Von Lukas Hunziker · Dezember 2011

Die grösste Partei der Schweiz steckt in einer Krise: Sie hat fast 10% ihrer Wähler verloren, scheiterte beim Versuch, im Ständerat besser vertreten sein, und verpasste es, einen zweiten Bundesratssitz zu erobern. Um ihr Gesicht zu retten, tut die Partei alles, um sich als Opfer darstellen. Die Schuld am Debakel trägt sie aber selber.
Von Lukas Hunziker · Dezember 2011

Vier Jahre lang hat die SVP, nachdem sie zwei gute und mehrheitsfähige Bundesräte aus der Partei warf, gejammert und geklagt, die anderen Parteien stellten sich gegen das Konkordanzprinzip. Jetzt, nachdem die Abstrafung für den fehlenden Anstand der Partei ausgestanden ist und ihr alle anderen Parteien den verdienen zweiten Sitz zugestehen wollen, tritt die SVP selbst die Konkordanz mit Füssen – und behauptet, als tue sie genau das Gegenteil.

In den letzten fünf Jahren haben wir viel erreicht. In der Politik und Bevölkerung haben wir mit gelungenen Aktionen auf uns Aufmerksam gemacht und konnten viele Unterstützer gewinnen. Zu Besuchern unserer Veranstaltungen zählen mittlerweile Politiker und Abgeordnete von verschiedenen Bildungsinstitutionen, mehreren Parteien oder dem bayrischen Staat.
Von Garabet Guel · Juni 2011
In „Der Sonntag“ vom 28./29.5.11 wurde der Fall des für seine Vergangenheit bestraften Zürcher Uniassistenten, über den wir im März berichtet haben, noch einmal aufgerollt und mit angeblich neuen, investigativen Fakten angereichert. Diese Wiederaufnahme des Ereignisses soll im Folgenden als Ausgangspunkt für ein weiteres Nachdenken dienen.

Manche Eltern sollen ja immer noch warnend mit erhobenem Zeigefinger am Balkon stehen und skandieren: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!“ Die Kinder, die sich darüber zutiefst erschreckt zeigten, kehrten in sich und wurden später Street Fighter IV-Spielerinnen. Die anderen stellten sich taub, streckten den Erzeugern gar die Zunge heraus und vertrieben sich später die Zeit mit…ja, richtig: Mortal Kombat.
Von Garabet Guel · März 2011
Die Zeit heilt alle Wunden? Ein Allgemeinplatz, der selten zutrifft. Denn sehr oft reisst die Vergangenheit zugewachsene Wunden wieder auf und lässt die untröstliche Gegenwart mit ihren moraldurchtränkten Tentakeln erbarmungslos darin wühlen. Bei dem hier aufgefrischten Wundmal handelt es sich um eine Irritation, eine Verwirrung auf der Suche nach geistiger Orientierung.
Von Christof Zurschmitten · September 2010

Viel, viel später liegt der erste Versuch, auf Worte Taten folgen zu lassen, nun vor. Und es geht darum um die herrlich verschwrubelten Spiele von Amanita Design, Holz und Rost und eine “Ästhetik des verherrlichten Zerfalls und der zerfallenden Herrlichkeit”, die Amanita Design als Erbe einer sehr besonderen tschechischen Animationsfilm auszeichnet.

Am NIFFF werden nicht nur Filme gezeigt – an der Randveranstaltung “Imagine The Future” wird auch heftig debattiert, über nichts weniger als die Zukunft. Hauptsächlich geht es dabei um das Digitale Bild im Film, ein wenig Platz bleibt aber auch für die Diskussion des Computerspiels. Dieses Jahr war das eine ganz und gar ernsthafte Angelegenheit.

Zeit also, den fiktionalen Mixer anzuwerfen: Ein Agententhriller unter Zombies? Eine Untoten-Apokalypse mit Spionagehintergrund? Warum eigentlich nicht beides?

In einem Gastartikel beleuchtet Rudolf Inderst vom “Titel-Magazin” aus diversen Perspektiven die Frage danach, warum “Du” im Computerspiel gemieden wird.
Von Catharina Graf · Mai 2010

Mit “Transparent City” hat sich der deutsche Fotograf Michael Wolf im letzten Jahr an die Grenzen der Privatsphäre gewagt. Mit “Paris Street View” spürt er private Momente auf der Google’schen Weltkarte auf.
Von Catharina Graf · Mai 2010

Am 2. Mai um 15:00 koordinierter Weltzeit haben Tausende von Menschen den Auslöser gedrückt. Nicht, weil es etwas Besonderes zu sehen gab. Sondern um das Bild eines globalen Alltags zu schaffen.

Der Fehdehandschuh ist geworfen, jetzt folgt die Begründung. Oder: Warum jemand, der jetzt noch über Games bloggen will, es eigentlich besser wissen sollte. Und warum er es dennoch nicht tut.

Am 18.03.2010 beschloss der Ständerat, zwei Motionen mit demselben Thema an den Bundesrat weiter zu reichen: Die Besorgnis angesichts so genannter „Killerspiele“. Während die Motion Hochreutener durchaus vernünftig eine verschärfte Kontrolle der Einhaltung bereits bestehender Altersempfehlungen vorsieht, schlägt die Motion Allemann über alle Stränge des Zumutbaren. Dies ist umso inakzeptabler, als sie offensichtlich auf der prekären Basis diffuser Ängste statt harter Fakten gebaut ist. Zwei Thesen zur Motion und eine dazu, warum es wichtig ist, einen Unterschied zu machen.
Von Catharina Graf · März 2010

World Press Photo hat einen der diesjährigen Preisträger wegen einer unzulässigen Bildmanipulation disqualifiziert. Damit wird eine der wichtigsten Institutionen des gegenwärtigen Fotojournalismus ihrem Ruf von höchster journalistischer Integrität gerecht. Und zeigt, dass die Diskussion um fotografische Manipulation eine Gratwanderung ist.
Von Catharina Graf · Januar 2010

Youtube und MMS statt CNN und Magnum-Fotografie: Das Beispiel Iran zeigt, dass die Medien ihre Rolle im Zeitalter der Berichterstattung 2.0 überdenken müssen. Der niederländische Fotojournalist Geert van Kesteren macht mit seinen Reportagen über den Irak beispielhaft vor, wie sich der Journalismus den stetig wandelnden medialen Technologien anpassen kann.
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