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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; Dokus</title>
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	<description>Das Magazin im Netz</description>
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		<title>&#8220;The Age of Stupid&#8221; von Franny Armstrong</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 12:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Dokus]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/03/29/the-age-of-stupid/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/03/age-of-stupid-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Seit mittlerweile fast einem halben Jahrhundert ist sich der Mensch bewusst, dass er mit seinem CO2-Ausstoss Veränderungen im Klima herbeiführt oder zumindest beschleunigt. Getan hat er in diesem halben Jahrhundert wenig dagegen, und was er getan hat, war nicht radikal genug, um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden. In "The Age of Stupid" blickt ein Wissenschaftler auf die Ereignisse zwischen 2010 und 2055 zurück - der Zeit des klimabedingten Untergangs der Menschheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Dummer, dummer Mensch</h1>
<h2>&#8220;The Age of Stupid&#8221; von Franny Armstrong</h2>
<h3><img class="alignnone size-full wp-image-8226" title="age of stupid 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/03/age-of-stupid-1.jpg" alt="age of stupid 1" width="550" height="376" /></h3>
<h3>Seit mittlerweile fast einem halben Jahrhundert ist sich der Mensch bewusst, dass er mit seinem CO2-Ausstoss Veränderungen im Klima herbeiführt oder zumindest beschleunigt. Getan hat er in diesem halben Jahrhundert wenig dagegen, und was er getan hat, war nicht radikal genug, um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden. In &#8220;The Age of Stupid&#8221; blickt ein Wissenschaftler auf die Ereignisse zwischen 2010 und 2055 zurück &#8211; der Zeit des klimabedingten Untergangs der Menschheit.</h3>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p>Um ein möglichst breites Publikum anzusprechen, ergänzt &#8220;The Age of Stupid&#8221; seine dokumentarischen Beiträge mit einer fiktiven Rahmengeschichte. In dieser schaut sich ein alter Wissenschaftler (gespielt von Pete Postlethwaite), der in einem gigantischen Forschungsinstitut in der Nordsee die Überreste menschlicher Kultur verwaltet, Dokumentationen und Fernsehberichte aus dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts an. Rückblickend ist für ihn nicht klar, warum man in den Klimakatastrophen dieses Jahrzehnts die Zeichen für die kommenden Katastrophen nicht erkannte. Zwischen 2010 und 2055, gibt er uns zu verstehen, hätten diese zugenommen und zu Massenabwanderungen aus betroffenen Gebieten, zu Hunger und Krieg geführt. Mit Ausschnitten aus sechs Dokumentationen zeigt er, was falsch gemacht wurde und warum das 21. Jahrhundert der Höhepunkt des Zeitalters der Dummheit war.</p>
<p>Diese sechs Dokumentationen sind der eigentliche Film, welchen Filmemacherin Franny Armstrong mit viel Mühe und einem aussergewöhnlichen Finanzierungsmodell schuf. Ihre Kamera begleitet einen Ölexperten, der während des Hurricans Katrina sein Hab und Gut in New Orleans verlor, einen französischen Bergführer, der den Klimawandel in den Alpen miterlebt, einen Windradingenieur aus England, den Besitzer einer indischen Billigfluglinie, zwei Kinder in Bagdad und eine junge Nigerianerin, die gegen die Machenschaften von Ölindustrie und korrupter Regierung in ihrem Land kämpft. Die einen sind Opfer und Täter im Kampf um billiges Öl, die anderen führen einen scheinbar hoffnungslosen Kampf gegen die gierige Industrie und verborte Gegner alternativer Energien.</p>
<div id="attachment_8227" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8227" title="age of stupid 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/03/age-of-stupid-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="310" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>Den spannendsten Gegensatz bieten dabei der indische Unternehmer Jeh und der britische Windfarmpionier Piers. Jeh hat sich aus Mitgefühl für die von Armut geplagten Menschen in Indien auf die Fahne geschrieben, Flüge zu Preisen anzubieten, die sich auch der Ärmste leisten kann. Sein Ziel ist, die Eisenbahn in Indien durch Flugzeuge zu ersetzen, ohne anzuerkennen, dass Billigflüge die effektivste Methode sind, den Klimawandel zu beschleunigen und CO2-Emissionen explodieren zu lassen. Piers, ein klimabewusster Familienvater, der selbstversorgend zu leben versucht, kämpft indessen auf der anderen Seite des Globus gegen Organisationen, welche sich gegen den Bau seiner Windfarmen stellen, da diese den Wert ihres Landes wegen der versperrten Aussicht zu verringern drohen. Auch sie finden den Klimawandel schrecklich und sagen, man müsste etwas dagegen tun. Solange dieses Etwas nicht den Verzicht auf eine gute Aussicht zur Folge hat.</p>
<p>Wütend auf menschliche Dummheit und erbarmungsloses kapitalistisches Gewinnstreben machen alle sechs Geschichten. Das Bild, welches sie zusammen von der menschlichen Zivilisation im 21. Jahrhundert zeichnen, ist kein schmeichelhaftes. Geht es so weiter &#8211; und davon ist leider auszugehen, so lange wir nicht bereit sind, Opfer zu bringen, die weh tun &#8211; stehen die Chancen nicht schlecht, dass wir 2055 tatsächlich ein Archiv aufbauen müssen, um einer eventuellen Nachwelt Informationen über eine aussterbende Zivilisation zu hinterlassen. Der heutige Kapitalismus ist mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit nicht vereinbar, und wenn gegen ein paar Windräder ein ganzes Komittee kampfeslustiger Bünzlis antritt, dann stehen die Chancen, dass sich die Menschheit mit der Bekämpfung des Klimawandels befasst, bevor es zu spät ist, gleich Null.</p>
<p>Filmkritiker, welche Dokumentarfilmen zu wichtigen weltpolitischen Themen negative Kritiken geben, sind zwar nicht ganz so schlimm wie die Windfarmbekämpfer &#8211; aber fast. Sehen sollte man &#8220;The Age of Stupid&#8221; nämlich auf jeden Fall, auch wenn andere Klimafilme als Dokumentarfilm mehr überzeugten. Das liegt vor allem an der Rahmengeschichte, welche von Beginn weg ziemlich nervt. Immer wieder unterbricht Postlethwaite die Dokumentationen mit müssigen Kommentaren, oder nur um zu einem anderen Ausschnitt zu springen. Es ist zwar verständlich, dass die Macher des Films diesem mit einem bekannten Gesicht zu einem grösseren Publikum verhelfen wollten. Der Film selbst jedoch hat gelitten. Andererseits ist dies vielleicht das Opfer, welches man als Filmkritiker und Zuschauer bringen muss &#8211; denn dass der Film ein breites Publikum zum Handeln motiviert ist den leicht geminderten Filmgenuss schlussendlich wert.</p>
<p><strong>Ausstattung</strong></p>
<p>Die 80 Minuten Bonusmaterial, welche die DVD enthält, können sich sehen lassen. Neben einem ausführlichen Making of ist besonders ein Publikumsgespräch mit Regisseurin und Produzentin sehenswert. In diesem stellen die beiden auch 10:10 vor, ein Projekt, dessen Mitglieder versuchen, ihre Energiekosten innerhalb eines Jahres um 10 Prozent zu senken. Genau dies bräuchte es nämlich, um die globalen Klimaziele zu erreichen und unter den gefürchteten 2 Prozent Erwärmung zu bleiben. Das Projekt ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte, sind mittlerweile doch schon die britische Regierung, zahlreiche Grosskonzerne und zahllose Privathaushalte dabei. Hoffnug, den Untergang der menschlichen Kultur abzuwenden, besteht also &#8211; auch wenn sie klein ist. Aber eben, jeder muss mitmachen &#8211; Autor und Leser dieser Rezension miteingeschlossen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 18. Februar 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: The Age of Stupid (Grossbritannien 2009)<br />
 Regie: Franny Armstrong<br />
 Darsteller: Pete Postlethwaite<br />
 Genre: Dokumentarfilm<br />
 Dauer: 89 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)<br />
 Untertitel: Deutsch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1<br />
 Bonusmaterial: Making of, Publikumsdiskussion mit Regisseurin und Produzentin, Tipps zum Energiesparen<br />
 Vertrieb: Praesens</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=9dTyTTFgluk" target="_blank">Trailer</a></p>
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		<item>
		<title>&#8220;Plastic Planet&#8221; von Werner Boote</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/13/plastic-planet/</link>
		<comments>http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/13/plastic-planet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 19:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokus]]></category>
		<category><![CDATA[Jon Taylor]]></category>
		<category><![CDATA[Margot Wallström]]></category>
		<category><![CDATA[Plastic Planet]]></category>
		<category><![CDATA[Plastik]]></category>
		<category><![CDATA[Theo Colborn]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Boote]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/13/plastic-planet/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/plastic-planet-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Mit einer einfachen Frage reise der österreichische Filmemacher Werner Boote um die ganze Welt: Ist Plastik ein Segen oder ein Fluch? "Plastic Planet", ein ebenso hart recherchierter wie unterhaltsam inszenierter Dokumentarfilm, zeigt, welche Antworten er darauf gefunden hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Unser täglich Gift</h1>
<h2>&#8220;Plastic Planet&#8221; von Werner Boote</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7425" title="plastic planet 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/plastic-planet-1.jpg" alt="plastic planet 1" width="550" height="367" /></p>
<h3>Mit einer einfachen Frage reise der österreichische Filmemacher Werner Boote um die ganze Welt: Ist Plastik ein Segen oder ein Fluch? &#8220;Plastic Planet&#8221;, ein ebenso hart recherchierter wie unterhaltsam inszenierter Dokumentarfilm, zeigt, welche Antworten er darauf gefunden hat.</h3>
<p>Von Lukas Hunziker</p>
<p>Während die Zeitalter am Anfang der Menschheitsgeschichte nach Stein und Metallen benannt wurden, ist es heute ein anderes Material, welches unsere Zivilisation definiert: Plastik. Ohne ihn wäre unser Leben kaum denkbar. Es gibt zwar Produkte, die nicht aus Plastik bestehen, aber die meisten davon sind zumindest darin verpackt. Werner Boote geht es denn auch nicht darum, Plastik an sich zu verteufeln, sondern die Lügen aufzudecken, welche uns darüber von der Plastikindustrie aufgetischt werden. Trotzdem ist das Resultat erschreckend, und lässt uns Plastik mit einem Blick tiefer Skepsis betrachten. Wer lieber unbeschwert als aufgeklärt lebt, sollte also weder den Film schauen noch diese Rezension weiterlesen.</p>
<h3>Giftiges Badespielzeug</h3>
<p>Eine der viele Stationen auf Werner Bootes Reise um die Welt ist Shanghai, wo man ihn, nicht wie in Europa, eine Plastikfabrik besuchen lässt. Stolz zeigt man ihm die Plastiktücher, aus welchen unter anderem aufblasbares Badespielzeug für Kinder produziert werden. Als Werbegeschenk erhält er auch gleich einen aufblasbaren Plastikglobus, der dem Film wohl auch seinen Titel gab. Als Boote seine chinesische Führerin jedoch fragt, ob er auch die Chemielabors besichtigen könne, wo der Plastik hergestellt wird, wird ihm dies verweigert. Das Rezept sei ein Geheimnis, so die Begründung. Bis dahin scheint die nette Führerin noch geglaubt zu haben, Boote sei ein Kunde, welcher die Besichtigung für seine Firma mit der Kamera festhält. Als ihr klar wird, dass der stämmige Europäer eine Dokumentation über Plastik dreht, erhält sie die Anweisung, den Herren so schnell wie möglich herauszukomplimentieren.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7426" title="plastic planet 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/plastic-planet-2.jpg" alt="plastic planet 2" width="550" height="310" />Boote lässt später den Plastikglobus chemisch analysieren, und erfährt, dass er giftige Weichmacher enthält, die mit der Zeit freigesetzt würden. Dass dies nicht nur bei chinesischen Plastikfirmen keine Seltenheit ist, wird Boote aber bald klar. Plastikhersteller auf der ganzen Welt deklarieren die Inhaltsstoffe ihrer Produkte nämlich grundsätzlich nicht – auch nicht den Konzernen, welchen sie den Plastik verkaufen. Woraus also z.B. eine Coca Cola PET-Flasche besteht, wissen nur die Hersteller des Plastiks.</p>
<h3>Plastik im Hormonhaushalt</h3>
<p>Plastik ist aber nicht nur gefährlich, weil er sich über die Zeit zersetzt und giftige Inhaltsstoffe freigibt. Noch weit bedenklicher ist, dass ein Grossteil des weltweit weggeworfenen Plastik im Meer und damit früher oder später in unserem Trinkwasser landet. Werner Boote begleitet im Film ein Forschungsteam, welches im Meer nach Plastik fischt. Das Netz muss nicht lange ausgeworfen werden, um Hunderte von Plastikteilen herauszufischen, mikroskopisch kleine und beachtlich grosse. Die kleinsten nehmen wir täglich über unser Trinkwasser auf, ohne zu wissen, dass gewisse Plastiken krebserregend sind oder unfruchtbar machen. Plastik fördert unter anderem nämlich die Östrogenproduktion, was bei Fischen dazu führt, dass männliche Exemplare zu Zwittern werden.</p>
<p>Mit John Taylor, dem ehemaligen Präsidenten von Plastics Europe, holt sich Boote auch einen Bösewicht vor die Kamera. Dieser versucht charmant, die Vorbehalte des Filmemachers gegen die Plastikindustrie zu zerstreuen, und preist Plastik als das wertvollste und nützlichste Material aller Zeiten. Auf die gesundheitlichen Risiken angesprochen, räumt er lediglich ein, es gäbe einen Optimierungsbedarf bei gewissen Herstellern. Einen zweiten Termin, zu welchem Boote mit einem ganzen Reisekoffer voller wissenschaftlicher Studien, welche die Schädlichkeit von Plastik beweisen, erscheinen will, bekommt er nicht. Als der Filmemacher schliesslich bei einem Kongress aufkreuzt, flüchtet Taylor regelrecht vor ihm und lässt ihn von den Sicherheitskräften wegweisen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7427" title="plastic planet 3" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/plastic-planet-3.jpg" alt="plastic planet 3" width="550" height="310" /></p>
<p>Obwohl Werner Boote wie Erwin Wagenhofer (der mit &#8220;We feed the World&#8221; und &#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; wohl die besten europäischen Wirtschaftsdokus des vergangenen Jahrzehnts gedreht hat) aus Österreich kommt, erinnert &#8220;Plastic Planet&#8221; mehr an die Filme Michael Moores. Anders als Wagenhofer scheut sich Boote nicht, seinen gut recherchierten und informativen Film mit Archivaufnahmen, Trickfilmsequenzen und einer ganz persönlichen Perspektive aufzupeppen. Dies macht &#8220;Plastic Planet&#8221; kurzweilig, ohne dass er dabei an Ernsthaftigkeit verlieren würde. Boote inszeniert sich als Durchschnittskonsumenten, der endlich mal wissen will, was ihm einer der grössten Industriezweige der Erde verschweigt. In einer abschliessenden Aktion, die ebenfalls an Michael Moore erinnert, klebt Boote auf sämtliche Produkte eines Supermarktes Kleber mit Aufschriften &#8220;Plastic kills&#8221;. Halb geklaut, aber dennoch gelungen.</p>
<h3>Plastik ist böse – und wie weiter?</h3>
<p>Für den Zuschauer bleibt jedoch am Schluss die Frage, was er denn nun tun soll gegen die Plastikgiganten, die für ein bisschen mehr Profit riskieren, dass die Weltmeere auf Jahrhunderte hinaus verschmutzt sind und wir beim Wassertrinken krebserregende und hormonverändernde Stoffe zu uns nehmen. Natürlich können wir weniger Produkte aus Plastik kaufen, aber um das Problem schon nur längerfristig zu lösen, müssten sich sämtliche Plastikhersteller der Welt verpflichten, keine giftigen Stoffe in ihrer Produktion mehr zu verwenden. Da dies wohl kaum geschehen wir, müsste eine Alternativen zu Plastik her. Eine solche gibt es zwar, aber das Material dafür ist Biomasse, welche wertvolle Agrarfläche in Anspruch nimmt. Plastik damit zu ersetzen ist also schlicht undenkbar.</p>
<p>Man darf sich daher wohl zurecht fragen, ob es nicht einfacher ist, darauf zu warten, dass uns das Erdöl ausgeht, was wohl keine zwanzig Jahre mehr dauern dürfte. Denn dann ist eh Schluss mit Plastik. Und mal ganz ehrlich, Unfruchtbarkeit mag für den Einzelnen schrecklich sein, aber im Hinblick darauf, dass die Übervölkerung unseres Planeten das schlimmste der auf uns zukommenden Probleme ist, hat das Ganze vielleicht auch seine gute Seite. Denn dass der Mensch sich selbst ausrottet, wäre definitiv das beste, was unserem Planeten seit der letzten Eiszeit geschehen ist.</p>
<h3>Ausstattung</h3>
<p>&#8220;Plastic Planet&#8221; hat einiges an Bonusmaterial zu bieten. Zu einer Reihe nicht verwendeter Szenen gesellt sich eine kurze Doku über eine Familie, welche versucht, auf Plastik zu verzichten.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 16. September 2010 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Plastic Planet (Österreich 2009)            <br />
 Regie: Werner Boote<br />
 Darsteller: Werner Boote, Jon Taylor, Theo Colborn, Margot Wallström<br />
 Genre: Dokumentation<br />
 Dauer: 95 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprache: Deutsch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1<br />
 Bonusmaterial: Deleted Scenes, Das Experiment zum Film, Das Buch zum Film, Trailer, Teaser<br />
 Vertrieb: Praesens Film</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.plastic-planet.at/" target="_blank">Offizielle Seite</a><br />
 Spannende, professionell gestaltete Website mit weiterführenden Informationen zum Thema.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Common Threads&#8221; von Robert Epstein</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/07/common-threads/</link>
		<comments>http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/07/common-threads/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 06:52:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fee Anabelle Riebeling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokus]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Howard]]></category>
		<category><![CDATA[David C. Campbell]]></category>
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		<category><![CDATA[David Mandell Jr.]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Tom Waddell]]></category>
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		<category><![CDATA[Vito Russo]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/07/common-threads/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/common-threads-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Als Marvin Feldman im Oktober 1986 an Aids stirbt, näht sein Lebensgefährte Cleve Jones ein Gedenktuch in den Ausmassen des noch frischen Grabes. Er schreibt den Namen des Verstorbenen darauf, die Erinnerung an den Freund soll so gewahrt werden. Andere schliessen sich ihm an und knüpfen ihre Laken aneinander. Der Aids Memorial Quilt ist geboren. Aus der Trauerarbeit eines Einzelnen wächst eine den Globus umspannende Initiative. „Common Threads – Stories from the Quilt“ geht zurück zu den Anfängen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Für immer unvergessen</h1>
<h2>&#8220;Common Threads – Stories from the Quilt&#8221; von Robert Epstein und Jeffrey Friedman</h2>
<h3>Als Marvin Feldman im Oktober 1986 an Aids stirbt, näht sein Lebensgefährte Cleve Jones ein Gedenktuch in den Ausmassen des noch frischen Grabes. Er schreibt den Namen des Verstorbenen darauf, die Erinnerung an den Freund soll so gewahrt werden. Andere schliessen sich ihm an und knüpfen ihre Laken aneinander. Der Aids Memorial Quilt ist geboren. Aus der Trauerarbeit eines Einzelnen wächst eine den Globus umspannende Initiative. „Common Threads – Stories from the Quilt“ geht zurück zu den Anfängen.</h3>
<p>Von Fee Anabelle Riebeling</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-7178" title="common threads" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/common-threads.jpg" alt="common threads" width="200" height="283" />Der stetig wachsende Quilt (engl. Steppdecke) wird seither regelmässig der Öffentlichkeit präsentiert. Doch nicht nur das: Die Hinterbliebenen verlesen auch die Namen ihrer an der Immunschwächekrankheit verstorbenen Freunde und Angehörigen. Dabei wollen sie nicht nur an die Toten gedenken: Sie wollen ebenfalls mahnen und sich für die Diskriminierung von Homosexuellen und HIV-Infizierten stark machen. Sie fordern ein Gesundheitssystem mit ausreichender Vorsorge und Krankenbetreuung. Denn nicht nur die Verstorbenen sollen nicht in Vergessenheit geraten, sondern auch die Krankheit selbst.</p>
<h3>Filmischer Quilt</h3>
<p>„Common Threads – Stories from the Quilt“, 1989 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet und nun erstmals auf DVD erhältlich, ist nach wie vor aktuell: Mit rund 2,7 Millionen Neuansteckungen im Jahr 2008 stieg die Zahl der Infizierten auf etwa 33 Millionen Menschen weltweit. Der Film von Robert Epstein und Jeffrey Friedman dokumentiert die späten achtziger Jahre, als die Erkrankung in den USA gehäuft auftritt und erstmals von Gesundheitsexperten und der Öffentlichkeit als Epidemie wahrgenommen wird.</p>
<p>Die Regisseure knüpfen ihren eigenen Quilt: Sie kombinieren eindrücklich Archivbilder von Betroffenen mit Nachrichtenbildern, lassen Mediziner, Politiker und Angehörige zu Wort kommen und zeigen anhand von (Einzel-)Schicksalen und Episoden, mit welchen Vorurteilen und Schwierigkeiten Erkrankte zu kämpfen hatten. Denn noch hatte niemand die Krankheit und ihre Bedeutung verstanden. So zeigen Epstein und Friedman beispielsweise einen jungen Eddie Murphy, der bei sich bei einem Auftritt über die Verbreitung der Krankheit unter Homosexuellen auf heute kaum mehr nachvollziehbare Weise lustig macht.</p>
<h3>Ratlosigkeit, Schuldzuweisungen, Mahnmal</h3>
<p>Die Filmemacher kommentieren dies alles nicht, sondern lassen die auf Celluloid gebannten Zeitdokumente für sich selber sprechen. Das berührt tief, schockiert und bewegt nachhaltig. Und es sind vor allem die ausbleibenden Reaktionen, die auch noch im Nachhinein sprachlos machen: Denn so bestürzend die sich dazumal häufenden Übergriffe auf Schwule auch erscheinen mögen, das Nichtstun der Reagan’schen Administration demonstriert die globale Machtlosigkeit angesichts der Epidemie.</p>
<p>Umso stärker wirken hingegen die sechs sehr persönlichen Porträts der an Aids verstorbenen Protagonisten, die zeigen, dass nicht eine bestimmte sexuelle Präferenz für eine Erkrankung ausschlaggebend ist, sondern die Infektion auf unterschiedliche Weise geschehen kann. Der Film scheut sich nicht, Ängste, Leid und Trauer offen zu zeigen. Die Schicksale von Tom Waddell, Robert Perryman, David Mandell Jr., Jeffrey Sevcik, David C. Campbell und Tracey Torrey, der noch während der Dreharbeiten an Aids gestorben ist , stehen stellvertretend für alle Erkrankten.</p>
<p>&#8220;Common Threads – Stories from the Quilt&#8221; wiegt schwer, doch es ist wichtig, ihn zu kennen. Denn er hilft zu verstehen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit September 2010 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Common Threads – Stories from the Quilt (USA 1989)<br />
 Regie: Rob Ebstein, Jeffrey Friedman<br />
 Darsteller: Jerry Falwell, Ronald Reagan, Elizabeth Taylor, Jeffrey Sevcik, Gary Walsh, Dr. Tom Waddell, David Mandell Jr., Vito Russo, David Mandell, Tracy Torrey, David C. Campbell, Charles Howard, Sara Lewinstein, Sallie Perryman, Rock Hudson<br />
 Genre: Dokumentation<br />
 Dauer: 79 Minuten<br />
 Bildformat: 4:3<br />
 Sprache: Deutsch, Englisch<br />
 Untertitel: Deutsch<br />
 Audio: Dolby Digital 2.0<br />
 Vertrieb: Praesens</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Porno unplugged&#8221; von Fabian Burstein</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/11/14/porno-unplugged-von-fabian-burstein/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 08:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokus]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Burstein]]></category>
		<category><![CDATA[Mick Blue]]></category>
		<category><![CDATA[Porno]]></category>
		<category><![CDATA[Renee Pornero]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/11/14/porno-unplugged-von-fabian-burstein/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/11/porno-unplugged-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Pornographie ist eine der grössten und gleichzeitig geächtetsten Wirtschaftszweige der modernen Welt. Der österreichische Dokumentarfilmer Fabian Burstein versucht in "Porno unplugged", hinter die Kulissen der Erotikbranche zu schauen – was genau er dort zu finden hofft, bleibt allerdings bis zum Ende offen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Doku-Roadmovie ohne grosse Erkenntnis</h1>
<h2>&#8220;Porno unplugged&#8221; von Fabian Burstein</h2>
<h3>Pornographie ist eine der grössten und gleichzeitig geächtetsten Wirtschaftszweige der modernen Welt. Der österreichische Dokumentarfilmer Fabian Burstein versucht in &#8220;Porno unplugged&#8221;, hinter die Kulissen der Erotikbranche zu schauen – was genau er dort zu finden hofft, bleibt allerdings bis zum Ende offen.</h3>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-1281" title="porno unplugged" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/11/porno-unplugged.jpg" alt="porno unplugged" width="200" height="284" />Budapest, Wien, Graz, Bad Ischl, Las Vegas, Los Angeles – Fabian Burstein folgt der Pornobranche in seinem Film von Ost nach West. &#8220;Porno unplugged&#8221; ist eine Art Roadmovie-Dokumentarfilm von einem, der auszog, mehr über das Phänomen Pornographie zu erfahren. Drei österreichische Ikonen der Branche holt er dabei vor die Kamera: Thomas Janisch, Chef des weltbekannten österreichischen Sexmagazins ÖKM, die Ex-Anal-Queen Renee Pornero, und Shooting Star Mick Blue, der sich auf dem amerikanischen Markt einen Namen gemacht hat. In Interviews mit ihnen sucht Burstein eine Antwort. Doch die Frage, die zu dieser gehört, wird niemals wirklich gestellt.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Eindrücke statt Erkenntnisgewinn</strong><br />
&#8220;Für Pornographie gibt es nicht die eine Erklärung&#8221;, konstatiert Burstein zu Beginn seines Films. Damit wäre die Frage eigentlich gestellt: &#8220;Warum gibt es Pornographie?&#8221;. Bursteins Antwort überrascht wenig, lässt jedoch erwarten, dass der Film, wenn nicht eine Erklärung, zumindest mehrere mögliche liefert. Doch Antworten sind genau das, was &#8220;Porno unplugged&#8221; nicht zu bieten hat; wer Zahlen, Fakten und Diagramme erwartet, wird enttäuscht – alles, was es zu sehen gibt, sind Eindrücke einer Reise durch eine Welt, mit der wir alle irgendeinmal konfrontiert werden, ohne sie wirklich zu verstehen.</p>
<p>Strukturiert wird diese Reise durch Interviewsequenzen mit dem österreichischen Pornojäger Martin Humer, einen konservativen Katholiken, der mit Aktionen und Strafanzeigen den Einzug von Pornographie in die österreichische Mainstreamkultur bekämpft. Zwischen diesen Interviewsequenzen zeigt Burstein, dass es dafür längst zu spät ist; Pornographie ist Mainstream, ist eine Branche mit einem Jahresumsatz von um die 20 Milliarden Dollar, sie ist überall und überall erfolgreich. Obwohl es kaum Eltern geben dürfte, die hoffen, dass ihre Kinder eines Tages in dieser Branche tätig und erfolgreich sein werden, wird das Erotikgewerbe seine Klischees je länger je mehr los.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Berufswahl Pornostar</strong><br />
Was &#8220;Porno unplugged&#8221; denn auch wirklich zu leisten vermag, ist zu zeigen, dass in der Pornobranche tätige Leute auch nur Menschen sind, und keineswegs gefühlskalte Nymphomaninnen und dauergeile Zuchthengste. Eine der ersten Stationen auf Bursteins Reise ist das Elternhaus von Pornodarsteller Mick Blue, wo dessen Mutter erzählt, wie ihre Familie mit der ungewöhnlichen Berufswahl ihres Sohnes umging und umgeht. Der eigentliche Hauptdarsteller von Bursteins Film, Mick Blue, wird somit ganz bewusst nicht als rammelnde Sexmaschine eingeführt, sondern als Kind, als Schüler, als junger Erwachsener, der irgendwann aus eigenem Antrieb zu einem Pornocasting ging, und kurz darauf eine steile Karriere startete.</p>
<p>Nicht viel anders erging es der österreichischen Pornoqueen Renee Pornero. Noch früher als Mick Blue ergriff begann sie, sich selbst zu vermarkten und wurde zu einer Vorreiterin der Webcampornographie. Auch sie zeigt Burstein nicht als das perverse, verdorbene Luder, welches man hinter ihrem Künstlernamen wohl vermuten würde, sondern als sympathische, intelligente Geschäftsfrau, die auch mal am Herd steht und Omeletten macht. Deutlicher könnte man mit Vorurteilen, die man gegenüber Pornostars haben mag, kaum aufräumen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Sinnlose Landschaftsaufnahmen</strong><br />
Dass Pornodarsteller auch nur Menschen sind, ist allerdings eine Erkenntnis, die zu erlangen man keinen zweistündigen Dokumentarfilm zu schauen braucht. &#8220;Porno unplugged&#8221; vermag aber leider nicht viel mehr. Interessante Fragen, wie jene, warum Pornographie immer extremer wird und fast nur noch Sexualpraktiken dargestellt werden, welche die wenigsten von uns jemals ausprobieren möchten, bleiben im Raum stehen. Zudem ermüdet die Beschränkung auf Mick Blue und Renee Pornero mit der Zeit, während die zahlreichen Männer und Frauen, mit denen die beiden vor der Kamera kopulieren, stumm bleiben und nie die Gelegenheit bekommen, ihre eigene Geschichte zu erzählen.</p>
<p>Dem Film auch nicht besonders zuträglich sind die Landschaftsaufnahmen, die Burstein immer wieder in längeren Sequenzen über den Bildschirm flimmern lässt. Diese mögen zeigen, dass Burstein ein gutes Auge für schöne Bilder und poppige Zusammenschnitten hat, zum Film tragen sie jedoch wenig bei und ziehen ihn nur unnötig in die Länge. Trotz guter Interviews und einiger spannender Einblicke in die Erotikbranche erfährt man in &#8220;Porno unplugged&#8221; erstaunlich wenig über da, worüber 105 Minuten geredet wird. Und irgendwie sollte ein Dokumentarfilm doch genau das tun; einem etwas näher bringen, das einem fremd ist, das man nicht kennt, und das man verstehen möchte.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Ausstattung</strong><br />
Im &#8216;Making of&#8217; spricht Fabian Burstein etwas weniger mystisch als er dies als Kommentator im Hauptfilm tut, und weiss die eine oder andere Geschichte zu erzählen, die spannender wäre als die dort gezeigten. Nicht verwendetes, aber durchaus sehenswertes Material gibt es ebenfalls zu sehen, einzig die zeitgerafften Szenen aus Pornodrehs, begleitet von einem nervigen Schnellvorlaufgeräusch, nerven. Eine schöne Zugabe bei der Special Edition ist die Soundtrack CD, die einige der coolen Tracks zu bieten hat, mit welchen der Film musikalisch untermalt ist.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 23. Oktober 2009 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Porno Unplugged (Österreich 2009)            <br />
Regie: Fabian Burstein<br />
Darsteller: Mick Blue, Renee Pornero, Thomas Janisch, Martin Humer<br />
Genre: Dokumentarfilm<br />
Dauer: 105 Minuten<br />
Sprachen: Deutsch<br />
Untertitel: Englisch<br />
Bonusmaterial: Soundtrack-CD, Making of, Trailer und Teaser<br />
CH-Verleih: Impuls</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
<a href="http://www.pornounplugged.com/index.html" target="_blank">Trailer und offizielle Seite</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Don&#8217;t try this at home&#8221; von Mathias Maaß</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/10/01/dont-try-this-at-home-von-mathias-maas/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 22:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokus]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/10/01/dont-try-this-at-home-von-mathias-maas/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/dont-try-this-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Filme wie "Festen", "Breaking the Waves", "My Brother Tom" oder "Der Felsen" brachen zwischen 1995 und 2003 ein grosses Tabu; sie wandten sich ab von der Hollywoodschen Bildästhetik und deren traditionellen Formate wie 16mm oder 35mm und versuchten, mit Amateurkameras eine neue Bildsprache zu schaffen. In "Don't try this at home" geben die drei grossen Regisseure dieser neuen Kinoästhetik Auskunft über ihr Schaffen und die gebrochenen Tabus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Das körnige Bild erobert die Leinwand</h1>
<h2>&#8220;Don&#8217;t try this at home&#8221; von Mathias Maaß</h2>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Filme wie &#8220;Festen&#8221;, &#8220;Breaking the Waves&#8221;, &#8220;My Brother Tom&#8221; oder &#8220;Der Felsen&#8221; brachen zwischen 1995 und 2003 ein grosses Tabu; sie wandten sich ab von der Hollywoodschen Bildästhetik und deren traditionellen Formate wie 16mm oder 35mm und versuchten, mit Amateurkameras eine neue Bildsprache zu schaffen. In &#8220;Don&#8217;t try this at home&#8221; geben die drei grossen Regisseure dieser neuen Kinoästhetik Auskunft über ihr Schaffen und die gebrochenen Tabus.</strong></h3>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen-test.ch/wp-content/uploads/2009/10/dont-try-this.jpg"></a><img class="size-full wp-image-347 alignright" title="don't try this" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/dont-try-this.jpg" alt="don't try this" width="200" height="283" />Robby Müller, Kameramann von Wim Wenders und Jim Jarmush, löste mit &#8220;Breaking the Waves&#8221; (1996) einen Skandal unter Kameraleuten aus. Die wacklige Handkamera, welche zu einem der Markenzeichen des dänischen Dogmafilms wurde, widersprach allem, was man bis anhin für gute Kameraführung gehalten hatte. Noch radikaler setzte Anthony Doo Mantle, der diesen Frühling den Kamera-Oscar für &#8220;Slumdog Millionaire&#8221; erhielt, die Handkameratechnik in &#8220;Festen&#8221; (1998) von Thomas Winterberg um. Entsprach &#8220;Breaking the Waves&#8221; abgesehen von der Kameraführung noch einigermassen der aus Hollywood gewohnten Bildästhetik, wurde &#8220;Festen&#8221; konsequent mit einer handelsüblichen Amateurkamera gedreht, ohne künstliches Licht und ebenfalls ohne Stativ. Mantle und Müller ernteten Spott und Verachtung für ihre Tabubrüche, drehten mit &#8220;My brother Tom&#8221;, &#8220;Dancer in the Dark&#8221; (Müller), &#8220;&#8221;Julien Donkey-Boy&#8221; und &#8220;28 Days later&#8221; (Mantle) jedoch vier weitere bahnbrechende Filme, die mit Amateurkameras arbeiteten.</p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Neue Wege der Bildsprache</strong></p>
<p>Benedict Neuenfels brachte die Handkameraästhetik 2002 nach Deutschland. Wegen kurzfristiger Streichungen im Budget sahen sich die Macher von &#8220;Der Felsen&#8221; gezwungen, bei der Produktion zu sparen, was Kameramann Neuenfels dazu brachte, auf eine Amateurkamera umzusteigen. Einen eigenen Stil mit Mini-DV Kameras entwickeln wollte er allerdings ebenso wenig wie Müller und Mantle. Die Wahl der ungewöhnlichen Bildästhetik trafen die drei Kameramänner nicht aus Protest gegen herkömmliche Formate, sondern weil ihnen der &#8220;Amateurstil&#8221; zum Inhalt des Films zu passen schien. Sie schufen damit weniger eine Gegenbewegung zum Mainstreamhochglanz, sondern öffneten viel mehr neue Wege, Geschichten optisch interessant und passend umzusetzen.</p>
<p>&#8220;Don&#8217;t try this at home&#8221; versucht, diese Revolution anhand von Interviews mit den drei Kameraleuten zu vergegenwärtigen. Filmausschnitte und eingeblendete Texterklärungen verdeutlichen dabei, wovon gesprochen wird. Dennoch, so interessant die Dokumentation ist, richtet sie sich stark an ein Publikum, welches Interesse an Kameratechnik und Kamerageschichte hat – gerade wer die Filme, welche diskutiert werden, nicht gesehen hat, wird die Dokumentation etwas unanschaulich finden. Damit bleibt &#8220;Don&#8217;t try this at home&#8221; eine lehrreiche Dokumentation über die &#8220;Revolution der Bildgestaltung im Spielfilm&#8221;, allerdings mit dem klaren Label &#8220;Special Interest&#8221;.</p>
<p><strong>Austattung</strong></p>
<p>Als Bonusmaterial finden sich auf der DVD knapp 80 Minuten ungeschnittenes Originalmaterial aus den drei Interviews. Dieses ist unterteilt in die vier Themenbereiche Licht, Schärfe, Kameraführung und Demokratisierung des Filmgeschäftes. In einem 5-minütigen Interview erzählt Matthias Maaß zudem, warum er einen Film über die Bildästhetik von in Spielfilmen verwendeten Amateurkameras machen wollte.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 6. August 2009 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Don&#8217;t try this at home (Deutschland 2006)<br />
 Regie: Matthias Maaß<br />
 Darsteller: Robby Müller, Anthony Doo Mantle, Benedict Neuenfels<br />
 Genre: Dokumentarfilm<br />
 Dauer: 66 Minuten<br />
 Bildformat: 4:3<br />
 Sprachen: Englisch und Deutsch<br />
 Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch<br />
 Bonusmaterial: Interview mit Regisseur Matthias Maaß, ungeschnittenes Originalmaterial aus den Interviews zu den Themen Licht, Schärfe, Kameraführung und Demokratisierung<br />
 CH-Verleih: Praesens Film AG</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; von Erwin Wagenhofer</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/09/01/lets-make-money/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 06:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokus]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/09/01/lets-make-money/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/Lets-make-money-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Es gibt kaum noch jemanden, der es wagt zu bestreiten, dass die Finanzkrise das unausweichliche Resultat einer fundamentalen Fehlentwicklung des globalen Finanzwesens war. Wie es momentan aussieht, wird dies jedoch kaum etwas daran ändern, dass die unmenschliche westliche Marktwirtschaft ihren Wohlstand auf Kosten der Dritten Welt vergrössert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Zielsicher in die Barbarei</h1>
<h2>&#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; von Erwin Wagenhofer</h2>
<p><strong> </strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-757" title="Lets make money 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/Lets-make-money-1.jpg" alt="Lets make money 1" width="550" height="338" /></p>
<p><strong>Es gibt kaum noch jemanden, der es wagt zu bestreiten, dass die Finanzkrise das unausweichliche Resultat einer fundamentalen Fehlentwicklung des globalen Finanzwesens war. Wie es momentan aussieht, wird dies jedoch kaum etwas daran ändern, dass die unmenschliche westliche Marktwirtschaft ihren Wohlstand auf Kosten der Dritten Welt vergrössert. Dies und mehr zeigt &#8220;Let&#8217;s make money&#8221; in schockierenden 108 Minuten Aufklärung.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p>Burkina Faso ist ein Land in Westafrika, mit zweimal so vielen Einwohnern und einer sechsmal so grossen Fläche wie die Schweiz. Der Rohstoff, welcher die Bevölkerung des Landes, das zu den ärmsten der Welt gehört, ihr Existenz verdanken, ist Baumwolle. Da sie in mühseliger Arbeit von Hand geerntet wird, gehört sie zu der qualitativ besten der Welt. Verkaufen lässt sie sich dennoch nur schwer, denn der Markt gehört den USA, welche durch Subventionen an ihre eigene Produktion zum unbesiegbaren Konkurrenten für Burkina Faso und andere afrikanischen Länder werden. Hätte die handgepflückte Baumwolle freien Zugang zum Weltmarkt, wäre Burkina Faso längst von der Liste der hochverschuldeten Entwicklungsländer verschwunden. Dummerweise ist sein Gläubiger, die Weltbank, nur bedingt daran interessiert, dass dies je passiert. Denn die Weltbank ist, trotz ihres scheinbar internationalen Charakters, fest in amerikanischen Händen.</p>
<p><strong>Wirtschaftskiller und Schakale</strong></p>
<p>Über die Machenschaften der Weltbank und anderen Finanzinstituten klärt in &#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; nicht etwa eine ultralinke, Verschwörungstheorien brauende Aktivistin auf, sondern ein ehemaliger &#8220;Wirtschaftskiller&#8221;. Dessen Aufgabe war es, systematisch Drittweltländern mit profitablen Rohstoffen auszumachen, in welche die Weltbank investieren konnte, wobei investieren hiess, das Land in Schulden zu treiben, die über die Rohstoffe abbezahlt werden mussten. Die Stärkung des Dollars nach dem Vietnamkrieg war in erster Linie den Wirtschaftskillern zu verdanken, da diese die arabischen Länder dazu brachten, ihr Öl nur in Dollar zu verkaufen. Scheitern die Wirtschaftskiller, weil die politische Führung eines Landes unbestechlich ist, werden die &#8220;Schakale&#8221; in Land geschickt, um die politische Führung zu ermorden, was in einigen mittel- und südamerikanischen Staaten geschah. Scheitern auch die Schakale, wie im Irak, bleibt als letzte Lösung ein von den USA geführter Militärschlag.</p>
<p><strong>Europa – ein Tennisclub für die Elite</strong></p>
<p>Obwohl die USA zu den bissigsten Wirtschaftshunden gehört, stehen ihr die mitteleuropäischen Staaten in keine Weise nach. Einige der bedenklichsten Aussagen des Films werden von Gerhard Schwarz, Leiter der NZZ Wirtschaftsredaktion und Lehrbeauftragter an der Uni Zürich, gemacht. Unreflektiert wie ein SVP-Gemeinderat, der nicht über sein eigenes Unternehmen hinaussieht, entwirft er folgendes Gleichnis: Ein liberaler Staat ist wie ein Tennisclub. Wie dieser darf er von Neumitgliedern (also Immigranten) zusätzlich zum Mitgliederbeitrag einen Eintrittspreis verlangen, da die Neuen ja sonst von etwas profitieren würden, wozu sie nichts beigetragen haben. Mit anderen Worten: da Migranten aus Drittweltländern nichts zum Wohlstand in der Schweiz beigetragen haben, müssen sie erst einen Beitrag leisten, um bei uns aufgenommen zu werden.</p>
<div id="attachment_758" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-758" title="Lets make money 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/Lets-make-money-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="309" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>Die Wahrheit sieht leider anders aus. Wie Erwin Wagenhofer im Interview erklärt, war es gerade die Absicht seines Films zu zeigen, dass die Drogendealer und kriminellen Ausländer, über welche sich rechte Parteien quer durch Europa beschweren, alles andere als freiwillig bei uns herumlungern, sondern schlicht in jene Länder flüchten, welche ihnen in ihrer Heimat die wirtschaftliche Existenzgrundlage zerstört haben. Der Wohlstand, auf den wir so stolz sind, ist einzig und allein durch die wirtschaftliche Ausbeutung afrikanischer, arabischer und asiatischer Länder möglich.</p>
<p><strong>Die Finanzkrise – ein Kind des Neoliberalismus</strong></p>
<p>Zu verdanken haben wir die aktuelle Krise des Finanzwesens dem Neoliberalismus, welcher mit Maggie Thatcher und Ronald Reagan Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre an die Macht kam. Dieser weichten die Regulierungen und die staatlichen Kontrollen für Banken und Finanzinstitute auf, um die Wirtschaft von lästigen Spielregeln zu befreien. Tatsächlich waren diese Spielregeln nach der Weltwirtschaftskrise ins Leben gerufen worden, um weitere Krisen ähnlicher Art zu verhindern. Der Neoliberalismus, so formuliert es ein Abgeordneter des Deutscher Bundestags schön, hat das langfristige Denken abgeschafft und den riskanten kurzfristigen Gewinn zur Lebensphilosophie der Wirtschaft erhoben. Heute hat die Freiheit des Finanzwesens solche Massen angenommen, dass es toleriert wird, wenn künstlich geschaffene Steuerparadiese – wie die in &#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; porträtierte Kanalinsel Jersey – 11,5 Billionen Dollar systematisch vor staatlichen Steuerbehörden verstecken. Gerhard Schwarz entschuldigt solche Wirtschaftskriminalität, wie sie auch die Schweiz betreibt, mit den schockierenden Worten, dass ihm menschlichen Naturzustand alles privat sei.</p>
<p><strong>Die Korruption der Menschenrechte</strong></p>
<p>&#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; wirft einen nüchternen, aber rasiermesserscharfen Blick hinter die Kulissen des Finanzsystems, welches wir nun mit staatlichen Subventionen zu retten versuchen, obwohl es die Krise, in welcher wir uns befinden, erst ermöglicht hat. In kurzen Episoden springt der Film von Schauplatz zu Schauplatz, von Indien nach Österreich, von Burkina Faso nach Washington, von Genf nach London, von Jersey an die Spanische Costa del Sol, an welcher menschenleere Golfplätze in der Wüste mit jenem Wasser grün gehalten werden, das der andalusischen Bevölkerung fehlt. Menschenrechtsverletzungen gibt es nicht nur in China, in Iran oder auf Guantánamo, es gibt sie überall, und nur zu oft werden sie durch jenes Geld finanziert, das wir auf der Bank &#8220;für uns arbeiten&#8221; lassen. Doch wir sind inzwischen so gut im kollektiven Verdrängen, so dass wir dennoch irgendwie mit uns leben können. Leider.</p>
<p><strong>Die Streitfrage des Dokumentarfilms</strong></p>
<p>Wie schon in &#8220;We feed the World&#8221; arbeitet Erwin Wagenhofer auch in &#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; ohne Off-Kommentar. Der Film lebt ganz von seinen eindrücklichen Bildern und von zahlreichen Interviews, in welchen eine Reihe von Aussagen gemacht werden, die durch Mark und Bein gehen. Einerseits bleibt der Film damit so objektiv wie möglich und behält den moralischen Zeigefinger brav in der Hosentasche. Wer den Film sieht, muss die Puzzleteile einzeln zusammensetzen und sich seine eigene Meinung bilden. Dies verleiht &#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; ein sehr hohes Mass an Glaubwürdigkeit, beraubt ihn aber gleichzeitig der Möglichkeit der Breitenwirkung. Der Film ist sehr viel tiefer und genauer als beispielsweise ein Michael Moore Film, der aus Prinzip einseitig, subjektiv und manipulierend ist. Andererseits wird &#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; gerade deshalb auch nicht annähernd ein so breites Publikum finden. Lösen lässt sich dieses Dilemma nicht, und es steht uns Filmkritikern nicht an, Wagenhofer die Arbeitsweise populärer Dokus zu empfehlen. Was wir jedoch können, ist &#8220;Let&#8217;s make Money&#8221; als unerhört beeindruckenden Dokumentarfilm wärmstens zu empfehlen. Ganz ehrlich: wen der Film nach den 108 Minuten unberührt gelassen hat, der darf den Verfasser dieser Rezension eine halbe Stunde nach allen Regeln der Kunst durchprügeln.</p>
<p><strong>Ausstattung</strong></p>
<p>Unbedingt zu empfehlen ist das auf der DVD enthaltene 28minütige &#8216;Making of&#8217;. In diesem werden im Hauptfilm nicht verwendete, aber höchst brisante Interviewsequenzen gezeigt und Erwin Wagenhofer entpuppt sich als höchst interessanter Interviewpartner. Für Lehrpersonen wartet die DVD zudem mit Unterrichtsmaterial auf – ein seltenes, aber überaus sinnvolles Extra.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 18. Juni 2009 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Le&#8217;ts make Money (Österreich 2008)<br />
 Regie: Erwin Wagenhofer<br />
 Darsteller: diverse Finanztycoons, Aasgeier und Wirtschaftsexperten<br />
 Genre: Dokumentarfilm<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprachen: Deutsch<br />
 Vertrieb: Max Vision</p>
<p><strong>Im Netz</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ATMNDZtsx-A" target="_blank">Trailer<br />
 </a><a href="http://www.letsmakemoney.at" target="_blank">Offizielle Seite</a> (mit interessanten Hintergrundartikeln)</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;The Oil Crash&#8221; von Basil Gelpke und Ray McCormack</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/09/01/the-oil-crash/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 04:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nahaufnahmen-test.ch/?p=741</guid>
		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/09/01/the-oil-crash/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/Oil-Crash-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Dass wir in zwanzig Jahren statt in Autos in Pferdekutschen zur Arbeit fahren, ist weniger absurd, als man denkt. Dass die Tage des Erdölzeitalters gezählt sind, wissen wir alle, nur wahrhaben will es niemand. Die erstklassige Dokumentation "Oil Crash" nimmt sich des Themas an, und zeigt, was uns wohl schon in den nächsten Jahrzehnten erwartet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Der schwarze Gott</h1>
<h2>&#8220;The Oil Crash&#8221; von Basil Gelpke und Ray McCormack</h2>
<p><strong> </strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-742" title="Oil Crash 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/Oil-Crash-1.jpg" alt="Oil Crash 1" width="550" height="370" /></p>
<p><strong>Dass wir in zwanzig Jahren statt in Autos in Pferdekutschen zur Arbeit fahren, ist weniger absurd, als man denkt. Dass die Tage des Erdölzeitalters gezählt sind, wissen wir alle, nur wahrhaben will es niemand. Die erstklassige Dokumentation &#8220;Oil Crash&#8221; nimmt sich des Themas an, und zeigt, was uns wohl schon in den nächsten Jahrzehnten erwartet.</strong></p>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p>Dass der Film nicht für den Oscar nominiert wurde ist ebenso verwunderlich wie verständlich. Schliesslich will man gerade in Amerika nichts wissen von dem langsamen Versiegen des schwarzen Goldes. Das Erdöl machte aus den USA den mächtigsten Staat der Erde. Doch wenn &#8220;Oil Crash&#8221; etwas klar macht, dann dass das Ende des Öls auch das Ende der Weltmacht USA wäre. Ein neues Zeitalter steht auch Europa bevor, doch dürfte es uns weniger hart treffen als die USA.</p>
<p><strong>Gott des Wohlstands</strong></p>
<p>Doch beginnen wir von vorne, wie es der Film auch tut. Das Ölzeitalter begann in Aserbeidschan im 19. Jahrhundert. Der Ölrausch erreicht bald die USA, welche lange Zeit führend in der Erdölförderung ist. Niemand erwartet eine Ende des wertvollsten Rohstoffs, doch irgendwann nimmt die Fördermenge ab und es sind andere Staaten, die zu den Hauptexporteuren werden. Zwar wird noch heute in Alaska und der Nordsee gebohrt, doch die Hauptader liegt auf der arabischen Halbinsel. Trotzdem bleibt die USA der Erdölverbraucher Nummer Eins und zahlreiche amerikanische Werbefilme aus dem 20. Jahrhundert machen klar, dass das Öl von der USA verehrt wird wie ein Gott. Zurecht, muss man eingestehen, denn die Wohlstandsexplosion im 20. Jahrhundert haben wir dem schwarzen Schlabber zu verdanken, der in der arabischen Wüste aus dem Boden spritzt.</p>
<p><strong>Gott des Krieges</strong></p>
<p>Doch nicht nur Reichtum brachte das schwarze Gold; es war auch für die Mehrzahl der grossen Kriege im 20. Jahrhundert verantwortlich. Die (amerikanischen) Experten, die in &#8220;Oil Crash&#8221; zu Wort kommen, machen keinen Hehl daraus, dass der Irakkrieg allein das Ziel verfolgte, den Ölfluss in den Westen zu sichern. Ohne das Öl aus der Golfregion wäre die USA wohl in wenigen Jahren in einer wirtschaftlichen Depression, die jener der 30er Jahre in nichts nachsteht. Kein Wunder geben auch Experten zu, dass bei einer Ölknappheit zu befürchten ist, dass die USA sich mit Gewalt des Restes bemächtigen. Sollte Saudi Arabien je von ihrem Kurs abrücken (wie dies der Film &#8220;Syriana&#8221; zeigt), ist mit einem weiteren Golfkrieg zu rechnen.</p>
<div id="attachment_743" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-743" title="Oil Crash 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/Oil-Crash-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="408" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p><strong>Gott des Westens</strong></p>
<p>Nicht erneuerbare Energiequellen decken über 90% des globalen Energiebedarfs. Dieser Energiebedarf besteht selbstverständlich fast ausschliesslich im Westen: in Europa und den USA. Afrika, der grösste Teil von Asien und weite Teile Südamerikas verbrauchen praktisch kein Erdöl. Doch mit China und Indien stossen zwei mächtige und grosse Nationen zu den Energieriesen und werden uns schon bald zwingen, das wenige, das noch da ist, zu teilen. Der Westen hat in 150 Jahren einen Rohstoff praktisch aufgebraucht, der während Millionen von Jahren entstanden ist. Noch immer wächst die Nachfrage, doch das Angebot sinkt. Der &#8220;Oil Peak&#8221;, das Erreichen des Fördermaximums, ist laut praktisch allen Experten bereits erreicht – von nun an geht es nur noch bergab. In wenigen Jahren schon dürfte ein schmutziger Kampf um die letzten Barrels beginnen.</p>
<p><strong>Auf der Suche nach neuen Göttern</strong></p>
<p>Alternative Energiequellen gibt es viele. Doch keine davon kann nur annähernd für das Energiedefizit aufkommen, welches das Ende des Erdöls zur Folge haben wird. Würde man die Ölenergie durch Atomenergie ersetzen, wären die Welturanvorkommen in wenigen Jahren aufgebraucht, möchte man die Welt mit Sonnenenergie betreiben, müsste man eine Fläche von ganz Kalifornien mit Solarzellen bepflastern. Wie wir unsere Autos, Flugzeuge, Fabriken und Heizungen zukünftig betreiben, ist ungewiss. Fest steht nur: nicht mit Öl. Biogas ist ein ebenfalls beschränkter Rohstoff, die Wasserstofftechnologie ist frühestens in 40 Jahren eine ernsthafte Alternative. Vielleicht also werden wir in zwanzig Jahren unsere Tante auf dem Land mit der Pferdekutsche besuchen.</p>
<p><strong>Ein Dokufilm der Extraklasse</strong></p>
<p>&#8220;Oil Crash&#8221; ist ein längst überfälliger, klipp und klarer Dokumentarfilm über ein Problem, das nicht weniger aktuell ist als die globale Erwärmung. Zahlreiche Experten kommen zu Wort, zahlreiche eindrückliche Bilder unterstreichen die ernüchternden Fakten, alte Werbespots und weiteres Archivmaterial lassen einen zwischendurch lachen, schmunzeln und staunen. Basil Gelpke und Ray McCormack haben es geschafft, ein komplexes Problem einfach, umfassend und unterhaltsam in einen 80-Minuten-Film zu packen. Langweilen wird man sich auf keinen Fall, eher im Gegenteil.   &#8220;Oil Crash&#8221; ist ein Muss nicht nur für Dokuliebhaber, sondern eigentlich für alle, die nicht auf Bäumen leben. Der Film ist spannend, und ungemein informativ, ohne anstrengend zu sein. Wer die 80 Minuten opfert, bekommt einen glasklaren Blick in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Ölzeitalters. Wer sie nicht opfert, darf sich nicht wundern, wenn in einigen Jahren die Tankstelle um die Ecke schliesst. Für immer.</p>
<p><strong>Ausstattung: Ausführliche Interviews, neue Erkenntnisse </strong></p>
<p>Die Bonus-DVD enthält einerseits ein 5minütiges, im Originalfilm nicht verwendetes Kapitel zum Schicksal Venezuela, welches nach dem Versiegen seiner Ölquellen in die Armut fiel. Weit wertvoller und fesselnder jedoch sind die vier je ca. 20minütigen Interviews mit führenden Ölexperten wie Colin Campbell, die nochmals nüchtern zusammenfassen, was nicht mehr zu leugnen ist. Wer gerne mehr über die Vor- und Nachteile der alternativen Energien erfahren möchte, kommt in den Interviews ebenfalls auf seine Kosten.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 25. September 2007 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: A Crude Awakening: The Oil Crash (Schweiz 2006)<br />
 Regie: Basil Gelpke und Ray McCormack<br />
 Genre: Dokumentarfilm<br />
 Dauer: 83 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprachen: Deutsch, Englisch<br />
 Untertitel: Deutsch, Französisch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1<br />
 Bonusmaterial: Bonuschapter: Petrostates, Interview Excerpts, Theatrical Trailer<br />
 Vertrieb: Warner</p>
<p><strong>Im Netz<br />
 <span style="font-weight: normal;"><a href="http://www.oilcrashmovie.com" target="_blank">Offizielle Seite zum Film<br />
 </a><a href="http://lifeaftertheoilcrash.net" target="_blank">Mehr Infos zum Oilcrash und der Zukunft ohne Erdöl</a></span></strong></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Where in the World ist Osama Bin Laden&#8221; von Morgan Spurlock</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/09/01/where-in-the-world-ist-osama-bin-laden/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 02:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokus]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/09/01/where-in-the-world-ist-osama-bin-laden/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/Where-in-the-World-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Mission Impossible, möchte man denken: Ein Amerikanischer Dokufilmer reist in den Nahen Osten, um Osama Bin Laden zu finden. Doch Morgan Spurlock, der Fastfoodfeind aus "Supersize Me", kommt den Wurzeln des Terrorismus' näher, als es die Amerikanische Regierung wohl je kommen wird. Ein Film so beunruhigend wie optimistisch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Vom Suchen und Finden des Bösen auf der Welt</h1>
<h2>&#8220;Where in the World ist Osama Bin Laden&#8221; von Morgan Spurlock</h2>
<p><strong> </strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-750" title="Where in the World 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/Where-in-the-World-1.jpg" alt="Where in the World 1" width="550" height="375" /></p>
<p><strong>Mission Impossible, möchte man denken: Ein Amerikanischer Dokufilmer reist in den Nahen Osten, um Osama Bin Laden zu finden. Doch Morgan Spurlock, der Fastfoodfeind aus &#8220;Supersize Me&#8221;, kommt den Wurzeln des Terrorismus&#8217; näher, als es die Amerikanische Regierung wohl je kommen wird. Ein Film so beunruhigend wie optimistisch.</strong></p>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Mit &#8220;Supersize Me&#8221; erklärte Morgan Spurlock dem Fastfood den Krieg – und gewann ihn. In seinem Selbstversuch bewies er, dass eine reine McDonalds-Ernährung letztendlich lebensgefährlich wäre. Der Gegner seines aktuellsten Films ist jedoch noch eine Runde tödlicher als der Big Mac – es ist Osama Bin Laden. Als Spurlocks Freundin schwanger wird, beginnt sich der Dokufilmer Gedanken zu machen, welche Gefahren die Welt für sein Kind birgt, und entschliesst sich, die grösste davon bis zu dessen Geburt zu eliminieren: den internationalen Terrorismus. Diesen gibt es, so weiss er aus den US-Medien, nur wegen einem Mann: Osama Bin Laden. Um diesen dingfest zu machen, müsste man ihn aber zuerst finden – und genau das will Spurlock in seinem Film versuchen.</p>
<p><strong>Von Ägypten und Marokko &#8230;</strong></p>
<p>Nach einem Crash-Kurs im Granatenausweichen, Heckenschützen-Aufenthaltsort-Bestimmen und Mit-Entführern-Kooperieren, fliegt Spurlock nach Ägypten, zur ersten Runde im Kampf gegen Bin Laden. Bereits hier wird das Amerikanische Feindbild vom Islams in seinen Grundfesten erschüttert: Spurlock trifft aufgeschlossene, moderne Weltbürger, die den Terrorismus geradeso verabscheuen wie er. Das Problem in Ägypten, so muss Spurlock feststellen, ist die von den USA unterstütze Regierung, die sich als Demokratie verkauft, deren Wahlen aber kaum mehr als ein gut inszeniertes Kasperletheater sind. Auch in Marokko zeichnet sich ein ähnliches Bild; der internationale Kampf gegen Terrorismus hat dazu geführt, dass die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Landes gehemmt wird, und gerade dadurch der Zuwachs extremistischer Gruppen zunimmt.</p>
<div id="attachment_751" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-751" title="Where in the World 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/10/Where-in-the-World-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="387" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p><strong>&#8230; über Israel und Saudi Arabien&#8230;</strong></p>
<p>Die beeindruckendsten Szenen des Films sind jedoch jene in Israel und dem Gaza-Streifen. Die Palästinensische Bevölkerung hat nicht das geringste Interesse an Unterstützung der Al Qaida; im Nahostkonflikt geht es für sie in erster Linie um Land, nicht um Religion. Die schockierendste Szene des Films führt Spurlock schliesslich in ein jüdisch-orthodoxes Viertel, wo er beschimpft und schlussendlich sogar angegriffen wird und Polizeischutz benötigt. Religiöser Intoleranz prägt sich im Film als Bild eines jüdisch-orthodoxen Mobs ein. Selbst der fundamentalistische, muslimische Prediger, den Spurlock in Saudi-Arabien aufsucht, gewährt ihm, wenn auch widerwillig, ein Gespräch. Auch die erschreckendste Aussage des Films stammt von einer orthodoxen Jüdin, die auf die Frage, ob die jüdischen Siedlungen in der Westbank legal seien, antwortet: &#8220;They are not legal, now, but they are in the process of being legalised&#8221;.</p>
<p><strong>&#8230; nach Afghanistan und Pakistan.</strong></p>
<p>Die Endstation von Spurlocks Reise ist die Afghanische und Pakistanische Grenze und jenes Stammesgebiet, in welchem sich Osama Bin Laden mit höchster Wahrscheinlichkeit befindet. Doch bis dahin hat Spurlock das gelernt, was der Film schlussendlich Amerika und der ganzen Welt zeigen will: Osama Bin Laden ist ein Symptom, keine Ursache, des Terrorismus. Daraus zieht der Film ein beruhigendes und ein beunruhigendes Fazit. Beruhigend ist, dass der Film deutlich zeigt, dass der Grossteil der Islamischen Welt auch im Nahen Osten nicht hinter dem Terrorismus steht, sondern ebenso, wenn nicht sogar noch viel mehr, darunter leidet, als der Westen. Beunruhigend hingegen ist, dass sich niemand um die wirklichen Probleme der Islamischen Ländern im Nahen Osten zu kümmern scheint. Denn der Kampf gegen den Terrorismus ist erst dann gewonnen, wenn die USA nicht länger korrupte Regimes aus wirtschaftlichen Eigeninteressen unterstützen und jener armen Jugend Möglichkeiten für eine Zukunft bietet, die ohne diese ein gefundenes Fressen für extremistisches Gedankengut sind.</p>
<p>&#8220;Where in the World is Osama Bin Laden&#8221; ist unterhaltsam, witzig, tragisch – zugleich sehr Amerikanisch und sehr Amerika-kritisch. Die Vorurteile gegenüber dem Islam, welche der Film bekämpft, existieren jedoch weit über die US-Landesgrenzen hinaus, und gerade in einer Zeit, in welcher Parteien wie die SVP uninformierte, kontraproduktive und intolerante Propaganda gegen den Islam führt, gewinnt der Film auch bei uns grosse Aktualität.</p>
<p><strong>Ausstattung</strong></p>
<p>Neben geschnittenen Szenen und Trailer gibt es ein amüsantes, interessantes und aufschlussreiches Interview mit dem hoch sympathischen Morgan Spurlock, der eine knappe halbe Stunde von seinen Reisen im Nahen Osten erzählt.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 16. Januar 2009 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Where in the World is Osama Bin Laden (USA 2008)<br />
 Regie: Morgan Spurlock<br />
 Darsteller: Morgan Spurlock<br />
 Genre: Dokumentarfilm<br />
 Dauer: 86 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprachen: Englisch<br />
 Untertitel: Deutsch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1<br />
 Bonusmaterial: Interview mit Morgan Spurlock, Geschnittene Szenen, Trailer, Fotogalerie<br />
 Vertrieb: Max Vision</p>
<p><strong>Im Netz</strong></p>
<p><a href="http://www.apple.com/trailers/weinstein/whereintheworldisosamabinladen/" target="_blank">Trailer<br />
 </a><a href="http://www.whereisobl.com/" target="_blank">Offizielle Seite</a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>&#8220;The Giant Buddhas&#8221; von Christian Frei</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2007/04/10/the-giant-buddhas/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2007 11:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokus]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Frei]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<category><![CDATA[The Giant Buddhas]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2007/04/10/the-giant-buddhas/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/08/giant-buddhas-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Vor dem Krieg in Afghanistan spielte sich im Bamiyan-Tal eine kulturhistorische Tragödie ab. Die Taliban sprengten zwei gigantische, in den Fels gehauene Buddhastatuen, einzigartige Kulturdenkmale an der Seidenstrasse, in die Luft. Christian Frei begab sich auf die Suche nach ihren Ursprüngen, Geheimnissen und den weiteren Tragödien, die sich seither im Bamiyan-Tal abgespielt haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Elegie auf zwei Steinriesen</h1>
<h2>&#8220;The Giant Buddhas&#8221; von Christian Frei</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-5608" title="giant buddhas 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/08/giant-buddhas-1.jpg" alt="giant buddhas 1" width="550" height="306" /></p>
<h3>Vor dem Krieg in Afghanistan spielte sich im Bamiyan-Tal eine kulturhistorische Tragödie ab. Die Taliban sprengten zwei gigantische, in den Fels gehauene Buddhastatuen, einzigartige Kulturdenkmale an der Seidenstrasse, in die Luft. Christian Frei begab sich auf die Suche nach ihren Ursprüngen, Geheimnissen und den weiteren Tragödien, die sich seither im Bamiyan-Tal abgespielt haben.</h3>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p>Die Seidenstrasse, die alte Handelsverbindung zwischen Europa und China, hat viele imposante Szenerien zu bieten. Bis vor wenigen Jahren aber waren zwei in den Fels gehauene Buddhastatuen, datierend aus vorislamischer Zeit, die wohl eindrücklichste Station des Weges. Das Bamiyan-Tal, in dem sie lagen, war einer der Knotenpunkte und beherbergte viele buddhistische Mönche, die in Höhlenklöstern lebten. Vor ziemlich genau 6 Jahren sprengten die Taliban beide Statuen, trotz weltweiter Proteste. Die islamische Regierung ordnete die Zerstörung aller nicht-islamischen Statuen an, wohl nicht zuletzt um dem politischen Druck, welchen der Westen auf das Land ausübte, zu trotzen.</p>
<h3>Immer neue Perspektiven</h3>
<p>Der Schweizer Dokumentarfilmer Christian Frei, dessen Film &#8220;War Photographer&#8221; mehrfach ausgezeichnet und für die Oscars nominiert wurde, reiste seither mehrmals an den Ort, wo die zwei Statuen einst thronten. Einmal begleitete er Archäologen, die eine dritte, gigantische Buddhastatue im Boden vermuten und nach dem Sturz der Talibanregierung nun endlich Ausgrabungen machen dürfen. Ein anderes Mal besucht er die Trümmer mit einem Team der Unesco, welches Scherben vermessen, analysieren und vielleicht einmal neu zusammensetzen will. Ein drittes Mal begleitet er die kanadische Journalistin Nelofer Pazira, die in Afghanistan aufgewachsen ist.</p>
<div id="attachment_5609" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-5609" title="giant buddhas 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/08/giant-buddhas-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="342" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>Die Stärke des Films sind die verschiedenen Perspektiven, die er auf die &#8220;Giant Buddhas&#8221; wirft. Schöne Bilder und noch schönere Begleitmusik wechseln sich ab mit den verstörenden Bildern der Sprengung, die elegante Offstimme wechselt sich mit Interviews und Augenzeugenberichten ab. &#8220;Giant Buddhas&#8221; handelt jedoch von mehr als nur der Zerstörung eines Weltkulturerbes. Er weist anhand der Statuen auf die aktuellen Konflikte mit dem Islam hin, auf die Tragödien, welche der Einsatz der Unesco bei den Trümmern herbeigeführt hat, auf die ungelösten Fragen des sagenhaften Bamiyan, das der buddhistische Mönch Xuanzang in seinem Reisebericht beschrieb. Ein stiller, faszinierender und schöner Film.</p>
<h3>Ausstattung</h3>
<p>Vergangenen Sommer reiste Christian Frei erneut nach Bamiyan, wo er den ehemaligen &#8216;Anwohnern&#8217; der Statuen seinen Film zeigte. Das Interesse übertraf seine Erwartungen bei weitem; nicht dreihundert, sondern nahezu dreitausend kamen an die Vorführung. Eine kurze, aber sehr sehenswerte Dokumentation darüber ist auf der DVD enthalten. Ebenfalls zu sehen gibt es ein 20minütiges Interview mit Christian Frei, allerdings nicht nur zu &#8220;The Giant Buddhas&#8221;, sondern auch zu seinen vorherigen Filmen &#8220;War Photographer&#8221; und &#8220;Ricardo, Miriam y Fidel&#8221;.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 16. März 2007 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: The Giant Buddhas (Schweiz 2005)<br />
 Regie: Christian Frei<br />
 Genre: Dokumentarfilm<br />
 Dauer: 95 Minuten<br />
 Bildformat: 1.85:1<br />
 Sprachen: Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch<br />
 Untertitel: Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0<br />
 Bonusmaterial: Werkstattgespräch mit Christian Frei, Reportage zur Filmvorführung in Afghanistan, Trailer<br />
 Vertrieb: Warner Home Video</p>
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