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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; Auf DVD</title>
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	<description>Das Magazin im Netz</description>
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		<title>&#8220;Trust&#8221; von David Schwimmer</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 09:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Catherine Keener]]></category>
		<category><![CDATA[Chatroom]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Henry Coffey]]></category>
		<category><![CDATA[Clive Owen]]></category>
		<category><![CDATA[David Schwimmer]]></category>
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		<category><![CDATA[Pädophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Trust]]></category>
		<category><![CDATA[Vergewaltigung]]></category>
		<category><![CDATA[Viola Davis]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2012/02/01/trust/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/02/trust-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Im Internet ist nicht jeder der, der er zu sein vorgibt. Gerade Teenager, die sich dessen nicht bewusst sind, machen oft schmerzliche Erfahrungen mit Onlinebekanntschaften. Immer wieder fallen sie auch Pädophilen zum Opfer, die sich als Gleichaltrige ausgeben und sich mit ihnen anfreunden. "Trust" erzählt die Geschichte eines 14-jährigen Mädchens, das sich mit ihrer Onlinebekanntschaft trifft – und bald die ganze Welt gegen sich hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Minenfeld Internet</h1>
<h2>&#8220;Trust&#8221; von David Schwimmer</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10361" title="trust 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/02/trust-1.jpg" alt="trust 1" width="550" height="367" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Im Internet ist nicht jeder der, der er zu sein vorgibt. Gerade Teenager, die sich dessen nicht bewusst sind, machen oft schmerzliche Erfahrungen mit Onlinebekanntschaften. Immer wieder fallen sie auch Pädophilen zum Opfer, die sich als Gleichaltrige ausgeben und sich mit ihnen anfreunden. &#8220;Trust&#8221; erzählt die Geschichte eines 14-jährigen Mädchens, das sich mit ihrer Onlinebekanntschaft trifft – und bald die ganze Welt gegen sich hat.</h3>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p style="text-align: justify;">Annie ist ein Teenager wie viele andere: Sie schaut zu jenen an ihrer Schule auf, die weniger zu bieten haben als sie, sich aber besser verkaufen, sie streitet sich mit ihrer Mutter, welche Kleider für die Schule angemessen sind und sie verbringt jede freie Minute in Chatrooms. Dort lernt sie Charlie kennen, einen charmanten, sportlichen 16-Jährigen, der sie versteht, ihr Tipps fürs Volleyball gibt und ihr Komplemente macht, die sie sonst noch von niemandem bekommt. Bald jedoch gesteht er ihr, dass er nicht 16, sondern 20 ist und wenige Wochen darauf korrigiert er sein Alter noch einmal nach oben. Trotz anfänglicher Skepsis gegenüber diesen Alterslügen lässt Annie zu, dass ihre Beziehung zu Charlie immer ernster wird – bis sie sich entschliesst, ihn zu treffen.</p>
<h3>Die Macht der Verdrängung</h3>
<p style="text-align: justify;">Als Annie am verabredeten Treffpunkt einem erwachsenen Mann in den Dreissigern gegenüber steht, fühlt sie sich verraten, wird wütend, vergiesst Tränen. Doch auch jetzt sind die Gefühle, die sie in den endlosen Chatgesprächen für Charlie entwickelt hat, stärker als die Vernunft. Das Treffen endet, wo es enden muss: in einem Hotelzimmer. Was dort passiert, erfahren Annies Eltern nicht von ihr selbst, sondern von einer Ärztin, die Annie auf Spuren einer Vergewaltigung untersucht, nachdem Annies beste Freundin die Polizei verständigt hat. Annie, die darauf beharrt, dass der Sex mit Charlie auch von ihr gewollt und Ausdruck ihrer Liebe war, sieht plötzlich die ganze Welt gegen sich: ihre Eltern sehen sie als Vergewaltigungsopfer, ihre beste Freundin hat ihren Freund angezeigt, und das FBI zwingt sie, bei den Ermittlungen gegen Charlie zu helfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass Annie sich weigert, die Vergewaltigung anzuerkennen, ist ein ebenso spannender wie gewagter Wendepunkt in &#8220;Trust&#8221;. Anstatt zum Opfer von Charlie wird Annie vor allem das Opfer ihres Vaters, der in seiner Wut nicht verstehen will, warum Annie seine Rachegelüste nicht teilt. Anstatt seiner Tochter zur Seite zu stehen, beginnt er seine eigenen Ermittlungen anzustellen, tritt einer Organisation besorgter Eltern bei, welche die Adressen von Pädophilen im Internet veröffentlicht, und gibt sich schliesslich sogar als Mädchen aus, um Kontakte mit Pädophilen zu knüpfen.</p>
<div id="attachment_10362" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-10362" title="trust 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/02/trust-2.jpg" alt="trust 2" width="550" height="367" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p style="text-align: justify;">Regisseur David Schwimmer gelingt es über weite Strecken, die Komplexität der Folgen eines Pädophilieverbrechens zu zeigen. Anstatt die Geschichte zu einem Thriller werden zu lassen, in dessen Zentrum die Verfolgung des Täters steht, fokussiert &#8220;Trust&#8221; ausschliesslich auf die Reaktionen in der Familie und dem unmittelbaren sozialen Umfeld von Annie. Einzig der Schluss des Films lässt etwas zu wünschen übrig, da die Handlung hier wieder in die Strasse der Klischees einmündet und wir z.B. erfahren, dass der Pädophile von Beruf Lehrer ist – ein Klischee, das stereotype Vorstellungen in Bezug auf Pädophilie nur fördert. Trotzdem: &#8220;Trust&#8221; ist ein gelungener und mutiger Film zu einem heiklen Thema, psychologisch differenziert und überraschend kritisch.</p>
<h3>Ausstattung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die DVD enthält ein gut viertelstündiges Making of, 13 Minuten Interviews, deren interessantesten Aussagen aber auch im Making of vorkommen. Sehenswerter sind da schon die nicht verwendeten Szenen, die der Geschichte einige interessante neue Aspekte hinzufügen. Abgerundet wird das Bonusmaterial mit dem Trailer und den ziemlich sinnlosen 3 Minuten &#8216;Behind the Scenes&#8217;.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 2. Dezember 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Trust (USA 2010)            <br />
 Regie: David Schwimmer<br />
 Darsteller: Clive Owen, Catherine Keener, Liana Liberato, Chris Henry Coffey<br />
 Genre: Drama<br />
 Dauer: 97 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprache: Englisch, Deutsch<br />
 Untertitel: Deutsch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1<br />
 Bonusmaterial: Making of, Interviews, Behind the Scenes, Outtakes, Trailer<br />
 Vertrieb: Praesens Film</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=k9J3fBSpXwc" target="_blank">Trailer</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;The Walking Dead&#8221; von Frank Darabont</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/12/07/the-walking-dead/</link>
		<comments>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/12/07/the-walking-dead/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 22:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Lincoln]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Darabont]]></category>
		<category><![CDATA[Jeffrey DeMunn]]></category>
		<category><![CDATA[Jon Bernthal]]></category>
		<category><![CDATA[Laurie Holden]]></category>
		<category><![CDATA[Norman Reedus]]></category>
		<category><![CDATA[Sarah Wayne Callies]]></category>
		<category><![CDATA[Steven Yeun]]></category>
		<category><![CDATA[Walking Dead]]></category>
		<category><![CDATA[zombies]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/12/07/the-walking-dead/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/12/The-Waling-Dead-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Nachdem das 21. Jahrhundert Vampiren und Werwölfen mit einer Überdosierung Kuschelrock die Zähne gezogen hat, musste man als altmodischer Monsternarr beinahe fürchten, dass auch die lebenden Toten in die keuschlüsternen Träume von Mädchen in rosa Pyjamas abwandern könnten. Glücklicherweise vermag die AMC-Serie "The Walking Dead" solchen Ängsten das Gehirn wegzupusten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>It’s a Zombie’s World</h1>
<h2>&#8220;The Walking Dead&#8221; von Frank Darabont</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10077" title="The Waling Dead 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/12/The-Waling-Dead-1.jpg" alt="The Waling Dead 1" width="550" height="409" /></p>
<h3>Nachdem das 21. Jahrhundert Vampiren und Werwölfen mit einer Überdosierung Kuschelrock die Zähne gezogen hat, musste man als altmodischer Monsternarr beinahe fürchten, dass auch die lebenden Toten in die keuschlüsternen Träume von Mädchen in rosa Pyjamas abwandern könnten. Glücklicherweise vermag die AMC-Serie &#8220;The Walking Dead&#8221; solchen Ängsten das Gehirn wegzupusten.</h3>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p>Postapokalypse, Familiendrama, Western und wandelnde Leichen waren kaum je so schön vereint: Hilfssheriff und Familienvater Rick Grimes überlebt im Koma als Einziger den Kampf zwischen durch eine Seuche zu Zombies mutierten Leichen und einer Spezialeinheit des Militärs in einem Krankenhaus nahe Atlanta. Als er ausgehungert aber genesen von einer schweren Schussverletzung in seinem Krankenbett erwacht, findet er sich in einer kadaverübersäten Geisterstadt wieder. Auf der Suche nach seiner Familie macht er seine erste Begegnung mit den lebenden Toten – und mit zwei der letzten Überlebenden der Stadt.</p>
<h3>Familienknatsch in einer Welt voller Hirnlosen</h3>
<p>Knappe 5 Stunden dauern der Pilot und die fünf Episoden der ersten Staffel. Während diesen werden zwar so einige Zombieköpfe genüsslich vom Hals getrennt oder an die Wand verspritzt, doch &#8220;The Walking Dead&#8221; will glücklicherweise mehr, als klassisches Monsterslashing. Anständig bewaffnet begibt sich Rick Grimes nämlich nicht in erster Linie auf Zombiejagd, sondern auf die Suche nach seiner Frau und seinem Sohn, die, wie Rick nach einem Besuch bei sich zu Hause vermuten darf, den fleischhungrigen Mäulern der lebenden Toten entkommen und geflüchtet sind. Tatsächlich findet Rick die drei nach ereignisreicher Suche in einem Camp ausserhalb von Atlanta. Was er bei seinem Eintreffen nicht weiss, ist dass seine Lori ihn für Tod hält und sich in eine Affäre mit Ricks ehemaligen besten Freund Shane geflüchtet hat.</p>
<div id="attachment_10078" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-10078" title="walking dead 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/12/walking-dead-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="355" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>Doch nicht nur in Ricks Familie hängt der Haussegen an einem seidenen Faden, auch die anderen Überlebenden im Camp sind einander trotz der drohenden Vernichtung der Menschheit alles andere als ein Fels in der Brandung. Ein zu häuslicher Gewalt neigender chauvinistischer Ehemann, zwei rassistische Waffennarren, und ein verwirrter, gräberschaufelnder Pessimist drohen die Gruppe Überlebender von innen heraus zu zerreissen. Dass sich die Serie Zeit für Ihre Figuren nimmt und auch jene ausführlich einführt, in welche sich kurz darauf faulige Zombiezähne verbeissen, ist eine ihrer vielen Stärken. Auch visuell lässt sich „The Walking Dead“ nicht lumpen und erreicht in vielen Szenen beinahe Kinoästhetik. Nicht zuletzt will gesagt sein, dass auch die &#8220;Walkers&#8221; selber verdammt gut aussehen und den klassischen Romero-Zombie mit klasse CGI-Effekten verbinden.</p>
<p>Die zweite Staffel von &#8220;The Waking Dead&#8221; läuft in den USA und Deutschland bereits und wartet mit 13 neuen Folgen auf, was das Herz zurecht höher schlagen lässt. Die erste Folge der zweiten Staffel wurde mit 7.3 Millionen Zuschauern die bisher meistgesehene Serienfolge im amerikanischen Kabelfernsehen. Und trotz dem Ausstieg von Serienschöpfer Frank Darabont ist die dritte Staffel schon angekündigt. Sollten die Stärken der ersten Staffel dabei ihre Fortsetzung finden, darf man der Serie wohl schon als wegweisend für den Zombiefilm des 21. Jahrhunderts betrachten.</p>
<h3>Ausstattung</h3>
<p>Auch das Bonusmaterial zu &#8220;The Walking Dead&#8221; hat Biss: fast zwei Stunden lang lassen die Macher sich in einen Making of und diversen Featurettes über die Schultern schauen. Creator Frank Darabont, Robert Kirkman, der Autor der Comicvorlage, sowie Cast und Crew kommen darin ausführlich zu Wort, man begleitet die Zombiestatisten durch ihre Ausbildung zum hinkenden und sabbernden Kannibalen, und man lernt, wie man aus Haferflocken Zombiemakeup bastelt. Extras, wie man sie sich eben wünscht.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 27. Oktober 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: The Walking Dead (USA 2010)            <br />
 Creator: Frank Darabont<br />
 Darsteller: Andrew Lincoln, Jon Bernthal, Sarah Wayne Callies, Steven Yeun, Jeffrey DeMunn, Norman Reedus, Laurie Holden<br />
 Genre: Zombieserie<br />
 Dauer: 282 Minuten<br />
 Bildformat: 1:1,78<br />
 Sprache: Englisch, Deutsch<br />
 Untertitel: Deutsch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0<br />
 Bonusmaterial: The Making of &#8220;The Walking Dead&#8221;, Inside &#8220;The Walking Dead&#8221;: Episoden 1-6, Behind the Scenes, Zombie Make-up-Tipps, Diskussionsrunde mit den Produzenten, Extra Footage Featurettes<br />
 Vertrieb: Warner</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=M44YJPJ1Ops" target="_blank">Trailer</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Bad Boy Kummer“ von Miklós Gimes</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/12/07/bad-boy-kummer/</link>
		<comments>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/12/07/bad-boy-kummer/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 22:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Bad Boy Kummer]]></category>
		<category><![CDATA[Miklós Gimes]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Kummer]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/12/07/bad-boy-kummer/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/12/bad-boy-kummer-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Zwischen 1993 und 2000 schrieb der Berner Journalist Tom Kummer für die Magazine des Tagesanzeigers und der Süddeutschen Zeitung. Berühmt wurde er für seine Interviews mit Stars wie Pamela Anderson, Sharon Stone oder Sean Penn. Als herauskam, dass diese Interviews nie stattgefunden hatten, sondern erfunden waren, war Kummer als Journalist am Ende. In „Bad Boy Kummer“ besucht ihn sein ehemaliger Arbeitskollege Miklós Gimes und spricht mit ihm über den Presseskandal.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Wenn Fiktion zum Feind wird</h1>
<h2>&#8220;Bad Boy Kummer“ von Miklós Gimes</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10072" title="bad boy kummer 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/12/bad-boy-kummer-1.jpg" alt="bad boy kummer 1" width="550" height="367" /></p>
<h3>Zwischen 1993 und 2000 schrieb der Berner Journalist Tom Kummer für die Magazine des Tagesanzeigers und der Süddeutschen Zeitung. Berühmt wurde er für seine Interviews mit Stars wie Pamela Anderson, Sharon Stone oder Sean Penn. Als herauskam, dass diese Interviews nie stattgefunden hatten, sondern erfunden waren, war Kummer als Journalist am Ende. In „Bad Boy Kummer“ besucht ihn sein ehemaliger Arbeitskollege Miklós Gimes und spricht mit ihm über den Presseskandal.</h3>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p>Eigentlich muss man Tom Kummer recht geben, wenn er rückblickend sagt, wer seine Interviews damals für echt gehalten habe, müsse wirklich dumm sein. Seine Gespräche mit Hollywoodstars, an die kaum ein Journalist je wirklich herankam, waren tatsächlich unglaubhaft viel interessanter als die üblichen hirnlosen Frage-Antwort-Spielchen, die sich Starinterview schimpfen. Sharon Stone, Pamela Anderson, Brad Pitt, Sean Penn, Charles Bronson und Quentin Tarantino – mit allen schien Kummer plaudern zu können wie ein Psychiater mit mitteilungssüchtigen Patienten. Dass er einen Fehler gemacht hat, wollte Miklós Gimes, der stellvertretender Chefredakteur des Tagi-Magis war, als Kummer die Interviews schrieb, trotzdem von ihm hören. Und so entstand &#8220;Bad Boy Kummer&#8221;, ein eigenwilliges Porträt eines glücklicherweise uneinsichtigen Problemkindes des deutschsprachigen Starjournalismus&#8217;.</p>
<h3>Lieber er-logen als ver-logen</h3>
<p>Für Tom Kummer begann alles mit einem Interview mit Pamela Anderson, dass er im Rahmen eines Pressetermins des Filmstars im Presseraum eines Hotels führen sollte. Die Unterwürfigkeit der anwesenden Pressevertreter angesichts der inszenierten Präsenz der Schauspielerin war Kummer so zuwider, dass er ein Interview erfand, wie er es gerne gelesen hätte, anstatt den üblichen Schund zu liefern, der bei einem solchen Presseauftritt eben sonst zustande kommt. Dieses Interview kam so gut an und führte so schnell zu weiteren Aufträgen, dass Kummer weitere Interviews erfand, über deren Fiktionalität, so glaubte er, die Redaktion Bescheid wissen musste. Für ihn waren seine Texte eine neue Form des Journalismus, der zwar fiktional war, aber deswegen nicht weniger unecht als die inszenierten Gespräche mit denselben Stars, denen &#8220;Echtheit&#8221; attestiert wurde.</p>
<div id="attachment_10073" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-10073" title="bad boy kummer 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/12/bad-boy-kummer-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="361" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>Seit dem Skandal im Jahr 2000, der die beiden Chefredakteure des SZ Magazins den Kopf kostete und das jähe Ende von Kummers Karriere als Journalist bedeutete, ist der Berner als Tennislehrer in Los Angeles tätig, wo er mit seiner Familie wohnt. Dass er Fehler gemacht hat, gibt er in den Gesprächen mit Miklós Gimes zu. Dass er die Redakteure in Deutschland bewusst an der Nase herumgeführt und etwas &#8220;gefälscht&#8221; haben soll, sieht er anders. Und so mancher Zuschauer wird es ebenfalls anders sehen. Denn auch wenn Kummers Texte gegen zentrale Spielregeln des Journalismus verstossen haben mögen, so fällt es schwer zu leugnen, dass Kummer die ohnehin unechteste aller journalistischen Textsorten gefälscht hat, und jenen Leuten Worte in den Mund gelegt hat, denen sämtliche billigen Magazine der Welt Worte in den Mund legen.</p>
<h3>Nicht sympathisch, aber trotzdem cool</h3>
<p>Was Miklós Gimes mit seinem Film will, wird über die 90 Minuten hinweg eigentlich nie klar. Reue ist das Letzte, was man als Zuschauer vom vielleicht nicht immer sympathischen, aber eigentlich doch ziemlich coolen Tom Kummer hören möchte. Auch wenn man es ihm kaum abnimmt, dass er wirklich geglaubt hatte, die Redaktion wisse über den fiktionalen Charakter seiner Texte Bescheid, so fällt es ebenso schwer zu glauben, dass diese wirklich nie auch nur einen Verdacht hatte. Gut möglich, dass Ahnungen auf Seiten von Kummers Auftraggebern vom Wissen über den Erfolg der Interviews im Keller eingesperrt wurden.</p>
<p>Wer die Geschichte um den Skandal von Kummers Interviews kennt, wird in &#8220;Bad Boy Kummer&#8221; denn auch nicht viel Neues lernen. Gimes gelingt es, Tom Kummer interessant zu porträtieren; ein neues Licht auf die Affäre Kummer zu werfen vermag er jedoch nicht. Trotzdem ist ihm ein Dokumentarfilm gelungen, der unterhaltsam ist und einige spannende Fragen zum Thema Journalismus und die Grenzen zwischen Berichterstattung und Fiktion stellt.</p>
<h3>Ausstattung</h3>
<p>Die DVD enthält neben des Hauptfilms ein fast einstündiges Gespräch zwischen Tom Kummer, Miklós Gimes und dem inzwischen verstorbenen deutschen Journalisten André Müller, ein 20minütiges Interview mit Miklós Gimes zur Entstehung des Films, sowie einige gelöschte Szenen und den Trailer.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 24. Oktober 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Bad Boy Kummer (Schweiz 2010)            <br />
 Regisseur: Miklós Gimes<br />
 Darsteller: Tom Kummer, Miklós Gimes<br />
 Genre: Dokumentarfilm<br />
 Dauer: 92 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprache: Originalversion (CH-Deutsch/Deutsch/Englisch)<br />
 Untertitel: Deutsch, Französisch, Englisch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0<br />
 Bonusmaterial: Deleted Scenes, Interview André Müller, Interview Miklós Gimes, Trailer<br />
 Vertrieb: Praesens</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=K9gDrPvROQI" target="_blank">Trailer</a></p>
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		<item>
		<title>&#8220;Source Code&#8221; von Duncan Jones</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/12/03/source-code/</link>
		<comments>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/12/03/source-code/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 21:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Duncan Jones]]></category>
		<category><![CDATA[Jake Gyllenhaal]]></category>
		<category><![CDATA[Jeffrey Wright]]></category>
		<category><![CDATA[Michelle Monaghan]]></category>
		<category><![CDATA[Source Code]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Fermiga]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/12/03/source-code/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/12/source-code-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Nach einem Bombenanschlag auf einen Zug wird Captain Colter Stevens auf eine ungewöhnliche Mission geschickt; er soll sich in das eingefangene Bewusstsein eines der Todesopfer begeben, und die letzten 8 Minuten vor dessen Tod so lange wiederholt durchleben, bis er den Attentäter findet. Dumm nur, dass diese durchaus reizvolle Filmidee in die Hände eines durchschnittlichen Hollywoodschreiberlings geriet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Bedauernswertes Kochen nach Rezept</h1>
<h2>&#8220;Source Code&#8221; von Duncan Jones</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10031" title="source code 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/12/source-code-1.jpg" alt="source code 1" width="550" height="366" /></p>
<h3>Nach einem Bombenanschlag auf einen Zug wird Captain Colter Stevens auf eine ungewöhnliche Mission geschickt; er soll sich in das eingefangene Bewusstsein eines der Todesopfer begeben, und die letzten 8 Minuten vor dessen Tod so lange wiederholt durchleben, bis er den Attentäter findet. Dumm nur, dass diese durchaus reizvolle Filmidee in die Hände eines durchschnittlichen Hollywoodschreiberlings geriet.</h3>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p>Die effektivste Waffe grosser Filmstudios gegen erfolgreiche Regiefrischlinge, die mit kleinem Budget grosse Filme drehen, ist der Sirenengesang des Geldes – man lockt sie mit Millionenbudgets zu sich und lässt sie dann am Felsen schlechter Drehbücher zerschellen. Auch Duncan Jones, dessen Science Fiction Thriller „Moon“ zu den interessantesten Erstlingen im letzten Jahr gehörte, scheint dem Gesang gefolgt zu sein: Für das mehr als sechsfache Budget von „Moon“ durfte der gebürtige Brite und Sohn David Bowies seinen zweiten Film in Hollywood drehen, topbesetzt mit Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan und Vera Fermiga. Passend zu unserer Metapher beginnt der Film ebenso grossartig wie „Moon“ aufhörte, rammt dann ein hartes Klischee des amerikanischen Mainstreamfilms nach dem anderen und geht schliesslich in Einzelteilen unter.</p>
<h3>Absehbar trotz Twistgewitter</h3>
<p>Die Handlung von „Source Code“ vollbringt das Kunststück, von Anfang bis Schluss mit Twists vollgepackt und trotzdem von der fünften Minute an komplett durchschaubar zu sein: Ein Mann erwacht in einem Zug gegenüber eine Frau, die mit ihm redet, die er aber nicht kennt – genau, die beiden verlieben sich später im Film. Er hat keine Ahnung, wo er ist und läuft rastlos durch den Zug, bis dieser explodiert – genau, der Mann stirbt dabei nicht. Stattdessen wacht er verwirrt in einem Bunker auf und spricht über ein Bildtelefon mit einer Vorgesetzten, die ihn darüber aufklärt, er sei über den sogenannten Source Code in das Bewusstsein eines bei einem Attentat gestorbenen Zugpassagiers geschickt worden, um den Attentäter zu finden – und genau, welcher der anderen Zugpassagiere der Attentäter ist, weiss man spätestens dann schon, wenn Captain Colter Stevens, so der Name des Mannes, zum zweiten Mal die letzten 8 Minuten vor der Detonation der Bombe erlebt.</p>
<div id="attachment_10032" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-10032" title="source code 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/12/source-code-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>Allein wer noch nie in seinem Leben einen Thriller gesehen hat, und sich von „Source Code“ diesbezüglich entjungfern lassen wollte, hat das Recht, obige Handlungsskizze Spoiler zu schimpfen. Auch nur halbwegs intelligente Filmgeniesser erkennen in den viel zu durchschaubaren Bildmontagen, die Colter Stevens „Bewusstseinsreisen“ darstellen sollen, die letzte grosse Pseudoüberraschung der Story. Das zwanghafte Verlangen des Mainstreams nach Happy Ends und die Angst davor, alles Unrealistische mit an den Haaren herbeigezogenen wissenschaftlichen Erklärungen wegzuerklären, schaufeln dem Film nach spätestens zwei Dritteln das Grab. Die Obsession rezeptgetreuer Charaktergestaltung führt in „Source Code“ dazu, dass Colter Stevens vor dem grossen Finale noch den ihn prägenden Konflikt mit seinem Vater löst – ohne dass dies der Handlung auch nur annähernd dienen oder es den Zuschauer irgendwo im verblödetsten Eckchen seines Gehirns interessieren würde.</p>
<p>„Source Code“ ist der Beweis dafür, dass das ausgeleierte Getriebe der einstigen Traumfabrik selbst aus den besten Filmideen verkitschte Jammerfilme macht, dass es auch aus Kaviar und Trüffel nur fettig triefenden Fastfood fabrizierend kann. Was die Sache in diesem Fall noch schlimmer macht, ist, dass man bei den ersten paar Bissen noch die guten Zutaten rausschmeckt, einem aber dann mit jedem weiteren Mundvoll mehr nach Erbrechen zu Mute ist. Immerhin: nur wenig andere Filme führten einem dieses Jahr so deutlich vor Augen, dass man eine Diät nötig hat, und anfangen sollte, sich in anderen Regionen der Welt nach Köstlichkeiten umzuschauen.</p>
<h3>Ausstattung</h3>
<p>Neben einem Audiokommentar von Duncan Jones, Jake Gyllenhaal und Drehbuchautor Ben Ripley enthält die DVD ein als „Cast &amp; Crew“ betiteltes Making of, Kürzestdokumentarfilme zu Quantenphysik und Zeitreisen sowie einen knapp 20minütigen Vortrag eines Quantenphysikers zur Möglichkeit von Zeitreisen und der Existenz von Parallelwelten.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 3. November 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Source Code (USA 2011)            <br />
 Regie: Duncan Jones<br />
 Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan, Vera Fermiga, Jeffrey Wright<br />
 Genre: SciFi Thriller<br />
 Dauer: 90 Minuten<br />
 Bildformat: 1:1,85<br />
 Sprache: Englisch, Deutsch<br />
 Untertitel: Deutsch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1<br />
 Bonusmaterial: Audiokommentar von Duncan Jones, Jake Gyllenhaal und Drehbuchautor Ben Ripley, Cast &amp; Crew, Im Brennpunkt, Expertenwissen, Trivia Tracks, Trailers<br />
 Vertrieb: Warner</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DiBVUulE_wo&amp;ob=av3e" target="_blank">Trailer</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8220;Boiling Point&#8221; von Takeshi Kitano</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/20/boiling-point/</link>
		<comments>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/20/boiling-point/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Aug 2011 13:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kevin McLoughlin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[3-4 x jûgatsu]]></category>
		<category><![CDATA[boiling point]]></category>
		<category><![CDATA[Masahiko Ono]]></category>
		<category><![CDATA[Takeshi Kitano]]></category>
		<category><![CDATA[Yuriko Ishida]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/20/boiling-point/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/boiling-point-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Als der Trainer einer stets verlierenden Baseballmannschaft Probleme mit der lokalen Yakuza kriegt, nimmt ein etwas zurückgeblieben scheinender Spieler die Sache in seine Hände und macht sich auf, um in Okinawa Waffen zu kaufen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Im Banne der Gewalt</h1>
<h2>&#8220;Boiling Point&#8221; von Takeshi Kitano</h2>
<h3>Als der Trainer einer stets verlierenden Baseballmannschaft Probleme mit der lokalen Yakuza kriegt, nimmt ein etwas zurückgeblieben scheinender Spieler die Sache in seine Hände und macht sich auf, um in Okinawa Waffen zu kaufen.</h3>
<p>Von Kevin Mc Loughlin.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-9431" title="boiling point" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/boiling-point.jpg" alt="boiling point" width="200" height="282" />Masaki (Yûrei Yanagi) arbeitet an einer Tankstelle und fällt vor allem dadurch auf, dass er eben nicht auffällt. Nicht einmal in seiner Baseballmannschaft scheint man ihn wirklich wahrzunehmen – die Spiele verbringt er vorwiegend auf der Ersatzbank oder der Toilette. Als der Trainer der Mannschaft jedoch wegen ihm Probleme mit einem Mitglied der lokalen Yakuza kriegt und danach von dessen Bande zusammengeschlgen wird, löst sich Masaki aus seiner Lethargie. Zusammen mit einem Freund macht er sich auf nach Okinawa um Waffen zu kaufen. Kaum ist er dort angekommen, lernt er den psychotischen Ex-Yakuza Uehara (Takeshi Kitano) kennen und freundet sich mit ihm an. Was folgt ist eine Nacht geprägt von fragwürdigen Exkursen und Ausbrüchen sinnloser Gewalt.</p>
<h3>Frühwerk</h3>
<p>&#8220;3-4 x jûgatsu&#8221;, so der Originaltitel, ist Kitanos zweiter Film als Regisseur und der erste, bei dem er auch das Drehbuch verfasst hat. Obwohl der Film aus seinem Frühwerk stammt, ist seine Handschrift schon klar zu erkennen. Der Plot fliesst gemächlich vor sich hin und wird lediglich durch plötzliche Ausbrüche brutaler und sehr expliziter Gewalt unterbrochen. Zudem zieht sich der für Takeshi so typische rabenschwarze Humor quer durch den ganzen Film. Der Titel übersetzt sich als ein Baseballresultat auf der einen Seite und dem Monat Oktober auf der anderen. Die Baseballmannschaft erzielt dieses Resultat im Film beim einen Spiel und der Monat Oktober wurde offenbar gewählt, weil traditionell in diesem Monat die Playoff Spiele im japanischen Baseball stattfinden. &#8220;3-4 x jûgatsu&#8221; ist wohl einer der schwächeren Kitano Filme und kann bestimmt nicht mit seinen bekannteren Filmen, wie zum Beispiel &#8220;Brother&#8221;, messen. Trotzdem zieht der Film einen in seinen Bann und ist als Streckenabschnitt in Kitanos Gesamtwerk durchaus interessant.</p>
<h3>Ausstattung</h3>
<p>&#8220;Boiling Point&#8221; (oder eben &#8220;3-4 x jûgatsu&#8221;) erscheint nun in der Edition Asien von &#8220;Rapid Eye Movies&#8221;. Da der Film nie synchronisiert wurde, muss er im japanischen Original (natürlich mit Untertiteln) geschaut werden. Zusätzlich zum Film enthält die DVD den originalen Kinotrailer und eine Übersicht über das Angebot der Reihe &#8220;Rapid Eye Movies&#8221;.</p>
<p>Seit dem 20. Mai 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: 3-4 x jûgatsu (Japan 1990) <br />
 Regie: Takeshi Kitano <br />
 Darsteller: Takeshi Kitano, Masahiko Ono, Yuriko Ishida<br />
 Genre: Thriller, Crime, Action<br />
 Dauer: 115 Minuten <br />
 Bildformat: 1,78:1 (16:9) <br />
Sprachen: Japanisch <br />
 Untertitel: Deutsch <br />
 Audio: Dolby Digital 2.0 <br />
 Bonusmaterial: Kinotrailer, Rapid Eye Movies <br />
 Vertrieb: Praesens</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Kakurenbo: Hide And Seek“ von Shuhei Morita und Daisuke Sajiki</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/16/%e2%80%9ekakurenbo-hide-and-seek%e2%80%9c-von-shuhei-morita-und-daisuke-sajiki/</link>
		<comments>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/16/%e2%80%9ekakurenbo-hide-and-seek%e2%80%9c-von-shuhei-morita-und-daisuke-sajiki/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 12:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/16/%e2%80%9ekakurenbo-hide-and-seek%e2%80%9c-von-shuhei-morita-und-daisuke-sajiki/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/kakurenbo1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Acht Kinder verlieren sich beim Spiel in den Eingeweiden eines verlassenen Stadtteils. „Kakurenbo“ bedient sich zu gleichen Teilen bei japanischen Märchen, urbanen Distopien und dem Horror-Genre, um dem Zuschauer eine halbstündige Lektion im Unheimlichen zu erteilen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>You Can&#8217;t Run, And You Cannot Hide<br />
 </strong></h1>
<h2>„Kakurenbo: Hide And Seek“ von Shuhei Morita und Daisuke Sajiki</h2>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/kakurenbo1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9350" title="kakurenbo1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/kakurenbo1.jpg" alt="kakurenbo1" width="550" height="309" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Acht Kinder verlieren sich beim Spiel in den Eingeweiden eines verlassenen Stadtteils. „Kakurenbo“ bedient sich zu gleichen Teilen bei japanischen Märchen, urbanen Distopien und dem Horror-Genre, um dem Zuschauer eine halbstündige Lektion im Unheimlichen zu erteilen.</strong></h3>
<p>Von Christof Zurschmitten.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Versteck-Spiel? Eine psychologische Splitterbombe erster Güte. Das reinste Kinderspiel? Natürlich! Lehrt es den stummelbeinigen Erdbewohner doch more Lektionen fürs Leben: Dass mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guck-guck-Spiel">Verschliessen</a> der eigenen Augen vor dem Grauen noch rein gar nichts gewonnen ist, zum Einen. Zum anderen den suizidären Leitgedanken, dass man, wenn das schon so ist, genausogut der Gefahr im vollen Lauf entgegenrennen kann. Das Versteck-Spiel bereitet uns also nicht nur vor auf Karrieren als Evil Knevil-Wiedergänger oder jenen verzweifelten Moment beim Anbruch der Sperrstunde, der endgültig über die Bettenbelegung der Nacht entscheidet. Es ist auch eine frühe Auseinandersetzung mit der Fiktion des Horror-Genres und der an den Rand der Zivilisation verdrängten Realität, dass man gelegentlich auch als letztes Glied der Nahrungskette Beute statt Jäger sein kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Der japanische Zeichentrickfilm „Kakurenbo“ weiss all dies und verschmilzt es zu einem kompakten Film, der Erklärungen und langfädige Handlungsstränge suspendiert zugunsten von omnipräsenten Ahnungen und Erinnerungen. Wenn, so heisst es am Anfang in aller Kürze, sieben Kinder ihre Gesichter hinter Masken verborgen haben und ihren Weg in ein verfallenes Viertel am Zentrum einer unbeschriebenen japanischen Metropole finden, dann beginnt das Spektakel: ein Versteck-Spiel auf Leben und Tod, gespielt um des Spielens willen. Vom Gewinner spricht hier niemand, die Verlierer aber verschwinden spurlos. „Kakurenbo“ inszeniert den Wettlauf der Kinder im charakteristischen Rhythmus des Versteckspiels, immer intensiv, im scharfen Wechsel von Perioden angespannten Lauerns und Adrenalinexplosionen im manischen Wettläufen zum Schlagmal – ein Rhythmus, der natürlich zugleich der des Horror-Films ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/kakurenbo2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9351" title="kakurenbo2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/kakurenbo2.jpg" alt="kakurenbo2" width="550" height="310" /></a></p>
<pre style="text-align: center;">© Studio / Produzent</pre>
<p style="text-align: justify;">Der Horror ist in diesem Anime ohnehin nie weit, und auch er rührt an  Urtümliches und Unbewusstes – zumal der Mythos bereits im Wortsinn  steckt: Im Japanischen lautet der Begriff für spurloses Verschwinden  ‚Kamikakushi‘, wörtlich „versteckt werden durch einen Gott“. Der Name  des Fangen-Spiels, der aktiven Kehrseite des Versteckens also, lautet  dagegen ‚Onigokko‘ – ein Wort, das mit ‚<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oni">Oni</a>‘  wortwörtlich den Dämon im Leib trägt. Und so beschwört „Kakurenbo“ auch die fremde, doch im Archetypischen vage vertraute Welt  der japanischen Mythologie herauf, die etwa auch Myazakis „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Spirited_Away">Spirited Away</a>“  so endlos faszinierend machte. Wo die Dämonen und Götter dort aber in  altertümlichen Bauten konserviert wurden, ist die Architektur in  „Kakurenbo“ schon fast post-urban: Inspiriert von den pathologischsten  Auswüchsen des modernen Städtebaus wie der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kowloon_Walled_City">Kowloon Walled City</a> in Hongkong, ist die Stätte des Versteckens ein Ort, der letztlich alle  Versuche der Kinder, ihn sich im Spiel anzueignen, ins Leere laufen  lassen muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Verschweissung von Ur-Mythischem und Hyper-Modernem gelingt auf der visuellen Ebene nahtlos. Dies ist umso bemerkenswerter, als „Kakurenbo“ durch und durch eine Independent-Produktion ist, im Kern das Werk zweier Personen: Des Regisseurs, Drehbuchautors und Produzenten Shuuhei Morita und des Zeichners Daisuke Sajiki. (Reiji Kitasato steuerte erst in einer späteren Phase die äusserst eindringliche Klangspur bei.)  Dem Film selbst sieht man dies kaum an: Die Charaktere sind trotz ihrer durch die Maske behinderten Mimik ausdrucksstark, die Hintergründe strotzen vor Details, die Farb- und Lichtgebung sind  atmosphärisch und die Animationen sind beinahe immer flüssig – „Kakurenbo“ sieht weit besser aus, als man es für möglich halten sollte. Ermöglicht wurde das gesamte Projekt durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cel_Shading">Cel Shading</a>: Sajikis Entwürfe wurden von Morita in 3D-Modelle umgesetzt, die anschliessend im Zusammenspiel der beiden koloriert und gerendert wurden.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Ergebnis hat allerdings nicht von der detailarmen Flachheit, die dieser Prozess im schlimmsten Fall produzieren kann &#8211; im Gegenteil: „Kakurenbo“ zeichnet eine Welt zwischen einer für die Kindheit verlorenen Zukunft und einer unbestimmten Vergangenheit, eine Welt zwischen Technologie und Handwerk &#8211; eine Welt, in der man sich verlieren kann, bevor man 25 Minuten später noch etwas ausser Atem und klamm wieder vor dem Fernseher ausgespuckt wird.</p>
<p><strong>Ausstattung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ton und Bild sind, der kurzen Laufzeit des Films sei Dank, exzellent. Die DVD kommt zudem mit einem innovativen Booklet mit Hintergrundinformationen. Auf der Scheibe selbst finden sich je ein Interview mit Regisseur Shuhei Morita und Art-Director Daisuke Sajiki, die sich aber weitestgehend in Berichten über die Rezeption an Festivals und japanischen Höflichkeiten erschöpfen. Weit spannender dagegen ist ein &#8220;Making of&#8221;, bei dem der Film in Gesamtlänge in drei Stufen gezeigt wird: Als Skizze, als 3D-Modell und schliesslich mit dem fertigen Bild. Dazu läuft ein Audio-Kommentar der beiden Macher, der einiges über den Produktionsprozess verrät.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 05. Mai 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Kakurenbo (Japan 2005)            <br />
 Regie: Shuhei Morita<br />
 Sprecher: Junko Takeuchi, Rei Saito, Masami Suzuki, Makoto Ueki<br />
 Genre: Horror-Märchen<br />
 Dauer: 25 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprachen: Japanisch<br />
 Untertitel: Deutsch<br />
 Audio: DD 2.0<br />
 Bonusmaterial: Trailer, Making-of, Interview mit Regisseur Shuhei Morita und Art-Director Daisuke Sajiki<br />
 Vertrieb: Impuls</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=l4-uDo9ESdQ" target="_blank">Trailer</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Small World&#8221; von Bruno Chiche</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/13/small-world/</link>
		<comments>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/13/small-world/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 12:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Despont</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandra Maria Lara]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Benoît]]></category>
		<category><![CDATA[Bruno Chiche]]></category>
		<category><![CDATA[Féodor Atkine]]></category>
		<category><![CDATA[Françoise Fabian]]></category>
		<category><![CDATA[Gérard Depardieu]]></category>
		<category><![CDATA[Nathalie Baye]]></category>
		<category><![CDATA[Niels Arestrup]]></category>
		<category><![CDATA[Pascale Arbillot]]></category>
		<category><![CDATA[Yannick Renier]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/13/small-world/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/small-world-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Die Verfilmung des Erfolgsromans von Martin Suter wartet mit einem gewohnt brillanten Gérard Depardieu auf. Dem Vergleich mit dem Roman hält sie aber nicht stand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Erinnern durch Vergessen</h1>
<h2>&#8220;Small World&#8221; von Bruno Chiche</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-9320" title="small world 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/small-world-1.jpg" alt="small world 1" width="550" height="367" /></p>
<h3>Die Verfilmung des Erfolgsromans von Martin Suter wartet mit einem gewohnt brillanten Gérard Depardieu auf. Dem Vergleich mit dem Roman hält sie aber nicht stand.</h3>
<p>Von Sandra Despont.</p>
<p>Es beginnt damit, dass Konrad Lang eine Luxusvilla abfackelt, weil er das Brennholz für das Kaminfeuer statt im Kamin direkt unter einer Wäscheleine platziert. Die Villa, in der er als Hausmeister arbeitet, gehört Familie Senn, in der Konrad als Sohn eines Dienstmädchens und enger Freund von Thomas Senn aufgewachsen war. Konrad kommt zwar neuerdings weder mit dem kontrollierten Feuermachen noch mit so alltäglichen Vorgängen wie dem Bezahlen an einer Supermarktkasse zurecht, dafür scheint er Zugang zu seinen frühesten Kindheitserinnerungen wiederzuerlangen. Und das, so wird immer klarer, kann Elvira Senn, die Matriarchin der Familie, nicht zulassen.</p>
<h3>Einem Familiengeheimnis auf der Spur</h3>
<p>Während Elvira angesichts von Konrads unheimlichem Erinnerungsvermögen immer beunruhigter und Thomas immer genervter wird, kümmert sich Simone, die Frau von Thomas’ Sohn Philippe, rührend um den Alten. Die junge Frau hat erst kürzlich in die Familie eingeheiratet und fühlt sich im riesigen Senn&#8217;schen Anwesen und der alterwürdigen Steifheit des Grossindustriellenhaushalts einigermassen alleingelassen. Auch in ihrer Ehe läuft nicht alles wie geplant. Als Elvira veranlasst, dass Konrad im Gästehaus der Villa untergebracht wird, verbringt Simone immer mehr Zeit mit ihm und kommt langsam, aber sicher dem wohlgehüteten Geheimnis der Familie Senn auf die Spur.</p>
<h3>Viel Verlust, kleiner Gewinn</h3>
<p>Es ist mit „Small World“ wie mit so vielen Literaturverfilmungen: Durch sie wird oft erst deutlich, was wir an einem Roman so lieben, warum wir ihn immer und immer wieder mit Begeisterung lesen. Wie handlungsreich, wie komplex, wie geschickt ausgedacht und wie liebevoll ausgestaltet Martin Suters Erfolgsroman „Small World“ ist, könnte durch die Verkürzung auf 94 Filmminuten nicht klarer werden. Was im Film keinen Platz fand, ist es, was den Roman ausgemacht hat: Die liebevollen Schilderungen des Sonderlings Konrad Lang, die erschütternde und gleichzeitig komische Darstellung der Krankheit Alzheimer, die rührende Liebesgeschichte zwischen Konrad und Rosemarie Haug (die in dem Film ganz wegfällt bzw. halbherzig durch eine kleine Tändelei Konrads mit der Exfrau von Thomas Senn ersetzt wird), das packende und bloss ganz allmählich gelüftete Rätsel um die Vergangenheit der Familie Senn.</p>
<div id="attachment_9321" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9321" title="small world 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/small-world-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="367" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>Von all dem ist im Film leider nicht viel übrig geblieben. Einige Charaktere sind allzu holzschnittartig geraten, die Handlung schreitet mit Siebenmeilenstiefeln voran, die Entwicklungen scheinen allzu absehbar, ohne dass die Zeit reichen würde, mehr als einige wenige einprägsame Momente zu gestalten. Nicht einmal eine noch so ordentliche Machart, nicht einmal ein so grandioser Schauspieler wie Gérard Depardieu kann diese Mängel, insbesondere den Mangel an Komplexität sowohl in der Figurenzeichnung als auch in der Handlung, ausgleichen. Und so ergeht es einem wie so oft mit Literaturverfilmungen, deren Vorlage man kennt und liebt: Man vermisst in der Verfilmung mehr, als dass man durch sie gewinnt.</p>
<p>„Small World“ eröffnet keine neue, keine spannende, keine bereichernde Sicht auf den Roman und opfert viele der witzigsten und bewegendsten Szenen des Buches der filmischen Erzählweise, kommt keiner seiner Figuren wirklich nahe, verflacht die Komplexität des Romans gnadenlos; aber nichtsdestotrotz ist „Small World“ kein schlechter Film. Wer mit Suters Roman nicht vertraut ist, wird am ausgezeichneten Cast und an der stringenten, vorwärts drängenden Erzählweise durchaus seine Freude haben können. Der Film ist sorgfältig inszeniert und angesichts der kurzen Zeit, die den Schauspielern bleibt, um verschiedene Aspekte ihrer Figuren herauszuarbeiten, gewinnen einige sogar ein wenig an Tiefe.</p>
<h3>Ausstattung</h3>
<p>Making of und das Featurette zur Weltpremiere gehen, wie so oft, nicht weit über die gegenseitige Beweihräucherung hinaus. Die Interviews sind etwas aufschlussreicher, aber eher kurz.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 10. Juni 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Small World (Frankreich, Deutschland 2010)            <br />
 Regie: Bruno Chiche<br />
 Darsteller: Gérard Depardieu, Alexandra Maria Lara, Nathalie Baye, Niels Arestrup, Françoise Fabian, Féodor Atkine, Yannick Renier, Pascale Arbillot, Anne Benoît<br />
 Genre: Drama<br />
 Dauer: 94 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprachen: Deutsch, Französisch<br />
 Untertitel: Deutsch<br />
 Audio: DolbyDigital 5.1<br />
 Bonusmaterial: Featurette Weltpremiere, 6 Making of-Featurettes, deutscher und französischer Kinotrailer, Interviews mit Alexandra Maria Lara und Martin Suter<br />
 Vertrieb: Warner</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=l4-uDo9ESdQ" target="_blank">Trailer</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Der Kameramörder&#8221; von Robert Adrian Pejo</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/27/der-kameramorder/</link>
		<comments>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/27/der-kameramorder/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 17:57:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Despont</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Pejo]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Lust]]></category>
		<category><![CDATA[Der Kameramörder]]></category>
		<category><![CDATA[Dorka Gryllus]]></category>
		<category><![CDATA[Merab Ninidze]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Glavinic]]></category>
		<category><![CDATA[Ursina Lardi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nahaufnahmen.ch/?p=9169</guid>
		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/27/der-kameramorder/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/kameramoerder-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Es soll ein unverfängliches, fröhliches Wiedersehen und Kennenlernen werden, als Heinrich und Eva am Neusiedlersee bei Thomas und seiner neuen Freundin Sonja ankommen. Doch als drei Kinder verschwinden, verwandelt sich die Unbeschwertheit langsam in einen Albtraum. Robert Adrian Pejo ist mit „Der Kameramörder“ ein intensiv gespielter Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Glavinic gelungen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8230;und raus bist du!</h1>
<h2>&#8220;Der Kameramörder&#8221; von Robert Adrian Pejo</h2>
<h3>Es soll ein unverfängliches, fröhliches Wiedersehen und Kennenlernen werden, als Heinrich und Eva am Neusiedlersee bei Thomas und seiner neuen Freundin Sonja ankommen. Doch als drei Kinder verschwinden, verwandelt sich die Unbeschwertheit langsam in einen Albtraum. Robert Adrian Pejo ist mit „Der Kameramörder“ ein intensiv gespielter Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Glavinic gelungen.</h3>
<p>Von Sandra Despont.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-9170" title="kameramoerder" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/kameramoerder.jpg" alt="kameramoerder" width="200" height="284" />Fröhlich und unverbindlich fängt es an: Das Ehepaar Heinrich und Eva besucht den alten Jugendfreund Thomas und dessen neue – und überraschend feste – Freundin Sonja. Die beiden leben in einem stylischen und mit Designermöbeln wohl ausstaffierten Haus am Neusiedlersee, in idyllischer Umgebung und fast ungestörter Einsamkeit. Was heiter beginnt, wird zum Albtraum, als drei Kinder aus der Gegend verschwinden und ein Snuff-Video auftaucht, in dem ein Mann die Kinder jagt und, während er sich hörbar am Rezitieren von Abzählreimen ergötzt, quält. Immer deutlicher werden die Spannungen zwischen den beiden Paaren, immer dringender stellt sich die Frage, wer der Mörder mit der Kamera ist.</p>
<h3>Kammerspiel im Designerhaus</h3>
<p>Wer Thomas Glavinics Roman „Der Kameramörder“ kennt, wird die Filmadaption ebenso gespannt wie skeptisch erwartet haben. Die überraschende Perspektive und die sachlich-nüchterne Sprache des Erzählers des Romans können filmisch nur schwer umgesetzt werden, womit absehbar war, dass ein Regisseur gezwungenermassen eigene Akzente setzte. Robert Adrian Pejo hat dies getan, indem er das Kammerspiel im Designerhaus intensiviert, die einzelnen Figuren näher und dringender gezeichnet hat, als es Thomas Glavinic in seinem Buch – gerade wegen der innovativen und letztlich dem Roman seinen Reiz gebenden Perspektive – möglich war. Pejo gestaltet auf kleinem Raum das Bild der ebenso von erotischer Spannung aufgeladenen wie gewalttätigen Beziehung zwischen Thomas und Sonja, er stellt die Verlassenheit aller Figuren trotz Partner dar, er lässt durch zahlreiche Andeutungen das Unglück Evas ahnen, er bindet Landschaft, Natur und Wetter ein, um eine gereizte Atmosphäre zu schaffen und den Zuschauer dunkle Abgründe vermuten zu lassen. Sein Film ist weniger eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Medien – und der Möglichkeit, die Medien für die Darstellung der eigenen Gewalttätigkeit und Pervertiertheit zu missbrauchen – als ein Psychogramm von vier Menschen und deren Paarbeziehungen. Der Fall um den Kameramörder dient dabei zur Schärfung der Konflikte, als Kristallisationspunkt der latent vorhandenen Spannung zwischen den Figuren, als Kulisse für deren Gefühlsextreme.</p>
<h3>Verstörung durch Kontraste</h3>
<p>Robert Adrian Pejos „Kameramörder“ überzeugt zwar nicht so nachhaltig wie Thomas Glavinics Vorlage, doch den Film an der grandiosen Buchvorlage zu messen, wäre angesichts der Unverfilmbarkeit einer erzählerischen Perspektive auch reichlich unfair. Mit den Mitteln des Films hat Pejo auf seine Weise ein verstörendes Werk geschaffen, das von den Kontrasten zwischen fein abgestimmtem Design im Inneren und unkontrollierbarer Natur draussen, zwischen festgefügten, harmonischen Beziehungen und emotionalen Wirrungen der Vergangenheit und Gegenwart, zwischen der Harmonie und Schönheit der Filmbilder und der Brutalität der Handlung lebt. Das ist in den besten Momenten des Films bestechend, in den schlechteren jedoch trotz viel dramatischen Effekten nicht wirklich packend. So erscheint letztendlich die Entwicklung der Handlung trotz überzeugender und engagierter Schauspielleistung fast beliebig, so dass man die Enttarnung des Kameramörders nur noch mehr oder weniger überrascht zur Kenntnis nimmt. Hier geht dem Film bedauerlicherweise die unbedingte Folgerichtigkeit des Romans ab.</p>
<h3>Ausstattung</h3>
<p>Als Extra gibt es den Trailer des Films.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 26. Mai 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Der Kameramörder (Österreich, Schweiz, Ungarn 2010)            <br />
 Regie: Robert Adrian Pejo<br />
 Darsteller: Andreas Lust, Merab Ninidze, Dorka Gryllus, Ursina Lardi<br />
 Genre: Thriller<br />
 Dauer: 96 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprache: Deutsch<br />
 Untertitel: Englisch<br />
 Audio: Dolby Digital<br />
 Bonusmaterial: Trailer<br />
 Vertrieb: Prasesens Film</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YRabbqaTxHc" target="_blank">Traile</a></p>
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		<title>&#8220;Rubber&#8221; von Justin Dupieux</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/21/rubber/</link>
		<comments>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/21/rubber/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 12:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Justin Dupieux]]></category>
		<category><![CDATA[Killerpneu]]></category>
		<category><![CDATA[Killerreifen]]></category>
		<category><![CDATA[Roxane Mesquida]]></category>
		<category><![CDATA[Rubber]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Spinella]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/21/rubber/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/rubber-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Ein mit übernatürlichen Kräften ausgestatteter Pneu als Mörder – zugegeben, der Einfall ist so absurd, dass man daraus einfach einen Film machen muss. Die Idee von "Rubber" scheint für viele Kritiker, welche den Film euphorisch als Kultfilm bezeichneten, jedoch wichtiger gewesen zu sein als der Film. Dass die 60 von 80 Minuten, in denen der Pneu nicht im Bild ist, einfach nur ausgemachter Mist sind, scheint den meisten entgangen zu sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Ein Pneu und ein Film auf Abwegen</h1>
<h2>&#8220;Rubber&#8221; von Justin Dupieux</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-8877" title="rubber 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/rubber-1.jpg" alt="rubber 1" width="550" height="400" /></p>
<h3>Ein mit übernatürlichen Kräften ausgestatteter Pneu als Mörder – zugegeben, der Einfall ist so absurd, dass man daraus einfach einen Film machen muss. Die Idee von &#8220;Rubber&#8221; scheint für viele Kritiker, welche den Film euphorisch als Kultfilm bezeichneten, jedoch wichtiger gewesen zu sein als der Film. Dass die 60 von 80 Minuten, in denen der Pneu nicht im Bild ist, einfach nur ausgemachter Mist sind, scheint den meisten entgangen zu sein.</h3>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p>So gut Regisseur Justin Dupieuxs Idee auch gewesen sein mag, so verfehlt war die darauf folgende Annahme, sie gäbe genug her für einen Spielfilm von eineinhalb Stunden. Für einen Kurzfilm schien ihm die Idee aber wohl zu gut zu sein, weshalb er die Story mit zwei Nebenhandlungen aufzupeppen versuchte. So beginnt &#8220;Rubber&#8221; nicht mit der Geburt des mordlustigen Pneus, sondern mit einem gut gekleideten Herrn, der aus dem Kofferraum eines Wagens steigt und eine Rede darüber hält, dass in vielen guten Filmen entscheidende Handlungselemente oft ohne jeden Grund geschähen und der folgende Film eine Hommage an diese Grundlosigkeit sei. So amüsant diese Ansprache auch sein mag, sie ist das erste Armutszeugnis für den Film, denn absurde Kunst vorweg zu entschuldigen und zu rechtfertigen, heisst diese nicht zu verstehen.</p>
<p>Zwar versucht der Film bereits hier einen Twist, denn nachdem die Apologia zu Ende ist, der Entschuldiger zurück in den Kofferraum steigt und sich davonmacht, zeigt uns die Kamera, dass die Rede nicht, bzw. nicht nur, an uns gerichtet war, sondern an ein tatsächliches Publikum im Film, welches in der Wüste steht und Feldstecher ausgeteilt bekommt, mit welchen sie Ausschau nach dem Film halten, den man ihnen versprochen hat. Hier folgt dann auch schon die zweite Entschuldigung, als ein Junge in diesem Publikum seinem Vater mitteilt, er fände den Film bereits jetzt langweilig, worauf Papa antwortet, er solle sich gedulden, der Film habe ja noch nicht einmal richtig angefangen.</p>
<h3>Bierflasche, Kaninchen, Mensch</h3>
<p>Der wirkliche Beginn des Film ist denn auch jener Teil, der zurecht alles Lob und alle Kult!-Rufe verdient: Auf einem Schrottplatz erwacht ein Autopneu langsam zum Leben und gräbt sich aus dem Sand aus, in dem er zur Hälfte feststeckt. Es dauert eine Weile, bis er sein Gleichgewicht gefunden hat und gerade rollen kann, ohne umzufallen. Als er den Dreh aber raus hat, rollt er frisch und fröhlich durch die Prärielandschaft, und bleibt erst stehen, als er eine Petflasche auf seiner Rollbahn liegt. Vorsichtig beginnt er an ihr herumzudrücken und walzt sie schliesslich platt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-8878" title="rubber 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/rubber-2.jpg" alt="rubber 2" width="550" height="350" /></p>
<p>Damit ist der Killerinstinkt erwacht, und der Pneu sucht nach weiteren Dingen, die er zerquetschen kann. Nachdem ein Skorpion dran glauben muss, stösst der Pneu aber auf seine erste Herausforderung: eine Bierflasche, die einfach nicht zerbrechen will. Als alles nichts hilft, aktiviert der Pneu seine telekinetischen Fähigkeiten, die ihn ekstatisch zittern lassen, nach wenigen Sekunden aber auch die Flasche zu sprengen vermögen. Nach einem weiteren erfolgreichen Versuch an einer Büchse, legt sich der Pneu zufrieden schlafen.</p>
<h3>Rückkehr auf die Pseudometaebene</h3>
<p>Es kommt, wie es kommen muss: der Pneu sprengt mittels Telekinese bald ein Kaninchen, eine Krähe, und bald auch den ersten Kopf eines Menschen. Doch spätestens als er in ein Motel eincheckt (indem er die Putzfrau sprengt) übernehmen wieder menschliche Protagonisten die Story und der Film wird innerhalb von wenigen Minuten vom Genuss zur Qual. Ein erster Tiefpunkt ist erreicht, als der Sheriff seinen Untergebenen erklärt, die kopflose Putzfrau sei gar nicht tot, denn dies sei alles nur ein Film, nicht die Realität – einer von mehreren erbärmlichen Versuchen, dem Film den Anstrich von Metakunst zu geben. Hinter diesem Anstrich steckt aber nichts; &#8220;Rubber&#8221; hat nichts, aber auch gar nichts auch nur halbwegs intelligentes über Filme, Realität oder Fiktion zu sagen.</p>
<div id="attachment_8879" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8879" title="rubber 3" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/rubber-3.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="316" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>Justin Dupieux indessen findet seinen Film ziemlich clever und wagt es sogar, sich mit Monty Python zu vergleichen. Mögen einige der Handlungselemente zwar an Sketche aus &#8220;Flying Circus&#8221; erinnern, so sind sie schlussendlich so dilettantisch inszeniert und kommen sich gleichzeitig so gescheit vor, dass man über diesen Vergleich eigentlich nur lachen kann. Nach der ersten halben Stunde möchte man &#8220;Rubber&#8221; all seinen Freunden weiterempfehlen, beim Anspann hingegen überlegt man sich schon fieberhaft, wie man die DVD wieder loswird. Die Tragödie des Films ist, dass er eine wirklich gute Idee und eine überaus gelungene und originell gefilmte Sequenz absurden Kinos zerstört, indem sie in eine Rahmengeschichte einbettet, die von einem kreativ minderbegabten Zehnjährigen stammen könnte. Die Idee ist kultig – aber insgesammt ist &#8220;Rubber&#8221; einfach nur &#8220;Rubbish&#8221;.</p>
<h3>Ausstattung</h3>
<p>Nebst dem Hauptfilm enthält die DVD Interviews mit Regisseur und Nebendarstellern – der Hauptdarsteller kommt dabei nicht Wort.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 30. Juni 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Rubber (Frankreich 2010)            <br />
 Regie: Justin Dupieux<br />
 Darsteller: Stephen Spinella, Roxane Mesquida, namenloser Pneu<br />
 Genre: Klamauk / Pseudometahorror<br />
 Dauer: 79 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9<br />
 Sprache: Englisch, Deutsch<br />
 Untertitel: Englisch, Deutsch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1<br />
 Bonusmaterial: Interviews, Trailer<br />
 Vertrieb: Impuls</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 <a href="http://www.youtube.com/watch?v=GOyYp6JtwsU" target="_blank">Trailer</a></p>
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		<title>&#8220;Goethe!&#8221; von Philipp Stölzl</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/09/goethe/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 06:45:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Despont</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Fehling]]></category>
		<category><![CDATA[Burghart Klaußner]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Henry Hübchen]]></category>
		<category><![CDATA[Miriam Stein]]></category>
		<category><![CDATA[Moritz Bleibtreu]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Stölzl]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Haschke]]></category>
		<category><![CDATA[Vitus Wieser]]></category>
		<category><![CDATA[Volker Bruch]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/09/goethe/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/goethe-1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>...die die Welt im Innersten zusammenhält!“, erklärt der junge Sturm-und-Drang-Goethe – und lebt danach. Sein Herz schlägt kräftigst für Charlotte Buff; die leider schon so gut wie verlobt ist. In "Goethe!" präsentieren sich Goethe als ein widerspenstiger Heisssporn und das 18. Jahrhundert als etwas zwischen Märchenwelt und Biedermeierparadies. Das passt zum Film, der eine recht gelungene Mischung zwischen Autorenporträt und Literaturverfilmung ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>&#8220;Es ist die Liebe&#8230;</strong></h1>
<h2>&#8220;Goethe!&#8221; von Philipp Stölzl</h2>
<p><strong> </strong></p>
<h3><img class="alignnone size-full wp-image-8795" title="goethe 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/goethe-1.jpg" alt="goethe 1" width="550" height="365" /></h3>
<h3><strong>&#8230;die die Welt im Innersten zusammenhält!“, erklärt der junge Sturm-und-Drang-Goethe – und lebt danach. Sein Herz schlägt kräftigst für Charlotte Buff; die leider schon so gut wie verlobt ist. In &#8220;Goethe!&#8221; präsentieren sich Goethe als ein widerspenstiger Heisssporn und das 18. Jahrhundert als etwas zwischen Märchenwelt und Biedermeierparadies. Das passt zum Film, der eine recht gelungene Mischung zwischen Autorenporträt und Literaturverfilmung ist. </strong></h3>
<p>Von Sandra Despont.</p>
<p>Mit Tolldreistigkeiten fängt es an. Jurastudent Goethe fällt mit Pauken und Trompeten beim Staatsexamen durch. Statt einen Doktorhut anzuziehen, scharrt er „Lecket mich!“ in den Schnee vor dem Prüfungszimmer. Als verwöhnter Bengel erscheint der junge Goethe, als übermütiger Jungdichter, voller Verachtung für alterwürdige Studien und erst recht für die seiner Meinung nach schwülstige Dichtung der Zeit, in der sich konsequent „Schmerz“ auf „Herz“ reimt. Doch auch mit seiner Dichtung hat der ehrgeizige Jüngling vorerst keinen Erfolg. Sein Erstlingsdrama, „Götz von Berlichingen“, wird von einem Verleger abgelehnt. Vom Vater wird er kurzerhand nach Wetzlar geschickt, wo er am Reichskammergericht seine Jurastudien weiterbetreiben soll. In einem Kaff, in einer trockenen Amtsstube, sollen dem nutzlosen Sprössling die Flausen ausgetrieben werden. In der Amtsstube wird Goethe mit verstaubtem Papierkram überhäuft, nach seinen Saufgelagen wird er vom Gerichtsrat persönlich aus dem Bett geholt und zu noch mehr Arbeit verknurrt.</p>
<p><strong>Wilde Herzen, kalte Konvention</strong></p>
<p>Auf einer Tanzveranstaltung lernt Johann Goethe die ungestüme, ein bisschen alberne, aber äusserst charmante Charlotte Buff kennen, an die er bald sein Herz verliert. Doch Familie Buff wird von Geldsorgen geplagt, eine Liebesheirat mit einem Studenten steht für die älteste Tochter einer grossen Geschwisterschar nicht ganz zuoberst auf dem Programm. Nichtsdestotrotz werden die beiden ein heimliches Liebespaar, das gegen alle Vernunft der Zeit der Romantik frönt. Lottes wohlmeinender Vater hat derweil die perfekte Partie für seine reizende Tochter ausgemacht: Gerichtsrat Kestner, Goethes Vorgesetzter. Dieser, ein eher nüchterner, der Vernunft und dem bürgerlichen Leistungsgedanken und engen Moralvorstellungen verpflichtet,  wirbt ausgerechnet mit Goethes Worten von der „Liebe, die die Welt im Innersten zusammenhält“ um Charlotte – und hat Erfolg. Während Goethe an romantischen Liebesgaben bastelt, plant Charlottes Vater deren Hochzeit, um den finanziellen Ruin von seiner Familie abzuwenden.</p>
<div id="attachment_8796" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8796" title="goethe 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/goethe-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="366" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p><strong>WertherGoetheWertherGoethe</strong></p>
<p>Wer den „Werther“ kennt, erkennt in „Goethe!“ den Werther, wer Goethe kennt, erkennt in „Goethe!“ Goethe. Weder ist der Film eine Verfilmung des Werks, noch ein authentisches Biopic. Vielmehr ist es eine Fantasie über die Vermischung von Leben und literarischem Schaffen, eine mögliche Version der Entstehungsgeschichte des „Werthers“, eine Annäherung an den jungen Goethe, doch weder das eine noch das andere ist der Film ganz und gar. Bei allem Liebäugeln mit einer romantischen Fantasiewelt, in der nur die Gefühle regieren, bleibt der Film doch mit einem Bein fest in der damaligen Realität verankert. Er wägt die beiden Welten gegeneinander ab, ohne der einen deutlich den Vorzug zu geben. Natürlich fühlt man mit dem jungen, unglücklich verliebten Helden und mit seiner Charlotte mit, doch die Vätergeneration wird keineswegs als so verbohrt dargestellt, wie sie die Stürmer und Dränger gerne gesehen haben. Glücklicherweise wurde Goethes Rivale Kestner, zurückhaltend gespielt von Moritz Bleibtreu, nicht in ein Klischeekorsett gezwängt, sondern darf auch Menschlichkeit, und manchmal sogar Anwandlungen von echten Gefühlen zeigen.</p>
<p><strong>Wenn Realität stärker ist als Imagination</strong></p>
<p>Natürlich ist „Goethe!“ nicht buchstabengetreu dem Leben Goethes nachgebildet. Natürlich ist „Goethe!“ als Literaturverfilmung unbrauchbar. Natürlich ist in „Goethe!“ alles ein bisschen überzeichnet. Natürlich kommen in „Goethe!“ reichlich ach-so-realistische Kulissen vor. Natürlich gibt es tolle Landschaften, natürlich küssen sich Lotte und Goethe in einer malerisch verfallenen Ruine, natürlich, natürlich. Trotzdem: Wer sich auf dieses Spiel mit Realität und Fiktion einlässt, wird überraschend gut unterhalten durch tolle Schauspieler (allen voran: Miriam Stein als Charlotte Buff), eine temporeiche Handlung und zahlreiche einprägsame, gut inszenierte Szenen. „Goethe!“ wird keine neuen Massstäbe setzen, doch der Film ist sorgfältig gemacht und ordentlich, dabei aber weder langweilig noch übermässig um Ernst bemüht, wie das bei einer Annäherung an DEN Übervater der deutschen Literatur zu befürchten war.</p>
<p>Was für den Film gilt, gilt ebenso für die Ausstattung der DVD. Nichts Sensationelles, aber unterhaltsam und ordentlich gemacht. Witzig sind natürlich vor allem die verpatzten Szenen, doch wirklich erhellend ist das kürzeste aller Specials: Eine eineinhalb Minuten lange Sequenz, die sich „Visuelle Effekte in Goethe“ nennt, führt drastisch vor Augen, wie wenig in Zeiten digitaler Bearbeitung die Bilder im Kino mit der Realität zu tun haben. Ein einziger fantastischer Beschiss, das Ganze. Und was für ein schöner Beschiss!</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Seit dem 11. März 2011 im Handel.</p>
<p>Originaltitel: Goethe! (Deutschland, 2010)<br />
 Regie: Philipp Stölzl<br />
 Darsteller: Alexander Fehling, Miriam Stein, Moritz Bleibtreu, Burghart Klaußner, Henry Hübchen, Volker Bruch, Vitus Wieser, Stefan Haschke<br />
 Genre: Drama<br />
 Dauer: 104 Minuten<br />
 Bildformat: 16:9 &#8211; 2.35:1<br />
 Sprachen: Deutsch<br />
 Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch<br />
 Audio: Dolby Digital 5.1<br />
 Bonusmaterial: Making-of, Musikvideo „Fade Away“, Die Weltpremiere, Kinotrailer, Kinoteaser, Bildergalerie, Nicht verwendete Szenen, Verpatzte Szenen, Castingaufnahmen, Visuelle Effekte in Goethe<br />
 Vertrieb: Warner</p>
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