Von Marianne Wirth · März 2012

Keinen geringen Anspruch erhebt die Religionswissenschaftlerin Karen Armstrong mit ihrem aktuellen Buch: Sie will die Welt verbessern. Einen Versuch ist es wert. In der heutigen wissenschaftsorientierten Welt, in der wir nach sicheren Beweisen suchen, hätten wir die Fähigkeit verloren, die Geschichten von Göttern auf die alte Art, nämlich symbolisch zu deuten. In den zwölf Schritten ihres Programms führt Karen Armstrong deshalb einige der traditionellen Mythen vor, um zu zeigen, was diese uns über den Imperativ des Mitgefühls lehren.
Von Luzia Zollinger · März 2012

“Pionierin der Arktis” erzählt die Lebensgeschichte von Josephine Peary. Sie begleitete ihren Mann Robert E. Peary, Polarforscher, auf seinen Reisen und war damit die erste Frau, die jemals an einer Polarexpedition teilgenommen hat. Cornelia Gerlach nimmt uns mit ins ewige Eis und liefert viele Originaldokumente aus dem ungewöhnlichen Leben des Ehepaars Peary.
Von Stefanie Feineis · März 2012

Ein exzentrischer Regisseur, eine makabre Ballet-Inszenierung, zahlreiche Rivalitäten, seltsame Ereignisse und mindestens ein dunkles Geheimnis – dies sind die Puzzlestücke, aus denen die deutsche Autorin ihren zweiten Psychothriller zusammensetzen möchte. Doch fügen sich die Stücke letztlich zu einem Bild oder bleibt es bei einem fragmentarischen Versuch?

Gibt es Lebensweisheiten, die über Jahrhunderte hinweg ihre Gültigkeit behalten? Christoph Schulte-Richtering ist der Meinung: Ja. – Er präsentiert 100 Tipps des spanischen Mönchs Baltasar Garcián, der vor gut 350 Jahren gelebt hat, und ergänzt sie mit zeitgemässen Beispielen. – Urkomisch und sehr intelligent!
Von Melanie Martin · März 2012

Sind Sie dabei, einen der prägendsten Schritte in Ihrem Leben zu wagen? Planen Sie, ein Haus zu bauen? Sollte der neue Lebensraum auch ökologischen Standards entsprechen? – Damit das Zimmern Ihrer neuen Lebensbühne nicht zum Fiasko wird, werfen Sie einen Blick in das neu erschienene Buch vom Rotpunktverlag „Das Holzhaus der Zukunft“. Sie werden damit einige Fallgruben aus dem Weg räumen können.
Von Stefanie Feineis · März 2012

Ja, es ist “eins von diesen” Büchern. Nach Reiseveranstaltern, Kassiererinnen und Lehrern meldet sich hier nun ein Polizist zu Wort und präsentiert Kurioses und Unglaubliches aus seinem Alltag am anderen Ende des Telefons in der Polizeinotrufzentrale.

Autoren schreiben Briefe an Verlagshäuser, um ihre Werke anzupreisen. Und scheitern meist. Dieser Umstand ist – an und für sich – nichts Besonderes. Doch die Autorenbriefe, welche Rolf Cyriax und Peter Wichmanns Buch füllen, sind von einer ganz speziellen Art. In vielerlei Hinsicht. Ein Buch über Autoren, die die Welt (zum Glück) nie lesen musste.

Glaubt man Eva Kurowski, dann ist Oberhausen die ehrlichste Stadt von allen. “Hier war es so richtig scheisse, und niemand bemühte sich, das Gegenteil zu behaupten”, schreibt das Ruhrgebietskind über ihre Heimat. So ehrlich wie Oberhausen ist auch Eva Kurowski und ihr neuer Roman “Gott schmiert keine Stullen”.

Was ist so toll an Berlin im Jahr 1990? Wenn es nach Wladimir Kaminer geht, dann die Ruhelosigkeit, die Energie, die Aufbruchstimmung, die vielerorts in dieser Grossstadt vorherrscht. Und natürlich die Tatsache, dass es hier fast keine Mücken gibt. Was es damit auf sich hat? Darüber klärt die Doppel-CD “Russendisko Reloaded” auf, gelesen vom Autor selbst – mit seinem unverkennbaren Akzent.
Von Noemi Jenni · März 2012

Den Ansprüchen anderer zu genügen ist nicht genug, denn glücklich macht es nicht. Milena Moser schenkt uns vier Figuren, die mitten im Leben stehen, mit ihm hadern, mit vollem Einsatz kämpfen und den Leser in ihr Leben hineinziehen.

In ihrem Roman erzählt Simone Ryser die Geschichte von drei Menschen, die sich auf der Flucht vor der zwecklosen Arbeit und auf der Suche nach ein wenig Liebe befinden. Tage- und nächtelang streifen Hanna, Sabine und Georg durch die Strassen. Ihrer Einsamkeit versuchen sie mit dem Onlineportal paarnet.com ein Ende zu bereiten. Wir haben es mit einem eigenartig kunstvollen, kleinen Stück Literatur zu tun, dessen Bilder auch nach der letzten Seite noch im Kopf haften bleiben.

Die Deutschen sind dieser Tage nicht sonderlich beliebt in Zürich. So sagt man. Dass es tatsächlich so ist, beweisen mehrere Briefe, in denen die Zugezogenen aus dem grossen Kanton massiv bedroht werden. Polizistin Johanna di Napoli bekommt den undankbaren Auftrag, der Sache nachzugehen. Doch die vermeintliche Strafarbeit entpuppt sich schnell als brisanter Fall.
Von Lisa Letnansky · März 2012

Shumeet Baluja, seines Zeichens Chefentwickler bei Google, plaudert aus dem Nähkästchen: Indem er ein fiktives Pendant zu seinem Arbeitgeber entwirft und daselbst einen Praktikanten einsetzt, dessen Enthusiasmus seinem gesunden Menschenverstand klar überlegen ist, spinnt er eine mässig begeisternde Verschwörungstheorie zusammen.
Von Birke Tunc · März 2012

Agatha Christie ist eine der berühmtesten Krimiautoren und ihre Werke haben auch nach Jahrzehnten nichts an Spannung eingebüsst. Deshalb gräbt der Hörverlag drei Hörspiele aus, die von verschiedenen Radiosendern in unterschiedlichen Jahren produziert wurden, packt sie auf zwei CDs und liefert uns damit eine mehr oder weniger gelungene Zusammenstellung.
Von Luzia Zollinger · März 2012

In seinem neusten Roman beschreibt Rolf Lappert detailtreu das Leben im verschlafenen Nest Wingroden. Die Hauptfigur Ben lernt, das Erwachsenwerden ist nicht einfach. Doch die Schicksalsgemeinschaft in der Pampa hält immer zusammen, auch wenn sie aus noch so verschiedenen skurrilen Figuren zusammengewürfelt ist und jeder an seinen eigenen Träumen arbeitet.
Von Noemi Jenni · Februar 2012

Erzähl mir deine Träume und ich sage dir, was du gestern getan hast – so das unglaubliche Vorgehen der eigenwilligen Protagonistin. Die Psychotherapeutin Frieda Klein kommt durch einen Patienten einem dunklen Verbrechen auf die Spur. Spannungsgeladen und kompromisslos beginnt mit „Blauer Montag“ die neue Thriller-Reihe von Nicci French.
« Zurück — Vorwärts »