
Hélène wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, David nichts mehr als Geschehenes endlich hinter sich lassen zu können. Die beiden kennen einander nicht. Doch auf der Suche nach Erfüllung begegnen sich die Pariserin und der Amerikaner in der Empfangshalle des amerikanischen Hospitals zu ersten Mal. Ihre Weltansichten könnten nicht gegensätzlicher sein und trotzdem finden sie zusammen. Was zunächst nur zufällig passiert, ist später Absicht.
Von Sandra Despont · August 2010

In „Eis essen mit Che“ erinnert sich Saïd Sayrafiezadeh an die grösstenteils traurige Kindheit eines Jungen namens Saïd Sayrafiezadeh, dessen Leben durch ideologisch verblendete Eltern zeitweise zu einem komplizierten Spiessrutenlauf wurde. Erstaunlicherweise ist der Roman aber frei von Bitterkeit. Mitfühlend, bewegend und mit einem trotz allem liebevollen Blick auf die seltsame Familie Sayrafiezadeh erzählt der Autor von einer Kindheit ohne Skateboard und Weintrauben.
Von Stefanie Feineis · August 2010

Der hierzulande zu Unrecht erst mässig bekannte Krimiautor entführt den Leser in sechs abgeschlossenen Kurzgeschichten direkt nach Südafrika, und bietet neben einer kulturellen Erfahrung auch Spannung auf hohem Niveau.
Von Stefanie Feineis · August 2010

Endlich ein Wiedersehen mit Englands charmantestem Chaoten und beliebtesten Tagebuchverfasser. Sue Townsends neuestes Werk eignet sich daher vor allem für treue Fans der Serie, da gewisse Vorkenntnisse durchaus hilfreich sind.
Von Lukas Hunziker · August 2010

Wer Banana Yoshimoto erst 2010 entdeckt, ist als Rezensent für ihre Erzählungen eigentlich gänzlich ungeeignet. Die frühen und meistgelobten Werke der japanischen Autorin haben mittlerweile 20 Jahre und mehr auf dem Buckel, und wer diese nicht kennt, dürfte Mühe haben zu verstehen, warum die Autorin zu den erfolgreichsten Japans gehört.
Von Lisa Letnansky · Juli 2010

Gibt es einen Gott? Dieser Frage widmet nicht nur Rebecca Goldsteins Hauptfigur ihr Leben, sondern die Schriftstellerin auch ihren Roman. Wie der Religionspsychologe Cass Seltzer dabei vorgeht, welche Hürden und Zweifel er bei seiner Suche überwinden muss und was dabei herauskommt, ist in dieser delikaten Mischung zwischen Roman und philosophischer Abhandlung nachzulesen.

Normal ist anders: Rebecca kann ihre Gefühle vor niemandem verbergen, ihr Schwager Lewis erblindet nach dem Tod seiner Frau und Aberystwyths Haut schimmert grün, aber für eine Aquatikerin wie “Aby” ist das ja Alltag. Gemeinsam haben die drei Protagonisten wirklich rein gar nichts. Trotzdem kreuzen sich schliesslich ihre Lebenswege. Die Reise zu diesem Ziel ist abgründig, abgedreht und einfach wunderschön.
Von Christoph Aebi · Juli 2010

Hans Ruprecht, Programmleiter des Literaturfestivals Leukerbad, erzählt, was er von E-Books und Helene Hegemann hält, warum die Autoren und Autorinnen trotz bescheidener Honorare gerne nach Leukerbad reisen und wie er zwischen Schriftstellern Verkupplungsarbeit leistet.
Von Christoph Aebi · Juli 2010

Das kleine, aber feine Literaturfestival in Leukerbad erfreut sich einer immer grösseren Beliebtheit. Kein Wunder: An kaum einem anderen Ort lassen sich in einer derart ungezwungenen Atmosphäre literarische Entdeckungen machen sowie Kontakte zu Bestsellerautoren und gleichgesinnten Bücherwürmern knüpfen. Nahaufnahmen.ch war drei Tage vor Ort und findet: Das Festival ist so entspannend und wohltuend wie ein Bad im heissen Thermalwasser.

“Sie haben einen Sohn! Er ist gesund.” Magische Worte, die normalerweise die frisch gebackenen Eltern in Verzücken versetzen. Nicht aber Neu-Mami Flanagan. Sie hätte viel lieber ein Hundebaby (!) geboren, schliesslich hatte sie während der Schwangerschaft unzählige Bücher und Erzählungen über die haarigen Vierbeiner verschlungen. Zum Trotz erhält der nun doch – wen wunderts – menschliche Nachwuchs den Namen Collie. Genau, wie die Hunderasse.
Von Lukas Hunziker · Juli 2010

Ist es möglich, in der Konsummetropole New York zu leben, ohne die Umwelt zu belasten? Colin Beavan, ein New Yorker Sachbuchautor und Blogger, gab sich ein Jahr, um diese Frage zu beantworten. Im November 2006 begann er ein Leben als “No Impact Man” – und wurde damit zum Ökoheld der Vereinigten Staaten.

Amélie Nothomb ist die erfolgreichste französischsprachige Autorin der Gegenwart. Mit Recht, wie auch ihr neuster, endlich in deutscher Sprache erschienener Roman beweist. In “Der japanische Verlobte” gibt die Belgierin tiefe Einblicke in ihre eigene Geschichte: In ihre erste Liebe – die Liebe zu dem sensiblen Japaner Rinri, zu einer ihr aus der Kindheit bekannten und doch fremden Kultur und in die immerwährend tief im Innern schlummernde Sehnsucht nach der Heimat.
Von Stefanie Feineis · Juli 2010

Der Kultautor ist zurück. Nach einer im Vergleich mit früheren Ausgaben eher mittelmässigen Kurzgeschichtensammlung diesmal wieder mit einem umfangreichen Roman. Der Klappentext klingt vielversprechend und die Idee originell, aber kann das neueste Werk auch halten, was es verspricht und was sich treue Fans erwarten?
Von Lisa Letnansky · Juli 2010

In seinem ersten Roman berichtet uns Steve Toltz aus dem Leben von Martin Dean und seinem Sohn Jasper, von Striplokalen, Nervenkliniken, Gesichtsoperationen, Festnahmen und einem Labyrinth, und erzählt so eine etwas andere Familiengeschichte.
Von Lisa Letnansky · Juli 2010

In Hans Herbjørnsruds neustem Erzählband vermischen sich einmal mehr Realität und Fantasie zu einer eigentümlichen Welt, in der Gedichte und andere kreative Werke eine sonderbare Kraft auf die Menschen ausüben, ein Eigenleben entwickeln und in bestimmten Fällen sogar gefährlich werden können.
Von Stefanie Feineis · Juli 2010

Den Anblick schrecklich zugerichteter Leichen ist sich jeder Kriminalkommissar gewöhnt. Doch Ermittlerin Carmen Henning muss sich gleich in ihrem ersten Fall mit einem Mörder befassen, für den seine Opfer vor allem eins sind: Kunstwerke.
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