Actio = Reactio

Die amerikanische Bildagentur Aurora Photos hat sich zu ihrem 15jährigen Bestehen ein besonderes Projekt ausgedacht und beweist das Newton’sche Wechselwirkungsgesetz auf die etwas andere Art. Actio = Reactio, jede Aktion erzeugt gleichzeitig eine gleich große Reaktion, die auf den Verursacher der Aktion zurückwirkt. Aurora Photos hat das Newton’sche Wechselwirkungsgesetz unter dem Titel Action:Reaction kurzerhand zu einem fotografischen Experiment umgenutzt.

Die Pfütze

Sie gehört genau so zum Frühling wie die Bienen, Blüten und Schmetterlinge im Bauch: Die Pfütze. Auch wenn man es angesichts der sich aus der Erde reckenden grünen Köpfchen und der vor Kopulierlust zwitschernden Vögeln nicht wahrhaben möchte: In unseren Breitengraden regnet es in den Frühlings- und Frühsommermonaten März bis Juni mindestens so viel wie in den Herbstmonaten. Wenn nicht mehr… für einmal illustriert ein Text das Bild.

Das uns unbekannte Volk

Wut, Empörung und Scham scheinen die vorherrschenden Gefühle der Minarettgegner nach dem letzten Sonntag zu sein. Kaum jemand scheint zu verstehen, wie dieses Resultat zu Stande gekommen ist – und schafft so die Grundlage für die nächste, noch weitergehende Initiative.

Das Verbot des Verbotes gehört verboten

Kaum ein Monat vergeht, ohne dass man als Zeitungsleser nicht von der Forderung eines neuen Verbots hört. Kampfhundeverbot, Raucherverbot, Killerspieleverbot, Verbot von Handys auf Schulhöfen, Verbot der Burka, Verbot von Extremsportarten, Verbot von Export von Kriegsmaterial, Verbot von Alkohol bei Sportanlässen, Verbot von hohen Managerlöhnen, Off-Roader-Verbot und nun kommt ein weiteres Verbot sogar zu Abstimmung: Das Verbot zum Bau von Minaretten. Es versteht sich von selbst, dass das Plakat dazu ebenfalls verboten wird.

Über den Plakatextremismus der Schweizer Rechten

Erneut sorgt ein Wahlplakat für rote Köpfe. Für das Minarettverbot in der Schweiz wird geworben, indem man eine ganze Religion auf jene extremistischen Randgruppierungen reduziert, welche der grossen Mehrheit der Muslime weltweit verhasst sind. Verallgemeinerungen dieser Art sind gefährlich und erinnern an Propaganda, von der wir glaubten, wir hätten sie hinter uns.

Schnapsidee Burkaverbot

Der Islamische Glaube leidet momentan weltweit unter dem schlechten Ruf, welcher ihm seine fundamentalistischen Randgruppierungen bescheren. Auch die Schweiz in ihrer scheinbaren Neutralität spielt mit absurden Ideen, um Islamgläubige vor ihren angeblich mittelalterlichen Praktiken zu schützen. Das Gedankenspiel mit dem Burkaverbot ist der aktuelle Höhepunkt einer anmassenden Islambevormundung.

Eindrücke vom Rande Europas

Der Keltische Tiger ist wieder am Boden angelangt. Eine sanfte Landung ist es jedoch nicht. Die Arbeitslosenquote hat sich in Irland seit 2007 verdoppelt, die Wirtschaft bricht drastischer ein als in anderen Ländern Europas. Nun ist man darauf bedacht, dass Irland nicht das gleiche Schicksal widerfährt wie Island und die Annäherung an die Europäische Union wird wieder populärer – nur ein Jahr nach dem erfolgreichen Referendum gegen den Lissabon Vertrag.

Stefan Brader

Stefan Brader, 20 Jahre alt, ist Gruppenleiter an der jugendsession.sommer09, d.h. er moderierte eine der vier Gruppen, in welcher zu einem bestimmten Thema Vorschläge, Petitionen u.ä. ausgearbeitet wurde. Daneben ist er Mitglied des Organisationskomitees der Eidgenössischen Jugendsession, welche im Herbst stattfinden wird.

Politik in Rot

Am 30. Mai 2009 fand in Bern die jugendsession.sommer statt. Diese ist zwar nicht die weitaus bekanntere eidgenössische Jugendsession im Bundeshaus, doch trotzdem bietet sie einen Einblick in die Jugend, die sich für die Politik interessieren. Eine Tag Politik von Jugendlichen. Ein Tag voller neuen Erfahrungen und interessanten Debatten, doch auch mit Frustration und Enttäuschung.

Kannibalen und Piraten

Die Schweizer Medienlandschaft hat den Notstand ausgerufen. Der Qualitätsjournalismus, ideologischer Wahrer der Demokratie, sei in Gefahr. Doch die Zeitungen selbst sind daran schuld.

Schnee von gestern

Die traditionsreiche Berner Tageszeitung „Der Bund“ kämpft schon seit geraumer Zeit mit roten Zahlen, das hat nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun. Die Übernahme der Espace Media Groupe durch die Tamedia AG hat hier kaum etwas geändert. Nun folgen einschneidende Massnahmen: Fusion mit dem Zürcher Tagesanzeiger und massiver Stellenabbau.

Medienvertrauen

Auch Medien machen Fehler. Doch die tragweite einer «Ente» kann gross sein und Schaden anrichten. Die Redaktionen müssen misstrauisch sein und ihre Quellen doppelt hinterfragen. Im Fall Paula O., dem scheinbaren Opfer von Neonazis, wurde die Geschichte auch zum politischen Debakel.

Portrait der Mächtigen

Mit der modernen Demokratie haben die Machtsymbole an Wert verloren. Es gibt jedoch immer noch Synonyme für Macht in den Porträts der Mächtigen. Macht ist ein guter Nährboden für Allmachtsfantasien, der Narziss bestimmt welche Status- oder Machtsymbole in den Porträts dargestellt werden.

Zitterpartie einer Atommmacht

Klammheimlich hat Pakistan sich in den 1980er Jahre ein Atomwaffenprogramm angeeignet – eigentlich um auf das Kernwaffenprogramm Indiens zu reagieren. Schätzungen zielen heute auf 50 – 100 nuklearen Gefechtsköpfen in Pakistan. Das alleine wäre aber noch nicht wirklich besorgniserregend, doch in Verbindung mit der politischen Lage Pakistans ist der Umstand sehr beunruhigend.

Georges T. Roos

Die momentane Krise wird alle beschäftigen, jeden auf seine Weise. Um die Medienberichte kommt man heute nicht mehr herum. Erdrückende Schlagzeilen dominieren die Medienlandschaft. Wohl lange spielte sich dadurch die Wirtschaftskrise nur in den Köpfen ab, ohne den entscheidenden Bezug zum Portemonnaie. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) prognostiziert jedoch noch für dieses Jahr eine Rezession. Eine düstere Zukunft? Sehen wir doch auch mal die Chancen, welche daraus resultieren könnten.

Carlos Menti

Man hört nichts anderes mehr, als Berichte zur momentanen Lage auf dem Finanzmarkt. Und obwohl es schon fast nervt, haben auch wir uns umgehört. Aber nicht im Bezug zur momentanen Lage der Börse etwa, sondern den Mensch in den Mittelpunkt der Recherchen gesetzt.

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