Hans Stilett: „Eulenrod“

In der Erinnerung fügt sich Bild an Bild, untermalt von scharfen Gerüchen, ernsten Worten und der tröstenden Wärme der Küche. Stiletts biografisches Mosaik ist ein Fenster in die späten 1920er Jahre, die der Junge Hans in Eulenrod miterlebt.

Hannah Dübgen: „Strom“

Sie leben heute, individuell, rasend schnell und intensiv. Können und wollen die vier Protagonisten mitschwimmen oder tauchen sie auf und schauen sich um? Hannah Dübgen fragt uns in ihrem ersten Roman nach dem, was wirklich zählt.

Henriette Vásárhelyi: „Immeer“

Eva schwimmt in der Trauer, sie taucht darin und vergisst manchmal zu atmen. Doch das erfahren wir erst mit der Zeit, erst wenn die Mosaiksteinchen beginnen ineinanderzugreifen, aus denen der Debutroman „Immeer“ besteht.

Nikolaus Nützel: „Ihr schafft mich!“

Es geht an die Existenz, knabbert daran, lässt sie in unzählige Puzzelteile zerfallen und stellt die grosse Frage: „Weshalb bin ich wie ich bin und wie kann ich das wieder loswerden?“ Nützels Jugendsachbuch stellt konsequent hinter jedes „Ich“ ein „?“.

Shalom Auslander: „Hoffnung: Eine Tragödie“

Anne Frank sitzt nach den 32 Millionen verkauften Exemplaren ihres Tagebuchs an ihrem zweiten Buch – ausgerechnet auf Kugels Dachboden. Sein Leben gerät in Schieflage. Auslanders Roman erzeugt ein mulmiges Gefühl und treibt die Neugier an.

John Dos Passos: „Orient-Express“

Der Schriftsteller John Dos Passos reiste 1921 auf abenteuerlichen und verworrenen Wegen durch den schwer zugänglichen Nahen Osten. Er begegnet Missionaren, Banditen und blühenden Mandelbäumen. Nun wurde sein sensationeller Reisebericht erstmals auf Deutsch übersetzt.

Caroline L. Jensen: „Frau Bengtsson geht zum Teufel“

Als die perfekte schwedische Hausfrau Bengtsson mit dem sexy pinken Lippenstift, rosa Hauspantöffelchen und der Badewanne mit Massagefunktion stirbt, glänzt ihre Wohnung brav, lecker duftet ihr Essen… doch dann kommt der Teufel!

Dirk Kurbjuweit: „Angst“

Nichts ist normal, nichts selbstverständlich, nichts sicher – das war früher einmal. Dirk Kurbjuweit zieht uns hinein in Ereignisse, die einen unscheinbaren Bürger zum Mörder machen und uns gnadenlos vor die Frage stellen: Könnte ich das auch?

Andrea Camilleri: „Die Sekte der Engel“

Patriarchen schützen die Ehre der Familie, Priester die der Kirche, die Anwälte suchen noch danach. In seinem Roman „Die Sekte der Engel“ tischt uns der sizilianische Autor Camilleri einen Skandal auf, bei dem kein Stein auf dem anderen bleibt.

Viola di Grado: „Siebzig Acryl, dreissig Wolle“

Die 19 Jahre alte Camelia übersetzt Waschmaschinenanleitungen, bis ihr Wen mit chinesischen Schriftzeichen wieder Leben einhaucht. Viola di Grado zieht in ihrem Erstling alle Register und malt in Leuchtfarben jugendliche Abgründe an graue Wände.

Irvin D. Yalom: „Das Spinoza-Problem“

Wie vertragen sich Philosophie und Psychoanalyse? Indem wir unseren Gedanken auf den Grund gehen, können wir beides betreiben. Genau das macht uns Yalom in seinem Roman zwischen Naziparolen und portugiesischer Inquisition vor.

Elena Chizhova: „Die stille Macht der Frauen“

Eine unaufgeklärte junge Frau erwartet ein Kind – unehelich und fremdbestimmt. Elena Chizhovas Russland ist grau, kalt und unmenschlich; und doch brennt ein warmes Feuer in der Küche und es riecht nach frischen Piroggen.

Elio Pellin, Ulrich Weber (Hg.): «… all diese fingierten, notierten, in meinem Kopf ungefähr wieder zusammengesetzten Ichs»

Im Prozess der Selbstdarstellung fliessen fiktionale Elemente mit ein – gewollt, geplant und unvermeidbar. Diese Beitragssammlung zeigt literaturwissenschaftlich verschiedene Facetten und Formen, wie Schweizer Autoren mit ihrer Realität umgehen.

Fabio Geda: „Emils wundersame Reise“

Auf seiner Irrfahrt reist Emil versteckt in LKWs und Autos, als Matrose auf einem Schiff und als Sohn eines Fremden im Zug. Er ist 13 Jahre alt und mutig wie Tex. Gedas packender Jugendroman ist mehr als das, er ist ein Blick hinter die Kulissen des modernen Europas.

André Kubiczek: “Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn”

Deutschland und Laos, Abschied und Neuanfang: Dieser Roman füllt den Spalt zwischen Tür und Angel, zwischen „Jenosse Feldwebel“ und gelber Frangipaniblüte, mit Persönlichkeit, Tiefgang und einem Hauch Poesie.

Alice Munro: „Was ich dir schon immer sagen wollte“

Verirrte, Enttäuschte und alleine Zurückgelassene – die Kanadierin Alice Munro erschafft packende Antihelden – auf Zeit. Nun liegen die 13 melanscholischen und messerscharfen Kurzgeschichten aus dem Jahr 1974 erstmals auf Deutsch vor.

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