“Hugo” von Martin Scorsese

Ein kleiner Waisenjunge, der im Uhrenturm eines Pariser Bahnhofs wohnt und für die Instandhaltung der mechanischen Bahnhofsuhren verantwortlich ist, rettet die Filme des französischen Kinopioniers George Méliès vor der Vergessenheit. Ein Kinderfilm über das fantastische Stummfilmkino des frühen 20. Jahrhunderts – kann das gut gehen? Obwohl mit Martin Scorsese ein mehr als fähiger Regisseur hinter dem Projekt steht, lautet die Antwort leider nein.

“The Imaginarium of Dr. Parnassus ” von Terry Gilliam

Ein alter Mann zieht wider aller Umstände und trotz aller Widerstände mit seinem Wandertheater durch die Welt und versucht erfolglos aber unbeirrt ein Publikum für die fantastischen Welten zu gewinnen, die sich hinter seiner Hauptattraktion, einem magischen Spiegel, verstecken. Ganz so autobiografisch, wie das für Gilliams Fans klingt, ist “Parnassus” aber nicht. Leider.

“Sherlock Holmes” von Guy Ritchie

Man könnte nun etwas über Reboots erzählen, jene Filme die altbekannte Serien und Franchisen aufnehmen und neu verwursteln. Man könnte jammern, wie schlimm es ist, dass die liebgewordenen alten Helden plötzlich auf neu getrimmt und für die MTV-Generation umgezogen werden. Man könnte, ja man könnte vieles – man könnte aber auch einfach nur sagen, dass Guy Ritchies Neuauflage zu Englands Hausschnüffler Sherlock Holmes richtig gut geworden ist.

“1 Mord für 2″ von Kenneth Branagh

Nach “Alfie” spielt Jude Law erneut in einem Remake die Rolle des jungen Draufgängers, die im Original von Michael Caine gespielt wurde. In “1 Mord für 2″ spielt Michael Caine jedoch selbst wieder mit – diesmal als das Senioren-Gegenstück. Ganz in der Theatermanier der Stückvorlage von Anthony Shaffer spielen die beiden ein tödliches Spiel auf engstem Raum. Beklemmend, amüsant – aber nicht ganz perfekt.

“My Blueberry Nights” von Kar-Wai Wong

All das. Vor allem aber auch der Umstand, dass Wong Kar-Wai damals eben der romantischste Filmmacher der Welt war – in jenem edelsten aller Sinne des Wortes, den ihm dereinst Novalis eingeschrieben hat: Romantik bedeute in WKW-Filmen immer, dass den alltäglichen Oberflächlichkeiten und profanen Dingen dieser Welt stets eine tiefere Bedeutung innewohnt, die es zu entdecken gilt.