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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; Im Fokus</title>
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		<title>Die besten Filme 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 07:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Beste Filme 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Black Swan]]></category>
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		<category><![CDATA[Stake Land]]></category>
		<category><![CDATA[We need to talk about Kevin]]></category>
		<category><![CDATA[Winter's Bone]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2012/01/02/die-besten-filme-2011/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/Best-movies-2011-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>2011 war, so sind sich Kritiker einig, ein gutes Kinojahr. Unsere diesjährige Top 10 des Jahres enthält allerdings einige Filmperlen, die es leider gar nicht in unsere Kinos geschafft haben. Ein Grund mehr, dem Schweizer Kinoprogramm weniger zu vertrauen als uns.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Die besten Filme 2011</h1>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10227" title="Best movies 2011" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/Best-movies-2011.jpg" alt="Best movies 2011" width="550" height="365" /></p>
<h3 style="text-align: justify;">Die Filmkritiker sind sich einig: 2011 war ein gutes Kinojahr. Die Schweiz hat davon allerdings wenig gemerkt; viele der meistdiskutierten und spannendsten Filme schafften den Weg in unsere Kinos nicht, welche noch stärker als in den Jahren zuvor von deutsch synchronisiertem Blockbustermüll dominiert waren. Und da das nahaufnahmen.ch Team zudem auch noch wenig Zeit fürs Kino hatte, verwundert es kaum, dass selbst wir von jedem zweiten Film, der auf Top-10-Listen namhafter Kritiker steht, noch nie gehört haben. Dennoch lassen wir es uns nicht nehmen, unsere ganz eigene, subjektive, unvollständige (aber trotzdem unangefochten beste) Liste zu machen:</h3>
<p>Von Lukas Hunziker</p>
<h3>10. Blue Valentine</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10228" title="Blue Valentine" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/Blue-Valentine.jpg" alt="Blue Valentine" width="550" height="366" /></p>
<p style="text-align: justify;">Das tragische Ende einer grossen Liebe, welcher Ryan Gosling und Michelle Williams ein unvergessliches Gesicht gaben, erschien bei uns direkt auf DVD. Zugegeben, für das Publikum ist &#8220;Blue Valentine&#8221; eine Folter der besonders sadistischen Art: Über zwei Stunden wird schonungslos die brutale Trennung eines Traumpaares gezeigt, wie man es auf der Leinwand nur selten sieht. Der Film erzählt die letzten 24 Stunden einer Ehe, die sich totgelaufen hat, gespickt mit Flashbacks zu den romantischen Anfängen der Beziehung. Schlussmachen auf der Leinwand tat selten so weh &#8211; und dass wir diesen  Schmerz nur auf DVD geniessen durften, ist kein Kompliment für die Schweizer Verleihe.<br class="spacer_" /></p>
<h3>9. Stake Land</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10230" title="Stakeland" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/Stakeland.jpg" alt="Stakeland" width="550" height="367" /></p>
<p style="text-align: justify;">Das von den Twilightromanen eingeleitete Vampir-Revival hat vielen blutleeren Blutsaugerfilmchen und Blutsaugerserien Geburtshilfe geleistet. Wer jedoch glaubte, der gute Vampirfilm sei damit gestorben, der wurde am NIFFF eines Besseren belehrt. In &#8220;Stake Land&#8221; (auf deutsch unter dem Titel &#8220;Vampire Nation&#8221; auf DVD erhältlich) waren endlich wieder einmal Vampire zu sehen, die nicht den feuchten Träumen aufgedunsener Teenager entsprungen sind. In diesem düsteren und atmosphärischen  Roadmovie sucht sich eine kleine Gruppe Überlebender ihren Weg aus einem postapokalyptischen Amerika in das in Kanada liegende &#8220;New Eden&#8221; &#8211; und trifft dabei auf kreischende Blutsauger und religiöse Fanatiker. Ein Film, in welchem christliche Extremisten Vampire aus Hubschraubern über Flüchtlingscamps abwerfen – was kann sich das Kritikerherz Lieblicheres denken?<br class="spacer_" /></p>
<h3>8. Never let me go</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10231" title="Never let me go" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/Never-let-me-go.jpg" alt="Never let me go" width="550" height="365" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die Verfilmung von Kazuo Ishiguros Erfolgsroman gehört ebenfalls zu jenen Filmen, die in diesem Jahr nicht die Aufmerksamkeit bekamen, die sie verdient hätten. Der Grund mag ein ähnlicher sein wie bei &#8220;Blue Valentine&#8221; &#8211; ein Feelgoodmovie sieht anders aus. Kathy, Thommy und Ruth erfahren während ihrer Kindheit in einem englischen Internat, dass sie Klone sind und ihr einziger Lebenszweck darin besteht, als menschliche Ersatzteillager  zu dienen, wenn ihre Zeit gekommen ist. Kathy, die sich schon als Kind in Thommy verliebt, muss mitansehen, wie Ruth ihn ihr wegschnappt. Ruth klammert sich verzweifelt an das Gerücht, dass Paare, die füreinander bestimmt sind, von ihrer schrecklichen Aufgabe entbunden werden. Die Verfilmung von Mark Romanek ist eine kompromisslose Verfilmung der literarischen Vorlage, ohne Konzessionen an Mainstreamdramaturgie &#8211; mit ein Grund, warum &#8220;Never let me go&#8221; zu den eindrücklichsten Filmen des Jahres gehörte.<br class="spacer_" /></p>
<h3>7. Hanna</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10232" title="Hanna" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/Hanna.jpg" alt="Hanna" width="550" height="366" /></p>
<p style="text-align: justify;">Hanna, ein Mädchen, das in einer Blockhütte im arktischen Norden aufwächst und von ihrem Vater Kämpfen, Schiessen und Töten lernt, war eine der interessantesten und liebenswürdigsten Kinofiguren dieses Sommers. Je öfter man &#8220;Hanna&#8221; sieht, desto mehr fällt einem auf, wie viele Lücken und Logikfehler die Story hat, und trotzdem verzeiht man dem Film alles, da ihn gerade diese Ungeschliffenheit zu einer herrlichen Ausnahme im sonst oft so berechenbaren Kinoprogramm machte. Die Story ist in &#8220;Hanna&#8221; sowieso sekundär &#8211; ein Genuss ist der Film wegen seiner klasse inszenierten Actionsequenzen, dem grossartigen Soundtrack der Chemical Brothers, der entzückenden Saoirse Ronan und einiger der unvergesslichsten Szenen des ganzen Kinojahres. Allein die Einstellung, in welcher Cate Blanchett in Stöckelschuhen aus dem Mund des Wolfes im Berliner Spreepark tritt, müsste den Film eigentlich auf jede Top-10-Liste des Jahres katapultieren.</p>
<h3>6. City Island</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10233" title="City Island" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/City-Island.jpg" alt="City Island" width="550" height="369" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die Komödie des Jahres kam bei uns ebenfalls nicht im Kino, sondern erschien direkt auf DVD. &#8220;City Island&#8221; zeigt Andy Garcia in einer seiner besten Rollen seit langem: als Vince Rizzo, einem Gefängniswärter, den das Leben unerwartet vor ein Dilemma stellt: Um seine Leidenschaft für die Schauspielerei vor seiner Frau geheimzuhalten, gibt er vor, mit Freunden Poker zu spielen, während er in Wahrheit Schauspielunterricht nimmt. Als er an einer Audition für eine kleine Rolle in einem Scorsese Film  entdeckt wird, weiss er: seine Frau wird ihm für die Lüge trotzdem die Hölle heiss machen. Doch dies ist bei weitem nicht das einzige Problem in der Familie: die Tochter hat heimlich das College geschmissen und arbeitet als Stripperin, der Sohn ist davon besessen, dicke Frauen mit fettigem Essen zu füttern, und Vince&#8217; Frau geht gedanklich mit einem Mann fremd, der sich als Vince&#8217;s Sohn aus einer früheren Beziehung entpuppt. Sprich: Humor auf Topniveau, 100 Minuten zum krummlachen.<br class="spacer_" /></p>
<h3>5. Carlos the Jackal</h3>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-10234" title="Carlos" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/Carlos.jpg" alt="Carlos" width="550" height="367" /></p>
<p style="text-align: justify;">Geplant als aufwändiger TV-Dreiteiler sorgte &#8220;Carlos &#8211; the Jackal&#8221; in Cannes für so viel Furore, dass er in einer um fast drei Stunden gekürzen Fassung vielerorts in die Kinos kam. Die Verstümmelung ist bedauerlich, und die lange Fassung sei an dieser Stelle allen ans Herz gelegt, die den Film noch sehen wollen, trotzdem war &#8220;Carlos&#8221; aber ein Geschenk für das Kinojahr. Erzählt wird der Aufstieg und Fall von Carlos, dem wahrscheinlich bekanntesten Terroristen des 20. Jahrhunderts, welcher unter anderem die Geiselnahme an der OPEC-Konferenz 1975 leitete. Warum die Terroristensaga so sagenhaft unterhaltsam ist, ist schwierig zu sagen – vielleicht, weil einem die selbstverliebte Hauptfigur trotz ihrer Taten ein kleines bisschen sympathisch ist, oder weil der Film so unverschämt unvoreingenommen gegen den verblendeten Terrorkönig ist. So oder so &#8211; &#8220;Carlos&#8221; ist grosses Kino, das beweist, wie wunderbar episch europäische Produktionen sein können.<br class="spacer_" /></p>
<h3>4. Black Swan</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10235" title="black swan" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/black-swan.jpg" alt="black swan" width="550" height="367" /></p>
<p style="text-align: justify;">Darren Aronofsky war noch nie sehr subtil. Der letzte Teil seines esoterischen Dramas &#8220;The Fountain&#8221; war an Kitsch kaum zu überbieten &#8211; und war trotzdem gut. Auch &#8220;Black Swan&#8221; hält sich mit überladender Symbolik nicht zurück; jede Szene ist bis ins Detail auf den Konflikt der Hauptfigur hinstilisiert: Die Ballettänzerin Nina, ein schüchternes, verklemmtes Mädchen, das noch bei ihrer Mutter wohnt, muss für die Hauptrolle im &#8220;Schwanensee&#8221; den schwarzen Schwan in sich entdecken, dessen verführerisches, leidenschaftliches und spontanes Wesen Nina nicht fremder sein könnte. Die Suche nach dieser &#8220;schwarzen&#8221; Seite in sich treibt Nina in Wahnvorstellungen, und langsam verwandelt sie sich in den schwarzen Schwan &#8211; ganz buchstäblich, versteht sich. Man kann Aronofsky mögen oder nicht &#8211; &#8220;Black Swan&#8221; war im besten Sinn radikal und erfrischend unsubtil &#8211; und damit einer der besten fünf Filme des Jahres.<br class="spacer_" /></p>
<h3>3. Melancholia</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10236" title="melancholia" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/melancholia.jpg" alt="melancholia" width="550" height="365" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die Welt ging im Kino schon oft unter. So schön wie in Lars von Triers &#8220;Melancholia&#8221; aber noch nie. Während in Blockbustern wie &#8220;2012&#8243; möglichst jedes berühmte Bauwerk der Welt in Zeitlupe in seine Bestandteile zerlegt wird, sind bei von Triers Weltuntergang nur drei Menschen zugegen: die Schwestern Justine und Claire, sowie deren Sohn. Einmal erleben wir die fatale Kollision der Erde mit dem Planeten Melancholia im Weltall, einmal mit den dreien auf offener Wiese. Überlebende gibt es keine &#8211; und sollte Justine recht behalten, so stirbt mit den dreien alles Leben im ganzen Universum. Es braucht einen von schweren Depressionen geplagten Regisseur, um Depression auf der Leinwand zu inszenieren. Näher als &#8220;Melancholia&#8221; ist dem Phänomen Depression bisher wohl kaum je ein Film gekommen: die Heldin des Films ist diejenige, welche das Ende allen Lebens herbeisehnt, im Untergang triumphiert und als Einzige rational zu handeln vermag. Schwere Kost, federleicht inszeniert – ob Cannes es sich leisten kann, in Zukunft ohne von Trier auszukommen, wird sich zeigen, denn dass er zu den besten Regisseuren der Welt gehört, bewies er mit &#8220;Melancholia&#8221; einmal mehr.<br class="spacer_" /></p>
<h3>2. Winter&#8217;s Bone</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10237" title="winter's bone" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/winters-bone.jpg" alt="winter's bone" width="550" height="367" /></p>
<p style="text-align: justify;">2011 war kein gutes Jahr für den amerikansichen Independentfilm &#8211; mit einer proninenten Ausnahme: Debra Graniks &#8220;<a href="http://www.nahaufnahmen.ch/2011/03/13/winter%E2%80%99s-bone/" target="_blank">Winter&#8217;s Bone</a>&#8220;. Der Film erzählt die Geschichte von Ree, einem Mädchens aus einer rauen, ärmlichen Region im südlichen Missouri, das versucht, den Verkauf des Familiengrundstücks zu verhindern und seinen Vater zu finden. In einer Region, in welcher das meiste Geld für Crystal Meth ausgegeben wird und die Interessen der Familie über jenen des Staates stehen, ist es für Ree nahezu unmöglich, Gehör und Gerechtigkeit zu finden. Jennifer Lawrences herausragende schauspielerische Leistung, die kompromisslos trostlose und gefühlskalte Atmosphäre des Films machen &#8220;Winter&#8217;s Bone&#8221; zu einer der ganz grossen Entdeckungen des Jahres und zur wahrscheinlich eindringlichsten Darstellung von Armut im Amerika des 21. Jahrhunderts.<br class="spacer_" /></p>
<h3>1. We need to talk about Kevin</h3>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10238" title="we need to talk about kevin" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2012/01/we-need-to-talk-about-kevin.jpg" alt="we need to talk about kevin" width="550" height="365" /></p>
<p style="text-align: justify;">Der klar beste Film, der 2011 an internationalen Festivals zu sehen war, ist Lynne Ramsays Verfilmung von Lionel Shrivers Bestseller &#8220;<a href="http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/03/we-need-to-talk-about-kevin/" target="_blank">We need to talk about Kevin</a>&#8220;. Tilda Swinton spielt darin die Mutter eines Kindes, welches als Teenager eine Tat begeht, die das Leben der Familie für immer zerstört. Der Film zeigt Szenen aus der Gegenwart und Vergangenheit der Mutter und ihres Sohns Kevin, der sich schon im Babyalter als Satansbraten entpuppt &#8211; zumindest für die Mutter, gegen die sich die Bosheit Kevins in erster Linie richtet. Ob Kevin von Natur aus böse ist, warum er böse ist, warum nur seine Mutter seine Bosheit zu spüren bekommt &#8211; dies alles sind Fragen, die der Film nicht beantwortet, und genau darin liegt seine Faszination. Kevins Leben wird aussschliesslich aus der Sicht seiner Mutter erzählt, wodurch er für den Zuschauer genau jenes unlösbare Rätsel bleibt, welches er auch für die Mutter ist. Lynne Ramsay nahm sich bei der Adaption des Romans, welche man eigentlich für unmöglich halten müsste, genau die richtigen Freiheiten heraus, und setzte die Geschichte mit unglaublichem Feingefühl fürs Kino um. Keine Einstellung ist nicht perfekt komponiert, keine Szene ist zuviel oder zu wenig. &#8220;We need to talk about Kevin&#8221; ist ein Meisterwerk &#8211; eines, für das sich bis heute aber noch kein Schweizer Verleih gefunden hat. Sollte auch dieser Film direkt auf DVD erscheinen, darf man das Schweizer Kino für tot erklären &#8211; ein Verleih, der sich um diesen Film nicht reisst, gehört niedergebrannt.</p>
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		<title>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 24. Dezember 2010</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/25/nahaufnahmen-ch-filmadvent-24-dezember-2010/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 10:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[David Fincher]]></category>
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		<category><![CDATA[Filmadvent 2010]]></category>
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		<category><![CDATA[marc zuckerberg]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/25/nahaufnahmen-ch-filmadvent-24-dezember-2010/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/24dezember-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Das Christkind ist eine etwas dubiose Gestalt, die über Leichen (zumindest aber Freunde) geht - und letztlich doch kein so übler Kerl ist. Der beste des Film des Jahres? Vielleicht. Einer der wichtigsten? Ohne Zweifel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 24. Dezember 2010</h1>
<h2>„The Social Network“ von David Fincher</h2>
<h3 style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/24dezember.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7538" title="24dezember" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/24dezember.jpg" alt="24dezember" width="550" height="372" /></a>Das Christkind ist eine etwas dubiose Gestalt, die über Leichen (zumindest aber Freunde) geht &#8211; und letztlich doch kein so übler Kerl ist. Der beste des Film des Jahres? Vielleicht. Einer der wichtigsten? Ohne Zweifel.</h3>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Und dann kommt man irgendwie eben doch nicht an Finchers Film vorbei. Was durchaus eine Überraschung war – dass der Film kommen würde, war bekannt; dennoch hätte ich nicht damit gerechnet, dass micht der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lB95KLmpLR4">Trailer</a> derart mitnehmen würde. Bei allem, was hier im Folgenden noch stehen wird, und im vollem Bewusstsein der Tatsache, dass der Film diesen Ehrenplatz im Adventskalender innehat, möchte ich behaupten: Der Trailer ist nicht nur bei weitem der beste des Jahres, sondern auch das beste an „The Social Network“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/Social-Network-Photo40.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7591" title="Social-Network-Photo40" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/Social-Network-Photo40.jpg" alt="Social-Network-Photo40" width="550" height="370" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Natürlich wurde viel über den Film geschrieben (schliesslich toppt er so ziemlich jede Jahresbesten-Liste zumindest der US-Kritik), und eine der vermutlich häufigsten <a href="http://www.tnr.com/article/books-and-arts/78081/sorkin-zuckerberg-the-social-network">Beanstandungen</a> ist diese: Der Film ist eine vergeudete Chance, weil er uns letztlich nichts zeigt von der Dynamik des Sozialen Netzwerks selbst und den Mechanismen und Prozessen, die es im Innersten zusammen halten. Das ist korrekt. Und es ist dieser Punkt, in dem der Trailer tatsächlich den Film übertrifft: Die wahllos anmutende Collage von vermutlich authentischen Selbstdarstellungen in Schrift und Bild seitens zufälliger facebook-User, unterlegt mit einer <a href="http://www.scalachoir.com/en/index.htm">Chor</a>-Version von Radioheads „Creep“, vermittelt tatsächlich ein authentisches Bild der Nutzung des sozialen Netzwerks. Der Film schafft dies nicht, ja er versucht es nicht einmal.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Allerdings kann man diesen Vorwurf mit einer einzigen Ziffer entkräften: 500&#8242;000&#8242;000 – die Zahl der facebook-Accounts. Mit anderen Worten: Wer dort im Kinosaal vor Jesse Eisenberg alias Marc Zuckerberg sitzt, weiss mit grösster Wahrscheinlichkeit selbst, wie er/sie bemerkt hat, dass immer mehr Freude immer häufiger nur noch kommunizieren über diese eine Plattform, hat den kurzen Adrenalinschub selbst erfahren, den der temporäre Wiedereintritt eines entschwunden geglaubten Menschen ins eigene Leben mit sich bringt, hat vermutlich in grenz-voyeuristischer Art im Akkord durch die Bilder von Personen geklickt, die nur noch als verpasste Chance in der eigenen Gegenwart Platz haben. Mit grosser Wahrscheinlichkeit hat er/sie auch bereits im betrunkenen Zustand Kommentare oder Nachrichten versandt, die kein Back-Button wieder rückgängig machen kann, und es besteht eine reale Chance, dass er/sie auch mit dem Gedanken oder der Tat experimentiert hat, auszusteigen aus dem ganzen Scheiss, nur um zu bemerken, dass es einem beinahe unheimlich ist, wie schwer einem dieser Schritt letztlich fällt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/The-Social-Network.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7592" title="The Social Network" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/The-Social-Network.jpg" alt="The Social Network" width="550" height="338" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">So gesehen: Ja, David Fincher und Aaron Sorkin haben nicht so sehr einen Film über ein soziales Phänomen gemacht als über die Reaktualisierung des American Dream im Internet-Zeitalter. Und dieser Traum kennt nur einen Modus der Erzählung: Den über die einzelne Person, die durch einen Hauch Genie und viel Arbeit den Status eines Übermenschen erreicht. Wobei der Übermenschen-Status immer auch in barer Münze gemessen wird. Die Vergleiche mit „Citizen Kane“ sind insofern  (auch wenn hier gewisse Kritiker „Sakrileg“ brüllen) durchaus angebracht. Mit Wells Film verbindet „The Social Network“ nicht zuletzt die vollendete technische Fertigkeit – auf einer handwerklichen Ebene ist dieser Film beinahe makellos. Fincher setzt alles ein, was er in „Zodiac“ gelernt hat, dämpft die sich ins Bild drängende Brillanz der ersten Filme weiter ab und schafft, gerade in den Anfangsszenen in Harvard eine Optik, die so unverwechselbar wie präzise unterkühlt ist – er setzt die jüngste Vergangenheit als Historien-Film in Szene und macht aus dem Elite-College das,  was es in der Vorstellung von uns Normalos ohnehin ist: Einen Ort, der surreal wirkt, paradiesisch, voller brillanter, schöner, junger Menschen, aber nicht so abstrakt, dass er als  Traum nicht vermeintlich gerade knapp ausserhalb der eigenen Reichweite läge. Die Präsenz des Ortes ist derart stark, dass der selbst in den endlosen Schuss-Gegenschuss-Dialogen aus der Feder Aaron Sorkins im Hintergrund immer greifbar bleibt. Und natürlich sind da diese Dialoge selbst, denen es – und ein grösseres Kompliment kann man ihnen nicht machen – zugleich gelingt, die Zuschauer während zwei Stunden zu fesseln und die Sachbuch-Vorlage „The Accidental Billionaires“immerhin nachvollziehbar auf den Punkt zu bringen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/2010_the_social_network_004.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7593" title="2010_the_social_network_004" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/2010_the_social_network_004.jpg" alt="2010_the_social_network_004" width="550" height="366" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">All das – und doch beschlich einen ein seltsames Gefühl, als man direkt im Anschluss an den Kinobesuch heimging und sich, natürlich, einloggte auf facebook. Eine Mischung aus euphorischem Grössenwahn, der Illusion, man könne ALLES erreichen, wenn man es nur versuche, und einem nagenden Zweifel daran, dass dieses Gefühl tatsächlich erstrebenswert, oder eher noch: authentisch ist. Auch wenn man „The Social Network“ auf technischer Ebene nichts vorwerfen kann, so scheint doch immerhin ein ideologischer Vorwurf nicht ganz aus der Luft gegriffen: Marc Zuckerberg kommt im Film letztlich verdammt gut weg. Spätestens mit der Einführung von Justin Timberlakes Sean Parker-Figur wird die knallharte Geschäftspolitik, die Profit über so mundäne Dinge wie Freundschaft oder Liebe stellt, als Einflüsterung und ertragbares Übel gekennzeichnet: Irgendwie scheint es durchaus akzeptabel, ein wenig auf der Soll-Seite der Freundschaft zu sein, wenn man daneben rauschende Parties mit Über-Models feiern kann – zumindest solang man Mitte 20 ist, und, so suggeriert die Schlussszene, im Herzen eigentlich doch kein so übler Kerl. Zu Zuckerbergs Läuterung kommt es schon altersbedingt nie, und sein Rosebud wird vermutlich noch für einzige Jahrzehnte auf dem Estrich vor sich hin modern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">„A Capitalist Porn Fantasy“ nannten die schärften Kritiker den Film deshalb nicht zu Unrecht. Letztlich ist aber gerade die Tatsache, dass er damit durchkommt und zugleich tausende von Zuschauern inspiriert, der vielleicht beste Grund dafür, ihm zeitdiagnostisches Potential zu attestieren und ihn zum wichtigsten Film des Jahres zu küren.</p>
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		<title>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 25. Dezember 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 10:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Filmadvent 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/25/nahaufnahmen-ch-filmadvent-25-dezember-2010/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/hitzefrei-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Das nahaufnahmen.ch-Team wünscht allen Lesern und Leserinnen frohe Festtage und ein gutes neues Filmjahr!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 25. Dezember 2010</h1>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/24dezember.jpg"></a><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/25dezember.jpg"></a><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/hitzefrei.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7542" title="hitzefrei" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/hitzefrei.jpg" alt="hitzefrei" width="468" height="318" /></a></p>
<p>Das nahaufnahmen.ch-Team wünscht allen Lesern und Leserinnen frohe Festtage und ein gutes neues Filmjahr!<br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 23. Dezember 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 20:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Nolan]]></category>
		<category><![CDATA[Filmadvent 2010]]></category>
		<category><![CDATA[inception]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/23/nahaufnahmen-ch-filmadvent-23-dezember-2010-2/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/23dezember-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Hinter dem vorletzten Türchen geht alles drunter und drüber, und zwar plangemäss und im Takt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 23. Dezember 2010</h1>
<h2>„Inception “ von Christopher Nolan</h2>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/22dezember.jpg"></a><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/23dezember.jpg"><img class="size-full wp-image-7535 alignnone" title="23dezember" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/23dezember.jpg" alt="23dezember" width="550" height="470" /></a></p>
<h3>Hinter dem vorletzten Türchen geht alles drunter und drüber, und zwar plangemäss und im Takt.</h3>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/inception1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7583" title="inception1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/inception1.jpg" alt="inception1" width="550" height="295" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Christof meint: </strong>Christopher Nolan träumt in Planquadraten. Als jemand, der Siegmund Freud aus Prinzip konsequent nur mit dem Nabokovschen Bonmot des „Buschdoktor aus Wien“ adressiert, will und kann ich das nicht weiter interpretieren. Dennoch macht es „Inception“ zum einigermassen bizarren Fall: Ein Film über die urchaotische Welt der Träume, der so brutal wohl geordnet und organisiert ist wie eine ritalin-gesättigte Kindergartenklasse auf dem Schulspaziergang. Natürlich war da diese gewaltige Szene, die auch im Trailer sehr populär ausgestellt wurde – ein Strassenzug in Paris faltet sich in sich selbst zusammen! Die Möglichkeiten schienen grenzenlos. Im konkreten Film gab’s dann jedoch neben einigen Escher-Reminiszenzen und dieser tatsächlich spektakulären Sequenz im Hotel vor allem wahnsinnig viel wahnsinnig sauber geplante Action (Nolan hat dazugehört seit seinen etwas holprigen Vorstössen in den Batman-Filmen), die auch in einem Bourne- oder Bond-Film kaum für Aufsehen sorgen würde. Verschenktes Potential?</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht. Das ist die eine Seite. Die andere allerdings ist die, dass der Film allen Wahnsinn, allen Einfallsreichtum, alles Grössenwahnsinnige, das ihm inhaltlich und visuell abgeht, auf der strukturellen Ebene wieder einholt: Es ist vielleicht kein irrer Film, aber ein wahnsinnig zerebraler, der reichlich Hirnfutter abgibt. Und wird man sich erst einmal bewusst, dass dies all die Geschichten in den Geschichten in den Geschichten doch immer überschaubar bleiben und auch beim wiederholten Nachbohren weniger Logik- und Handlungslöcher aufweisen, als der durchschnittliche, weit weniger ambitionierte Hollywood-Blockbuster, bleibt einem doch nichts anderes übrig, als Nolan Respekt zu zollen. Wer überrascht werden, wer neue Welten entdecken, dem eigenen und dem fremden Unterbewusstsein und der Welt der Träume näher kommen will, der muss weiterhin abseits des Hollywood-Mainstreams suchen. Bei Nolan gibt’s dafür einen letztlich irre ambitionierten und zielmich wasserdichten Blockbuster – der nicht zuletzt die Hoffnung auferstehen lässt, dass Studios auch Millionen in Projekte investieren, deren Konzept sich nicht auf einem Post-it vollumfänglich skizzieren lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/inception-e1271026575557-1024x616.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7584" title="inception-e1271026575557-1024x616" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/inception-e1271026575557-1024x616.jpg" alt="inception-e1271026575557-1024x616" width="550" height="331" /></a><strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lukas meint: </strong>Und dennoch haben einige Kritiker an &#8220;Inception&#8221; beanstandet, dass die Story eigentlich erst in der Entwurfsphase war, als sie verfilmt wurde. Ein Jahr oder zwei hätte Nolan noch daran feilen sollen, erst dann wäre daraus der grosse Klassiker geworden, den man erwartet hätte. Tatsächlich lädt &#8220;Inception&#8221; wie kein anderer Film dazu ein, nach Logikfehlern in der Handlung zu suchen, und man findet auch welche &#8211; allerdings jedesmal andere. Und wenn man denkt, man hätte endlich den grossen Fehler gefunden, stösst man in zahlreichen Foren auf Erklärungen, welche die scheinbare Lücke plötzlich doch logisch zu füllen vermögen. Und hey, wenn ein Film dazu führt, dass sich Blogger um die Welt die Mühe machen, ihn zu erklären und seine Genialität zu beweisen, dann muss der Film einfach etwas richtig gemacht haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ebenfalls ein gutes Zeichen sind die &#8220;Verschwörungstheorien&#8221;, welche sich um &#8220;Inception&#8221; ranken. Ist das, was im Film als Wirklichkeitsebene ausgegeben wird, auch nur eine Traumebene? Liegt am Schluss eben doch Mal richtig und Cobb ist derjenige, welcher nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden kann? Wird nicht etwa bei diesem langweiligen Industriellen eine Inception durchgeführt, sondern beim Protagonisten selber? Keine dieser Fragen kann klar mit ja oder nein beantwortet werden, und damit drängt sich die Frage auf, ob &#8220;Inception&#8221; nicht vielleicht doch ein verdammt guter Film ist, weil er Deutungsebenen öffnet, welche Nolan nie beabsichtig hatte. Es mag sein, dass  Nolan bei &#8220;Inception&#8221; genau wie Ariadne im Film nur das Gerüst konstruiert hat, welches sich mit Details füllten, die komplett dem Unterbewusstsein entsprangen. Auch das aber würde den Film nur wieder noch besser machen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>nahaufnahmen-Filmadvent: 22. Dezember 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 21:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Zogg]]></category>
		<category><![CDATA[Filmadvent 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Joel Basman]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Steiner]]></category>
		<category><![CDATA[Sennentuntschi]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/22/nahaufnahmen-filmadvent-22-dezember-2010/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/Tuerchen-22-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Eine Fleisch gewordene Männerphantasie versteckt sich hinter dem zweiundzwanzigsten Türchen. Aber wer sich in der Schweizer Sagenwelt auskennt, der weiss, dass es einen teuer zu stehen kommt, sich mit ihr einzulassen. Anders sieht es mit dem nach ihr benannten Film aus - auf den sollte man sich unbedingt einlassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 22. Dezember 2010</h1>
<h2>&#8220;Sennentuntschi&#8221; von Michael Steiner</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7578" title="Tuerchen 22" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/Tuerchen-22.jpg" alt="Tuerchen 22" width="550" height="337" /></p>
<p>Auch Zangengeburten bringen schöne Kinder hervor &#8211; dafür ist Michael Steiners &#8220;Sennentuntschi&#8221; der beste Beweis. Ehrlich gesag wäre alles andere auch peinlich gewesen. Kein Schweizer Film hatte je so viel Medienpräsenz vor seiner Premiere gehabt &#8211; hätte er sich danach als ein weiterer peinlicher Schweizer Kinoflopp entpuppt, wäre das nicht nur Steiners Ende gewesen, sondern wohl auch das Ende aller Hoffnungen auf gute Schweizer Mainstreamfilme.</p>
<p>Aber es kam anders, das &#8220;Sennentuntschi&#8221; wurde ein Kassenschlager, und das nicht nur wegen besagter Medienpräsenz. Das beste am Film &#8211; und ich hoffe, ich spreche hier für die ganze Schweiz &#8211; war, dass er nicht in einem Züritüütsch gesprochen war, welches für praktisch jeden neueren Schweizer Film bisher reines Gift war. Stattdessen hat Michael Steiner einem der schönsten Schweizer Dialekte endlich einmal auf die Leinwand verholfen, dem Bündnertüütsch. Dieses funktioniert als Schweizer Kinosprache herrlich und trug wesentlich zur urchigen Atmosphäre des Streifens bei.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7579" title="sennentuntschi 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/sennentuntschi-1.jpg" alt="sennentuntschi 1" width="550" height="365" /></p>
<p>Besagte Atmosphäre war die zweite grosse Stärke an Steiners Film. Das &#8220;Sennentuntschi&#8221; ist düster, makaber, brutal, ehrlich und stilsicher. Bildgestaltung und Special Effects zeugen davon, dass endlich einmal genug Geld eingesetzt wurde, um das Publikum optisch so richtig zu verwöhnen. Befänden wir uns nicht in der bekannten Schweizer Bergwelt und käme einem die Sprache nicht so verflucht bekannt vor, man würde kaum erraten, dass es sich beim Gezeigten um einen Schweizer Film handelt.</p>
<p>Auch bei der Besetzung hatte Steiner ein goldenes Händchen. Hanspeter Müller-Drossart ist glücklicherweise in einer Nebenrolle untergebracht, für die er tatsächlich geeignet ist, während Andrea Zogg in der Hauptrolle als geiler Senn richtig aufgeht. Über die Leistung der Tuntschi-Darstellerin Roxane Mesquida kann man sich zwar streiten, so schlecht, wie manche Kritiker behaupteten, spielte auch sie nicht. Die wirkliche Überraschung jedoch war Joel Basman als stummer, geistig zurückgebliebener Geissenhirte Albert. Ohne ihn wäre &#8220;Sennentuntschi&#8221; kaum der Film geworden, der er ist, denn Albert ist klar die spannendste Figur in Steiners Version der Sage.</p>
<div id="attachment_7580" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-7580" title="sennentuntschi 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/sennentuntschi-2.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>Diese Version &#8211; und das darf dem Film als weitere Stärke angerechnet werden &#8211; ist eine relativ freie Interpretation der Sage, insofern als sie diese ins 20. Jahrhundert holt und die Sennen die Sage kennen lässt. Diese basteln sich das Sennentuntschi folglich im Wissen um den bösen Ausgang der Sage, was dem Film einen interessanten Twist gibt. Steiners Spiel mit den Zeitebenen mag nicht immer aufgehen und nicht ganz so überraschend sein, wie es eigentlich geplant war, macht den Film aber dennoch zu mehr als einem langweilig-linearen Bergkrimi.</p>
<p>Nach so viel Lob soll allerdings dennoch kurz gesagt sein, dass &#8220;Sennentuntschi&#8221; nicht alles richtig macht. Im Gegenteil, der Erklärungswahn, welchem der Film in der letzten Viertelstunden verfällt, ist frustrierend, wenn nicht sogar eine Beleidigung jedes halbwegs intelligenten Zuschauers. Über eineinhalb Stunden hinweg lebt der Film davon, dass weder der Zuschauer noch die zwei Sennen wissen, ob das Tuntschi jetzt Geist oder Mensch ist. Warum das am Schluss geklärt werden muss, leuchtet beim besten Willen nicht ein.</p>
<p>Trotzdem, Michael Steiner verdient das viele Lob, welches er für seinen Film bekommen hat. &#8220;Sennentuntschi&#8221; mag noch nicht der perfekte Schweizer Kassenschlager sein. Aber er ist ein grosser Schritt in die richtige Richtung und ein Augenschmaus, wie wir ihn nicht erwartet hätten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 21. Dezember 2010</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/21/nahaufnahmen-ch-filmadvent-21-dezember-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 16:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Filmadvent 2010]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/21/nahaufnahmen-ch-filmadvent-21-dezember-2010/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/21dezember-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Beim Öffnen von Türchen 21 ist Vorsicht geboten: Es führt in eine Welt, in der nichts fest scheint, alles durchlässig, und auf das kein anderes Wort besser passt als - "magisch".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 21. Dezember 2010</h1>
<h2>„Loong Boonmee raleuk chat “ von Apichatpong Weerasethakul</h2>
<h3><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/21dezember.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7529" title="21dezember" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/21dezember.jpg" alt="21dezember" width="550" height="376" /></a>Beim Öffnen von Türchen 21 ist Vorsicht geboten: Es führt in eine Welt, in der nichts fest scheint, alles durchlässig, und auf das kein anderes Wort besser passt als &#8211; &#8220;magisch&#8221;.</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Wort, das im Zusammenhang mit diesem Film am weitaus häufigsten gefallen ist, ist zweifelsohne dieses: “magisch”. Als Magie bezeichnen wir bekanntlich Dinge, die sich unserer rationalen Erklärungs- und Deutungsmuster entziehen, ohne dass sich Unverständnis in Schrecken und Furcht verwandeln müsste. Vielmehr sind wir „bezaubert“. „Magischen“ Dingen schreiben wir zudem die Kraft zu, die Welt zu verändern.</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/boonmee3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7545" title="boonmee3" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/boonmee3.jpg" alt="boonmee3" width="550" height="442" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">So war es erstaunlich und erfrischend zugleich, das Wort just aus dem Mund jener abgebrühten Kaste zu vernehmen, die von der Bedeutung von Worten und ihrer Verwendung ebenso weiss ist wie von all jenen Sinnzuweisungsschemata, die in einem Jahrhundert Auseinandersetzung mit dem Medium Film entwickelt wurden. Und doch insistierten die Weltkritiker auf diesen Silben, „magisch“, die sie unverzüglich in ihre Smartphones tippten, als sie völlig euphorisiert aus dem Kinosaal in Cannes strömten, in dem Weerasethakuls neuester Film Premiere gefeiert hatte. Und wenig erstaunlich, dass es seltenes Einverständnis gab mit der von Tim Burton geleiteten Jury, die dem Film daraufhin die goldene Palme verlieh.</p>
<p style="text-align: justify;">Kein Zweifel: Sie meinten es ernst mit dem Wort, in jeder seiner Bedeutungen. Dabei spielt sicher die Tatsache, dass Weerasethakul ein, in gewissem Sinne, durch und durch thailändischer Regisseur ist, eine gewisse Rolle. Er siedelt seine Filme in Landschaften an, er lädt sie auf mit Remminiszenen an ein Kino, mit denen die meisten Zuschauer gänzlich unvertraut sind. Doch die Magie dieses Kinos erschöpft sich nicht im Exotismus – Weerasethakul bietet nicht einfach nur Blicke auf eine uns unbekannte Welt, er (der mit dem westlichen Kino bestens vertraut ist) kreiert vielmehr in bewusster Durchkreuzung von Konventionen und dem Festhalten an universellen Motiven und Themen einen neuen Blick auf die Welt. Damit erschafft er etwas, dem tatsächlich immer wieder die Kraft zugesagt wird, die Welt des Films zu erneuern.</p>
<p style="text-align: justify;">Thematisch ist „Onkel Boonmee, der sich an seine früheren Leben erinnern kann“, ein Film über das Sterben: Der titelgebende Protagonist ist Besitzer einer kleinen Dschungel-Farm, auf der er sich eingerichtet hat mit einem illegal eingewanderten Pfleger; als seine Nieren versagen und er spürt, dass er dem Tode nahe ist, lädt er seine Schwester und einen jungen Verwandten zu sich aufs Land und regelt mit ihnen die Förmlichkeiten nach seinem Ableben. Dass Filme über das Sterben immer auch Filme über das Leben sind, ist so wahr wie banal – Weerasethakul transzendiert das Klischee aber, indem sein Film vor allem auch vom Dazwischen redet, von den Schwellen und Übergängen, wie Ekkehard Knörer in Cargo treffend <a href="http://www.cargo-film.de/thema-reihe/apichatpong-weerasethakul/der-himmel-wird-uberschatzt/?highlight=himmel">herausarbeitet</a>.</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/boonmee1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7548" title="boonmee1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/boonmee1.jpg" alt="boonmee1" width="550" height="366" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Der Film beginnt in einer solchen Zwischenzone: Eine Kuh hat sich losgerissen und verirrt im Wald – in der Dämmerung. Die Szene enthält in nuce den gesamten Film: eine vordergründig vollkommen unspektakuläre Einstellung wird in die Welt des Fremdartigen enthoben durch eine ungeheuer dichte Tonspur voller unvertrauter Dschungelgeräusche, und nicht zuletzt dadurch, dass die Dämmerung eine Zeit ist, der der Film sonst wenig Beachtung schenkt. Und, am Ende der Szene, steht die Kuh Auge in funkelndem Auge mit einer bizarren humanoiden Kreatur, die unheimlich wirken müsste, würde Weerasethakul sie nicht mit derselben Selbstverständlichkeit behandeln wie das Tier, auf das ihr Auge fällt.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle Filme des Thailänders sind voll mit Geistern und Dämonen, aber sie entspringen nicht der aufgeklärten Welt des Horrors, in der ihnen lediglich die Rolle des Verdrängten und Bedrohlichen zukommt. Sie sind vielmehr ganz und gar gegenwärtige Wesen, die aus einer nicht-menschlichen Welt stammen mögen, aber die Welt der Menschen teilen können.  Und so sieht sich auch Onkel Boonmee bald der reinkarnierten Form seines Sohnes ebenso gegenüber wie dem Geist seiner verstorbenen Frau, er führt mit ihnen tröstliche Gespräche über das Jenseits („Der Himmel wird überschätzt“, wird ihm versichert) und lädt sie in der grössten Selbstverständlichkeit zu Tisch.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/boonmee2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7549" title="boonmee2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/boonmee2.jpg" alt="boonmee2" width="550" height="366" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Mit der selben Selbstverständlichkeit macht Weerasethakul andere Grenzen durchlässig: solchen zwischen den Geschlechtern, zwischen Tradition und Postmoderne, zwischen Humor und Ernst, zwischen Natur und Technik (seine Filme sind alles, wenn nicht zeitgemäss) und die zwischen verschiedenen Erzählsträngen. Onkel Boonmees Geschichte wird wiederholt gelegentlich unterbrochen, unterlaufen, abgelöst, etwa durch das Märchen einer ehemals schönen Prinzessin, die in einem Wels im Wasser den letzten aufrichtigen Bewunderer ihrer Anmut findet. In welchem Verhältnis die einzelnen Erzählstränge und Szenen zu einander stehen, bleibt offen, der Ratio nicht zugänglich &#8211; dass sie nichtsdestoweniger eine unbedingte emotionale Kraft entfalten, mag man &#8220;magisch&#8221; nennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem der Film in der Romandie bereits vor über einem halben  Jahr angelaufen ist, wird es übrigens in der Deutschschweiz im Januar noch die Möglichkeit zu geben, die Welt des Kinos wie neu zu erleben.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 20. Dezember 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 20:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Filmadvent 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Guy Ritchie]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Downey Jr.]]></category>
		<category><![CDATA[Sherlock Holmes]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/20/nahaufnahmen-ch-filmadvent-20-dezember-2010/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/tuerchen-20-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Hinter dem zwanzigsten Türchen versucht ein narzistisches Genie die Welt vor den finsteren Machenschaften eines wiederauferstanden Okkultisten zu retten und verschafft damit einem britischen Regisseur einen Karriereneuanfang.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 20. Dezember 2010</h1>
<h2>&#8220;Sherlock Holmes&#8221; von Guy Ritchie</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7520" title="tuerchen 20" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/tuerchen-20.jpg" alt="tuerchen 20" width="550" height="331" /></p>
<h3>Hinter dem zwanzigsten Türchen versucht ein narzistisches Genie die Welt vor den finsteren Machenschaften eines wiederauferstanden Okkultisten zu retten und verschafft damit einem britischen Regisseur einen Karriereneuanfang.</h3>
<p>Für Guy Ritchie sah man nach &#8220;Rock&#8217;n'Rolla&#8221; kaum noch Hoffnung &#8211; was bei &#8220;Lock, Stock and Two Smoking Barrels&#8221; noch originell und witzig war, vermochte einen nach doppeltem Recycling so gar nicht mehr zum Lachen zu bringen. Und dann kam &#8220;Sherlock Holmes&#8221; und rehabilitierte ihn. Was uns eigentlich Wurscht ist, denn der Film gehört nicht wegen seinem Regisseur zu den besten Filmen des Jahres, sondern weil er sich traute, eine Figur auf die Leinwand zurückzuholen, welche zum Klischee verkommen war, das nichts mehr mit dem Detektiv aus Arthur Conan Doyles Romanen zu tun hatte.</p>
<p>Guy Ritchies Sherlock Holmes ist kein Gentleman mehr, sondern ein asozialer, narzistischer Eigenbrötler, der ohne Fall eingeht wie eine Pflanze ohne Wasser. Erst als Lord Blackwood, der Drahtzieher einer Reihe von okkulten Morden, kurz nach seiner Hinrichtung von den Toten aufersteht, scheint das Hirn von Londons bestem Schnüffler ordnungsgemäss zu funktionieren. Zusammen mit Dr. Watson und seiner einstigen Flamme Irene Adler macht er sich daran, das Rätsel um Blackwood zu lösen.</p>
<div id="attachment_7521" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-7521" title="sherlock holmes" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/sherlock-holmes.jpg" alt="© Studio / Produzent" width="550" height="366" /><p class="wp-caption-text">© Studio / Produzent</p></div>
<p>&#8220;Sherlock Holmes&#8221; ist kein Meisterwerk der Filmgeschichte, aber klar der beste Popcornfilm 2010. Die Story mag etwas konstruiert sein, ist aber mit viel Witz, Charme und Liebe zu seinen Figuren erzählt, mit einem klasse Soundtrack von Hans Zimmer unterlegt und lässt Robert Downey Jr. in der Hauptrolle glänzen. Actionszenen wechseln sich mit gut geschriebenen Dialogen ab, und alles, was Ritchie in seinen bisherigen Filmen gut gemacht hat, setzt er hier noch besser um. Kurzum, &#8220;Sherlock Holmes&#8221; ist Mainstreamkino, wie wir es uns wünschen, intelligent und unterhaltsam, opulent und dennoch auf seine Figuren fokussiert. Das Sequel wird momentan gefilmt &#8211; mit dabei sind ausser den drei bekannten Gesichtern auch die schwedische Newcomerin Noomi Rapace und Stephen Fry. Man darf sich freuen.</p>
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		<title>nahaufnahmen.ch-Filmadvent 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 20:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Filmadvent 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Pfannenheber]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/20/filmadvent_main/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/68071698_beecfd9282_b1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Wir entschuldigen uns bei Band wie Blog für schamlosen geistigen Diebstahl. Nicht jedoch bei unserer Leserschaft für das, was kommen wird: 24 Tage, 24 Türchen, 24 Rückblicke auf das filmische Jahr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Hinter all diesen Fenstern</h1>
<h2>Der nahaufnahmen.ch-Filmadvent 2010</h2>
<div style="text-align: center; width: 550px; margin-left: auto; margin-right: auto;"><img id="Image-Maps_8201012021134046" usemap="#Image-Maps_8201012021134046" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/68071698_beecfd9282_b1.jpg" border="0" alt="" width="550" height="550" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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<area title="1. Dezember" shape="rect" coords="258,235,322,294" href="http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/01/nahaufnahmen-ch-filmadvent-1-dezember-2010" alt="1. Dezember" />
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<area title="13. Dezember" shape="rect" coords="456,165,513,215" href="http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/13/nahaufnahmen-ch-filmadvent-13-dezember-2010/" alt="13. Dezember" />
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<area title="23. Dezember" shape="rect" coords="19,349,71,403" href="http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/23/nahaufnahmen-ch-filmadvent-23-dezember-2010-2/" alt="23. Dezember" />
<area title="24. Dezember" shape="rect" coords="20,166,63,222" href="http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/25/nahaufnahmen-ch-filmadvent-24-dezember-2010/" alt="24. Dezember" />
<area title="25. Dezember" shape="rect" coords="165,425,293,548" href="http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/25/nahaufnahmen-ch-filmadvent-25-dezember-2010/" alt="25. Dezember" />
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<h3 style="text-align: justify;">Wir entschuldigen uns bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hinter_all_diesen_Fenstern" target="_blank">Band</a> wie <a href="http://www.rockpapershotgun.com/2010/12/01/the-rps-important-advent-calendar-2010/" target="_blank">Blog</a> für schamlosen geistigen Diebstahl. Nicht jedoch bei unserer Leserschaft für das, was kommen wird: 24 Tage, 24 Türchen, 24 Rückblicke auf das filmische Jahr.</h3>
<p style="text-align: justify;">Das funktioniert wie weiland in Kindertagen: Die vor Aufregung und Vorfreude zittrigen Patschehändchen per Maus und Zeiger auf die vorgesehenen Felder bewegen. Zittern. Vorfreuen. Öffnen. Staunen.</p>
<p style="text-align: justify;">(Und wer sich hinterher beschwert, er habe nicht gekriegt, was er sich gewünscht habe, kriegt mit dem Pfannenwender eins vor&#8217;s Schienbein. Ganz wie weiland in Kindertagen.)</p>
</div>
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		<title>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 19. Dezember 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 15:26:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[Bong Joon-ho]]></category>
		<category><![CDATA[hye-ja kim]]></category>
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		<category><![CDATA[mother]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/20/nahaufnahmen-ch-filmadvent-19-dezember-2010/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/19dezember-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Aus dem 19. Türchen duftet es wunderbar anheimelnd hervor - der Durft von Plätzchen und Süssigkeiten lässt Erinnerungen an unsere geliebte Mutter aufkommen. Doch Vorsicht, manchmal sind Erinnerungen auch  trügerisch...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: justify;">nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 19. Dezember 2010</h1>
<h2>&#8220;Mother&#8221; von Bong Joon-ho</h2>
<h3><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/18dezember.jpg"></a><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/19dezember.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7512" title="19dezember" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/19dezember.jpg" alt="19dezember" width="550" height="412" /></a><br />
Aus dem 19. Türchen duftet es wunderbar anheimelnd hervor &#8211; der Durft von Plätzchen und Süssigkeiten lässt Erinnerungen an unsere geliebte Mutter aufkommen. Doch Vorsicht, manchmal sind Erinnerungen auch  trügerisch&#8230;</h3>
<p style="text-align: justify;">Vor einiger Zeit schreib ich an dieser Stelle einmal über Bong Joon-ho, das Bewundernswerte an seinen Filmen sei es, daß er sich um Unterscheidungen wie „U“ und „E“, Genre- und Arthouse-Kino keinen Deut scheren müsse – sein Kino „<em>sei</em> Genre-Kino und als solches weder von transzendenter noch dekonstruktivistischer Natur. Es gibt nichts zu überwinden oder kaputt zu machen, allenfalls etwas anzureichern und zu veredeln, bis die Croisette ruft. Bong wird nicht unter Arthouse-Verdacht gestellt, seine Filme sind komplex und vielschichtig, aber stets – man ist versucht zu sagen: verblüffend – zugänglich.“</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/slice_mother_movie_poster_01.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7513" title="slice_mother_movie_poster_01" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/slice_mother_movie_poster_01.jpg" alt="slice_mother_movie_poster_01" width="550" height="183" /></a></p>
<p>Damals war die Beweislage für diese Behauptung noch etwas dürftig; Bong hatte erst drei Langfilme gedreht, von denen nur zwei – „Memories of Murder“ und „Host“ – bei uns ohne Weiteres zugänglich sind. Im letzten Jahr (erst in diesem bei uns, und einmal mehr nur auf DVD) ist „Mother“ hinzu gekommen, und die Behauptung steht felsenfest: Bong Jon-hoo dreht herausragende, faszinierende Filme, in Genres und um Genres herum und beweist, das in diesem Bereich schlicht alles möglich ist.</p>
<p>Der Film erinnert oberflächlich an „Memories of Murder“ – wieder ist er im weitesten Sinn ein Thriller, und wieder gibt ihm Bong seinen ureigenen Dreh. Als es einer koreanischen Provinzstadt zu einem Mord an einem Schulmädchen kommt und der geistig behinderte Bin Sohn (Yoon Do-joon) als Hauptverdächtiger festgenommen wird, nimmt es seine Mutter in die eigenen Hände, den wahren Täter zu finden. Es ist diese zentrale Figur, die das Genre-Rüstwerk weniger unterwandert als bereichert: Sie findet im gesamten Film keine andere Bezeichnung als ebendiese, „Mutter“ – ob sie es ist, die sich selbst auf diese Rolle reduziert oder der Regisseur und Drehbuchschreiber, bleibt offen. Immerhin zeigt sich im Verlauf des Films, daß das Wort „reduziert“ ohnehin verfehlt ist, demonstriert der Film doch gerade, wie komplex und alleinnehmend diese Rolle sein kann. Bongs „Mutter“ ist eine faszinierende Figur, nicht zuletzt aufgrund ihrer Besetzung durch Hye-ja Kim – eine bewußte Irritation Bongs, zumindest für koreanische Sehgewohnheiten, denen Kim nur als, und hier tatsächlich eindimensionale, Übermutter in einer Soap-Opera bekannt war.</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/mother-madeo-bong-joon-ho.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7516" title="mother-madeo-bong-joon-ho" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/mother-madeo-bong-joon-ho.jpg" alt="mother-madeo-bong-joon-ho" width="550" height="367" /></a></p>
<p>Von Ambiguitäten und Doppelbödigkeit ist auch der Plot geprägt, der nur anfänglich den Eindruck macht, ein klassische Who-dunnit zu sein; in wiederholten Kehrwendungen gerät nicht nur der Zuschauer, sondern auch die „Heldin“ zunehmend in Zweifel darüber, ob sich der Fall überhaupt noch aufklären läßt: Verzweiflung und Frustration angesichts der vordergründig offensichtlichen, aber unabwendbaren Ungerechtigkeit – ein Thema, das Bong bereits in „Memories of Murder“ beschäftigt hat und auch hier einen Anklang von Sozialkritik erlaubt. Doch auch hier ist nicht alles wie es scheint. Vielleicht…</p>
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		<title>nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 18. Dezember 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 14:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Zurschmitten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[bill murray]]></category>
		<category><![CDATA[fantastic mr fox]]></category>
		<category><![CDATA[Filmadvent 2010]]></category>
		<category><![CDATA[George Clooney]]></category>
		<category><![CDATA[Jason Schwartzman]]></category>
		<category><![CDATA[wes anderson]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/12/20/nahaufnahmen-ch-filmadvent-18-dezember-2010/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/18dezember-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Das 18. Türchen öffnet sich massiv zu spät. Kein Wunder, steckt dahinter doch ein Chaot erster Ordnung. Doch trotz einem Hang zu Plänen, die kolossal schiefgehen, und trotz Bewegungen, die immer ein wenig aus der Form geraten, ist der Held dieser Geschichte ein äusserst charmantes Schlitzohr mit einer Zunge aus Samt und einer Familie, die ein Fall für die Beratung ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: justify;">nahaufnahmen.ch-Filmadvent: 18. Dezember 2010</h1>
<h2>&#8220;Fantastic Mr Fox&#8221; von Wes Anderson</h2>
<h3><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/18dezember.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7500" title="18dezember" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/18dezember.jpg" alt="18dezember" width="550" height="406" /></a>Das 18. Türchen öffnet sich massiv zu spät. Kein Wunder, steckt dahinter doch ein Chaot erster Ordnung. Doch trotz einem Hang zu Plänen, die kolossal schiefgehen, und trotz Bewegungen, die immer ein wenig aus der Form geraten, ist der Held dieser Geschichte ein charmantes Schlitzohr mit einer Zunge aus Samt  &#8211; und einer Familie, die ein Fall für die Beratung ist.</h3>
<p style="text-align: justify;">Ah, Schweizer Filmverleiher und eurer erratisches Handeln und Sein! Die Entscheidung, welcher Film wann in der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin (nicht) anläuft ist undurchdringlich wie der Urteilsspruch eines vernebelten Orakels. Ein Beispiel (und nicht das letzte in diesem Kalender) ist Wes Andersons „Fantastic Mr Fox“, der bei uns erst vertagt und schlussendlich gar nicht gezeigt wurde.</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/fantastic-mr-fox-3-570x306.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7502" title="fantastic-mr-fox-3-570x306" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/fantastic-mr-fox-3-570x306.jpg" alt="fantastic-mr-fox-3-570x306" width="550" height="295" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Warum, wissen die Götter allein. Die Geschichte um den fantastischen Fuchs ist eigentlich ein perfektes Familienerlebnis: Streng genommen spielen schliesslich alle Filme Andersons in einer Erwachsenenwelt, die aus Kinderperspektive gezeigt wurde (oder umgekehrt – die Unentscheidbarkeit dieser Frage gehörte stets zu den reizvolleren Aspekten seiner Filme). In gewisser Hinsicht ist Andersons neuester Film denn auch die konsequenteste (und vielleicht beste) Umsetzung seiner filmischen Vision (die, wir erinnern uns, ihren Anfang nahm mit „Rushmore“– einem Film, der erklärter Weise die verquere Logik eines Dahl-Buches in ein Realfilm-Universum übertragen sollte).</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/fantastic_mr_fox_large_1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7505" title="fantastic_mr_fox_large_1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/12/fantastic_mr_fox_large_1.jpg" alt="fantastic_mr_fox_large_1" width="550" height="296" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Trotz Stop-Animation und Adaption finden wir denn auch alle Kniffe, Motive und Obsessionen wieder, die wir über die Jahre in Andersons Filmen kennen- und liebengelernt haben: Die überaus strenge Kadrierung und die vollkommen kontrollierte Künstlichkeit der Sets, die ein Gegengewicht bilden zum Gefühlschaos der Figuren; die tief schürfenden Familienneurosen, an deren Ende noch doch eine Form vertrackter Versöhnung steht; und die alles durchdringende Mischung von (für Nerdverhältnisse) durchaus lautem, skurrilem Humor und subtiler Verletzlichkeit, die in ihrer Summe erstaunlich viel Menschlichkeit ergeben. Gewohnheitsgemäss gibt es natürlich auch ein stellares Schauspielensemble: Unter anderen George Clooney, Meryl Streep, Bill Murray und Jason Schwartzman beseelen die – ohnehin schon sehr ausdruckstarken – pelzigen Puppen mit ihren Stimmen noch zusätzlich. Und das Beste daran: Im Gegensatz etwa zu Spike Jonzes seelenverwandtem “Where The Wild Things Are“ erlaubt sich Anderson derart viel Leichtigkeit, dass Kinder den Film sehen können, ohne danach nach Antidepressiva zu schreien.</p>
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