Von Sabrina Glanzmann · August 2010

Something is happening here…
Mass & Fieber “Geld und Gott. Superhelden-Komödie nach Dante” | Theater Spektakel Zürich, Landiwiese
Mass & Fiebers Aufführungen von “Geld und Gott” am Zürcher Theaterspektakel waren im Nu ausverkauft. Alle wollten sehen, wie der Madoffschen Finanz- und Kapitalismuswelt der Spiegel vorgehalten wird. Dieser Spiegel ist bunt, ideenreich, fantasievoll – und lebt trotz der [...]
Von Lisa Letnansky · August 2010

Landiwiese, Zürich, 21. August 2010 – Mit ihrem „Frustrierenden Bilderbuch für Erwachsene“ bringt die Theatergruppe Niwagekidan Penino am diesjährigen Theaterspektakel ein verstörendes Albtraumspiel auf die Bühne, das den Zuschauer so schnell nicht mehr loslässt.
Von Lisa Letnansky · August 2010

Landiwiese, Zürich, 20. August 2010 – Das alltägliche Leben in einer hochmodernen, schnellebigen und hektischen Welt und die schwierige Aufgabe, darin die Liebe zu finden – das ist das Thema unzähliger Filme, Romane und Theaterstücke. Auch das japanische Theaterkollektiv Faifai hat sich dieser Materie angenommen, bringt aber leider nur eine oberflächliche und etwas lächerlich anmutende Darstellung zustande.
Von Jolanda Heller · August 2010

Landiwiese Zürich, August 2010 – Das diesjährige Theaterspektakel hat den Schwerpunkt Ost- und Südostasien. Doch was wir mit der östlichen Lebensweise vielleicht noch naiv mit der beneidenswert meditativen Lebensweise in Verbindung bringen, hat sich längst auf den Weg in eine hektische und laute Lebenswelt entwickelt. Megacities sind oft nicht einfach moderne Metropolen, wie wir sie kennen – sie sind so schnell gewachsen, dass der scheinbare Profit für viele ein enormer Verlust geworden ist.
Von Rahel Klauser · Juni 2010

Seltsame Wesen nähern sich mit ihrem Raumschiff der Erde und bitten um Landeerlaubnis. Doch so einfach ist das nicht, denn sie werden zuerst einmal verhaftet. Antje Thomas und die Gruppe Trainingslager inszenieren das Thema Heimat humorvoll und spielen mit dem Genre des Science-Fictions.
Von Mona de Weerdt · Juni 2010

Luzern, 28. Mai 2010 – Mitglieder des Schauspielensemble des Luzerner Theater erarbeiteten mit fünfzehn Jugendlichen die Inszenierung “Don’t bury! – Ein Antigone-Projekt nach Sophokles”. Vor dem Hintergrund des Antigone-Mythos sollen Fragen zur Gesellschaft, zu Gesetz und Moral aufgeworfen werden. Die 90-minütige Theaterins

Bern, 12. Mai 2010 – Die Gruppe “schützwolff” aus Basel und Biel setzt sich mit “Memory Lost – Eine Explosionszeichnung” mit den Erinnerungen an (eine) Beziehung auseinander, verzichtet dabei mehrheitlich auf Worte und lässt viel performative Symbolik sprechen. Das Gezeigte hinterlässt etwas ratlose Zuschauer, die aber immerhin in den Genuss von grosser musikalischer Begleitung kommen.
Bern, 14. Mai 2010 – Der deutsche Theaterwissenschaftler Frank Abt inszeniert mit “Glaube Liebe Hoffnung – Geschichten von hier” einen dokumentarische Suche nach persönlichen Antworten auf die grossen Fragen im Leben – zusammen mit den herausragenden Schauspielerduo ist ihm ein berührend feiner und sehr persönlicher Theaterabend gelungen.
Von Rahel Klauser · Mai 2010

Zürich, 11. Mai 2010 – Kafkas Texte sind keine einfache Kost, sein Wesen komplex. Ein Schlüsselwerk, das einen Zugang zu seiner Selbstwahrnehmung vermittelt, ist “Brief an den Vater“, geschrieben in nur drei Tagen. Barbara Webers Inszenierung bringt Kafkas kompliziertes Selbst und sein Schreiben dem Zuschauer ein Stück näher.
Von Noemi Delfgou · Mai 2010

Mrs. Margaret everywhere
“Monger“ von Barak Marshall | Steps#12 | Stadttheater Bern, Vidmar 1 | 6. Mai 2010
Der israelische Choreograph Barak Marshall präsentierte im Rahmen des Tanzfestivals STEPS einen unterhaltsamen Tanzabend. Monger (mungh- er ausgesprochen) bedeutet “sich selber verkaufen“, an diesem Punkt beginnt Marshall sein Stück und entwickelt daraus eine Geschichte der Dienstangestellten, die sich aus [...]
Von Noemi Delfgou · Mai 2010

Bern, 1. Mai 2010 – STEPS präsentierte in der ausverkauften Dampfzentrale Bern drei berühmte Kurzstücke der Limòn Dance Company. Die Tanzcompany wurde vom berühmten mexikanischen Tänzer und Choreograph José Limòn 1947 gegründet. Der tanzhistorische Hintergrund der Limòn Dance Company erschliesst sich aus vier Tanzgenerationen des amerikanischen Modern Dance.
Von Mona de Weerdt · Mai 2010

Luzern, 30. April 2010 – Im Rahmen des zwölften Steps-Festival zeigt die niederländische Tanzkompanie Introdans im Luzerner Theater sieben sehr unterschiedliche Choreographien. Die Kurzstücke bestechen durch Dynamik, Akrobatik, Humor und Fantasie und die Tänzer durch grosses technisches Können. Ein Tanzabend, der insbesondere ein junges Publikum anzog und zu begeistern vermochte.
Von Jolanda Heller · April 2010

Zürich, 14. April 2010 – Wäre es heute nicht beinahe ein Schimpfwort: “Bildungstheater“, so müsste man diese Inszenierung so nennen. Und doch es ist viel mehr. Das Leben und Werk des berühmten Schweizer Malers Ferdinand Hodler in Zahlen und Fakten, eingerahmt in bildende und darstellende Kunst sowie Musik in gelungener Form, präsentiert uns der Komponist Ruedi Häusermann dieses Kleinod.
Von Mona de Weerdt · April 2010

Luzern, 8. April 2010 – Das Luzerner Theater zeigt mit Fjodor Dostojewskis “Schuld und Sühne” einen der bekanntesten russischen Romane in einer kräftezehrenden Inszenierung. Es geht um die verrohte Gesellschaft, Moral, Verbrechen, Schuld, Erkenntnis, Bekenntnis, Geständnis und Strafe. Und um die Liebe.
Von Noemi Delfgou · April 2010

Bern, 27. März 2010 – Heiner Müllers sprachgewaltiger Dialog “Quartett“ entpuppt sich zwischen projizierter barocker Glamourwelt und den zwei polarisierenden Schauspielern Heidi Maria Glössner und dem jungen Andri Schenardi als energetisierende multimediale Show. Die Protagonisten kontern die sprachlichen Ausgeburten lustvoll und schlagfertig, wobei sie vom jazzigen Klangteppich der Musiker Mike Svoboda (Posaune), Philip Zoubek (Präpariertes Klavier) und Philipp Ludwig Stangl (Live Electronic, Video) anregend unterstützt werden.
Von Jolanda Heller · Februar 2010

Zürich, 9. Februar 2010 – Mit dem Film “Weekend“ hatte Godard das Ende des Kinos im Blick. Jedes Tabu wurde darin gebrochen und allen voran wohl das der Menschlichkeit. Dies auf Seiten der Figuren. Die berühmte Stauszene wiederum hat schon beinahe Marthalersche Ausmasse (oder umgekehrt?) und ist damit grenzenlos theatralisch. Diese Vermischung treffen wir auch an diesem Theaterabend an.
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