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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; forschung</title>
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		<title>Vom (Über-)Leben im Abgrund</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 21:56:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Steffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reloaded]]></category>
		<category><![CDATA[biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[meer]]></category>
		<category><![CDATA[tiefsee]]></category>
		<category><![CDATA[umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/02/02/tiefsee/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/tiefsee-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Die Erforschung der Tiefsee gleicht einem nächtlichen Erkundungsgang im Wald mit einer Taschenlampe. Nur Weniges wird vom suchenden Lichtstrahl erfasst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #808080;"> 2010 ist das Uno-Jahr der Biodiversität Aus diesem Anlass publizieren wir einen Artikel aus dem Archiv, der das Leben in der Tiefsee zum Thema hat.</span></p>
<p><span style="color: #808080;"><br />
 </span></p>
<h1>Unbekannte Tiefsee</h1>
<h2>Vom (Über-) Leben im Abgrund</h2>
<p><br class="spacer_" /></p>
<div id="attachment_2082" class="wp-caption aligncenter" style="width: 315px"><img class="size-full wp-image-2082" title="tiefsee" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/tiefsee.jpg" alt="In leuchtenden Farben schweben Quallen durch die Tiefsee Foto: Doe100 - pixelio.de" width="305" height="278" /><p class="wp-caption-text">In leuchtenden Farben schweben Quallen durch die Tiefsee Foto: Doe100 - pixelio.de</p></div>
<p><strong>Die Erforschung der Tiefsee gleicht einem nächtlichen Erkundungsgang im Wald mit einer Taschenlampe. Nur Weniges wird vom suchenden Lichtstrahl erfasst.</strong></p>
<p>Von Markus Steffen.</p>
<p>Als die Kugel tiefer und tiefer sank und das Blau des Wassers immer intensiver wurde, blickten sich William Beebe und Otis Barton vermutlich nicht ganz ohne Unbehagen in die Augen. Denn sie waren auf dem Weg in die ewige Finsternis der Tiefsee, in die sie als erste Menschen vorstiessen &#8211; in einer Stahlglocke, die über ein Seil mit einem Schiff verbunden war. Dieser Tauchgang ereignete sich 1930. Vorher hatte man über die Abgründe der Weltmeere während Jahrhunderten nur spekulieren können, denn die Technik steckte noch in den Kinderschuhen und ein direkter Einblick war nicht möglich.</p>
<p>Immer schon weckte jedoch die Tiefsee Phantasien aller Art und war dementsprechend auch oft Gegenstand von Mythologie, Literatur und Kunst. Unzählige Legenden berichten von riesigen Ungeheuern und verführerischen Nymphen, denen die Seeleute zum Opfer fielen. Der renommierte britische Naturforscher Edward Forbes hingegen hatte die Tiefsee Mitte des 19. Jahrhunderts für unbelebt erklärt. Seit dem historischen Tauchgang von Beebe und Barton hat die Tiefseeforschung viel über den unwirtlichen Lebensraum ans Tageslicht gebracht. Ungeheuer und Nymphen wurden zwar nicht entdeckt, doch weit unterhalb der Wasseroberfläche tummeln sich zahlreiche aussergewöhnliche Lebewesen. Im Folgenden nun ein kleiner Einblick in die faszinierende Welt der Tiefsee.</p>
<p><strong>Ewige Dunkelheit, eisige Kälte</strong><br />
 Für die Wissenschaftler beginnt die Tiefseezone ab einer Tiefe von 200 Metern, weil dort die Wind- und Wärmeverhältnisse der Oberfläche die Wassermassen nicht mehr beeinflussen. Eisige Kälte, ewige Finsternis und massiver Druck sind die unerbittlichen Torhüter dieses Reichs.</p>
<p>Trotz ihrer Unwirtlichkeit sind diese Klüfte bis in die letzten Winkel bewohnt. Im Ocean Biographic Information System, einer frei zugänglichen Datenbank im Internet, sind heute 82’000 Tiefsee-Spezies dokumentiert. Schätzungen zufolge könnte sich die Gesamtzahl der in marinen Lebensräumen beheimateten Arten auf bis zu 10 Millionen belaufen. Damit wäre die Tiefsee, die rund 70 Prozent der Lebensräume der Welt ausmacht, auch der artenreichste bekannte Lebensraum überhaupt.</p>
<p>Wer hier aber hausen will, muss gerüstet sein. Die Tiefseefische, die Beebe und Barton sowie ihren Nachfolgern in den Lichtkegel schwammen, waren keine Bachforellen. „Wie in einer schimmernden Rüstung“ sollen sie „erstrahlt“ sein, notierte Beebe begeistert in sein Forschungstagebuch. Manchen der Kreaturen, die dort unten lauern, möchte man allerdings nicht unvorbereitet begegnen. Ihre bizarren Formen scheinen die extremen Lebensbedingungen auf entsprechende Weise auszudrücken. Tiere, die wie der Hochseegucker oder der Beilfisch in der Dämmerzone leben, bestehen fast nur aus riesenhaften Augen, mit denen sie die letzten Lichtreste einfangen. Ein besonders unliebsamer Genosse ist der Tiefseeangler. Er imponiert mit seinem furchteinflössenden, von messerscharfen Zähnen gesäumten Maul, auf dem ein rutenartiger Fortsatz steckt. Dieser ist mit einem Leuchtorgan versehen, mit dem der Räuber der Finsternis die Beute direkt vor seinen Schlund lotst.</p>
<p><strong>Leuchtorgane zur Partnersuche und Abwehr</strong><br />
 Die Fähigkeit, körpereigenes Licht zu erzeugen, ist allerdings nicht dem Tiefseeangler vorbehalten. Dieses in der Fachsprache als Biolumineszenz bezeichnete Phänomen ist eine weit verbreitete Eigenschaft vieler Tiefseebewohner. Es wird durch das Enzym Luciferin oder in Symbiose mit Leuchtbakterien möglich. Neben dem Ködern von Beute spielt die Biolumineszenz auch bei der Partnersuche eine wichtige Rolle. Mit Leuchtwolken und glimmenden Signalen locken paarungsbereite Exemplare ihre Geschlechtspartner an. Forscher vermuten, dass die Leuchtkraft und Frequenz der Signale den entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausmachen.</p>
<p>Manche Tiefseefische besitzen auch ein Nachtsichtgerät. Sie produzieren rotes Licht, für das die meisten Tiefseelebewesen blind sind, um damit die Gegend in aller Ruhe unbemerkt nach Beute auszuleuchten. So pirschen sie sich bis in nächste Nähe an ihr Opfer heran. Weniger für Angriffe ausgestattet, wissen einige Tintenfische und Garnelen ihr Leuchtorgan zur Verteidigung zu nutzen. Naht ein Feind, wird er durch plötzliches Aufglühen für einen Moment geblendet, während sich der Angegriffene sekundenschnell in die Finsternis rettet.</p>
<p>Seit Beebes und Bartons beherztem Tauchgang haben zahlreiche Forscher weitere Expeditionen ins Tiefseereich unternommen. Heute wird mit ferngesteuerten Robotern getaucht, die oft Jahre lang über die Meeresgründe ziehen und einzigartiges Videomaterial mit nach oben bringen. Die Tiefsee ist aber dennoch vergleichsweise wenig erforscht. Bill Bryson vergleicht in seinem Buch „Eine kurze Geschichte von fast allem“ den Stand der Tiefseeforschung eindrücklich: „Das wäre so, als würden wir unsere Erfahrungen mit der Erdoberfläche auf die Arbeit von fünf Leuten stützen, die nach Einbruch der Dunkelheit mit Traktoren auf Erkundungsfahrt gehen.“ Tatsächlich lässt sich die Reise ins All heute offenbar technisch leichter bewerkstelligen als ein Tauchgang in 1000 Metern Tiefe. Oder einfach besser vermarkten.</p>
<p><strong>Literatur</strong><br />
 B. Bryson (2005): Eine kurze Geschichte von fast allem. Goldmann-Verlag, München.</p>
<p>R. D. Ballard (1998): Tiefsee. Die grossen Expeditionen in die Welt der ewigen Finsternis. Ullstein, München.</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 Das Ocean Biographic Information System findet sich hier:  <a href="http://www.iobis.org" target="_blank">http://www.iobis.org</a></p>
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		<title>Der Herz-Klassiker</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/12/16/der-herz-klassiker/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 21:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Geiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dossier]]></category>
		<category><![CDATA[Blutdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Cholesterin]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Framingham Heart Study]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/12/16/der-herz-klassiker/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/12/Schwimmer-1904_2-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Warum immer mehr Menschen an Herzinfarkten starben, wollten die amerikanischen Gesundheitsbehörden Ende der 1940er Jahre wissen. Daher starteten sie in der Kleinstadt Framingham eine gross angelegte Studie. Nach einigen Jahren zeigte sie: Hohe Blutdruck- und Cholesterinwerte verkürzen das Leben. Doch diese Resultate waren erst der Anfang einer langen Reihe von Erkenntnissen, die heute Grundlage für Diagnose und Behandlung von Herzkrankheiten sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<h1>Der Herz-Klassiker</h1>
<h2>Dank der „Framingham Heart Study“ wissen wir, was schlecht fürs Herz ist.</h2>
<h1><img class="size-full wp-image-1538 aligncenter" title="Schwimmer 1904_2" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/12/Schwimmer-1904_2.jpg" alt="" width="534" height="376" /></h1>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><em>Warum immer mehr Menschen an Herzinfarkten starben, wollten die amerikanischen Gesundheitsbehörden Ende der 1940er Jahre wissen. Daher starteten sie in der Kleinstadt Framingham eine gross angelegte Studie. Nach einigen Jahren zeigte sie: Hohe Blutdruck- und Cholesterinwerte verkürzen das Leben. Doch diese Resultate waren erst der Anfang einer langen Reihe von Erkenntnissen, die heute Grundlage für Diagnose und Behandlung von Herzkrankheiten sind.</em></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"> Von Martin Geiser<br />
</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;">„Darf ich noch einen Schokoladenriegel haben?“ ist eine der Lieblingsfragen von Kindern. Den meisten Müttern und Vätern ist jedoch klar: Zuviel Fett ist ungesund. Das kritische Kind hingegen wundert sich – zu Recht – woher die Eltern das denn so genau wissen? Wo der Ursprung liegt,  ahnen diese vielleicht nicht, aber diese Erkenntnisse stammen aus Amerika: genauer aus dem Städtchen Framingham in der Nähe von Boston. Dort begann 1948 eine Studie, die mittlerweile zu den Klassikern der medizinischen Forschung gehört, die Framingham Heart Study. Initiiert wurde sie, weil die Gesundheitsbehörde US Public Health Service (PHS) wissen wollte, warum seit Beginn des Jahrzehnts immer mehr Menschen an den Folgen von koronaren Herzkrankheiten starben, also Erkrankungen die die Herzkranzgefässe betreffen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><strong>Die Entdeckung der Risikofaktoren</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;">Das Wissen um die Ursachen dieser Krankheiten, die zu einem Herzinfarkt führen können, war damals lückenhaft. Füllen wollten die Wissenschaftler des PHS diese Lücke mit einer breit angelegten Studie. Dazu luden sie über 5000 Erwachsene, darunter 1644 Paare, zu umfangreichen medizinischen Untersuchungen ein. Alle Studienteilnehmer wohnten in Framingham. Sie wurden auf Herz, Lunge und Nieren geprüft, und zudem ausführlich über ihren Lebensstil, zum Beispiel die Ernährung, befragt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;">Es brauchte einige Jahre und weitere umfangreiche medizinische Checks der Studienteilnehmer bis genug Daten vorlagen, um Zusammenhänge zwischen Herzkrankheiten und möglichem Riskoverhalten der Bewohner von Framingham ziehen zu können. Aufgrund dieser Daten erkannten die Wissenschaftler des nun federführenden National Heart Institute (NHI), dass das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, bei hohen Blutdruck- und Cholesterinwerten ansteigt. Doch um diese ersten Erkenntnisse zu bestätigen und weiteren Ursachen auf die Spur zu kommen, nahmen die Studienteilnehmer weiterhin alle zwei Jahre an medizinischen Tests teil.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;">Mit den Jahrzehnten kristallisierte sich immer deutlicher heraus: Auch Rauchen, wenig Bewegung, falsche Ernährung und Übergewicht waren weitere Risikofaktoren, die das Leben verkürzten. Die Framingham-Studie prägte als erste den Begriff &#8220;Risikofaktor&#8221; und führte zur Erkenntnis, dass unser Lebensstil die Lebenserwartung stark beeinflusst. Diese Studienergebnisse aus den 1960er-Jhren haben sich mittlerweile in der ganzen Welt herumgesprochen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><strong>Die nächste Generation</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;">Ermuntert durch den Erfolg der Framingham Heart Study rief das NHI 1971 eine Folgestudie ins Leben. Das Institut rekrutierte wiederum mehr als 5000 Menschen, vorwiegend Kinder der Teilnehmer der Originalstudie sowie deren Partner. Sich an der Fortsetzung der Studie zu beteiligen, war für die Söhne und Töchter der Stadt beinahe selbstverständlich, die Bewohner der Kleinstadt identifizierten sich inzwischen stark mit &#8220;ihrer&#8221; Studie.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;">Ende der 1980er und zu Beginn der 1990er-Jahre sammelten die Wissenschaftler DNS-Proben bei den überlebenden Teilnehmern beider Studien . Dieses Genmaterial ist heute öffentlich zugänglich und mit ihm versuchen Forscher auf der ganzen Welt Gene zu finden, die für bestimmte Krankheiten mitverantwortlich sein könnten. Dabei wird zum Beispiel untersucht, ob Studienteilnehmende mit auffallend guten oder schlechten Lungenfunktions- oder Cholesterinwerten genetische Besonderheiten aufweisen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><strong>Framingham forever</strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;">Zurzeit werden die heute noch lebenden Teilnehmer der ersten Studie zum dreissigsten Mal untersucht. Dank der Fülle von Daten, die in den letzten Jahrzehnten bei den immer älter werdenden Teilnehmern gesammelt wurden, erhoffen sich Wissenschaftler nun auch Erkenntnisse zu typischen Alterskrankheiten wie Arthrose, Krebs, Demenz oder Hör- und Sehschwäche.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;">Nach der Originalgruppe und deren Nachfahren lud das aus dem NHI hervorgegangene heutige National Heart, Lung and Blood Institute eine dritte Generation zu einer Studie ein. Die Untersuchung der über 4000 Teilnehmer begann 2002. Die über sechzig Jahre zurückreichende Sammlung an Daten ermöglicht mittlerweile auch generationenübergreifende Vergleiche. Die Jungen Menschen in Framingham haben zum Beispiel einen deutlich niedrigeren Blutdruck als ihre Grossväter und Grossmütter, sie rauchen auch viel weniger – aber Übergewicht ist weit häufiger.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;">Inzwischen existieren auch zwei Studiengruppen mit nach Framingham zugewanderten Bürgern anderer Ethnien. Das Ziel all dieser Studien ist weiterhin die Suche nach Risikofaktoren. Heute schliesst dies neben dem Lebensstil jedoch auch Erbfaktoren ein. Zudem ist die Zahl der untersuchten Krankheiten gewachsen. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;">Insgesamt wurden bis heute über 2000 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die auf den Daten der Framingham-Studien basieren. Und die Arbeit wird den Forschern wohl auch in Zukunft nicht so bald ausgehen. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="color: #808080;">Testen Sie Ihr Risiko</span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #808080;">Wenn auch Sie wissen möchten, wie gross (statistisch gesehen) ihr Risiko ist, in den nächsten Jahren einen Herzinfarkt oder einen Hirnschlag zu erleiden, können Sie dies mit dem Beantworten von ein paar Fragen und der Messung einiger weniger Blutwerte tun. Grundlage für das zur Berechnung angewandte Verfahren sind die Resultate der Framingham-Herz-Studie.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #808080;">Weitere Informationen unter:</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #808080;">Schweizer Herzstiftung: </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #808080;"><a href="http://www.swissheart.ch" target="_blank">http://www.swissheart.ch</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #808080;">Alles über die Framingham Heart Study:</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #808080;"><a href="http://www.framinghamheartstudy.org">http://www.framinghamheartstudy.org</a></span></p>
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		<title>Jugendsprache in aller Munde</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/11/09/jugendsprache/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:37:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Céline Crevoisier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reloaded]]></category>
		<category><![CDATA[forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/11/09/jugendsprache/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/01/jugendsprache-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Die Jugendsprache ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Es gibt sie schon lange, wenn nicht schon immer. Seit einigen Jahren wird die Jugendsprache aber in der Öffentlichkeit zunehmend diskutiert und kritisiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Jugendsprache in aller Munde</h1>
<h2>Von Jugendlichen gesprochen, von Erwachsenen besprochen</h2>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><img style="vertical-align: middle;" title="Studentisches Hospitium, Jena (um 1750). Bildquelle: wikipedia.de" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/01/jugendsprache.jpg" alt="" width="550" height="188" /><p class="wp-caption-text">Studentisches Hospitium, Jena (um 1750). Bildquelle: wikipedia.de</p></div>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Die Jugendsprache ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Es gibt sie schon lange, wenn nicht schon immer. Seit einigen Jahren wird die Jugendsprache aber in der Öffentlichkeit zunehmend diskutiert und kritisiert.</strong></p>
<p>Von Céline Crevoisier.</p>
<p>Die Sprache nimmt während der Jugend einen wichtigen Platz in der Identitätsfindung ein. Sie dient zur Abgrenzung von Jüngeren und von Älteren, aber auch von anderen Gleichaltrigen und somit zur Identifikation mit einem bestimmten sozialen Umfeld und seinen Normen. Eine Jugendsprache, die alle jungen Menschen sprechen, gibt es also gar nicht. Je nach Interessen und Umgebung variieren ihre Ausdrucksweisen.</p>
<p><strong>Im Wandel der Zeit</strong><br />
 Die Jugendsprache ist kein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Von einer von der Standardsprache etwas abweichenden &#8220;Studentensprache&#8221; wurde schon während der Reformationsbewegung im 16. Jahrhundert berichtet. Erste Zusammenfassungen ihrer speziellen Ausdrücke wurden um 1800 von den Studenten selbst erstellt. In späteren Jahren wurde auch die Sprache nichtakademischer junger Menschen mehr beachtet, festgehalten und erforscht. Einige dieser altertümlichen Begriffe wurden im Laufe der Zeit in die Standardsprache integriert und zählen heute zu den geläufigsten überhaupt, beispielsweise &#8220;sich einschreiben&#8221; (zum Beispiel sich für einen Kurs einschreiben; dieses Wort war vor ein paar Jahrzehnten eine neuer Begriff der Studenten) oder für etwas &#8220;blechen&#8221; (bezahlen)</p>
<p>Allerdings verändert sich nicht nur eine Standardsprache, sondern auch eine Jugendsprache. Jede Jugendsprache ist irgendwann veraltet. Ihre jeweiligen Eigenheiten sind ein Abbild der zeitgemässen Gesellschaft, ihrer Strukturen, Normen, Ereignisse sowie neuer Möglichkeiten und Erkenntnisse. Diese nehmen Einfluss auf die Menschen und ihre Sprache.</p>
<p><strong>In der heutigen Zeit</strong><br />
 Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zählen zu diesen Einflüssen vor allem die verstärkte internationale Zusammenarbeit und Mobilität, die sich rasch weiterentwickelnde Technologie sowie die Medien, insbesondere Fernsehen und Internet, die zunehmend von Spass, Unterhaltung und von Fremdsprachen gekennzeichnet sind. Die Menschen müssen lernen, sich mit Anderssprachigen zu verständigen und dafür eine gute Auffassungsgabe besitzen. Sie müssen flexibel sein, schnell, lustig, herausragend, überzeugend.</p>
<p>Wie zeigen sich diese Aspekte in der Jugendsprache unserer westlichen Kultur? Zum Auffälligsten in der mündlichen Jugendsprache gehören die unbekannten Wörter (zum Beispiel Internationalismen wie &#8220;chillen&#8221; (sich entspannen, rumhängen) oder &#8220;cool&#8221; (sehr positive Wertung)), die bekannten Wörter in ungewohntem Kontext (etwa Neologismen durch Bedeutungserweiterungen von Begriffen wie &#8220;geil&#8221; oder &#8220;fett&#8221;) und die häufig eingesetzten kleinen Wörter zur Verstärkung einer Aussage wie &#8220;mega&#8221; oder &#8220;hammer&#8221; (sehr).</p>
<p>Wem zudem schon mal einen Einblick in den schriftlichen Sprachverkehr Jugendlicher gewährt wurde, erinnert sich ganz sicher an die vielen aneinandergereihten Buchstaben oder  Zeichen, die für einen nicht Eingeweihten keinen Sinn ergeben. Diese Buchstaben sind Abkürzungen, bestehend aus den Anfangsbuchstaben der Wörter in manchmal ziemlich langen Sätzen (Akronyme wie &#8220;HDMFGUL&#8221; (hab dich mega fest gern und lieb) oder &#8220;LOL&#8221; (laugh out loud, lots of laughs)). Und die Zeichen sind Darstellungen der Gefühle des Schreibers (Emoticons wie &#8220;:o)&#8221; (Freude, Lachen) oder &#8220;&lt;3&#8243; (liegendes Herz, &#8220;hab dich lieb&#8221;)).</p>
<p><strong>Leben und leben lassen</strong><br />
 Die Jugendsprache wird heute genau wegen dieser kennzeichnenden Neuartigkeiten kritisiert und für den Verfall der Sprache verantwortlich gemacht. Die Anstösse für die neuen Stilmittel kommen jedoch von den massgebenden gesellschaftlichen Aspekten. Wörter aus Fremdsprachen sind wichtig für die internationale Zusammenarbeit, neuerfundene Wörter ein Zeichen von Kreativität, was für Unterhaltungswert spricht, und verstärkende Wörter fördern die Überzeugungskraft.</p>
<p>Die Akronyme und Zeichensprache gibt es zudem auch in der &#8220;Erwachsenenwelt&#8221; (man denke nur an all die CEOs, die man ebensogut als Geschäftsführer oder Vorstandsvorsitzende bezeichnen könnte). Sie dienen in unserer eilenden Gesellschaft dazu, Platz und Zeit zu sparen. Sie sind ökonomischer Natur. Die Schriftsprache der Jugendlichen könnte so als eine Art Vorbereitung für den Berufsalltag angesehen werden. Und schliesslich geht es auch dort darum, dass jeder Fachmann weiss, wofür bestimmte, in seinem Tätigkeitsfeld wichtige Begriffe, Akronyme oder aneinandergereihte Zeichen stehen &#8211; genau wie bei Jugendlichen in ihren Szenen. Kommunizieren die Jugendlichen mit Menschen anderer sozialer Gruppen, können die meisten ihren Sprachstil zumindest teilweise anpassen, um gegenseitige Verständigung zu ermöglichen. Mit dem Einstieg ins Berufsleben verflüchtigen sich zudem grosse Teile ihrer jugendlichen Mundart.</p>
<p>Wer nun also die Jugendsprache kritisiert, kreidet indirekt auch die Gesellschaft mit ihren Eigenheiten an. Jene Gesellschaft, die von Erwachsenen definiert wird und in der sich die Jugendlichen zurechtfinden sollten. Kritik an der Jugendsprache bedeutet aber auch, den allgemeinen Sprachwandel zu bemängeln, der wiederum auf dem Wandel der Gesellschaft beruht. Ein Teufelskreis, der von den vorgebenden Menschen, den Erwachsenen, durchbrochen werden muss.</p>
<p><strong>Im Netz</strong><br />
 Von Jugendlichen erstellte Homepage mit Beispielskatalog und Fragebogen zum eigenen Wissenstest unter: <a href="http://jugendsprache.juniorwebaward.ch/" target="_blank">jugendsprache.juniorwebaward.ch</a></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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