“Beautiful” von Dean O’Flaherty

Es ist nicht alles Gold, was glänzt – und hinter dem schönen Schein verbirgt sich oftmals die pure Hässlichkeit. In seinem an diversen Filmfestivals gut aufgenommenen Thriller “Beautiful” entlarvt Dean O’Flaherty die amerikanische Vorzeige-Vorstadt und ihre Bewohner. Blutfluss nicht ausgeschlossen.

“The Expendables” von Sylvester Stallone

Über 100 Millionen Dollar Gewinn an den Kinokassen machen eigentlich gespannt auf diesen Action-Kracher mit seiner crème de la crème Besetzung: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li und auch Mickey Rourke und Arnold Schwarzenegger geben sich die Ehre – und “Expendables II” soll 2012 auch schon in die Kinos kommen. Doch wenn man genauer hinschaut…

“War of the Wizards” von Dong-hun Choi

Eine der wenigen Komödien am Neuchatel International Fantastic Filmfestival 2010 war “Woochi” – eine geballte Ladung quirligen Fantasyklamauks aus Südkorea. Der Erfolg im eigenen Land scheint dem Film den Sprung nach Europa verschafft zu haben – auch bei uns ist der Film ab sofort als “War of the Wizards” auf DVD erhältlich.

“Jonah Hex” von Jimmy Hayward

Verzweifelt über seine zunehmende Ideenlosigkeit scheint Hollywood sich nach wie vor an das zweischneidige Erfolgsrezept namens Superhelden-Comicverfilmung zu klammern. Wirklich gut war bisher eigentlich noch keine, aber so schlecht wie „Jonah Hex“ auch nicht. Dessen Leinwandauftritt markiert einen neuen Tiefpunkt in Hollywoods Schaffenskrise, indem er alles, aber wirklich alles falsch macht.

“5150 Elm’s Way” von Eric Tessier

Yannick ist zur falschen Zeit am falschen Ort und bringt damit sich und eine Familie selbsternannter christlicher Gotteskrieger in eine Zwickmühle. “5150 Elm’s Way”, ein Thriller als Quebec, vermochte bereits am NIFFF letzten Sommer zu überzeugen und ist nun erfreulicherweise auch in der Schweiz auf DVD erhältlich.

“Splice” von Vincenzo Natali

Es ist eigentlich löblich, wenn sich ein Film wie “Splice” den Schranken des eigenen Genres kritisch nähert und diese versucht zu umgehen, mit anderen Genres zu vermischen und Neues zu schaffen – dabei kann Faszinierendes herauskommen, ja, ein Cocktail, der gekonnt verschiedene Zutaten mischt, die nicht zusammengehören. Blöd jedoch, wenn die Mischung einfach nicht zu einer einheitlichen Menge werden will.

“Looking for Eric” von Ken Loach

Ein Postbote in der Krise begegnet seinem Idol und konfrontiert die diversen Probleme in seinem Leben. Mit “Looking for Eric” trifft Ken Loach einmal mehr ins Schwarze.

“Micmacs” von Jean-Pierre Jeunet

Fünf lange Jahre warteten Fans des französischen Regisseurs Jean-Pierre Jeunet auf dessen neuesten Film. Die Erwartungen hätten kaum höher sein können. Mit “La cité des enfants perdus”, “Delicatessen”, “Le fabuleux destin d’Amélie Poulain” und “Un long dimanche de fiançailles” hatte Jeunet bereits vier Meisterwerke abgeliefert. Wären sein neuster Film “Micmacs” ein Erstlingswerk, man dürfte ihn loben. Als Jeunet-Film hingegen enttäuscht er leider über weite Strecken.

“A Nightmare on Elm Street” von Samuel Bayer

Freddy Krueger ist ein zu guter Bösewicht, als dass das Kino ihn sterben lassen könnte. Anstatt der siebenteiligen Serie eine weiteren Fortsetzung hinzuzufügen, entschied man sich im jüngsten Film mit dem messerhändigen Bösewicht für ein Remake des Originals. Dieses kann sich trotz vieler Stärken aber nicht mit ebendiesem Original messen.

“Lourdes” von Jessica Hausner

Fünf Millionen Pilger empfängt das kleine französische Örtchen Lourdes jährlich. Dem Ort, an welchem 1858 die Mutter Gottes erschienen sein soll, werden heilende Kräfte nachgesagt. Auch Christine, die Heldin von Hausners Film, kommt in der Hoffnung nach Lourdes, von ihrer Krankheit erlöst zu werden. Doch Wunder haben die Eigenschaft, komplexer zu sein als die Vorstellung, die so mancher Gläubiger von ihnen hat.

“Leaves of Grass” von Tim Blake Nelson

Wer in einem Film wie “Leaves of Grass” ein Walt Whitman Biopic befürchtet, darf aufatmen. In Tim Blake Nelsons jüngster Regiearbeit geht es um eine andere Art Gras, als jenes, welches Whitman als Metapher für seine Lyrik heranzog. Wird man den Titel in zehn Jahren googeln, wird man trotzdem eher wenige Suchresultate finden, welche sich nicht auf den amerikanischen Dichter beziehen. Denn zum Klassiker wird Nelsons Film leider kaum werden.

“Dorian Gray” von Oliver Parker

Wenn die Pressestimmen auf einem DVD-Cover von hierzulande unbekannten Medien stammen, verheisst dies meist nichts Gutes. Wenn es sich dabei jedoch um eine Verfilmung von Oscar Wildes Romanklassiker “The Picture of Dorian Gray” handelt, die obendrein noch vielversprechend besetzt ist, ist es jedoch kaum verwerflich, dem Film eine Chance zu geben. Leider hat er diese trotzdem nicht verdient.

“Humpday” von Lynn Shelton

Wetten, die man betrunken abschliesst, neigt man am Morgen danach zu bereuen. Besonders wenn sie verlangen, dass man mit seinem besten Kumpel vor der Kamera Sex hat. In “Humpday” geht Regisseurin Lynn Shelton der Frage nach, was passieren würde, wenn Mann eine solche Wette auch im nüchternen Zustand noch durchziehen will.

“The Runaways” von Floria Sigismondi

Die Popindustrie der 60er und 70er Jahre brachte zahlreiche weibliche Stars hervor. Das Rockbusiness hingegen hielt sich störrisch als Männerdomäne. Dann jedoch kamen “The Runaways”, die erste “all-girl” Rockband, deren blutjunge Frontfrauen Joan Jett und Cherie Currie als Sensation gefeiert wurden. Das Band-Biopic “The Runaways” setzt dem kurzen Erfolg der Band ein Denkmal – mit zwei grossartigen Jungschauspielerinnen und einem klasse Soundtrack.

“Soul Kitchen” von Fatih Akin

Ein mässig erfolgreiches Restaurant in Hamburg wird plötzlich zum Szenelokal. Währenddessen schlägt sich der Inhaber mit allerlei Problemen des Alltags herum und kommt dabei nicht so recht vom Fleck.

“Bad Lieutenant” von Werner Herzog

Irgendwann sollte man aufhören zu kritisieren. Weil es irgendwann einfach mal reichen sollte zu sagen: Der Film ist gut. Er wird euch vielleicht nicht unbedingt gefallen, aber er ist gut. Doch das ist nicht das Thema hier. Nein, das Thema ist erstens Werner Herzogs “Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen” und zweitens der Versuch eine Kritik zu schreiben, die diesem Film gerecht wird.

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