Von Tamara Beck · April 2011

Kaum vergeht ein Tag, ohne dass das Land der aufgehenden Sonne in den Medien ist. Aber Japan hat mehr zu “bieten” als die Katastrophe. Ein Blick in das vorliegende Buch beantwortet Fragen, die sich vielleicht während des Lesens der aktuellen Berichte stellen – und solche darüber hinaus.

Umherirrend in einer ihnen feindselig gesonnenen Stadt und einem tragischen und sinnentleerten Schicksal als Ex-Kritiker verwahrlosten Alexander und Christof zusehends und näherten sich immer mehr auch äusserlich dem Dreck an, als der sie sich fühlten.

Als sie wieder zu sich kamen und die schwere Dunkelheit weggeblinzelt hatten, erkannten sie sich in einer fauligen Gefängniszelle liegend wieder, bekleidet nur mit einem körperbetonten, bodenlangen Streifenkleid. Der Instinkt, nicht der Verstand war Gebieter der Bewegung, die ihrer beider Hände noch im Nebel der Orientierungslosigkeit ihre Rücken entlang fahren liess – und ihnen den Atem wiedergab: Was auch immer ihnen angetan worden war, wer auch immer dafür zur Rechenschaft gezogen werden musste – ihren Schatz hatte man nicht entdeckt.
Tags: Arthouse, Cliffhanger, Drakonische Arbeitsbedingungen, Japan, Kaffee, Klassiker, Kritiker-Hybris, Meiko Kaji, Sasori, Shunya Ito, Sleaze