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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; Konzertberichte</title>
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	<description>Das Magazin im Netz</description>
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		<title>Nächtlicher Zauber, morgendlicher Kater</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 11:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico Steinemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/09/05/nachtlicher-zauber-morgendlicher-kater/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/09/Vision2-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Die letzten Beats der Streetparade hallten wohl noch in einigen Köpfen nach, da lud das Vision-Festival schon zum nächsten sommerlichen Tanz auf die sogenannte Sonnenterasse in Sigriswil, hoch über dem Thunersee. Ein Szenario aus dem Bilderbuch für „Berner Oberland-Tourismus“, 8500 Tanzwütige und elektronische Clubmusik während 24 Stunden: Vision 2011 im nahaufnahmen.ch Bericht!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Nächtlicher Zauber, morgendlicher Kater</h1>
<div id="attachment_9585" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9585 " title="Vision2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/09/Vision2.jpg" alt="Alle Bilder: Andreas Frei" width="550" height="367" /><p class="wp-caption-text">Das Raumschiff Vision auf Zwischenhalt in Sigriswil. Alle Bilder: Andreas Frei</p></div>
<h2>Vision Festival, 20.8.2011, Sigriswil</h2>
<p><strong>Die letzten Beats der Streetparade hallten wohl noch in einigen Köpfen nach, da lud das Vision-Festival schon zum nächsten sommerlichen Tanz auf die sogenannte Sonnenterasse in Sigriswil, hoch über dem Thunersee. Ein Szenario aus dem Bilderbuch für „Berner Oberland-Tourismus“, 8500 Tanzwütige und elektronische Clubmusik während 24 Stunden: Vision 2011 im nahaufnahmen.ch Bericht!</strong></p>
<p>Eiger, Mönch und Jungfrau thronen majestätisch im goldigen Abendlicht, die letzten Sonnenstrahlen spiegeln sich im Thunersee, nur schon die 20-minütige Postautofahrt von Thun nach Sigriswil hält genügend pittoreske Eindrücke bereit, um jede asiatische Touristengruppe zu befriedigen. Bei der Ankunft auf dem Vision-Gelände in Sigriswil wird schnell klar, warum die Veranstalter für einmal kurz sesshaft geworden sind. Die Location könnte nicht besser sein. Wunderbar eingebettet in die Natur, mit grandioser Aussicht und trotz dem hügeligen Gelände einer grossen, ebenen Tanzfläche vor der Main Stage. Mit einbrechender Dunkelheit entfaltet sich dann der ganze Zauber der Vision. Aufwändige Visuals werden auf umliegende Bäume und das Zelt, welches die kleinere Stage 2 enthält, projiziert und sorgen für ständig wechselnde Lichtspielereien. Über der Main Stage bilden schwebende Luftballons ein durchlässiges „Dach“, es hat wehende Fahnen und brennende Finnenkerzen, deren Rauch die Mainstage bald in einen neblig mystischen Ort verwandeln.</p>
<div id="attachment_9586" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9586 " title="Zelt1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/09/Zelt1.jpg" alt="Zelt1" width="550" height="367" /><p class="wp-caption-text">Tanzzelt Nr. 1. Musikalisch und visuell abwechslungsreich. </p></div>
<p><strong>Zwischen hartem Minimal, Nina Simone und Marvin Gaye!</strong></p>
<p>Natürlich steht auch an der Vision neben all den visuellen Anreizen, der schönen Location und den Chai-Zelten, die Musik im Mittelpunkt. Es ist ein El Dorado für jeden Anhänger der elektronischen Clubmusik. Ein grosser Spielplatz für Erwachsene, der einem an drei verschiedenen Stages, Livebands oder DJs präsentiert, die immer dafür sorgen, dass der Beat niemals aufhört. Das ist herrlich verspielt, melodiös und warm, wie bei Dirty Doerig, ehemaliger Bar25 Resident, im Tanzzelt Nr. 1. Oft bedienen sich die DJs für die housigen Tracks im Fundus der schwarzen Musiktradition, man hört Remixe von Marvin Gayes „What’s going on“ oder Nina Simones „Funkier than a mosquito tweeter“ und kommt so erfreulich in den Genuss von Stimmen, die man an der Vision eher nicht erwartet hätte. Abwechslungsreich zeigt sich auch das erstmals an der Vision vertretene Zelt des Zürcher Clubs Hive, das ebenfalls ohne Scheuklappen das gesamte Spektrum elektronischer Musik abdeckt und somit für all jene zum sicheren Tanzhafen wird, die mal eine kurze Minimalpause brauchen. Sogar ein Remix von Barry Levys „Under mi sensi“ findet hier Platz, Reggae und die Vision, darauf muss man erstmal kommen. Anders dagegen die Main Stage, hier regiert Minimal der härteren Gangart, der mit zunehmendem Fortschreiten der Nacht zu einem Einheitsbrei zu verkommen droht.</p>
<p><strong>Schöne neue Extrawelt!</strong></p>
<p>Definitiv nicht in diesen Einheitsbrei gehört hingegen das deutsche Duo Extrawelt. Arne Schaffhausen und Wayan Raabe wollen sich nach eigener Aussage, „etwas trauen, große Sounds und mehr Melodien wagen. Sonnenaufgangs-Szenario, Energie, Revolution und Kaputtheit, all das sind Teile der Extrawelt“. Besser als in ihren eigenen Worten, kann man ihr Set nicht beschreiben. Immer treibend, immer fordernd, (man merkt ihnen die Goa-Psytrance-Vergangenheit an), trotzdem auch „Melodien“ und jede Menge „Sonnenaufgangs-Szenarios“. Als unbestrittener Höhepunkt auf der Main Stage, lockte das norddeutsche Duo die irrwitzigsten Töne aus ihren Rechnern und liess das Visionpublikum euphorisch und ausgelassen zurück.</p>
<div id="attachment_9587" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9587" title="Extrawelt" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/09/Extrawelt.jpg" alt="Extrawelt" width="550" height="367" /><p class="wp-caption-text">Grossartiges Highlight der Mainstage: Extrawelt</p></div>
<p><strong>Frühstück mit Sven</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Während mit der aufgehenden Sonne, die trockene, warme und sternenklare Nacht zu Ende geht und sich ein weiterer Hitzetag ankündigt, lichten sich langsam die Reihen. Platz gabs die ganze Nacht überall mehr als genug, doch nun stehen und tanzen bald nur noch die hartgesottenen Druffies. Headliner Sven Väth beginnt sein Set um 09:00 morgens zum Frühstück, das entfernte Wummern des 4/4 Taktes dringt bei den einen durch die Zeltwand und löst bei anderen (immer noch) euphorische Jubelschreie aus. Der nächtliche Zauber ist bei Tageslicht verflogen, es zeigen sich nun die Spuren der letzten Nacht, nicht nur auf dem Festivalgelände, sondern auch in den Gesichtern der Besucher. Langsam pilgert der Grossteil der (gemäss Sanität) 8500 Besucher in Richtung Festivalshuttle und somit zurück in die Zivilisation. Sven Väth hin oder her, irgendwann „isch gnueg Heu dune!“</p>
<div id="attachment_9588" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9588" title="sunrise" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/09/sunrise.jpg" alt="sunrise" width="550" height="367" /><p class="wp-caption-text">Die Sonne geht auf, Headliner Sven Väth und sein Set sind noch 3 Stunden entfernt.</p></div>
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		<title>Zwischen Konzertsaal und Technoclub</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 11:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico Steinemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/27/zwischen-konzertsaal-und-technoclub/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/BBF21-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Das Brandt Brauer Frick Ensemble zeigt wie man mit einem klassischen Orchester Techno auf die Bühne zaubert. Ein eindrückliches Experiment, das jedoch ein klein wenig Wucht vermissen lässt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Zwischen Konzertsaal und Technoclub</h1>
<div id="attachment_9518" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9518" title="BBF2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/BBF21.jpg" alt="Alle Bilder: Luka Beluhan" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Alle Bilder: Luka Beluhan</p></div>
<h2>Brandt Brauer Frick Ensemble, 12. 8. 2011, KKL, Luzern</h2>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Das Brandt Brauer Frick Ensemble zeigt wie man mit einem klassischen Orchester Techno auf die Bühne zaubert. Ein eindrückliches Experiment, das jedoch ein klein wenig Wucht vermissen lässt.</strong></p>
<p>Zu Beginn des Abends stellten Studenten der Schweizer Hochschulen der Künste (Basel, Zürich, Bern und Luzern) ihre audiovisuellen Beiträge zum Thema „Nacht“ vor, die für ausserhalb der Kunstszene verkehrende Menschen wohl unter dem Wort „abstrakt“ abgekanzelt würden. Der nur spärlich gefüllte Luzernersaal im KKL füllte sich gegen Mitternacht etwas mehr, es gab nun Bewegung auf der Bühne, das BBF Ensemble installierte sich.</p>
<p>Daniel Brandt, Jan Brauer und Paul Frick setzen sich mit ihren sieben Mitmusikern an ihre Instrumente und legen los ohne ein Wort zu verlieren. Ihre Musik spricht für sich selbst. Die kurze, knapp einstündige Live-Show, dient als Plattform zur Präsentation ihrer Debütscheibe „You make me real“. Schnell wird klar, dass sich hier ausgezeichnete Musiker gefunden haben, die sowohl die klassische Musik, als auch die Rhythmen der Clubs dieser Welt bestens kennen. Doch irgendwie vermag der Funke nicht so recht zu springen. Songs wie „Bop“, die sich während neun Minuten detailverliebt und verspielt zu einem clubwürdigen Abschluss aufbauen, werden handwerklich beeindruckend umgesetzt, doch es fehlt die letzte Wucht, vielleicht auch die Lautstärke, damit sich der Luzerner Saal in einen brodelnden Club verwandelt hätte. Was wohl auch gar nicht das Ziel war, denn wer das deutsche Trio tags darauf ohne Ensemble an der Lethargy spielen sah, weiss, dass sie zu dritt die Bässe wummern lassen, als gäbe es kein Morgen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-9519" title="BBF1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/BBF11.jpg" alt="BBF1" width="550" height="365" /></p>
<p>So bleibt der Eindruck von wunderbar begabten Musikern, die ihre Idee von der Heirat klassischer Musik mit Techno, gespielt von echten Instrumenten und ohne elektronische Unterstützung, eindrücklich umsetzen. Das dies mehr zum staunen, denn zum tanzen verleitet, muss im Rahmen des KKL nicht weiter stören.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Lange gesucht, endlich gefunden: For Noise</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 20:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Sigg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/25/for-noise/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/IMG_912717.JPG class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>15 Jahre lang konnte sich das For Noise Festival unter den Bäumen Pully’s verstecken. Dieses Jahr schien man aber genug zu haben von der Schildkröten-Taktik  und probte den Aufstand!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Lange gesucht, endlich gefunden: For Noise</h1>
<div id="attachment_9481" class="wp-caption aligncenter" style="width: 549px"><img class="size-full wp-image-9481 " title="ForNoise1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/IMG_912717.JPG" alt="Intime Stimmung, schöne Umgebung. Gefunden am For Noise. Alle Bilder: Nina Schifferli" width="539" height="359" /><p class="wp-caption-text">Intime Stimmung, schöne Umgebung. Gefunden am For Noise Festival. Alle Bilder: Nina Schifferli</p></div>
<h2>For Noise Festival, 19. August 2011, Pully / Lausanne</h2>
<p><strong>15 Jahre lang konnte sich das For Noise Festival unter den Bäumen Pully’s verstecken. Dieses Jahr schien man aber genug </strong><strong>zu haben v</strong><strong>on der Schildkröten-Taktik und probte den Aufstand!</strong></p>
<p>Dass Lausanne über eine ausgezeichnete Musik-Szene verfügt, dürfte den meisten Deutschschweizern eigentlich bekannt sein. Doch deswegen die Wabe verlassen, ins Exil gehen, der Zukunft trotzen und ein Cabaret veranstalten? Das geht den meisten dann doch zu weit. Wir haben’s gewagt.</p>
<p>Lange brauchte man nicht, um die Vorzüge des eigenen Mutes zu bemerken, denn schon während der Anfahrt zum Festival wähnt man sich in einer anderen Welt. Eben noch spazierte man entlang stattlicher Lausanner Herrenhäuser, als man plötzlich von einem der unzähligen freiwilligen Helfer abgeholt und mit dem Bus einer windigen Strasse entlang zum Gelände transportiert wird: Inmitten eines Waldes, übersichtlich, sympathisch. Passiert man den Eingang, gelangt man fast direkt in das Wohnzimmer des Festivals, die Hauptbühne. Seitlich davon kann man auf einem leichten Hang die Konzerte sitzend geniessen, oder ein wenig abseits sein Abendessen verspeisen.</p>
<p>Sogleich möchte man auf eine kleine Erkundungstour aufbrechen, und stösst vor der Garage, der Abraxxas-Bühne, auf eine Menschentraube, welche halb verzückt, halb verstört den ausserweltlichen Klängen der Zürcherin OY lauschen. Im Raum drin herrscht eine solche Hitze, dass man auf gar keinen Fall mit der Sängerin tauschen möchte. Nichtsdestotrotz legt OY eine Performance hin, mit welcher sie wieder einmal bewies, dass sie die letzte grosse Meisterin des Live-Loopens ist.</p>
<div id="attachment_9490" class="wp-caption aligncenter" style="width: 558px"><img class="size-full wp-image-9490 " title="IMG_9094" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/IMG_9094.JPG" alt="ForNoise2" width="548" height="364" /><p class="wp-caption-text">Willkommen in der wunderbar sonderbaren Welt der OY.</p></div>
<p>Mit den 4 Puppen, Synthis, Laptops und ihrer Stimme, deren Soul-Potenzial  sie leider höchstens andeutet, kreiert sie abgefahrene Songs, die von  WC-Hexen, dem „Gap“ zwischen Randsteinen und dem zweimal-täglichen  positiven Denken handeln. Bei aller Abgefahrenheit und Absurdität bleibt  sie stets todernst, was dem ganzen eine wunderbare Note verleiht. Und  ab und zu entlockt sie ihren Puppen durch einen sanften Klaps auf den Po  einen Beat und dem Publikum ein Tänzchen.</p>
<p><strong>Vom Geräuschlosen Tanz zum Mitternachtsrave</strong></p>
<p>Derweil spielen auf der Hauptbühne zwei Bands, die leider höchstens dem Attribut „Vorband“ gerecht werden: Die Wild beasts spielen dream-pop, welcher teilweise zwar ansprechend tönt, aber dennoch der Eindruck bleibt, dass die Band, welche seit 3 Jahren zusammen musiziert, sich selbst und ihren Stil noch nicht ganz gefunden hat. Auch die Blonde redhead, von Anders Trentemøller im Interview noch hochgelobt, können nur schlecht darüber hinwegtäuschen, wer ihr musikalisches Vorbild ist.</p>
<p>Somit bleibt noch etwas Zeit, das Gelände weiter auszukundschaften. Neben obligaten Wein-Bars wartet das For Noise mit der anderorts schon oft erfolgreich lancierten Silent-Disco  auf, welche grandios inszeniert ist: Während auf dem einen Kanal ein übergewichtiger, kettenrauchender Mitt-Vierziger schlechten R’n’B und Sing-along-schnulzen unter die Hörer mischt, legen auf dem zweiten Kanal zwei bildschöne Frauen oldschooligen Hiphop auf und scratchen ihrem Konkurrenten um die Ohren.</p>
<p>Um halb eins beginnt dann der Act, welcher fast im Alleingang dafür verantwortlich war, dass das Festival an diesem Freitag mit 2500 Zuschauern ausverkauftes Haus melden durfte, und den idealen, intimen Rahmen bot für ein Konzert von Trentemøller. Und Anders Trentemøller, Kopf und Seele in einem, war bombastisch aufgelegt. Wie immer beginnen sie hinter ihrem selbstgebastelten Vorhang mit „The mash and the fury“, wie auch ihr Album, und holen das Publikum sogleich in ihre Welt. Sie legen Beats über Klangwelten und kreieren einen Teppich, dessen melancholischer Zauber sich wie Sommerschnee über den Wald legt. Und wer gedacht hatte, es werde ein ruhiger Abend in der Stimmung des Albums, wurde schnell eines besseren bekehrt: Immer zum Ende der Lieder begann Anders, an seinen Knöpfen zu drehen, und den Geist der Lieder in einen Mitternachtsrave zu wandeln, welcher das Publikum euphorisiert zurück liess.</p>
<div id="attachment_9491" class="wp-caption aligncenter" style="width: 554px"><img class="size-full wp-image-9491 " title="for noise 3" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/IMG_9173.JPG" alt="for noise 3" width="544" height="361" /><p class="wp-caption-text">Einfache Inszenierung, grossartige Wirkung: Trentemoller.</p></div>
<p>Besonders schön an der Musik Trentemøller ist, dass sie immer wieder kurze Sequenzen vorheriger Lieder in spätere Lieder einbauen, und somit das Lied als eine Art Version oder Remix des andern empfunden werden kann, was auch das vielfältige Talent Anders Trentemøllers wiederspiegelt, der erst zwei eigene Alben veröffentlich hat, daneben aber auch einige Compilations und Remix-Alben.Taucht man ein in die komplexe Liederwelt des Anders Trentemoller, sticht oftmals ein besonderes Instrument, ein besonderer Beat innerhalb des Liedes hervor, und wenn man ihn ausfindig machen will, sieht man meist Anders genau dieses Instrument spielen.</p>
<p>Des Weitern scheint er mit seinem Sound die Musik auf den Kopf gestellt zu haben: Wo eigentlich Rhythmen die Konstante neben variierenden Melodien sind, stellen bei Trentemøller bestimmte Melodie-Sequenzen den Ausgangs- und Bezugspunkt der Lieder dar, und die Rhythmen, der Elektro, nimmt alle Formen, Farben und Zustände an. Dabei schaffen sie es, diese Melodien so eingängig zu machen, dass sie den Takt für das Lied stets bestimmen, auch wenn sie nicht gespielt werden und nur sporadisch zurückgekehrt wird.</p>
<p>Die einzige Herausforderung des Abends wurde erst auf den zweiten Blick ersichtlich: Die Band besteht aus 7 Mitgliedern, doch meistens waren nur deren 6 zu sehen, und man fragte sich schon, wer denn verschlafen habe, bis man den Live-Techniker bemerkt, welcher immer alle Instrumente, die Anders kaputtgespielt hatte, wieder in Schwung brachte, und auch sonstige elektronische Geräte reparierte. Er hatte alle Hände voll zu tun.</p>
<p>Die intime Grösse dieses Festivals macht es ein ganz spezielles Erlebnis, seine eigene Lieblingsband zu sehen, sei es dieses, nächstes, oder übernächstes Jahr. Inmitten der Natur, und nicht eines durchkommerzialisierten Riesen-Festival-Geländes, gepaart mit der welschen Gastfreundlichkeit, und musikalischer Extravaganza, kann man sich nur auf weitere Ausgaben freuen, und auch das vom Festival-OK angestrebte leichte Wachstum wird diesem Festival keinen Abbruch tun.</p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/29/ich-habe-12-jahre-lang-musik-gemacht-ohne-dass-irgendetwas-passiert-ware/">Interview Trentemøller</a></p>
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		<title>Eine Oase am Zürichsee</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 09:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico Steinemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/17/eine-oase-am-zurichsee/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/BBF1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Eine wahrlich fantastische Dekoration, vier unterschiedliche Stages, eine Überraschung auf dem Dach und ein Sonnenaufgang, der keine Wünsche übrig liess: Die Lethargy 2011 im nahaufnahmen.ch Rückblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Eine Oase am Zürichsee</h1>
<div id="attachment_9363" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9363" title="BBF1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/BBF1.jpg" alt="Wunderbare Deko, grossartige Musik, Lethargy 2011. Alle Bilder: Luka Beluhan" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Wunderbare Deko, grossartige Musik, Lethargy 2011. Alle Bilder: Luka Beluhan</p></div>
<h2>Lethargy, Rote Fabrik, 13.8.2011</h2>
<p><strong>Eine wahrlich fantastische Dekoration, vier unterschiedliche Stages, eine Überraschung auf dem Dach und ein Sonnenaufgang, der keine Wünsche übrig liess: Die Lethargy 2011 im nahaufnahmen.ch Rückblick.</strong></p>
<p>Rund um das Seebecken zelebrieren am Nachmittag und frühen Abend angeblich 900 000 den kollektiven Exzess, es wird buchstäblich bis zum Umfallen gefeiert, das Wummern der Technobeats scheint allgegenwärtig und endlos. Lovemobiles, Future Stage, Bellevue Stage, Main Stage und wie sie alle heissen, pauken pausenlos um die Wette. Carl Cox hier, Boyz Noise da, Friedas Büxe Clubbühne nochmals woanders. Aufgepasst! Sonst wird einem schwindelig. Der nachmittägliche Technokarneval löst sich gegen Mitternacht langsam auf und hinterlässt ein Schlachtfeld, das sogar Neapel blass aussehen lassen würde.</p>
<p><strong>Ein pulsierender Ruhepol</strong></p>
<p>Wie anders präsentiert sich da die Rote Fabrik. Bedingt durch den gleichzeitigen Ansturm all jener, die gerne am See weiterfeiern möchten, gibt es kurzzeitig etwas Hektik vor dem Eingang, doch ist man einmal drin, wartet ein verträumt schön gestaltetes Fabrikgelände. Wie jedes Jahr war den Lethargy Machern keine Mühe zu gross, um aus Aktionshalle, Clubraum, Ziegel und Fabriktheater ein Potpourri aus visuellen Reizen und elektronischer Clubmusik zu kochen. So geht auch hier beatmässig die Post ab, aber es ist ungemein relaxter, als während der Parade. Trotz vollem Haus hat es Platz, es herrscht kein Gedränge und die Musik spielt sich, mit einer Ausnahme (dazu später), drinnen ab.</p>
<div id="attachment_9364" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9364" title="ambiance" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/ambiance1.jpg" alt="Auf dem Fabrikgelände gibts überall etwas zu bestaunen." width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Auf dem Fabrikgelände gibts überall etwas zu bestaunen.</p></div>
<p>So wird der Platz am See vor dem Ziegel oh Lac zu einer grossen Chillout Zone, ausgestattet mit wunderschön ausgeleuchteten Bäumen und dem Vollmond, der über dem Wasser leuchtet. Eine kleine kreative Oase. So fühlt sich die Lethargy irgendwie an, wenn Zürich am Streetparade Wochenende zu einer gigantischen Technowüste anwächst.</p>
<p><strong>Brandt Brauer Frick zum Zweiten!</strong></p>
<p>Wer am Glastonbury, Coachella, Sonar und Melt!-Festival spielt, der darf natürlich auch an der Lethargy nicht fehlen. So machte das deutsche Trio, welches nach eigener Aussage mal schauen wollte, was passiert wenn sie „Techno, mit Jazz und moderner Klassik mischen“ in der prächtig dekorierten Aktionshalle den Anfang. Welch ein Kontrast zum Vorabend im KKL in Luzern. Ein zehnköpfiges Orchester sorgte dort für die passenden Töne, was musikalisch äusserst hochstehend war, jedoch ab und zu etwas Wucht vermissen liess. Hier jedoch standen die Herren nur zu dritt auf der Bühne, Paul Frick in der Mitte und zuständig für die Elektronik, Daniel Brandt für die Percussion und Jan Brauer an den Keys neben ihm. Von fehlender Wucht keine Spur! Keys und Percussion verliehen dem technoiden Set das gewisse spielerische Etwas, dennoch erkannte man die Klassikmusiker vom Vorabend kaum wieder. Einen solchen Wandel spielend zu vollziehen und auf beiden Bühnen einen hervorragenden Auftritt hinlegen zu können, das kann definitiv nicht jeder von sich behaupten. Brandt Brauer Frick gehören mit Sicherheit zu den besseren Entdeckungen der jüngeren Zeit.</p>
<div id="attachment_9365" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9365" title="BBF2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/BBF2.jpg" alt="Brandt Brauer Frick!" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Brandt Brauer Frick!</p></div>
<p><strong>Dreckige Bässe, akustische Feinheiten, Wahnsinnstrompeten</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Im Ziegel gab sich mit Stenchman ein Vertreter aus der Kategorie „englische Bassmusik“ die Ehre, was nichts anderes hiess als volle Kanne DUBSTEP!! Die Bässe dröhnten, die Körper wippten und Stenchman scheute sich auch nicht davor ab und zu eine Prise Hiphop einzustreuen. Das am Schluss seines Sets noch alle Gläser im Ziegel auf den Regalen standen, scheint im Nachhinein wie ein kleines Wunder. Wer zwischen den Stages hin und her wechselt, kam in unregelmässigen Abständen immer wieder in den Genuss eines Konzertes auf dem Dach des Fabriktheaters. Mit akustischen Gitarren spielte dort ein Duo ganz ohne Elektronik, was auf grossen Anklang stiess und strahlende Gesichter im Fussvolk zur Folge hatte. Ein wunderbarer Kontrast, ein akustischer Ruhepol in einer elektronischen Musikwelt. Defintiv keine Ruhe gab es jedoch im Clubraum.</p>
<div id="attachment_9366" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9366" title="CR" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/CR.jpg" alt="CR" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Im Clubraum dasselbe wie überall, visuelle und musikalische Spielereien auf hohem Niveau.</p></div>
<p>AKA AKA feat. Thalstroem waren an der Reihe und was erst nach einem gewöhnlich guten DJ-Set aussah, wurde durch den Trompete und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blaswandler">Electronic Wind Instrument</a> spielenden Thalstroem zu einem aussergewöhnlichen Auftritt. Der Kontrast zwischen den treibenden Technobeats und den schaurig schön melancholischen Liveparts mit der Trompete passte fantastisch, die dazugehörenden Lichtspiele und Visuals im Clubraum sorgten für das Übrige. Das war ganz grosse Klasse.</p>
<p>So vergeht an der Lethargy die Nacht wie im Fluge, man wechselt zwischen den Locations hin und her, sieht Brandt Brauer Frick und HipHopper Blake Worrell lange nach ihren Auftritten strahlend auf dem Festivalgelände umherziehen, zieht sich auch mal zurück an den Steg am See und ehe man sich versieht geht die Sonne wieder auf. In einer Art und Weise, welche all die schönen Lichtspiele und Dekorationen auf einmal erblassen lässt. Lethargy 2012 wir freuen uns!</p>
<div id="attachment_9367" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9367" title="sunrise" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/sunrise.jpg" alt="Die Ruhe nach dem Technosturm." width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Die Ruhe nach dem Technosturm.</p></div>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Welcome to the Warehouse!</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/16/welcome-to-the-warehouse/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 08:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico Steinemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/16/welcome-to-the-warehouse/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/GAclose2-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Grosses Kino im Komplex. Mit ihrer Red Light Show setzen Groove Armada neue Masstäbe in der Kategorie "audiovisuelles Rundumentertainment".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Welcome to the Warehouse!</h1>
<div id="attachment_9329" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9329 " title="GAclose2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/GAclose2.jpg" alt="Tom Findley und Andy Cato, umgeben von LED-Wänden. Bild: Luka Beluhan" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Tom Findley und Andy Cato, umgeben von LED-Wänden. Alle Bilder: Luka Beluhan</p></div>
<h2>Groove Armada, 11.8.2011, Komplex 457, Zürich</h2>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Grosses Kino im Komplex. Mit ihrer Red Light Show setzen Groove Armada neue Masstäbe in der Kategorie &#8220;audiovisuelles Rundumentertainment&#8221;.</strong></p>
<p>Tom Findley und Andy Cato haben also nach 10 äußerst erfolgreichen Jahren ihre Liveband aufgelöst und sind fürs Jahr 2011 zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. An den sogenannten Warehouse Parties nahm ihre steile Karriere Mitte der Neunziger Jahre ihren Anfang, nun touren Groove Armada wieder als DJ-Duo durch die Welt. Früher rockten sie illegale Lagerhallenparties, heute sind sie während  des Sommers Residents im legendären Space auf Ibiza. Die Locations ändern sich, geblieben aber ist ihr Talent, die richtigen elektronischen Leckerbissen auszuwählen, um ihr Publikum aufs Tanzparkett zu locken. Mit der Rückkehr zum traditionellen DJ-Set kehren Tom und Andy quasi in ihre Vergangenheit zurück, dafür machen sie mit der visuellen Umsetzung der Red Lights Tour zwei Schritte vorwärts in die Zukunft.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-9330" title="GAcrowd2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/GAcrowd2.jpg" alt="GAcrowd2" width="550" height="365" /></p>
<p>Es war schliesslich „a groove armada affair“, und dabei wird auch in die visuelle Umsetzung der Show verdammt viel Arbeit investiert. Das sah dann folgendermassen aus: Hinter, neben und vor dem DJ-Pult waren ganze Wände voller LED-Lämpchen und neben ihren Macbooks standen die zwei Redlight Cameras, die der Show ihren Namen geben. Mithilfe der Kameras steuern die Bewegungen von Cato und Findley die Visuals, welche auf den LED Wänden vorbeiflimmern, wenn es nicht gerade ein Sternenhimmel oder sonstige Spielereien sind. Eine an sich simple, aber bestechende Idee, denn es sollte ein audiovisuelles Erlebnis der besonderen Art werden. DJ Shadow und Amon Tobin haben diesbezüglich die Latte in nicht vorhandene Höhen getrieben, Groove Armada wollten da nicht hintanstehen.</p>
<div id="attachment_9344" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9344" title="GAstars" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/GAstars.jpg" alt="Zwei leuchtende Äpfel umringt von leuchtenden Sternen. Tom und Andy in ihrem LED Würfel." width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Zwei leuchtende Äpfel umringt von leuchtenden Sternen. Tom und Andy in ihrem LED Würfel.</p></div>
<p>Das Komplex 457 war ansprechend gefüllt, doch bei weitem nicht ausverkauft und manch eines der älteren Paare erwartete wohl eine Show, die mehr in die Richtung des Albums „Back to mine“ ging. Doch Groove Armada als Liveband und Groove Armada als DJ-Duo, das sind zwei verschiedene Welten. Während die Vielseitigkeit als Liveband eine der grossen Stärken war, zeigen die beiden als DJs wie fest sie immer noch mit beiden Beinen in den Clubs dieser Welt verwurzelt sind. Es dominieren wuchtige Technobeats, selten werden dabei eigene Hits wie „Paper Romance“ oder „Superstylin“ eingeflochten, auch diese jedoch nicht in der originalen Version, sondern mit einer viel härteren Gangart, eben wie es sich für ein verrauchtes Warehouse gehört. Das ging gehörig in die Beine, so dass man zwischendurch fast vergass auch mal wieder nach vorne zuschauen, um die visuelle Umsetzung zu bestaunen. Ein überaus gelungener Auftakt in ein Weekend, in dem sich Zürich noch lange zum Rhythmus der Technobeats bewegen sollte.</p>
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<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Soundwave Croatia: Der wahr gewordene Festivaltraum!</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 13:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico Steinemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/05/soundwave-croatia-der-wahr-gewordene-festivaltraum/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/sunset-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>nahaufnahmen.ch macht sich auf die Reise und berichtet schamlos unkritisch vom wohl besten Festival der Welt. Bericht aus einem kleinen Paradies für Musikliebhaber. Life is a beach!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Soundwave Croatia: Der wahr gewordene Festivaltraum!</h1>
<div id="attachment_9194" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9194    " title="sunset" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/sunset.jpg" alt="Die Sonne versinkt im Meer, eine lange Nacht beginnt. Bild: Luka Beluhan" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Spektakel für die Ohren, Schauspiel für die Augen. Bestes Festival der Welt. Bild: Luka Beluhan</p></div>
<h2>Soundwave Festival, 22.–24. Juli, Petrcane, Kroatien</h2>
<p><strong> nahaufnahmen.ch macht sich auf die Reise und berichtet ausführlich und schamlos unkritisch vom wohl besten Festival der Welt. Bericht aus einem kleinen Paradies für Musikliebhaber. Life&#8217;s a beach!<br />
 </strong></p>
<p>Wo kann man den ganzen Tag mit Flipflops und Badehose rumtigern, mit den  Füssen im adriatischen Meer und einem Bierchen in der Hand zu erlesenen  Tunes von der Crème de la Crème der englischen DJ-Szene tanzen? An welchem Festival sitzt Headliner Andreya Triana gemütlich mit einer Zeitung unter einer Pinie und geniesst die Aussicht ohne dabei gestört zu werden? Wo sonst sieht man Headliner Bonobo mit seiner Freundin wie ein Tourist durchs Fischerdörfchen schlendern? Am Soundwave Festival, Petrcane, Kroatien.</p>
<p>Wer sich auf der Website von <a href="http://soundwavecroatia.com/">Soundwave Croatia</a> umsieht, der bekommt schnell das Gefühl, dass dies entweder das mit Abstand beste Festival werden könnte, welches man je besucht hat oder aber, dass irgendwo ein Haken dran sein muss. Mit turmhohen Erwartungen steigt man ins Auto, kommt nach 12 Stunden Fahrt in Petrcane an und nach drei Tagen Soundwave weiss man: Es ist mit Abstand das BESTE FESTIVAL, das man je besucht hat.</p>
<p>Aber von vorne. Da wäre fürs Erste die Festival-Location. Unschlagbar gelegen an der Spitze einer kleinen Halbinsel, umgeben vom adriatischen Meer und mit schattenspendenden Pinien bewachsen, ist das eigentliche Gelände eher klein und überschaubar.</p>
<div id="attachment_9217" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9217" title="loungin" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/loungin.jpg" alt="Schattenspendende Pinien, glitzerndes Meer, kühle Bise, erlesene Tunes...Soundwave. Bild: Rico Steinemann" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Schattenspendende Pinien, glitzerndes Meer, kühle Bise, erlesene Tunes...Soundwave. Bild: Rico Steinemann</p></div>
<p>Neben der Openair Bühne für die Konzerte hat es die Beach Terrace und die kleinere Forest Stage im Pinienwald. Die Beach Terrace ist ein Tanzdeck, das direkt ans Meer gebaut wurde und vor welchem sich eine kleine Steinterrasse erstreckt, von der man wahlweise direkt ins Meer springen oder aber sich die Füsse beim Tanzen von den ankommenden Wellen abkühlen lassen kann. Tönt übertrieben gut? Genauso so fühlt es sich auch an. Die ganze Terrasse ist so ausgerichtet, dass die tanzfreudigen Gäste auch einen unverstellten Blick auf die untergehende Sonne haben, welche, man ahnt es schon, natürlich direkt vor einem im Meer versinkt. Man möchte sein Glück rausschreien ob der Schönheit dieses Ortes. Und ist dabei noch nicht einmal bei der Musik angelangt.</p>
<div id="attachment_9214" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9214 " title="Beachterrace2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/Beachterrace2.jpg" alt="Schon mal an einem schöneren Ort in den" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Beach Terrace! Bild: Rico Steinemann</p></div>
<p><strong>Andreya zum Sonnenuntergang, Bonobo unterm Sternenhimmel</strong></p>
<p>Während am  Nachmittag verschiedene DJs für einen perfekten Einstieg auf der Beach Terrace und der Openair Bühne sorgen, betritt mit Submotion Orchestra bald das erste grosse Highlight die Bühne. Die siebenköpfige Truppe aus Leeds hat sich innert knapp 2 Jahren eine stetig wachsende Fanbasis erspielt, so dass es nun das erste Mal eng und laut wird vor der Bühne.</p>
<div id="attachment_9197" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9197 " title="submotion ruby" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/submotion-ruby.JPG" alt="Ruby Wood sorgt mit Submotion Orchestra für warmig souliges Livehighlight am späteren Nachmittag. Bild: Rico Steinemann" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Ruby Wood sorgt mit Submotion Orchestra für ein warmig souliges Livehighlight am späteren Nachmittag. Bild: Rico Steinemann</p></div>
<p>Die bezaubernde Ruby Wood legt ihre Stimme über den Soundteppich der Band, welcher tief in Soul, Funk und Jazz wurzelt, aber angereichert durch eine Prise Dubstep und Electronica den Schritt ins 21. Jahrhundert ebenso spielend vollzieht. Wunderschön ist das Ganze. Verschnaufpausen gibt es am Soundwave keine, denn danach steht mit Andreya Triana schon das nächste Schmuckstück auf der Bühne. Umhüllt vom goldenen Abendlicht, mit dem glitzernden Meer hinter sich, glaubt man sich mehr in einem Traum, denn an einem Openair. Dieses weisse Kleid, die wehenden dunklen Locken, diese Stimme! Sie steht zum dritten Mal in Petrcane auf der Bühne und verzaubert das Publikum auch heuer wieder ab dem ersten Ton. Egal ob sie die souligen Stücke von ihrem Debütalbum „Lost where I belong“ spielt (produziert von niemand geringerem als Bonobo) oder eine Coverversion von Eurythmics „Sweet Dreams“ anstimmt, diese Frau hat Charisma und Stil. Und das Beste war, dass man sie im Doppelpack haben konnte. Denn kaum war ihr eigenes Konzert vorbei, stand sie schon wieder auf der Bühne um Bonobos Songperlen „The Keeper“, „Stay the same“ und „Eyesdown“ den letzten Schliff zu verleihen.</p>
<div id="attachment_9198" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9198" title="Andreya" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/Andreya.JPG" alt="Nach dem Zeitung lesen, der Doppelauftritt. Andreya Triana mit Bonobo. Bild: Rico Steinemann" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Nach dem Zeitung lesen, der Doppelauftritt. Andreya Triana mit Bonobo. Bild: Rico Steinemann</p></div>
<p>Und welch grossartige Momente schenkte uns Simon Green. Es war nun Nacht geworden, die Szenerie mit Hauptbühne, Pinien, Meer und Sternenhimmel war an sich schon schwer zu toppen, da wollte sich auch Bonobo mit Band keine Blösse geben. Es ist schlicht ein Privileg diesem Mann und seinen fantastischen Mitmusikern bei ihrem Handwerk zuzuschauen. Das neue Album „Black Sands“ steht klar im Mittelpunkt des Auftritts, hin und wieder angereichert durch älteres Material. Musik zum Träumen, zum Tanzen, zum Sich-treiben-lassen. Man wünscht sich, dass sie ewig weiter spielen. Als Bonobo für den letzten Song „In between lines“ neben Andreya Triana auch noch Ruby Wood von Submotion Orchestra auf die Bühne bittet und die beiden Damen ein hinreissendes Duett aufs Parkett legen, gibt’s im Publikum kein Halten mehr. Die Ovationen branden Richtung  Bühne und hinaus in die sternenklare Nacht.</p>
<div id="attachment_9199" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9199 " title="bonobo" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/bonobo.JPG" alt="Denkwürdige Momente mit Simon Green aka Bonobo." width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Denkwürdige Momente mit Simon Green aka Bonobo. Bild: Rico Steinemann</p></div>
<p><strong>Bonobo zum Zweiten und ein grossartiger kleiner Drachen </strong></p>
<p>Zeit zum Erholen bleibt am nächsten Tag nicht viel, denn Nachmittags um 13:30 steht schon das Partyboot bereit. Eine simple aber bestechende Idee, (allerdings für einen Zusatzpreis von 15 £), die sich grosser Beliebtheit erfreut. Ein alter Holzkahn wird dabei flugs mit 2 Plattenspielern, monströsen Boxen, diversen DJs und einer Bar ausgerüstet und los geht’s. So tuckert das Boot während vier Stunden gemütlich der malerischen kroatischen Küste entlang, es wird auf dem Sonnendeck relaxt oder ausgelassen getanzt und die Grenze zwischen Artist, Veranstalter und Festivalbesucher ist aufgrund der Enge bald nicht mehr vorhanden.</p>
<div id="attachment_9200" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9200" title="bonoboboat" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/bonoboboat.JPG" alt="Von der Livebühne ans DJ Pult auf dem Boot. Bonobo zum zweiten. Bild: Luka Beluhan" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Von der Livebühne ans DJ Pult auf dem Boot. Bonobo zum zweiten. Bild: Luka Beluhan</p></div>
<p>Bonobo gibt sich erneut die Ehre und beweist wie gut er auch als DJ eine Crowd zu rocken vermag. Mit ihm sorgen DOP, Kutmah und Cheeba für eine aufregende Reise ohne Scheuklappen vor den Genregrenzen. HipHop, Dubstep, D’n’B, Reggae, Funk und Soul vom Feinsten wird häppchenweise von den Zeremonienmeistern serviert und tanzend, lachend und springend vom dankbaren Partyvolk aufgenommen. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang lädt die Crew der Argonaut („Croatian Pirates. The Fear of the Adriatic Sea“) seine Fracht aus und leicht schwankend macht man sich auf zur Beach Terrace. Ein Mojito zur Erfrischung, die Füsse wieder ins Wasser und Bill Withers „lovely day“ aus den Lautsprechern während langsam die Sonne im Meer versinkt? So enden hier die Tage und beginnen die langen Nächte. Die schwedischen High School Freunde Little Dragon sorgen für den Einstieg in die Nacht und den unbestrittenen Live-Höhepunkts des Samstags. Angeführt von der betörenden Sängerin und Perkussionistin Yukimi Nagano präsentieren die Electro-Souler aus dem hohen Norden ihre neue Scheibe „Ritual Union“.</p>
<div id="attachment_9201" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9201  " title="yuki" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/yuki.jpg" alt="Schlicht fantastisch!Little Dragon und ihr Frontengel Yuki. Bild: Luka Beluhan" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Schlicht fantastisch!Little Dragon und ihr Frontengel Yukimi. Bild: Luka Beluhan</p></div>
<p>„Dirtier and more direct“ wie sie selber sagen, geht das neue Album mehr in die Beine als seine Vorgänger, dennoch bleibt genug Zeit für träumerische und sphärische Momente, besonders schön „Feather“ aus dem Vorgängeralbum „Machine Dreams“. Die beleuchteten Baumkronen vor und hinter der Bühne und der Sternenhimmel darüber sorgen erneut für die perfekte Hintergrundkulisse. Ein weiteres magisches Konzert in einer lauen kroatischen Sommernacht. Nach eineinviertel Stunden reiht man sich gerne in der langen Reihe von verliebten Bewunderern der asiatischen Schönheit ein, die von Gilles Peterson über Flying Lotus und Raphael Saadiq bis hin zu Roots Drummer ?uestlove reicht.</p>
<p><strong>Barbarella Disco vs. Magic Forest</strong></p>
<p>Aus Respekt vor den Anwohnern von Petrcane und wohl auch den Hotelgästen auf der Halbinsel wird um Punkt 01:00 die Openair Party von draussen in die Barbarella Disco verschoben. Im kleinen Schmuckstück, offensichtlich in den 70er Jahren stehen geblieben, wird jede Nacht zum finalen Tanz geladen. Leider haben von den 3000 Festivalbesuchern nur 600 Platz in der Disco, so dass nur die Frühaufsteher (oder jene, die gar nicht erst zu Bett gingen), welche am Infostand den Gratiseintritt holten, Einlass finden. Dubstep oder Oldschool HipHop, Jimi Hendrix oder ein Schuss Disco, D’n’B oder doch lieber Funk? Wie immer gibt’s Tanzmusik jeglicher Couleur und sie sorgt für euphorisch ausgelassene Stimmung. Leider aber wird es im vollen Club bald auch unerträglich heiss. Doch auch hierfür gibt es eine Lösung. Nicht weit vom Festivalgelände entfernt befindet sich nämlich der „Magic Forest“. Von den gastfreundlichen Locals so genannt, lockt der magische Wald zum illegalen Tanz unter freiem Himmel. Der Clubsauna kann man so elegant ausweichen. Ein kurzer, abenteuerlicher Spaziergang dem felsigen Ufer entlang, und schon erreicht man eine alternative Outdoor-Disco wie sie schöner nicht sein könnte. Während in Zürich unter Autobahnbrücken illegal gefeiert wird, haben sich hier ein paar Kroaten aus Zadar ihr kleines Waldparadies erschaffen. Bar, Soundsystem (wenn denn der Generator funktioniert) und Holzterrassen zum Tanzen über dem Wasser, so feiert man die Feste in Kroatien. Eine willkommene Alternative für all diejenigen, welche sich nicht daran stören, das eine oder andere amüsante Gespräch mit englischen oder kroatischen Druffis zu führen.</p>
<p><strong>Sturmwarnung und fulminanter Schlusspunkt</strong></p>
<p>Schon am frühen Nachmittag lauern dunkle Wolken am Horizont, kräftiger Wind zieht auf, das Meer zischt und schäumt, man bereitet sich auf einen stürmischen letzten Festivaltag vor.</p>
<div id="attachment_9202" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9202 " title="zero7" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/zero7.jpg" alt="Zero 7 DJ Set vor bedrohlicher Wolkenkulisse. Bild: Luka Beluhan" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Zero 7 DJ-Set vor bedrohlicher Wolkenkulisse. Bild: Luka Beluhan</p></div>
<p>Unbeirrt ob dieser Widrigkeiten spielt überraschend Zero 7 auf der Beach Terrace sein zweites und ungeplantes Festivalset und haut den stetig tanzwilligen Festivalgängern ein DJ-Set um die Ohren, das es in sich hat. Die nächste aufregende Reise durch diverse Musikstile, immer schön verwurzelt in der englischen Bassmusik. Leider vermag auch dies den ankommenden Sturm nicht aufzuhalten. Bald regnet es in Strömen und an weitere DJ-Sets oder gar Live-Musik im Freien ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu denken. Gegen Abend beruhigt sich das Wetter wieder, das Publikum aber bleibt alles andere als ruhig, als das englische HipHop Urgestein Roots Manuva gegen Mitternacht die Bühne entert. Wie sehr britische Musikfans auf Bässe und ausgeflippte Beats stehen, wird auch hier wieder schnell klar. Schon bei den ersten verzerrten Tönen von „Witness“ geht ein Jubelschrei durchs Publikum, als dann der Beat einsetzt, dreht die Menge vollends durch. Trotz langen Tagen und Nächten brodelt es noch einmal gewaltig vor der Bühne und Roots Manuva und Band setzen einen energetischen und würdigen Schlusspunkt des Festivals.</p>
<p><strong>Made in UK</strong></p>
<p>Rob Waller hatte folgende Idee: &#8220;To create a small, boutique festival based around the music that we love. In the most beautiful place possible.“</p>
<div id="attachment_9204" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9204 " title="ambiance" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/ambiance.jpg" alt="&quot;...the most beautiful place possible?&quot; Bild: Luka Beluhan" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">&quot;the music that we love in the most beautiful place possible.&quot; Mission accomplished. Bild: Luka Beluhan</p></div>
<p>Diese Idee wurde brillant verwirklicht und nach der dritten ausverkauften Ausgabe von Soundwave Croatia denken die beiden Festivalväter Noah Ball und Rob Waller bereits an einen sanften Ausbau ihrer Festivalperle. Die beiden Konzertpromoter von <a href="http://www.soundcrashmusic.com/">Soundcrash</a> (Rob Waller, London) und New Bohemia (Noah Ball, Leeds) nutzen ihre exzellenten Kontakte in Englands blühender unabhängiger Musikszene von Ninja Tunes bis Warp, um ihren Traum vom sponsorenunabhängigen Festival zu verwirklichen. Wie Mitorganisator James Parks in einem kurzen Gespräch während der Boatparty erzählt, ist dies jedoch nur möglich, weil die Artists erheblich tiefere Gagen als üblich akzeptieren. Artists und Promoter kennen sich, man fühlt sich ein bisschen wie eine grosse Familie und es herrscht tatsächlich eine sehr entspannte, ja familiäre Stimmung in Petrcane. Interviewanfragen werden von der höflichen Pressedame freundlich abgelehnt, („nobody really wants to work here, you know? Go grab a beer and have some fun“) und die Reihenfolge der Bands und DJs gibt’s erst am ersten Festivaltag. Zuverlässig ist der Zeitplan ohnehin nicht, was aber wirklich keine Rolle spielt, denn egal wem man zuhört, die gebotene Musik ist stets ein Genuss. Britische Organisation (sogar die für den Anlass gemietete Halbinsel „The Garden“ gehört einem Briten), britische Künstler und für hiesige Verhältnisse britische Eintrittspreise (89 £) sorgen denn auch dafür, dass gefühlte 95% der Besucher von der Insel stammen. Doch keine Angst, es sind nicht die glatzköpfigen, bierbäuchigen Hooligans aus Mallorca, welche ans Soundwave pilgern. Hierher kommen die jungen, musikinteressierten Menschen, die sonst in den Clubs von London, Bristol oder Manchester ihren Lieblingen lauschen. Keine Schlägereien, keine Aggression, man ist lieb zueinander hier. Ist ja auch ein schöner Ort. Klar, auch hier gibt die eine oder andere, die sich vor lauter Trunkenheit nicht mehr selber auf den Beinen halten kann, oder den einen oder anderen Möchtegernrockstar, der mal eben kurz das Bewusstsein verliert. Doch die gibt es an jedem Festival und immer waren tatkräftige Freunde zur Stelle um sich darum zu kümmern. Was nach drei intensiven Festivaltagen neben der Schönheit des Ortes am meisten in Erinnerung bleibt, ist zweifelsohne die stetige Präsenz ausgezeichneter Musik. Egal welcher Stil, egal ob live auf der Konzertbühne, oder vom DJ auf  der Beach Terrace, es wird durchgehend die passende Musik gespielt.</p>
<div id="attachment_9203" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-9203" title="beachterraceDJ" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/beachterraceDJ1.jpg" alt="Der Stoff aus dem die DJ Träume sind. Bild: Luka Beluhan" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Der Stoff aus dem die DJ Träume sind. Bild: Luka Beluhan</p></div>
<p>Ein Festival, das kreative, unabhängige, eigenwillige Musik unterstützt und fördert, fernab von riesigen Sponsorenlogos und Plattenmultis und Lady Gagas. Ein kleines Paradies für den Musikliebhaber. Könnte sein, dass Thomas D vom Soundwave spricht wenn er sagt: „Es gibt nichts zu verbessern, nichts was noch besser wär, außer dir im Jetzt und Hier und dem Tag am Meer.“</p>
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		<title>Güsche 2011 in Hochform</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/19/gusche-2011-in-hochform/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 10:42:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico Steinemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nahaufnahmen.ch/?p=9124</guid>
		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/07/19/gusche-2011-in-hochform/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Güsche-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Drei Tage prächtiges Wetter sorgten für einen rappelvollen Gurten. Von wahrlich umwerfenden Momenten in der Zeltbühne, Leistenbrüchen und professionellen Müllsammlern. Das Gurtenfestival 2011 im nahaufnahmen.ch-Bericht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Güsche 2011 in Hochform</h1>
<div id="attachment_9126" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-9126" title="Güsche" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Güsche.jpg" alt="Alle Bilder: gurtenfestival.ch/konzertbilder.ch" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Alle Bilder: gurtenfestival.ch/konzertbilder.ch</p></div>
<h2>Gurtenfestival, 14.-17. Juli 2011, Bern</h2>
<p><strong>Drei Tage prächtiges Wetter sorgten für einen rappelvollen Gurten. Von wahrlich umwerfenden Momenten in der Zeltbühne, Leistenbrüchen und professionellen Müllsammlern. Das Gurtenfestival 2011 im nahaufnahmen.ch-Bericht.</strong></p>
<p>Nach 90 fantastischen Minuten entlässt eine letzte grosse Ovation Anders Trentemoller in die laue Berner Sommernacht. Vorbei war ein Konzert, das einen grandiosen Schlusspunkt hinter den ersten Tag setzte. Die fünfköpfige Liveband um den dänischen Technomastermind begeisterte mit einem Set, das gleichzeitig hart und wunderschön war. Zu Beginn hinter einem Vorhang versteckt, wurde man von Trentemoller bald in eine melancholische und entrückend schöne Klangwelt entführt. Es war eine denkwürdige Vorstellung. Ganz stille Momente wie in „Miss you“ wechselten sich ab mit Songs wie „Moan“, dass beginnend mit einer bezaubernden Melodie und der Unterstützung der betörenden Sängerin, sich langsam aber stetig zum finalen Minimal-Crescendo aufbaut. Sein grösster Hit „What else is there“ ist der fulminante Abschluss der Livekonzerte am Donnerstag. Ein grossartiges Beispiel wie gut elektronische Musik live präsentiert werden kann.</p>
<div id="attachment_9127" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-9127" title="Trente" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Trente.jpg" alt="Denkwürdige Momente mit Trentemoller" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Denkwürdige Momente mit Trentemoller</p></div>
<p>Weniger grossartig zeigten dies zuvor 2many Djs. Das belgische Brüderpaar, welches man gerne zu ihrem aktuellen „App“-Projekt befragt hätte (sie strichen am Vorabend alle Interviewtermine), machten davor auf der Hauptbühne den Auftakt in den clublastigen Teil des Abends. Sie wurden ihrem Ruf als Mash-up Könige dabei spielend gerecht. Im Minutentakt änderten die Songs, mal gab es einen Remix von MGMT dann gab es eine Kollaboration mit The Crookers, doch irgendwie schien das alles ein wenig lieblos und uninspiriert. Da kann man sich auch zu Hause oder unterwegs <a href="http://radiosoulwax.com/">Radiosoulwax</a> anhören. Kate Nash und Noah and the Whale sorgten für einen britischen Pop- und Rockauftakt am Nachmittag und nach den schweren Gewittern, welche die Schweiz in den Tagen zuvor so richtig durchgewaschen hatten, liess perfektes Festivalwetter die Besucher schon am Donnerstag in Scharen auf den Gurten steigen. Die bärtigen Mitglieder der Eels zeigten sich wie immer von ihrer traurigen Seite, und sorgten dabei dafür, dass die Zeltbühne aus allen Nähten platzte. Der „Güsche“ mag Melancholisches.</p>
<p><strong>Von Becherregen und Gänsehaut</strong></p>
<p>Der auch nach 18 Jahren immer noch erstaunlich frische Blumentopf brachte am Freitag erstmals so richtig gute Laune. Im Gegensatz zu Sido im letzten Jahr, ernteten sie keine Pfiffe sondern warmen Applaus für superbe Freestyles, die jeweils unterstützt von DJ und Liveband zu den Beats von 90er Jahre Klassikern wie Tribe, Mobb Deep und KRS-One gereimt wurden. Ihr zwischenzeitlicher Aufruf die Becher (und damit die 2 Franken Pfand), der Organisation <a href="http://www.vivaconagua.org/">Viva con Agua</a> zu spenden oder sie auf die Bühne zu werfen, damit sie vom Topf persönlich übergeben werden könnten, wurde sofort wörtlich genommen und führte zu einem wahren Becherregen Richtung Zeltbühne. Ein schmunzelnder Topf nahms mit Humor und für ein sehr unterstützenswertes Projekt gab es einige Franken in denselben. Die nächsten unverwüstlichen Deutschen liessen kurz darauf erstmals so richtig den Hügel beben.</p>
<div id="attachment_9131" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-9131" title="beatsteaks" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/beatsteaks.jpg" alt="Bier, Abendsonne und Punkrock mit den Beatsteaks." width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Bier, Abendsonne und Punkrock mit den Beatsteaks.</p></div>
<p>Seit 16 Jahren schmettern die Beatsteaks ihren knüppelharten Punkrock von der Bühne und auch heuer poggte die von der Abendsonne und genügend kühlem Bier euphorisierte Menge was die Beine hergaben. Was Lokalmatadorin Sophie Hunger auf die Zeltbühne zauberte, hätte kontrastreicher nicht sein können. Das Publikum empfing sie mit offenen Armen und wie sich die scheue Sängerin viersprachig durch ihr Set spielte, hatte schlicht und einfach Klasse. Umgeben von einem Drummer und zwei Multiinstrumentalisten gab es jede Menge Gänsehautmomente, am allermeisten als sie ihr wahrlich berührendes Cover von „Le vent nous portera“ von Noir Désir zum Besten gab.</p>
<div id="attachment_9132" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-9132" title="SophieHunger" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/SophieHunger.jpg" alt="Gänsehautmomente mit Sophie Hunger." width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Gänsehautmomente mit Sophie Hunger.</p></div>
<p>Einheimisches Musikschaffen auf höchstem Niveau. Davon hätte sich Mike Skinner eine gute Scheibe abschneiden können. Der Mann befindet sich nach seiner Rücktrittserklärung auf Abschiedstournee und vermag auf seiner Ehrenrunde wie schon am M4Music Festival in keiner Weise zu überzeugen. Zu lust- und energielos präsentiert sich die Band und ihr Frontmann. The Streets im Jahre 2011 sind nur noch ein lauer Aufguss.</p>
<p>Anders ihre Landsmänner und Rockgrössen Kasasbian im Headlinerslot auf der Hauptbühne. Es schien als hätten sich alle der 20 000 Zuschauer vor der Hauptbühne versammelt und Kasabian wurden ihrem Ruf als momentan grösste Rockband Englands locker gerecht. Kraftvolle und ausufernde Rocksongs wie gemacht für die grossen Bühnen dieser Welt spielen die Mannen um Tom Meighan und Sergio Pizzorno und sind damit ein sicherer Wert an jedem Festival. Dass auch ihre Landsmänner und Electro-Pioniere Underworld die grösste Bühne erhalten, bleibt aber wie schon am Openair Zürich letztes Jahr ein Rätsel. Man merkt, dass die Herren ihre Höhepunkte in den 90er Jahren hatten, den ausser bei der Zugabe „Born Slippy“ bleiben die Begeisterungsschübe des Publikums aus.</p>
<p><strong>Sonnenjazzer, Jay Kay vs. YB und professionelle Müllsammler</strong></p>
<p>Auch der dritte Festivaltag liess wettertechnisch keine Wünsche offen, wie schon der Freitag war auch der Samstag ausverkauft und so avancierte Jamie Cullum zum Sonnenjazzer. Der Mann scheut sich nicht Jimi Hendrix’ „The wind cries mary“ zu covern, springt wie wild auf der Bühne umher und spielt seine Entertainerqualitäten voll aus. Nicht jedermanns Sache, aber für einen warmen Nachmittag an der Sonne für die meisten überaus angenehm. Für sehr viele gab es an diesem Samstag ohnehin nur zwei entscheidende Fragen. Kommt Jay Kay trotz Leistenbruch nach Bern? Und wie soll man sich als YB-Fan zwischen Meisterschaftsauftakt gegen Basel und Jamiroquai entscheiden?</p>
<div id="attachment_9133" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-9133" title="Jamiro" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Jamiro.jpg" alt="Ganze ohne grooven gings trotz Leistenbruch dann doch nicht." width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Ganze ohne grooven gings trotz Leistenbruch dann doch nicht.</p></div>
<p>Der quirlige Jay Kay sollte seine Fans nicht enttäuschen und die YB-Fans fanden sich zu Hunderten vor den Bildschirmen der neu errichteten Red-Lounge wieder. So kam jeder auf seine Kosten. Sichtlich eingeschränkt und nicht so wild tanzend wie gewohnt, aber dennoch frisch und funky sorgten Jamiroquai für strahlende Gesichter. Mit Hut und einer Strickjacke mit südamerikanischem Muster erinnerte Jay Kay ein wenig an einen bolivianischen Bauern, seine Ansprachen liessen aber durch den trockenen Humor keinen Zweifel an seiner Herkunft. Insgesamt war da nichts Neues oder Überraschendes, die meisten Tracks waren Hits aus den 90er Jahren, aber wer wartete schon nicht auf „Cosmic Girl“ und „Virtual Insanity“? 2 Stunden später war es vorbei mit der Gemütlichkeit. Jetzt gabs einen kräftigen Tritt in den Arsch. Die australischen Drum n’ Basser von Pendulum (geplatztes Interview Nr. 2.) spielten sich die Seele aus dem Leib und boten eine atemberaubende Lichtshow kombiniert mit ihrem beinharten, live eingespielten D’n’B. Wohl etwas zu hart für die ruhigeren Gemüter, genau richtig für die Fans vor der Bühne. Es wurde pausenlos gehüpft und gejubelt und mitgejohlt. Eine gewisse Monotonie kann wohl auch der grösste Fan nicht abstreiten, so dass sich die 90-minüte D’n’B Dröhnung doch sehr in die Länge zog. Wenigstens gab es einen rundum positiven Abschluss der Nacht auf der Zeltbühne.</p>
<div id="attachment_9134" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-9134" title="Chromeo" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/07/Chromeo.jpg" alt="Sie lieben Prince und das hört man auch. Chromeo begeistern auf der Zeltühne." width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Sie lieben Prince und das hört man auch. Chromeo begeistern auf der Zeltühne.</p></div>
<p>Das israelisch-palästinesische Electro-Funk Duo Chromeo (geplatztes Interview Nr. 3) machten aus dem Zelt flugs einen Tanzpalast mit ihren schwer an Prince erinnernden, 80ies lastigen Synthesizer Songperlen. Äusserst tanzbar und ohne Scheu vor Genregrenzen war das Balsam für alle Freunde der etwas subtileren Tanzmusik.</p>
<p>Die Festivalleitung zog eine erfreuliche Bilanz, drei Sonnentage standen dem verregneten Sonntag gegenüber und es herrschte wie jedes Jahr eine friedliche Stimmung auf dem Berner Hausberg. Einzig die gelegentlich vorkommenden Diebstähle auf dem Zeltplatz (dem Zeltnachbarn des Schreibenden, wurde das Zelt aufgeschnitten und die Kamera gestohlen) vermögen einigen wenigen, die es immer noch nicht schaffen ihre Wertsachen auf sich zu tragen, die Freude ein wenig zu trüben. Doch dafür können die Organisatoren herzlich wenig. Schade nur, dass sich mittlerweile alle Festivals in zunehmendem Masse mit diesem Übel herumschlagen müssen. Ein neues Phänomen sind hingegen einige wenige mit Stirnlampe und Plastikhandschuhen ausgerüstete Konzertbesucher, die vor allem während der Nacht emsig den Müll einsammelten und zur Pfandstelle zurückbrachten. Aber nicht um sich so ein, zwei Gratisbiere zu holen. Im Gespräch mit einem dieser Sammler erfährt man folgendes: Sie kommen aus Polen ans Gurten, sammeln während Stunden vorzugsweise in der Nacht (betrunkene Konzertbesucher schmeissen viel eher ihren Becher weg) den Müll auf und verdienen so nach eigener Aussage 800 Franken pro Festivaltag. Man stelle sich das mal vor: Menschen, die einen Tausende Kilometer weiten Weg auf sich nehmen, um den Müll an einem Festival einzusammeln, für den es einen oder zwei Franken Pfand gibt. Ein Betrag, über den die meisten auf unserer Wohlstandsinsel nur lachen können, weshalb ab einem gewissen Alkoholpegel die Becher/Teller halt auf dem Boden und nicht bei der Pfandstelle landen.</p>
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		<title>Festi’neuch formidable!</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 09:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico Steinemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/07/festi%e2%80%99neuch-formidable/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/Dj-Shadow-1.JPG class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>38'000 Besucher sorgten an der elften Ausgabe des festi’neuch für einen neuen Besucherrekord. Trotz der stetig steigenden Popularität hat das Festival aber seinen relaxten und familiären Charme behalten. Irgendwie scheint am Neuenburgersee alles ein klein wenig gemütlicher als anderswo im hektischen Festivalzirkus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Festi’neuch formidable!</h1>
<div id="attachment_8763" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8763" title="Dj Shadow 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/Dj-Shadow-1.JPG" alt="Dj Shadow in seiner Kugel und Kommandozentrale, der &quot;Shadowsphere&quot;. Alle Bilder: Luka Beluhan" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Dj Shadow in seiner Kugel und Kommandozentrale, der &quot;Shadowsphere&quot;. Alle Bilder: Luka Beluhan</p></div>
<h2>festi&#8217;neuch, Neuenburg, 2.-5. Juni 2011</h2>
<p><strong>38&#8242;000 Besucher sorgten an der elften Ausgabe des festi’neuch für einen neuen Besucherrekord. Trotz der stetig steigenden Popularität hat das Festival aber seinen relaxten und familiären Charme behalten. Irgendwie scheint am Neuenburgersee alles ein klein wenig gemütlicher als anderswo im hektischen Festivalzirkus.</strong></p>
<p>Das absolute Highlight hatte sich das Festineuch für den letzten Act des Freitag aufgespart. DJ Shadow bot der begeisterten Menge vor der kleinen Bühne «Lacustre», ein audiovisuelles Spektakel wie man es nur selten zu sehen bekommt. In seiner Kugel, der «Shadowsphere», bedient der Beatvirtuose seine vier Plattenspieler, Sampler und Effektgeräte. Gleichzeitig flimmern auf einer grossen Leinwand und auch auf der Aussenhülle der Shawdosphere in atemberaubendem Tempo die Visuals, perfekt abgestimmt auf die Beat-Eskapaden des Piloten im Cockpit. Ein Wahnsinnsritt bietet sich dabei den Zuschauern, von soulig warmen Intros bis zu treibendem DrumNBass ist da alles drin. Immer überraschend, immer packend und mit einer Präzision die jede Menge staunende Gesichter zurückliess.</p>
<p>Die Shaolin Temple Defenders, die sich ganz dem Soul&amp;Funk der 70er Jahre verschrieben haben, lancierten wenige Stunden zuvor mit ihrem Set einen Abend, der sich bis zur Klimax bei DJ Shadow kontinuierlich zu steigern schien. Die französischen Indie-Rocker The Do liessen im «Chapiteau» ihre Gitarren krachen und steigerten sich teils in wild ausufernde Klanggebilde, umrahmt von einer wunderbaren Lichtshow, die in ihrer Sanftheit das Wilde der Musik kontrastierte. Es war nun erstmals so richtig voll im Hauptzelt und bald darauf platzte dieses aus allen Nähten.</p>
<div id="attachment_8764" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8764" title="The Do" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/The-Do.JPG" alt="Lichtspiele im Chapiteau mit The Do" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Lichtspiele im Chapiteau mit The Do</p></div>
<p><strong>Für eine Handvoll Dollar</strong></p>
<p>Skeptisch war der Schreibende, als er erstmals vernahm, dass sich der Wu-Tang Clan als Headliner für den Freitagabend anmeldete. Lust- und lieblos sind die Auftritte der ehemaligen Helden aus dem HipHop-Underground geworden. Ihr Debütalbum «36 Chambers» hat ihnen zu grossem Kultstatus verholfen, von dem sie  heute immer noch zehren. Bald zwanzig Jahre ist dies nun her und keines der nachfolgenden Alben erreichte auch nur annähernd die rohe Wucht des Erstlings. Dafür gabs Wu-Wear, interne Streitereien, Todesfälle (ODB), Filmauftritte, Soloalben und Liveauftritte von mal bedenklicher (OpenAir Frauenfeld), mal legendärer (La Coupole, Biel) Qualität. Was kommt, weiss man nie, ähnlich wie bei Federer-Djokovic einige Minuten zuvor, entscheidet auch beim Clan die Tagesform über den Ausgang des Auftritts. Und heute stimmte die Form. Mit Method Man als Frontmann und unermüdlichen Antreiber brachte der Wu-Tang Clan das Ufer des Neuenburgersees zum Beben. Altbekannte «Call and Response Spiele», krachende Beats, einmal mehr so laut, dass sie die ausgefuchsten Details von RZAs Produktionen verschluckten und eine Menge, die sich ob soviel HipHop Nostalgie begeistert zeigte. «HipHop is not dead yet», war man fast versucht zu sagen.</p>
<div id="attachment_8765" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8765" title="Clan" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/Clan.JPG" alt="Solide Show, grotesker Abgang. Method Man &amp; Co." width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Solide Show, grotesker Abgang. Method Man &amp; Co.</p></div>
<p>Doch dann zeigte sich am Ende des Gigs, wie sehr sich die Musikindustrie in der Krise befindet und wie ungeniert auch Szenegrössen jedem verdammten Dollar nachrennen. Man glaubte seinen Augen kaum, aber es waren tatsächlich die Mitglieder des Wu-Tang Clans, die nach ihrem Auftritt lauthals T-Shirts und weiteres Wu-Merchandise an den Mann zu bringen versuchten. «Cash rules everything around me», nicht wahr Jungs? Ein fast schon grotesker Abgang, von einer HipHop Formation, die kurz vorher noch zeigte, dass sie an einem guten Abend noch immer jede Crowd rocken kann.</p>
<p><strong>Schwärmende Teenies und Volksmusik aus Kadebostany</strong></p>
<p>Am ausverkauften Samstag waren es die französischen Indie-Rocker von BB Brunes, welche als erste für einen erhöhten Dezibelpegel sorgten. Angekündigt als «jung, schön und talentiert» waren vor allem die Teenie-Mädchen aus den ersten Reihen restlos begeistert, ob den gutaussehenden Jünglingen. Bahnbrechend innovativ war deren poppiger Indie-Rock jedoch nicht, sondern klang eher wie ein lauwarmer Aufguss von allem was man bisher aus der Indie-Ecke schon besser gehört hat. Während sich die letzten Strahlen der Abendsonne auf das Festivalgelände legten, machte sich vor der kleinen Bühne ein Orchester aus dem Fantasy-Land Kadebostany bereit. Dirigent Kadebostan, zuhause in der elektronischen Musik und weltweit unterwegs als DJ, fusioniert die beiden so unterschiedlich scheinenden Welten von osteuropäischer Volksmusik mit elektronischer Clubmusik. Etwas ausgeklügelter und weniger poppig als beispielsweise Shantel, wurde der ungewöhnliche aber mitreissende Sound des speziellen Orchesters schnell zum Publikumsrenner. The National Fanfare of Kadebostany reisen mittlerweile von Land zu Land und werden wohl in Zukunft weiter von sich reden machen.</p>
<div id="attachment_8766" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8766" title="National Fanfare" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/National-Fanfare.JPG" alt="Kadebostan: Herrscher über die Republik Kadebostany" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Kadebostan: Herrscher über die Republik Kadebostany</p></div>
<p>Der Name mit der grössten Strahlkraft des Festivals war zweifellos Electropop-Grösse Moby. Durch den einsetzenden Regen war das «Chapiteau» bald übervoll besetzt und schon im ersten Song tigerte Moby wild auf der Bühne herum. Mal mit Gitarre, dann wieder an Percussion, musizierte er sich mit seiner Band und der Gastsängerin durch sein erstaunliches grosses Hit-Repertoire. Seine Vielseitigkeit stand ihm dabei ab und zu im Weg. Es ging munter hin und her zwischen seichtem, belanglosem Electropop und härteren Stücken, die auch anwesende Techno-Jünger zufriedenstellten. Immer wieder mal unterbrochen durch frühere Überhits wie «Porcelain» oder «Why does my heart feel so bad». So gab es für jeden Etwas, doch war sein Auftritt im Grossen und Ganzen etwas halbherzig.</p>
<div id="attachment_8767" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8767" title="Moby" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/Moby.JPG" alt="Grosser Name, ausverkaufter Samstag, wenig überragende Show: Moby" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Grosser Name, ausverkaufter Samstag, wenig überragende Show: Moby</p></div>
<p><strong>Case à Chocs mit durchschlagendem Erfolg</strong></p>
<p>Ein neues Element im festi’neuch-Universum waren die «Afternatives» in Zusammenarbeit mit dem Club Case à Chocs. Wenn der offizielle Festivalbetrieb am See zu Ende geht, dann gibt es für alle Tanzwütigen neu die Möglichkeit bis 6 Uhr morgens weiter zu feiern. Was auch im grossen Stile genutzt wurde. Mit je 1000 Besuchern am Freitag und am Samstag wurde die Kapazitätsgrenze erreicht. Dabei liess auch hier das Line-Up keine Wünsche offen. Mit Erol Alkan gab sich am Freitag ein DJ die Ehre, der unter den Electro-Heads längst kein Geheimtipp mehr ist. Unterstützt durch Visuals auf den rechteckigen Leinwänden hinter ihm, zerrte das Set des jungen Mannes noch den unbeweglichsten Hintern auf die Tanzfläche.</p>
<div id="attachment_8768" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8768" title="Erol Alkan" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/06/Erol-Alkan.JPG" alt="Visuals im Rücken, Crowd vor der Nase: Erol Alkan im pulsierenden Case à Chocs" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Visuals im Rücken, Crowd vor der Nase: Erol Alkan im pulsierenden Case à Chocs</p></div>
<p>Das festi’neuch hat sich zu einem Festival mit bedeutender Strahlkraft vergrössert, sich aber alle positiven Seiten bewahrt. Die Stimmung ist äusserst friedlich, das Line-Up jedes Jahr vielseitig und überraschend und was die Location betrifft, kann man dem festi’neuch sowieso unmöglich das Wasser reichen. Da freut man sich doch schon aufs nächste Jahr!</p>
<p>Im Netz: <a href="http://www.nahaufnahmen.ch/2011/06/07/%C2%ABwas-die-musik-betrifft-bin-ich-ein-diktator%C2%BB/">Interview Kadebostan</a></p>
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		<title>Von Pink Floyd Covers und Soul-Entdeckungen bis Fahrstuhljazz</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/05/26/von-pink-floyd-covers-und-soul-entdeckungen-bis-fahrstuhljazz/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 22:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jaronas Scheurer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/05/26/von-pink-floyd-covers-und-soul-entdeckungen-bis-fahrstuhljazz/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/05/JoeMagnarelli_JazzfestivalBasel-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Trotz einer eher risikolosen Programmgestaltung hat das diesjährige Offbeat Jazzfestival Basel überzeugt. Neben sicheren Werten wie Dianne Reeves, George Gruntz und Bobby McFerrin gab es einige positive Überraschungen und Perlen zu entdecken: Die Filmmusik von Renaud Garcia Fons war bezaubernd, das amerikanisch-italienische Trio von Dado Moroni, Joe Locke und Rosario Giuliani überraschte mit hochklassigem, inspiriertem Power-Jazz, mit Raul Midón trat eine Stimme mit Gitarre, von der man sicher noch einiges hören wird, ein erstes Mal in Basel auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong style="font-size: 24px;">Offbeat Jazzfestival Basel, 30. April bis 13. Mai 2011</strong></p>
<p><strong style="font-size: 24px;"> </strong></p>
<div id="attachment_8680" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><strong style="font-size: 24px;"><strong><img class="size-full wp-image-8680" title="JoeMagnarelli_JazzfestivalBasel" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/05/JoeMagnarelli_JazzfestivalBasel.jpg" alt="Bild: Bernhard Ley; http://www.jazzfestivalbasel.ch/?page_id=283" width="550" height="367" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Bild: Bernhard Ley; http://www.jazzfestivalbasel.ch/?page_id=283</p></div>
<p><strong style="font-size: 24px;"> </strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Von Pink Floyd Covers und Soul-Entdeckungen bis Fahrstuhljazz</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Trotz einer eher risikolosen Programmgestaltung hat das diesjährige Offbeat Jazzfestival Basel überzeugt. Neben sicheren Werten wie Dianne Reeves, George Gruntz und Bobby McFerrin gab es einige positive Überraschungen und Perlen zu entdecken: Die Filmmusik von Renaud Garcia Fons war bezaubernd, das amerikanisch-italienische Trio von Dado Moroni, Joe Locke und Rosario Giuliani überraschte mit hochklassigem, inspiriertem Power-Jazz, mit Raul Midón trat eine Stimme mit Gitarre, von der man sicher noch einiges hören wird, ein erstes Mal in Basel auf.</strong></p>
<p><strong>Auch neben dem offiziellen, zu bezahlenden Konzertprogramm war einiges Hörenswertes zu entdecken. Natürlich spreche ich hiermit die Konzertreihe der Jazzschule Basel in der Bar du Nord und der grosse Jazznachmittag am 7. Mai auf dem Barfüsserplatz an.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Jedes Festival braucht einige Headliner, die die Massen anziehen. So auch das Jazzfestival Basel. Mit der grossen Jazzstimme Dianne Reeves, dem Crossover-Geiger Nigel Kennedy, dem Basler Urgestein George Gruntz, dem deutschen Sänger- und Trompeten-Star Till Brönner, dem Stimmakrobat Bobby McFerrin und dem grossartigen Bassisten Dave Holland, der mit seinem neuen Allstar-Quartett nach Basel kommen sollte, waren dies Publikummagnete gegeben. Von so grossen Namen wird nichts überraschendes erwartet und so war es auch.</p>
<p><strong>Am 30. April spielte George Gruntz</strong> mit seiner mit bekannten Namen gespickten Concert Jazz Band zu einem unterhaltsamen Eröffnungsabend auf. Moderner, perfekt ausgearbeiteter Bigband-Jazz, packende Solis und ein charmanter Moderator, der das Konzert mit einigen interessanten Anekdoten aus seinem langen, erfüllten Musikerleben spickte. Obwohl das Drum vor allem das Saxofonregister ein wenig überdeckte und mehr leise, impressionistische Töne der Musik gut getan hätten, dominierten die positiven Eindrücke: Einige umwerfende Solis, vor allem der Akkordeonist Luciano Biondini und seine Eigenkomposition „Choro Loco“, der Posaunist Dave Bargeron, der Trompeter Joe Magnarelli und der Saxofonist Sal Giorgianni stachen heraus.</p>
<div id="attachment_8681" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-8681" title="GeorgeGruntz_ConcertJazzBanz_JazzfestivalBasel" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/05/GeorgeGruntz_ConcertJazzBanz_JazzfestivalBasel.jpg" alt="Bild: Röné Bringold; http://www.jazzfestivalbasel.ch/?page_id=283" width="500" height="338" /><p class="wp-caption-text">Bild: Röné Bringold; http://www.jazzfestivalbasel.ch/?page_id=283</p></div>
<p>Auch <strong>Nigel Kennedy am nächsten Abend (dem 1. Mai)</strong> erfüllte die Erwartungen: Virtuoses Geigenspiel nahe am Rock, viel Scherze, viel Effekte und Showelemente, doch alles in allem musikalisch nicht sehr interessant und fortschrittlich.</p>
<p><strong>Am Freitag, 6. Mai, sollte dann Dave Holland</strong> mit seinem neuen Quartett auftreten. Leider konnte Holland selber nicht kommen, da seine Frau im Spital lag. Mit Larry Grenadier wurde jedoch ein würdiger Ersatz gefunden. Trotzdem hörte man ein wenig, dass Grenadier eher kurzfristig eingesprungen war. Das Interplay war stellenweise nicht so intuitiv, wie man es von so hochklassigen Musikern (Jason Moran am Klavier, am Fender Rhodes und am Syntheziser; Chris Potter als Saxofonist und Eric Harland an den Drums) erwartet hätte. Bei der Vorband, dem neuen <strong>„Drumfree“-Trio von Wolfgang Muthspie</strong>l, war das Interplay zwar unglaublich sicher, dafür war häufig die Musik ein wenig zu kopflastig. Doch vor allem der Saxofonist Mark Turner bestach durch seinen wohltönenden und überlegt-gefühlvollem Spiel.</p>
<p>Auch <strong>Till Brönner am 12. Mai</strong> und <strong>Bobby McFerrin am 13. Mai</strong> boten Altbekanntes. Till Brönner spielte und sang mit seinem Quintett auf technisch perfektem Niveau unterkühlten Fahrstuhljazz und versuchte dem grossartigen Chet Baker nachzueifern, was ihm nicht wirklich gelang.</p>
<p>Bobby McFerrin wiederum beeindruckte mit einer zweistündigen Sologesang-Performance. Seine unglaubliche wandelbare und flexible Stimme und sein sekundenschnelles Umschalten zwischen Melodie, Bass und Begleitung ist und bleibt unerreicht. Wunderschön, als er den ganzen Saal dazu brachte das Ave Maria von Bach zu singen, während er die Begleitung so gestaltete, dass es nie zu rhythmischen und melodischen Unsicherheiten kam. Doch trotz aller Musikalität und Inspiration fiel die Frage, ob ihm ein kongenialer Konterpart nicht zu neuen Ufern bringen würde.</p>
<p>Doch der Höhepunkt dieses Starreigens stellte der <strong>Dianne Reeves Abend am 9. Mai</strong> dar. Diese Frau hat einfach eine Stimme und eine Ausstrahlung, die einen vom ersten Augenblick in den Bann zieht. Kongenial begleitet von den Gitarristen Romero Lubambo und Russel Malone. Nur der Syntheziser, den Lubambo an seine Gitarre hängte, machte einiges an Stimmung kaputt und wäre nicht nötig gewesen.</p>
<p>Und ihr Voract war eine überraschende Entdeckung: Der blinde Sänger und Gitarrist <strong>Raul Midón</strong> hat eine Stimme und Songs, die an Stevie Wonder erinnert, ohne dass man das Gefühl einer Imitation bekam, und eine Gitarrentechnik, die den Bass und das Schlagzeug ersetzte. Soulig, warm, immer sehr direkt und authentisch. Sicherlich eine der wenigen überraschenden Entdeckungen am diesjährigen Jazzfestival.</p>
<p>Eine weitere Überraschungsperle war das Trio von <strong>Dado Moroni, Joe Locke und Rosario Giuliani am 7. Mai</strong>. So viel Spielfreude, musikalische Virtuosität, Power und humorvolles Interplay habe ich schon lange nicht mehr gesehen und gehört. Giuliani ist ein unglaublich kraftvoller Saxofonist, der in der Tradition des Hardbops verankert ist, während Moroni ein eher modernes Pianospiel pflegt und über eine breitgefächerte stilistische Ausdruckspalette verfügt. Joe Locke hingegen merkte man seine amerikanische Herkunft an. Sein zupackendes, virtuoses Vibraphonspiel trieb ihn selbst, Moroni und Giuliani zu immer neuen Höhenflüge an.</p>
<p>Zu einem weiteren Höhepunkt gehört <strong>der 8. Mai</strong>. Der Bassist <strong>Renaud Garcia Fons</strong> komponierte für sein Sextett die Filmmusik zu den „Abenteuer des Prinz Ahmeds“. Eine Verfilmung eins 1001 Nach-Märchens, die die deutsche Künstlerin Lotte Reiniger in den Zwanziger-Jahren mit Scherenschnitt-Technik gemacht hatte. Eine poetischer Trickfilm, der von Renaud Garcia Fons und seinem Sextett perfekt untermalt wurde: Nie drängte sich die Musik in den Vordergrund, obwohl auch die Musik alleine durchaus hörenswert war. Schön wie modernere Stilmittel der Filmmusik mit dem orientalischen Charakter der Geschichte und der spanisch-nordafrikanisch angehauchten musikalischen Sprache von Garcia Fons verknüpft wurde.</p>
<div id="attachment_8682" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-8682" title="LarryGrenadier_JazzfestivalBasel" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/05/LarryGrenadier_JazzfestivalBasel.jpg" alt="Bild: Bernhard Ley; http://www.jazzfestivalbasel.ch/?page_id=283" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Bild: Bernhard Ley; http://www.jazzfestivalbasel.ch/?page_id=283</p></div>
<p>Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt beim Offbeat 2011 lag auf der Musik des Labels ECM. Drei Abende wurden dem deutschen Kultlabel gewidmet. Der Anfang machte <strong>am 2. Mai das Schweizer Klaviertrio um den Pianisten Colin Vallon und das italienische Duo von Gianni Coscia und Gianluigi Trovesi.</strong> Das Vallon Trio beeindruckte mit fein gesponnenem, gebildetem Modern Jazz. Man hörte deutlich, wieso ECM die neue CD von den drei Schweizer veröffentlichen wollte. Ruhiger, introvertierter Jazz, der die Grenzen zum Free Jazz und zum Pop nicht scheute.</p>
<p>Doch weitaus beeindruckender waren die zwei italienischen Urgesteine Coscia und Trovesi. Da war nichts von Altersmilde zu hören. Frech und humorvoll liessen sie Ideenfeuerwerke aufblitzen, spielten italienische Volkslieder, Kurt Weill-Songs, Barockmusik, Gipsy-Jazz, Kinderlieder, etc. an. Nie verweilten sie lange bei einer Idee, immer wieder kam ihnen einen genialen Einfall dazwischen, dem sie fröhlich nachjagten.</p>
<p><strong>Ein Tag später (der 3. Mai) trat François Couturier mit seinem Tarkowski-Quartett auf</strong>. Das Konzept dieser Band ist, die Stimmung und die Bilder der Filme von Andrei Tarkowski musikalisch wiederzugeben. Tarkowski ist berühmt für seine schweren, ruhig atmenden Filme bekannt. Und dementsprechend war auch die Musik: Häufig wunderschön und berührend, manchmal ein bisschen zu atmosphärisch und ab und zu sehr, sehr langatmig.</p>
<p>Der letzte ECM-Abend <strong>am 4. Mai</strong> war dann dem Piano-Trio gewidmet. Zuerst stellte das <strong>Norma Winston Trio </strong>ihre neue ECM-CD „Stories Yet To Tell“ vor. Ausgeklügelte Songs, die jedoch ein wenig unter einem elitären Kunstanspruch litten. Mehr Inbrunst und Spontaneität und weniger Zurückhaltung und englische Melancholie hätten dem Konzert gut getan.</p>
<p>Als zweite Band bespielte dann das fast schon legendäre <strong>Bobo Stenson Trio</strong> den Gare du Nord. Hier stellte sich die Frage, ob Bobo Stenson Trio der richtige Name dafür war; denn der Bassist Anders Jormin und der 32 Jahre junge Schlagzeuger Jon Fält haben glücklicherweise genauso Platz eingeräumt bekommen wie der Bandleader. Es wurde zeitgenössischer Jazz auf höchstem Niveau geboten. Vor allem Jon Fält hat die Sache sehr interessant gemacht; er spielte aufmüpfig wie ein kleines Kind und provozierte die zwei gestandenen Jazzherren. Das liessen sie natürlich nicht auf sich sitzen und gaben richtig Gas. Stark, wie sich diese drei Musiker gegenseitig aus dem sicheren Gefilde lockten und sich zu neuen Ufern aufmachten. Und man sah den drei die Freude an diesen improvisatorischen Entdeckungsreisen an.</p>
<div id="attachment_8683" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-8683" title="BobbyMcFerrin_JazzfestivalBasel" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/05/BobbyMcFerrin_JazzfestivalBasel.jpg" alt="Bild: Bernhard Ley; http://www.jazzfestivalbasel.ch/?page_id=283" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Bild: Bernhard Ley; http://www.jazzfestivalbasel.ch/?page_id=283</p></div>
<p>Wie allgemein bekannt, ist das Jazzfestival Basel ja nicht mehr nur auf Jazz spezialisiert. Bobby McFerrin ist eher Stimmkünstler als Jazzmusiker, Raul Midón würde ich eher Singer/Songwriter nennen und Nigel Kennedy pendelt eher zwischen Rock und Klassik. In diese Linie passte auch das <strong>Rita Marcotulli Nonett, dass am 11. Mai gespielt hat</strong>. Sie spielten Musik von Pink Floyd und schafften es tatsächlich den teilweise epischen, manchmal abstrakten, teilweise poppigen oder intimen Rocksound von Pink Floyd in einen modernen Jazzkontext zu übersetzen. Da wechselten sich frei improvisierte Teile mit Covers nahe an den Originalen ab und weit gespannte Soloparts wurden von dem Gesang von Raiz (tolle rauchig-tiefe Stimme) abgelöst. Auch die obligaten Ausflüge in die elektronische Musik und ins Sampling durften nicht fehlen.</p>
<p>Neben den zahlreichen Konzerten im Stadtcasino, im Theater Basel, im Gare du Nord, für die stolze Eintrittspreise verlangt wurden, gab es eine Reihe von Gratiskonzerten in der Bar du Nord. Dort spielten immer vor und nach den Gare du Nord-Konzerte nebenan eine Band der Jazzschule Basel. Eine interessante Gelegenheit der nächsten Jazzgeneration zuzuhören und zu erfahren, was an der Jazzschule Basel so passiert. Das Niveau war sehr hoch und einige Bands überraschten mit höchst  eigenständiger und eigenwilliger Musik. Mein persönliches Highlight stellte das Konzert von <strong>dem Trio Toni Crash am 4. Mai</strong> dar. Sie kamen mit ihrer ersten CD im Gepäck an und präsentierten Musik irgendwo zwischen Noise, Free Jazz und Rock. Die verfremdeten Gitarrenwände und verzettelten Melodien von Sebastian Scheipers, der pulsierender Kontrabass von Hagen Neye und das freie, explosive Schlagzeugspiel von Jan Schwinning bilden eine Mischung, die sich hören lässt. Auch FH:Yajoba, die später am Abend spielten, machten Spass. Viel einfacher zu hören als Toni Crash, spielten sie sich fröhlich durch Ska, Dub, Jazz und Rock. Eine Art „Partyjazz“ auf hohem musikalischem und technischem Niveau.</p>
<div id="attachment_8685" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-8685" title="NigelKennedySeptet_JazzfestivalBasel" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/05/NigelKennedySeptet_JazzfestivalBasel.jpg" alt="Bild: Röné Bringold; http://www.jazzfestivalbasel.ch/?page_id=283" width="500" height="338" /><p class="wp-caption-text">Bild: Röné Bringold; http://www.jazzfestivalbasel.ch/?page_id=283</p></div>
<p>Einen Tag vorher, <strong>am 5. Mai, war das Simon Spiess Trio</strong> noch zu Gast in der Bar du Nord. Auch diese Band um den namensgebenden Saxofonisten sind gerade mit einer neuen CD unterwegs. Ihr grooviger, moderner Jazz ist auch durchaus eine CD wert. Der Bassist Marco Nenninger und Daniel Mudrack bilden eine schlagfertige und eingespielte Rhythmsection. Mit diesen Zugpferden im Rücken konnte Simon Spiess seinem warmen, sonoren Tenorsaxofon-Klang und seiner unaufgeregten, doch zupackenden Spielweise freien Lauf lassen. Herrlich auch das Featuring mit seinem Lehrer Domenic Landolf. Man hörte, was Spiess alles von ihm gelernt hatte.</p>
<p>Zum Schluss will ich nur noch <strong>den „Jazz in the Streets“-Nachmittag am 7. Mai</strong> erwähnen. Den ganzen Nachmittag wurde gute Musik, das schönste denkbare Wetter und eine tolle Stimmung auf dem Barfüsserplatz geboten. Vor allem die Marching Funk Band „Funk Off“ aus Italien begeisterte das Publikum. Messerscharfer, kraftvoller Funk mit rasanten Choreographien und mitreissenden Solis. Jede Basler „Gugge“ sollte mal bei der italienischen Truppe in die Lehre gehen.</p>
<p>Für das nächste Jahr kann man nur hoffen, dass das Niveau gehalten wird. Toll zu sehen, dass in Basel so gute Musik ausserhalb der Klassik zu hören ist. Verbesserungswürdig wäre noch das Publikum. Es bestand überwiegend aus gut situierten, älteren Bürger und Bürgerinnen. Ein paar Gratiskonzerte mehr, Studentenrabatt und eine aufregendere, experimentellere Programmgestaltung würde auch diesen Punkt noch verbessern.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.jazzfestivalbasel.ch/">www.jazzfestivalbasel.ch</a></p>
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		<title>Stilvolles Steine rollen</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 20:05:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rico Steinemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/04/28/stillvolles-steine-rollen/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/Saadiq-2011-2.JPG class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Man hat Raphael Saadiq in Zürich über die letzten Jahre kennen und lieben gelernt. Sobald der Soulman zum Tanz bittet, füllt sich das Kaufleuten mit strahlenden Gesichtern.]]></description>
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<div id="attachment_8549" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8549" title="Saadiq 2011 2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/Saadiq-2011-2.JPG" alt="Alle Bilder: Rahel Hüberli" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Alle Bilder: Rahel Hüberli</p></div>
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<h2>Raphael Saadiq, Kaufleuten, 23.4.2011</h2>
<p><strong>Man hat Raphael Saadiq in Zürich über die letzten Jahre kennen und lieben gelernt. Sobald der Soulman zum Tanz bittet, füllt sich das Kaufleuten mit strahlenden Gesichtern.</strong></p>
<p>Vor zwei Jahren bot Saadiq im perfekt sitzenden Anzug eine veritable Motown-Revival Show. Nun tritt er mit weißem Hemd und schwarzen Schlaghosen auf die Bühne, und nicht nur die Mode, auch seine Musik hat sich gegenüber dem letzten Album verändert. „Mehr Gitarre, etwas lauter und bluesiger“ sei die neue Scheibe &#8220;Stone Rollin&#8221;, sagt Saadiq selbst. Und dies merkt man auch live. Der Sound ist nun rockiger und rauer R’n’B, durchaus mit einigen stillen Momenten, doch auch Balladen wie „Good man“ sind nicht mehr ganz so schnulzig süss wie auf der Motown-Hommage „The way I see it“.</p>
<p>Saadiqs Liebe zur Musik seiner Kindheit ist dennoch jederzeit offensichtlich. Die Band ist stilvoll gekleidet, die Backgroundsänger tanzen synchron und folgen dem unumstrittenen Soulzeremonienmeister. Seine eigene musikalische (Hit-)Vergangenheit wird auch dieses Mal nicht ausgelassen, der Mann ist immerhin schon seit 20 Jahren dick im Geschäft, und man freut sich ab älteren Hits wie „Get involved“ und „Dance with me“, welches die stimmgewaltige Backgroundsängerin zu Höchstleistungen antreibt.</p>
<div id="attachment_8548" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-8548" title="Saadiq 2011 1" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/04/Saadiq-2011-1.JPG" alt="Lachende Gesichter wo man hinschaut, besonders bei Raphael Saadiq" width="550" height="365" /><p class="wp-caption-text">Lachende Gesichter wo man hinschaut, besonders bei Raphael Saadiq</p></div>
<p><strong>&#8220;All smiles&#8221; am Ende<br />
 </strong></p>
<p>Der Spagat zwischen Nostalgie und Moderne gelingt auch dieses Mal spielerisch leicht, Saadiq hat sichtlich seinen Spaß und sein breites Lachen spiegelt sich in den Gesichtern des zufriedenen Publikums. Mit den beiden Soulhymnen „Over you“ und „Go to hell“ verabschiedet sich Saadiq auf die sanfte Art, wie heisst es doch so schön gegen Ende des Songs, „let love bring us together, let love bring us together…“</p>
<p>Im Netz:</p>
<p><a href="http://www.raphaelsaadiq.com/">Raphael Saadiq</a></p>
<p><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/2011/04/05/raphael-saadiq/">Raphael Saadiq Interview<br />
 </a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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