Zwischen den Stühlen

Es gibt Alben, die sind schwer einzuordnen. Ist es jetzt eher Punk oder eher Rock oder Indie oder eher Electronica? Und dann gibt es Alben wie Superdisque, die sind unmöglich einzuordnen. Ein Gitarrist (David Fenech), der irgendwo zwischen Punk, freiem Jazz und Avantgarde steht, ein Sänger (Ghédalia Tazartès), dessen Gesang zwischen Kinderlieder und freier Improvisation, zwischen arabischen Balladen und tibetanischem Mönchsgesangs, zwischen Avantgarde und Archaik hin- und herpendelt, und ein Trompeter (Jac Berrocal), der seine Trompete manchmal als herrlich-singende Engelstrompete, manchmal als röhrend-animalisches Organ, manchmal als reiner Geräuschproduzent benutzt.

Eine neue elektronische Hoffnung?

Klirrende Gitarren, eine durch das Hallgerät gejagte Stimme, einige Klicks und Schnipps, ein nostalgisches Rauschen und ein langsam tropfender Beat und fertig ist das Wunderkind. Schon als der damals 19-jährige Shlohmo 2010 seine erste EP Shlohmoshun Redux auf Friends of Friends veröffentlichte, erstaunte er, obwohl teilweise noch ein wenig überladen und unausgereift, mit seinem eigenwilligen Mix von Hiphop, Dub, Electonica, Chillwave, Lo-Fi und Shoegaze. Nun, ein Jahr später, veröffentlicht er seine „proper debut LP“, wie er auf seinem Blog schreibt, wieder auf Friends of Friends.

Die positiven Seiten der Globalisierung

Das portugiesische Party-Quartett Buraka Som Sistema bleibt bei ihrem Zweitling bei ihren Leisten – und das ist gut so. Die positiven Folgen der Globalisierung und der weltweiten kulturellen Durchmischung sind bei den pumpenden Clubhits von Buraka Som Sistema hör- und fühlbar: World Music 2.0.

„Ich bin wohl eher eine dunkle Träumerin, die vom Licht träumt“

Mit ihrem neusten Album „Soul“ ist Sophie Zelmani ihrem ganz eigenen Musikstil grösstenteils treu geblieben: Traumwandlerisch schöne, fragile, intime, von akustischen Gitarren dominierte Lieder mit poetischen und rätselhaften Texten. Als Farbtupfer fungieren diesmal ein Duett mit Daniel Lemma sowie ein paar vereinzelte Reggae-Einsprengsel. Im Mail-Interview mit Nahaufnahmen.ch erzählt die schüchterne Schwedin über magische Momente bei den Aufnahmen zum neuen Album, die alles verändernde Kraft der Liebe, Ratschläge an ihre Tochter und wieso sie bisher kein Live-Album veröffentlichen mochte.

„Ich denke nicht, dass man vor seinen Wurzeln wegrennen kann“

Mit ihrem vierten Album „The Night Visitor“ ist der schwedischen Songwriterin Anna Ternheim ein Werk von zeitloser Schönheit gelungen. Nahaufnahmen.ch sprach mit Anna über ihre Studienzeit in Lausanne, die Energie ihrer Wahlheimat New York, die Zusammenarbeit mit Will Oldham, Inspirationen für ihre Lieder und ihre Demut gegenüber der Natur.

Nächtlicher Zauber, morgendlicher Kater

Die letzten Beats der Streetparade hallten wohl noch in einigen Köpfen nach, da lud das Vision-Festival schon zum nächsten sommerlichen Tanz auf die sogenannte Sonnenterasse in Sigriswil, hoch über dem Thunersee. Ein Szenario aus dem Bilderbuch für „Berner Oberland-Tourismus“, 8500 Tanzwütige und elektronische Clubmusik während 24 Stunden: Vision 2011 im nahaufnahmen.ch Bericht!

“Ich habe 12 Jahre lang Musik gemacht, ohne dass irgendetwas passiert wäre.”

Soeben erst zurückgekehrt von einer fantastischen Nordamerika-Tournee, zaubert sich das traumhaft elektronische Musikerlebnis Trentemøller schon wieder durch Europas Bühnen. Vor dem Konzert am For Noise Festival konnte sich nahaufnahmen.ch mit einem gut gelaunten Anders Trentemøller auf ein Gespräch treffen über das Leben auf Tournee, die musikalische Heimat und entscheidende Momente.

Zwischen Konzertsaal und Technoclub

Das Brandt Brauer Frick Ensemble zeigt wie man mit einem klassischen Orchester Techno auf die Bühne zaubert. Ein eindrückliches Experiment, das jedoch ein klein wenig Wucht vermissen lässt.

„Neid und Eifersucht können einem das Leben vergällen“

Michael von der Heide ist mit seinem neuen, französischsprachigen Album „Lido“, welches Elektro-Pop und Dance sowie sehnsuchtsvolle Melodien und Texte miteinander verbindet, ein grosser Wurf gelungen. Im Interview spricht er unter anderem über tragische Frauenstimmen, pathetische Todesfantasien von Teenagern, grausame Zwillinge, Gänsehaut-Momente im Studio und die Melancholie von französischen 80er-Jahre-Pop-Songs.

Lange gesucht, endlich gefunden: For Noise

15 Jahre lang konnte sich das For Noise Festival unter den Bäumen Pully’s verstecken. Dieses Jahr schien man aber genug zu haben von der Schildkröten-Taktik und probte den Aufstand!

Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen!

Zum Abschluss des Sommers 2011 gibt sich hoch über dem Thunersee nochmals das Who’s Who der elektronischen Musikszene ein Stelldichein. Sogar die Sonne scheint aufs Vision-Weekend garantiert.

Eine Oase am Zürichsee

Eine wahrlich fantastische Dekoration, vier unterschiedliche Stages, eine Überraschung auf dem Dach und ein Sonnenaufgang, der keine Wünsche übrig liess: Die Lethargy 2011 im nahaufnahmen.ch Rückblick.

Welcome to the Warehouse!

Grosses Kino im Komplex. Mit ihrer Red Light Show setzen Groove Armada neue Masstäbe in der Kategorie “audiovisuelles Rundumentertainment”.

Lasset uns mutig sein!

Als grösstes der kleinen Schweizer Festivals hat sich das For Noise Festival in Pully zum 15ten Geburtstag ein ganz spezielles Line-up geschenkt, welches nicht nur die exquisitesten Deutschschweizer Connaisseure an den grünen Stadtrand von Lausanne locken wird.

Das Spitzen Openair in Liesberg BL wartet am 19. und 20. August mit spektakulärem Line-Up, frischer Bergluft und Bio-Verpflegung auf.

Auf einem Bio-Bauernhof in den wunderschönen Jurabergen, da lebt ein Hahn. Er pflegt ein an sich gemütliches Leben in der Natur – ausser einmal jährlich. Im August, da kräht er sich die Kehle aus dem Leib und verwandelt eine Wiese unweit von seinem Hof Spitzenbühl in ein buntes, lebhaftes Spektakel: das Spitzen Openair lockt Festivalgänger von Nah und Fern mit naturnahem, stimmungsvollen Ambiente und eindrucksvollen Schweizer Bands.

Techno unplugged mit Brandt Brauer Frick!

„Wir probieren mal, was passiert, wenn wir Techno, moderne Klassik und Jazz mischen.“ Das Resultat dieser Idee ist das aussergewöhnliche Debütalbum „You make me real“. Der wahre Zauber von Brandt Brauer Frick entfaltet sich jedoch bei den einzigartigen Live-Shows, wenn das Trio zu einem zehnköpfigen Ensemble anwächst und den Spagat zwischen Clubmusik und abendländischer Musiktradition auf der Bühne wagt.

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