaffenprogramm angeeignet – eigentlich um auf das Kernwaffenprogramm Indiens zu reagieren. Schätzungen zielen heute auf 50 – 100 nuklearen Gefechtsköpfen in Pakistan. Das alleine wäre aber noch nicht wirklich besorgniserregend, doch in Verbindung mit der politischen Lage Pakistans ist der Umstand sehr beunruhigend.