Von Lukas Hunziker · Februar 2012

Im Internet ist nicht jeder der, der er zu sein vorgibt. Gerade Teenager, die sich dessen nicht bewusst sind, machen oft schmerzliche Erfahrungen mit Onlinebekanntschaften. Immer wieder fallen sie auch Pädophilen zum Opfer, die sich als Gleichaltrige ausgeben und sich mit ihnen anfreunden. “Trust” erzählt die Geschichte eines 14-jährigen Mädchens, das sich mit ihrer Onlinebekanntschaft trifft – und bald die ganze Welt gegen sich hat.
Von Lukas Hunziker · Dezember 2011

Nachdem das 21. Jahrhundert Vampiren und Werwölfen mit einer Überdosierung Kuschelrock die Zähne gezogen hat, musste man als altmodischer Monsternarr beinahe fürchten, dass auch die lebenden Toten in die keuschlüsternen Träume von Mädchen in rosa Pyjamas abwandern könnten. Glücklicherweise vermag die AMC-Serie “The Walking Dead” solchen Ängsten das Gehirn wegzupusten.
Von Lukas Hunziker · Dezember 2011

Zwischen 1993 und 2000 schrieb der Berner Journalist Tom Kummer für die Magazine des Tagesanzeigers und der Süddeutschen Zeitung. Berühmt wurde er für seine Interviews mit Stars wie Pamela Anderson, Sharon Stone oder Sean Penn. Als herauskam, dass diese Interviews nie stattgefunden hatten, sondern erfunden waren, war Kummer als Journalist am Ende. In „Bad Boy Kummer“ besucht ihn sein ehemaliger Arbeitskollege Miklós Gimes und spricht mit ihm über den Presseskandal.
Von Lukas Hunziker · Dezember 2011

Nach einem Bombenanschlag auf einen Zug wird Captain Colter Stevens auf eine ungewöhnliche Mission geschickt; er soll sich in das eingefangene Bewusstsein eines der Todesopfer begeben, und die letzten 8 Minuten vor dessen Tod so lange wiederholt durchleben, bis er den Attentäter findet. Dumm nur, dass diese durchaus reizvolle Filmidee in die Hände eines durchschnittlichen Hollywoodschreiberlings geriet.
Von Kevin McLoughlin · August 2011

Als der Trainer einer stets verlierenden Baseballmannschaft Probleme mit der lokalen Yakuza kriegt, nimmt ein etwas zurückgeblieben scheinender Spieler die Sache in seine Hände und macht sich auf, um in Okinawa Waffen zu kaufen.

Acht Kinder verlieren sich beim Spiel in den Eingeweiden eines verlassenen Stadtteils. „Kakurenbo“ bedient sich zu gleichen Teilen bei japanischen Märchen, urbanen Distopien und dem Horror-Genre, um dem Zuschauer eine halbstündige Lektion im Unheimlichen zu erteilen.
Von Sandra Despont · August 2011

Die Verfilmung des Erfolgsromans von Martin Suter wartet mit einem gewohnt brillanten Gérard Depardieu auf. Dem Vergleich mit dem Roman hält sie aber nicht stand.
Von Sandra Despont · Juli 2011

Es soll ein unverfängliches, fröhliches Wiedersehen und Kennenlernen werden, als Heinrich und Eva am Neusiedlersee bei Thomas und seiner neuen Freundin Sonja ankommen. Doch als drei Kinder verschwinden, verwandelt sich die Unbeschwertheit langsam in einen Albtraum. Robert Adrian Pejo ist mit „Der Kameramörder“ ein intensiv gespielter Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Glavinic gelungen.
Von Lukas Hunziker · Juni 2011

Ein mit übernatürlichen Kräften ausgestatteter Pneu als Mörder – zugegeben, der Einfall ist so absurd, dass man daraus einfach einen Film machen muss. Die Idee von “Rubber” scheint für viele Kritiker, welche den Film euphorisch als Kultfilm bezeichneten, jedoch wichtiger gewesen zu sein als der Film. Dass die 60 von 80 Minuten, in denen der Pneu nicht im Bild ist, einfach nur ausgemachter Mist sind, scheint den meisten entgangen zu sein.
Von Sandra Despont · Juni 2011

…die die Welt im Innersten zusammenhält!“, erklärt der junge Sturm-und-Drang-Goethe – und lebt danach. Sein Herz schlägt kräftigst für Charlotte Buff; die leider schon so gut wie verlobt ist. In “Goethe!” präsentieren sich Goethe als ein widerspenstiger Heisssporn und das 18. Jahrhundert als etwas zwischen Märchenwelt und Biedermeierparadies. Das passt zum Film, der eine recht gelungene Mischung zwischen Autorenporträt und Literaturverfilmung ist.

Die Conways haben es nicht leicht: Egal was sie tun – oder lassen – es geschieht ein Unglück. Und das nächste lässt nicht lange auf sich warten, so viel ist sicher. Denn das Schicksal meint es wirklich nicht gut mit ihnen. Und auch nicht mit ihren Mitmenschen. Die Idee des Plots ist ungewöhnlich und berührt den Zuschauer sehr.
Von Lukas Hunziker · Mai 2011

Kalter Schweiss muss Hollywoods Filmproduzenten den Rücken herunter gelaufen sein, als sie Gareth Edwards “Monsters” sahen. Ein britischer Visual Effects Creator hatte mit einem Budget von 500′000 einen Spielfilm gedreht, der nicht nur um Meilen intelligenter und vielschichtiger war als manches von Hollywoods Multimillionenprojekten, sondern auch mindestens so gut aussah. “Monsters” ist der Beweis, dass low budget nicht zwingend low quality sein muss, sondern vielleicht sogar der Weg zurück zu gutem Kino ist.
Von Lukas Hunziker · Mai 2011

Welcher Fischer würde nicht gerne einmal eine wunderschöne Frau in den Netzen finden, die er an Bord zieht? Syracuse, einem vom Pech geplagten irischen Fischer, passiert in “Ondine” genau das. Dass es sich bei der Frau aus dem Meer um das Sagenwesen Selkie handeln soll, will er nicht glauben, obwohl seine Tochter felsenfest davon überzeugt ist. Eine Romanze, angesiedelt im Niemandsland zwischen Märchen und Sozialdrama, beginnt sich zu entwickeln.
Von Aylin Tutel · April 2011

Scheinehe, Liebe, Hoffnung auf ein besseres Leben in der Fremde – eigentlich ernste Gegebenheiten, die dem Spielfilmdébut von Darko Lungulov den inhaltlichen Rahmen geben. Der Regisseur geht in seinem Erstling aber lakonisch und distanziert an diese Themen ran. Damit schafft es Lungulov mit “Here and There” eine feine Filmunterhaltung zu bieten, nicht zuletzt auch durch überzeugende schauspielerische Leistungen.
Von Annika Janssen · April 2011

“49% Motherf**ker, 51% Son of a Bitch” – die Tagline dieser angenehm persönlichen Dokumentation von Greg Olliver und Wes Orshoski spricht Bände, führt aber doch in die Irre. Allen Gerüchten und Exzessen zum Trotz ist Lemmy Kilmister letztendlich zu 100% Mensch.
Von Lukas Hunziker · März 2011

Seit mittlerweile fast einem halben Jahrhundert ist sich der Mensch bewusst, dass er mit seinem CO2-Ausstoss Veränderungen im Klima herbeiführt oder zumindest beschleunigt. Getan hat er in diesem halben Jahrhundert wenig dagegen, und was er getan hat, war nicht radikal genug, um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden. In “The Age of Stupid” blickt ein Wissenschaftler auf die Ereignisse zwischen 2010 und 2055 zurück – der Zeit des klimabedingten Untergangs der Menschheit.
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