Von Christof Zurschmitten · September 2010

Viel, viel später liegt der erste Versuch, auf Worte Taten folgen zu lassen, nun vor. Und es geht darum um die herrlich verschwrubelten Spiele von Amanita Design, Holz und Rost und eine “Ästhetik des verherrlichten Zerfalls und der zerfallenden Herrlichkeit”, die Amanita Design als Erbe einer sehr besonderen tschechischen Animationsfilm auszeichnet.

Am NIFFF werden nicht nur Filme gezeigt – an der Randveranstaltung “Imagine The Future” wird auch heftig debattiert, über nichts weniger als die Zukunft. Hauptsächlich geht es dabei um das Digitale Bild im Film, ein wenig Platz bleibt aber auch für die Diskussion des Computerspiels. Dieses Jahr war das eine ganz und gar ernsthafte Angelegenheit.

Zeit also, den fiktionalen Mixer anzuwerfen: Ein Agententhriller unter Zombies? Eine Untoten-Apokalypse mit Spionagehintergrund? Warum eigentlich nicht beides?

In einem Gastartikel beleuchtet Rudolf Inderst vom “Titel-Magazin” aus diversen Perspektiven die Frage danach, warum “Du” im Computerspiel gemieden wird.
Von Catharina Graf · Mai 2010

Mit “Transparent City” hat sich der deutsche Fotograf Michael Wolf im letzten Jahr an die Grenzen der Privatsphäre gewagt. Mit “Paris Street View” spürt er private Momente auf der Google’schen Weltkarte auf.
Von Catharina Graf · Mai 2010

Am 2. Mai um 15:00 koordinierter Weltzeit haben Tausende von Menschen den Auslöser gedrückt. Nicht, weil es etwas Besonderes zu sehen gab. Sondern um das Bild eines globalen Alltags zu schaffen.

Der Fehdehandschuh ist geworfen, jetzt folgt die Begründung. Oder: Warum jemand, der jetzt noch über Games bloggen will, es eigentlich besser wissen sollte. Und warum er es dennoch nicht tut.

Am 18.03.2010 beschloss der Ständerat, zwei Motionen mit demselben Thema an den Bundesrat weiter zu reichen: Die Besorgnis angesichts so genannter „Killerspiele“. Während die Motion Hochreutener durchaus vernünftig eine verschärfte Kontrolle der Einhaltung bereits bestehender Altersempfehlungen vorsieht, schlägt die Motion Allemann über alle Stränge des Zumutbaren. Dies ist umso inakzeptabler, als sie offensichtlich auf der prekären Basis diffuser Ängste statt harter Fakten gebaut ist. Zwei Thesen zur Motion und eine dazu, warum es wichtig ist, einen Unterschied zu machen.
Von Catharina Graf · März 2010

World Press Photo hat einen der diesjährigen Preisträger wegen einer unzulässigen Bildmanipulation disqualifiziert. Damit wird eine der wichtigsten Institutionen des gegenwärtigen Fotojournalismus ihrem Ruf von höchster journalistischer Integrität gerecht. Und zeigt, dass die Diskussion um fotografische Manipulation eine Gratwanderung ist.
Von Catharina Graf · Januar 2010

Youtube und MMS statt CNN und Magnum-Fotografie: Das Beispiel Iran zeigt, dass die Medien ihre Rolle im Zeitalter der Berichterstattung 2.0 überdenken müssen. Der niederländische Fotojournalist Geert van Kesteren macht mit seinen Reportagen über den Irak beispielhaft vor, wie sich der Journalismus den stetig wandelnden medialen Technologien anpassen kann.
Von Catharina Graf · Januar 2010

Die amerikanische Bildagentur Aurora Photos hat sich zu ihrem 15jährigen Bestehen ein besonderes Projekt ausgedacht und beweist das Newton’sche Wechselwirkungsgesetz auf die etwas andere Art. Actio = Reactio, jede Aktion erzeugt gleichzeitig eine gleich große Reaktion, die auf den Verursacher der Aktion zurückwirkt. Aurora Photos hat das Newton’sche Wechselwirkungsgesetz unter dem Titel Action:Reaction kurzerhand zu einem fotografischen Experiment umgenutzt.

Sie gehört genau so zum Frühling wie die Bienen, Blüten und Schmetterlinge im Bauch: Die Pfütze. Auch wenn man es angesichts der sich aus der Erde reckenden grünen Köpfchen und der vor Kopulierlust zwitschernden Vögeln nicht wahrhaben möchte: In unseren Breitengraden regnet es in den Frühlings- und Frühsommermonaten März bis Juni mindestens so viel wie in den Herbstmonaten. Wenn nicht mehr… für einmal illustriert ein Text das Bild.
Von Joel Krebs · Dezember 2009

Wut, Empörung und Scham scheinen die vorherrschenden Gefühle der Minarettgegner nach dem letzten Sonntag zu sein. Kaum jemand scheint zu verstehen, wie dieses Resultat zu Stande gekommen ist – und schafft so die Grundlage für die nächste, noch weitergehende Initiative.
Von Joel Krebs · Oktober 2009

Kaum ein Monat vergeht, ohne dass man als Zeitungsleser nicht von der Forderung eines neuen Verbots hört. Kampfhundeverbot, Raucherverbot, Killerspieleverbot, Verbot von Handys auf Schulhöfen, Verbot der Burka, Verbot von Extremsportarten, Verbot von Export von Kriegsmaterial, Verbot von Alkohol bei Sportanlässen, Verbot von hohen Managerlöhnen, Off-Roader-Verbot und nun kommt ein weiteres Verbot sogar zu Abstimmung: Das Verbot zum Bau von Minaretten. Es versteht sich von selbst, dass das Plakat dazu ebenfalls verboten wird.
Von Lukas Hunziker · Oktober 2009

Erneut sorgt ein Wahlplakat für rote Köpfe. Für das Minarettverbot in der Schweiz wird geworben, indem man eine ganze Religion auf jene extremistischen Randgruppierungen reduziert, welche der grossen Mehrheit der Muslime weltweit verhasst sind. Verallgemeinerungen dieser Art sind gefährlich und erinnern an Propaganda, von der wir glaubten, wir hätten sie hinter uns.
Von Lukas Hunziker · August 2009

Der Islamische Glaube leidet momentan weltweit unter dem schlechten Ruf, welcher ihm seine fundamentalistischen Randgruppierungen bescheren. Auch die Schweiz in ihrer scheinbaren Neutralität spielt mit absurden Ideen, um Islamgläubige vor ihren angeblich mittelalterlichen Praktiken zu schützen. Das Gedankenspiel mit dem Burkaverbot ist der aktuelle Höhepunkt einer anmassenden Islambevormundung.
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