“The Age of Stupid” von Franny Armstrong

Seit mittlerweile fast einem halben Jahrhundert ist sich der Mensch bewusst, dass er mit seinem CO2-Ausstoss Veränderungen im Klima herbeiführt oder zumindest beschleunigt. Getan hat er in diesem halben Jahrhundert wenig dagegen, und was er getan hat, war nicht radikal genug, um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden. In “The Age of Stupid” blickt ein Wissenschaftler auf die Ereignisse zwischen 2010 und 2055 zurück – der Zeit des klimabedingten Untergangs der Menschheit.

“Plastic Planet” von Werner Boote

Mit einer einfachen Frage reise der österreichische Filmemacher Werner Boote um die ganze Welt: Ist Plastik ein Segen oder ein Fluch? “Plastic Planet”, ein ebenso hart recherchierter wie unterhaltsam inszenierter Dokumentarfilm, zeigt, welche Antworten er darauf gefunden hat.

“Common Threads” von Robert Epstein

Als Marvin Feldman im Oktober 1986 an Aids stirbt, näht sein Lebensgefährte Cleve Jones ein Gedenktuch in den Ausmassen des noch frischen Grabes. Er schreibt den Namen des Verstorbenen darauf, die Erinnerung an den Freund soll so gewahrt werden. Andere schliessen sich ihm an und knüpfen ihre Laken aneinander. Der Aids Memorial Quilt ist geboren. Aus der Trauerarbeit eines Einzelnen wächst eine den Globus umspannende Initiative. „Common Threads – Stories from the Quilt“ geht zurück zu den Anfängen.

“Porno unplugged” von Fabian Burstein

Pornographie ist eine der grössten und gleichzeitig geächtetsten Wirtschaftszweige der modernen Welt. Der österreichische Dokumentarfilmer Fabian Burstein versucht in “Porno unplugged”, hinter die Kulissen der Erotikbranche zu schauen – was genau er dort zu finden hofft, bleibt allerdings bis zum Ende offen.

“Don’t try this at home” von Mathias Maaß

Filme wie “Festen”, “Breaking the Waves”, “My Brother Tom” oder “Der Felsen” brachen zwischen 1995 und 2003 ein grosses Tabu; sie wandten sich ab von der Hollywoodschen Bildästhetik und deren traditionellen Formate wie 16mm oder 35mm und versuchten, mit Amateurkameras eine neue Bildsprache zu schaffen. In “Don’t try this at home” geben die drei grossen Regisseure dieser neuen Kinoästhetik Auskunft über ihr Schaffen und die gebrochenen Tabus.

“Let’s make Money” von Erwin Wagenhofer

Es gibt kaum noch jemanden, der es wagt zu bestreiten, dass die Finanzkrise das unausweichliche Resultat einer fundamentalen Fehlentwicklung des globalen Finanzwesens war. Wie es momentan aussieht, wird dies jedoch kaum etwas daran ändern, dass die unmenschliche westliche Marktwirtschaft ihren Wohlstand auf Kosten der Dritten Welt vergrössert.

“The Oil Crash” von Basil Gelpke und Ray McCormack

Dass wir in zwanzig Jahren statt in Autos in Pferdekutschen zur Arbeit fahren, ist weniger absurd, als man denkt. Dass die Tage des Erdölzeitalters gezählt sind, wissen wir alle, nur wahrhaben will es niemand. Die erstklassige Dokumentation “Oil Crash” nimmt sich des Themas an, und zeigt, was uns wohl schon in den nächsten Jahrzehnten erwartet.

“Where in the World ist Osama Bin Laden” von Morgan Spurlock

Mission Impossible, möchte man denken: Ein Amerikanischer Dokufilmer reist in den Nahen Osten, um Osama Bin Laden zu finden. Doch Morgan Spurlock, der Fastfoodfeind aus “Supersize Me”, kommt den Wurzeln des Terrorismus’ näher, als es die Amerikanische Regierung wohl je kommen wird. Ein Film so beunruhigend wie optimistisch.

“The Giant Buddhas” von Christian Frei

Vor dem Krieg in Afghanistan spielte sich im Bamiyan-Tal eine kulturhistorische Tragödie ab. Die Taliban sprengten zwei gigantische, in den Fels gehauene Buddhastatuen, einzigartige Kulturdenkmale an der Seidenstrasse, in die Luft. Christian Frei begab sich auf die Suche nach ihren Ursprüngen, Geheimnissen und den weiteren Tragödien, die sich seither im Bamiyan-Tal abgespielt haben.