Von Sandra Despont · Juli 2011

Goran Petrovic beschwört in „Die Villa am Rande der Zeit“ die Macht von Fantasie und Literatur, er lässt das alte Belgrad auferstehen und erzählt die Geschichten von Menschen, die in Büchern verschwinden.
Von Sandra Despont · Juli 2011

Im siebten Kriminalroman mit seinem Ermittler Hauptkommissar Paul Lenz taucht Gibert tief in die aktuelle Diskussion um Integration, Ausländerkriminalität, Vorurteile und politische Taktiererei mit der Wählergunst ein. Das wäre total spannend, wenn Gibert die direkte Rede seiner Figuren nur öfter unkommentiert lassen würde.
Von Sandra Despont · Juni 2011

Sabine Huttel hat sich mit ihrem Erzählband „Slalom“ viel vorgenommen. Und Sie beweist einmal mehr, dass sie eine ganz hervorragende, einfühlsame und sprachmächtige Erzählerin ist.
Von Sandra Despont · Juni 2011

…die die Welt im Innersten zusammenhält!“, erklärt der junge Sturm-und-Drang-Goethe – und lebt danach. Sein Herz schlägt kräftigst für Charlotte Buff; die leider schon so gut wie verlobt ist. In “Goethe!” präsentieren sich Goethe als ein widerspenstiger Heisssporn und das 18. Jahrhundert als etwas zwischen Märchenwelt und Biedermeierparadies. Das passt zum Film, der eine recht gelungene Mischung zwischen Autorenporträt und Literaturverfilmung ist.
Von Sandra Despont · Mai 2011

Huldar hat genug von seinem langweiligen Leben in der isländischen Hauptstadt. Er verlässt Reykjavik. Sein Plan: sein Heimatland auf der Ringstrasse einmal umrunden und dabei sich selbst und seine Landsleute kennen lernen. Sein Begleiter: ein eigenwilliger Jeep. Seine Stationen: unzählige Tankstellenkioske. Sein Buch: die ideale Vorbereitung auf die Frankfurter Buchmesse 2011.
Von Sandra Despont · Mai 2011

In ihrem neuen Roman lässt Andrea Levy eine ehemalige Sklavin ihr Leben erzählen und damit eine Geschichte von Sklaven und ihren Herren, von der grossen Kluft zwischen den Menschen, von Gewalt und Unmenschlichkeit. Bemerkenswert ist dabei vor allem der Ton, den Levy findet, um ihrer Erzählerin Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Von Sandra Despont · April 2011

Längst haben wir das Böse wegerklärt und reden stattdessen von Erfahrungen der Ausgrenzung, Immigrationshintergründen und Identitätsproblemen. Eugen Sorg gibt in „Die Lust am Bösen“ auf die Frage, woher das Böse kommt und warum wir es trotz aller Erfahrung immer noch nicht losgeworden sind, eine unbequeme Antwort.
Von Sandra Despont · Februar 2011

Nataša Dragnić erzählt in „Jeden Tag, jede Stunde“ eine Liebesgeschichte, die auch kitschig sein könnte, vor allem aber von der grossen sprachlichen Gestaltungskraft seiner Autorin zeugt.
Von Sandra Despont · Februar 2011

Direkt und bissig – so kennt man Anthony Bourdain. Altersmilde ist auch in „Ein bisschen blutig“ nicht auszumachen. Mit heiligem Zorn und viel Engagement demontiert der ehemalige Küchenchef die glänzende Oberfläche der Edelgastronomie samt exklusiver Kundschaft und journalistischen Trittbrettfahrern. Erbarmungslos gut.
Von Sandra Despont · Februar 2011

Aus der Sicht, nicht aber mit den Worten eines Kindes erzählt der achtjährige Rudi Rachfahl eine in seinem Erleben epische Vertreibungsgeschichte aus dem Umfeld des Zweiten Weltkriegs. Eine Erinnerung gegen das Vergessen.
Von Sandra Despont · Februar 2011

Distanziert berichtet Precious Williams von einer verzweifelten Suche nach Identität, nach verlässlichen Bindungen, nach einer Heimat. Distanziert berichtet Precious Williams von – sich selbst. „Farbenblind“ ist eine Lebensgeschichte, die wenig erklärt, aber viele Fragen aufwirft.
Von Sandra Despont · Dezember 2010

1930 erschienen, ist “Erfolg” ein Werk von visionärer Kraft. In ihm entfaltet Feuchtwanger ein breites Gesellschaftspanorama, das entscheidende Entwicklungen der Zukunft voraus nahm. In einem aufwändigen Hörspiel wurde “Erfolg” 1984 vom SWR gewürdigt, jetzt ist es auf CD zu haben.
Von Sandra Despont · Dezember 2010

Was früher die Armenhäuser, ist heute das Jugendamt. So scheint es zumindest in „Ihr kriegt mich nicht!“, einem Hörspiel, in dem der 12-jährige Mik dafür kämpft, bei seiner Tante in einem klitzekleinen Kaff Nordschwedens leben zu dürfen. – Miks Suche nach ein bisschen Geborgenheit wurde vom SWR geschickt inszeniert und ist so für Gross und Klein ein Gewinn.
Von Sandra Despont · Dezember 2010

Die junge, intelligente Fiona Yu will keine Hello Kitty werden. Doch trotz sechsstelligem Gehalt und der Aussicht auf eine Karriere als Juristin merkt sie rasch: Familie und Leutekultur lassen sich nicht so einfach abschütteln. – In ihrem Debütroman „Hello Kitty muss sterben“ zündet Angela S. Choi ein Feuerwerk an Sarkasmus, Witz und beissender Gesellschaftskritik. Trauen Sie nie einem rosa Cover!
Von Sandra Despont · November 2010

Die junge Open-Mike-Preisträgerin Inger-Maria Mahlke legt mit ihrem ersten Roman ein Werk vor, wie man es sich von der deutschsprachigen Literatur öfter wünschen würde: unterhaltend, ohne banal, spannend, ohne anspruchslos zu sein.
Von Sandra Despont · November 2010

“Mao’s Last Dancer” erzählt die wahre Geschichte eines chinesischen Jungen vom Lande, der zum gefeierten Ballettänzer wurde. Wer traditionell erzählte Biographien mag, die vor allem Auge und Gemüt ansprechen, wird bei diesem Film auf seine Kosten kommen.
Tags: Aden Young, Amanda Schull, Bruce Beresford, Bruce Greenwood, Camilla Vergotis, Chengwu Guo, Chi Cao, Jack Thompson, Joan Chen, Kyle MacLachlan, Madeleine Eastoe, Mao’s Last Dancer, Penne Hackforth-Jones, Wang Shuang Bao, Yang Li
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