Von Lukas Hunziker · Juli 2010

Der erste seiner zwei Filme, die Andrej Tarkowskij ausserhalb Russlands und in einer anderen Sprache drehte, erzählt vom komplexen Gefühl der Nostalgie, welche einen entwurzelten Russen in Italien nicht glücklich werden lässt.
Von Susanna Valentin · März 2010

Via Mala, rätoromanisch für “schlechter Weg”, ist die Bezeichnung für einen ehemals berüchtigten Wegabschnitt im Schweizer Engadin, an dem die Protagonisten des gleichnamigen Films in einer alten Sägemühle ihr Dasein fristen. “Nomen est omen” gilt auch und insbesondere für den Titel dieses Films: Immer wieder machen sie sich auf den schwierigen Weg, doch dieser scheint nicht einfacher zu werden.
Von Kevin McLoughlin · März 2010

Endlich erscheint der französische Kultfilm um Jugend und Revolte, Polizei und Gewalt auch bei uns auf DVD. An Aktualität hat er bis heute kaum etwas verloren.
Von Lukas Hunziker · Oktober 2009

Friedrich Glauser gehört, obwohl an Schulen weniger gelesen als Dürrenmatt, zu den interessantesten Autoren des Schweizer Kriminalromans. Drogensüchtig und immer wieder in Psychiatrischen Kliniken zu Besuch hatte er die dunklere Seite der menschlichen Existenz gesehen, und thematisierte diese in seinen Romanen. Mit “Matto regiert” schuf er einen düsteren Krimi, in welchem Wachtmeister Studer in einer Nervenklinik ermittelt. Die stimmige Verfilmung ist in einer neuen Klassikerausgabe erhältlich.
Von Lukas Hunziker · September 2009

Drogenbesitz und Drogenhandel sind weder im Nahen noch im Fernen Osten kleine Delikte. Wer nach Thailand reist, weiss, dass Drogen, die absichtlich oder unabsichtlich im Gepäck mitreisen, den Aufenthalt um viele Jahre verlängern können. In den 70er Jahren musste man noch keine Weltreise machen, um Gefängnisluft der übleren Sorte zu schnuppern. Alan Parkers Klassiker zeigt, wie die türkische Justiz ein Beispiel an einem Amerikanischen Hobbyschmuggler statuierte.
Von Lukas Hunziker · September 2009

Abgesehen von Wachtmeister Studer erreichte wohl kaum je ein Fernsehpolizist die Popularität von Polizischt Wäckerli. Zuerst feierte dieser im gleichnamigen Hörspiel grosse Erfolge, 1955 hatte er sein Leinwanddebüt. Auch heute hat die Komödie mit dem charismatischen Schaggi Streuli und einigen goldigen Nebendarstellern nichts an Witz und Charme eingebüsst.
Von Lukas Hunziker · September 2009

Columbo, Derrick und Kojak mögen noch so mit allen Wassern gewaschen sein, bei der Ermittlung in einem Dorf im Schweizer Hinterland würden wohl auch sie erbärmlich scheitern. Nicht so Wachmeister Studer, der seinen Berufskollegen weder an Hartnäckigkeit noch an Charisma und Schläue nachsteht. Der Schweizer Klassiker stammt aus dem Jahr 1939 und ist heute immer noch bekannter als viele junge Schweizer Filme – wohl nicht zuletzt, da einiger der zentralen Themen kaum an Aktualität eingebüsst haben.
Von Lukas Hunziker · Dezember 2008

Griffith hatte sich mit “Intolerance” zum Ziel gesetzt, das zerstörte Babel wieder aufzubauen – als eine positive Metapher für die Zukunft. Entstanden ist ein spektakulärer Stummfilm, der dem Film nie dagewesene Dimensionen eröffnete. Das Monumentalwerk prangert mit viel Pathos menschliche Schwäche und Intoleranz an.
Von Alexander Sigrist · September 2008

Der Tod. In Persona. Wenn er da ist, ist’s aus. Oder vielleicht doch nicht? Vielleicht könnte man den Tod ja anderweitig beschäftigen. Zum Beispiel ne Zigarette mit ihm rauchen. Oder ein Rätsel stellen. Einfach blöd mit ihm quatschen. Oder aber, wenn gar nichts mehr hilft, könnte man es ja wie der Ritter Block in Bergmanns “Das Siebente Siegel” machen: man fordert Freund Hain einfach zum Schachduell.
Von Harry Witzhum · September 2008

Dem arbeitlosen jungen Vater wird im Nachkriegsitalien sein Fahrrad gestohlen, das er für seinen neuen Job braucht. Auf der Suche nach den Dieben, durchstreift Antonio Gassen und Hinterhöfe von Rom. Doch sein Fahrrad findet er nicht, stattdessen nur das Unglück und Leid der Bewohner der Stadt.