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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; Klimawandel</title>
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	<description>Das Magazin im Netz</description>
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		<title>Laurence C. Smith: “Die Welt ihm Jahr 2025”</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 15:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Hunziker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bevölkerungswachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Demographie]]></category>
		<category><![CDATA[Die Welt im Jahr 2050]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Laurence C. Smith]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunftsforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2011/08/07/laurence-c-smith-%e2%80%9cdie-welt-ihm-jahr-2025%e2%80%9d/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/dieweltimjahr2050-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Niemand weiss mit Sicherheit, wie die Welt in 50 Jahren aussehen wird. Um abschätzen zu können, wie sie wahrscheinlich aussehen wird, scheinen die bisherigen Forschungen der Klima- und Globalisierungsforscher jedoch zu reichen. Laurence C. Smith, ein anerkannter amerikanischer Klimatologe, wirft in seinem Buch einen faszinierenden Blick in diese wahrscheinliche Zukunft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Wissenschaftlicher Blick in die Zukunft</strong></h1>
<h2>Laurence C. Smith: “Die Welt ihm Jahr 2025” (Sachbuch)</h2>
<h3><strong>Niemand weiss mit Sicherheit, wie die Welt in 50 Jahren aussehen wird. Um abschätzen zu können, wie sie <em>wahrscheinlich</em> aussehen wird, scheinen die bisherigen Forschungen der Klima- und Globalisierungsforscher jedoch zu reichen. Laurence C. Smith, ein anerkannter amerikanischer Klimatologe, wirft in seinem Buch einen faszinierenden Blick in diese wahrscheinliche Zukunft.</strong></h3>
<p>Von Lukas Hunziker.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-9247" title="dieweltimjahr2050" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2011/08/dieweltimjahr2050.jpg" alt="dieweltimjahr2050" width="200" height="318" />Trotz des zunehmenden Bewusstseins für die Gefahren des Klimawandels wird der Begriff noch immer weitläufig missverstanden. Wenn es im April noch einmal schneit, scheint das halbe Land darin die globale Erwärmung als Hirngespinst entlarvt zu sehen, wenn es im Juni fast nur regnet, wünschen sich viele den Klimawandel herbei, hoffend, dass er mehr Badewetter mit sich bringe. Das zweite, noch weiter verbreitete Missverständnis besteht darin, zu glauben, dass ein höherer Meeresspiegel und mildere Winter die einzigen Herausforderungen sind, welche in diesem Jahrhundert auf uns zukommen. Diesem verbreiteten Unwissen über unsere Zukunft versucht Laurence C. Smith abzuhelfen. Sein Buch &#8220;Die Welt im Jahr 2050&#8243; beschreibt praktisch ohne Fachlatein, was genau Klimawandel ist, welche Folgen er mit sich bringt und welche anderen Kräfte dazu beitragen, dass die Welt im Jahr 2050 ziemlich anders aussehen wird, als sie das heute tut.</p>
<p>Wer über die Zukunft schreibt, wird wohl nicht ganz zu unrecht skeptisch beäugt, wissen wir doch, dass nicht einmal der Wetterbericht es schafft, mit Zuverlässigkeit mehr als ein paar Stunden in die Zukunft zu schauen. Smith jedoch ist keiner jener illustren Gestalten, die vor Tarotkarten oder hinter einer Kristallkugel sitzen, sondern ein mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftler, der als Berater in Sachen Klimawandel für die US-Regierung tätig war und bedeutende Teile zum 4. Uno-Weltklimabericht beitrug. Entsprechend wissenschaftlich und sachlich ist sein Ansatz; unsichere Faktoren berücksichtigt er für sein Zukunftsmodell aus Prinzip nicht, mögliche, aber unwahrscheinliche Entwicklungen, wie z.B. einen Atomkrieg oder unvorhergesehene Klimaphänomene, bezieht er ebenfalls nicht ein. Was bleibt, ist eine Studie der vier globalen Kräfte, welche unsere Zukunft im Wesentlichen bestimmen werden: Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Globalisierung und Rohstoffknappheit.</p>
<h3><strong>Kein Öl, wenig Wasser</strong></h3>
<p>Man muss kein Genie sein, um zu erraten, dass alle diese Faktoren unser Leben wohl eher negativ als positiv beeinflussen werden. Gerade die Bevölkerungsentwicklung der nächsten fünfzig Jahre ist eine Bedrohung, derer wir uns kaum bewusst sind. Im 20. Jahrhundert wuchs die Weltbevölkerung von 1,6 auf 6,1 Milliarden, noch dieses Jahr werden wir wohl die 7-Milliarden-Grenze knacken und uns auf die nächste Milliarde zubewegen. Mehr Menschen verbrauchen bekanntlich mehr Rohstoffe, aber während die Weltbevölkerung wächst, werden viele Rohstoffe immer knapper. Gold, Zinn, Zink, Blei und Kupfer z.B. werden in 50 Jahren nicht mehr als natürlicher Rohstoff vorkommen, sondern können nur noch recycelt werden. Doch es sind andere Rohstoffe, deren Verlust die Welt wesentlich nachhaltiger verändern werden, wie Eisen, Erdgas, Erdöl und – Wasser.</p>
<p>Letzteres wird es zwar immer geben, aber an immer weniger Orten in Form von einfach zugänglichem Grundwasser. Wo es keine natürlichen Gewässer gibt, wird die Bevölkerung auf den Wasserimport angewiesen sein – eine denkbar unheimliche Vorstellung, wenn Leben und Tod von einer Importware abhängen. Kriege um Wasser sind zwar nicht Teil von Smiths Zukunftsmodell, sind aber durchaus denkbar, genauso wie Kriege um die letzten Ölvorräte. Wer diese Kriege führen wird, ist allerdings noch ungewiss; denn auch politisch wird sich in den nächsten Jahrzehnten so einiges verändern. Das oben erwähnte Bevölkerungswachstum wird sich nämlich vor allem in Afrika, Südamerika und Asien abspielen, während die westlichen Industrienationen wegen stetig sinkenden Geburtenraten kontinuierlich überaltern werden. Wirtschaftlich wird die Welt von Ländern wie China, Indien oder Brasilien dominiert werden, während die wirtschaftliche Zukunft im Westen nur für eine kleine Anzahl Staaten gut aussieht.</p>
<h3><strong>Trumpfkarte Polarmeer</strong></h3>
<p>Diese Staaten sind Russland, Kanada, die USA, Island, Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark, die eines gemeinsam haben: Sie grenzen nördlich an das Polarmeer, weshalb man sie auch als NORCs bezeichnet (Northern Rim Countries). Im zweiten Teil seines Buches geht Smith vor allem auf das Entwicklungspotential dieser acht Staaten ein, da deren nördliche Regionen durch den Klimawandel Zugang zu Bodenschätzen im Polarmeer erhalten und durch das mildere Klima wohl auch bevölkerungstauglich werden. Der Rückzug des Polareises wird beispielsweise die Schifffahrt entlang den nördlichen Küsten für eine wesentlich längere Zeit pro Jahr möglich machen, worin erhebliches wirtschaftliches Potential liegt.</p>
<p>Dies soll allerdings nicht heissen, dass man, um vom Klimawandel nicht belästigt zu werden, einfach nach Sibirien umziehen kann (nicht vergessen: Die Winter werden dort zwar milder, aber die Sonne scheint trotzdem nicht öfter). Selbst den NORCs stehen ungeahnte klimatische Herausforderungen bevor. So könnte beispielsweise das Verschwinden des Permafrostes dazu führen, dass Strassen, Eisenbahnlinien und sogar ganze Ortschaften quasi im Morast versinken. Dazu kommen zahlreiche andere Faktoren, die es unwahrscheinlich machen, dass der Klimawandel den hohen Norden in ein Paradies verwandelt.</p>
<h3><strong>Knallharte Recherchen butterweich erzählt</strong></h3>
<p>Die Welt im Jahr 2050 wird vielerorts ein hartes Pflaster sein, das macht Smiths Buch klar. Dennoch handelt es sich dabei keineswegs um eine deprimierende Beschreibung des kommenden Weltuntergangs, sondern um eine fundierte, gründliche und enorm spannende Auseinandersetzung mit den grössten globalen Herausforderungen, welche uns im angebrochenen Jahrhundert erwarten. Dazu kommt, dass Smith überhaupt nicht nur für Wissenschaftsinteressierte schreibt, sondern das Buch klar für ein breites Publikum geschrieben hat. Nicht nur vermag er komplizierte Zusammenhänge nachvollziehbar zu erklären, sondern er lässt seine wissenschaftliche Analyse auch durch persönliche Anekdoten und Schilderung interessanter Ereignisse quasi zur Erzählung werden. Kurz, das Buch liest sich spannend und flüssig, auch wenn man kaum etwas über Klimaforschung, Globalisierung und Demographie weiss.</p>
<p>&#8220;Die Welt im Jahr 2050&#8243; ist alles, was ein Sachbuch sein soll: sachlich, fundiert und umfassend, aber gleichzeitig auch einfach zugänglich und spannend geschrieben. Wem die Zukunft nicht egal ist, dem sei das Buch wärmstens empfohlen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Die Welt im Jahr 2050<br />
 Autor: Laurence C. Smith<br />
 Übersetzung: Martin Pfeiffer, Udo Rennert<br />
 Verlag: DVA<br />
 Seiten: 480<br />
 Richtpreis: CHF 39.90</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Alles im Griff?</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2011/05/10/alles-im-griff/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 15:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Geiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahr]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
		<category><![CDATA[Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrscheinlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Einschätzen von Gefahren sagen Gefühle und Statistik etwas anderes. Ist schon lange nichts mehr passiert, neigen wir dazu, Risiken zu unterschätzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Alles im Griff?</h1>
<h2>Beim korrekten Einschätzen von Risiken scheitern wir oft.</h2>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) fordert in seinen neuesten Bericht Nachbesserungen in den Schweizer Atomkraftwerken.</p>
<p><strong>Nach dem Unglück im Atomkraftwerk Fukushima I</strong> ist es gewiss vernünftig, sich zu überlegen: Könnte das auch bei uns passieren? Denn die katastrophalen Auswirkungen eines möglichen Unfalls rechtfertigen eine besonders strenge Überprüfung. Trotzdem: Die Atomkraftwerke sind in der Schweiz nicht plötzlich unsicherer geworden. Und die Wahrscheinlichkeit eines Erdbebens ist nicht auf einmal gestiegen.</p>
<p>Forderungen nach verbesserten Sicherheitsstandards oder gar sofortiger Abschaltung gehen wohl eher auf psychologische (und politische) Gründe zurück, als sie auf einer real erhöhten Gefahr basieren würden. Das ist durchaus nachvollziehbar: Ganz allgemein schätzen Menschen das Risiko eines Zwischenfalls höher ein, wenn es erst kürzlich dazu kam. Da die Möglichkeit eines GAU uns nun wieder bewusst ist, schätzen wir die Wahrscheinlichkeit dafür nun spontan wieder höher ein. Und auch die Aufmerksamkeit, die der Gefahr in den Medien geschenkt wird, trägt das ihre dazu bei.</p>
<p><strong>Eine Gefahr, die schon längere Zeit keine Problemen verursachte</strong>, wird dagegen tendenziell unterschätzt. Auch wenn dazu rein statistisch kein Grund besteht. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Vulkan ausbricht oder eine bestimmte Lawine niedergeht, richtet sich nicht nach einem Fahrplan. Wenn 100 Jahre nichts passiert ist, bietet dies keinerlei Garantie, dass nochmals 100 Jahre alles gut geht. Solche Ereignisse sind zufällig und völlig unvorhersehbar. Schon morgen kann es soweit sein – oder erst in 1000 Jahren.</p>
<p>Doch zwischen solchen Naturkatastrophen und Risiken, die wir freiwillig eingehen, besteht ein grundsätzlicher Unterschied. Tun wir etwas aus freien Stücken, kommt es uns weit weniger gefährlich vor, als es tatsächlich ist. Zum Beispiel der Strassenverkehr: Obwohl er zahlreiche Menschenleben fordert, setzen wir uns dennoch in der Regel furchtlos hinters Steuer; manche denken sogar, sie könnten dabei noch problemlos telefonieren.</p>
<p><strong>Wir überschätzen unsere eigenen Fähigkeiten</strong>, im Notfall noch eingreifen zu können. „Alles im Griff“, denken wir meist. Obwohl es objektiv betrachtet gar nicht so ist. Solche Selbstüberschätzung führte (u.a.) nachweislich zur Katastrophe von Tschernobyl. Und war wohl auch in Fukushima nicht unbeteiligt. Komplexe Systeme, wie ein Kernkraftwerk eines ist, können wir nur schwer erfassen, auch wenn wir das zunächst oft glauben. Ebenso schwierig ist es, das Risiko abzuschätzen, dass etwas schief geht, wenn viele unabhängige Faktoren zusammenspielen.</p>
<p>Nicht nur Komplexität sondern auch ein fehlender unmittelbar sichtbarer Zusammenhang erschwert es uns, das Risiko spontan richtig einzuschätzen. Dies dürfte einer der Gründe sein, warum auch „schleichende“ Gefahren, die ihr Gefahrenpotential nicht mit einem lauten Knall (und vielen Todesopfern auf einmal) offenbaren, ebenfalls unterschätzt werden.</p>
<p><strong>Der Klimawandel ist sicher ein Beispiel dafür.</strong> Und gerade die Atomdebatte rückt diese Gefahr wieder in den Fokus: Wenn wir nun Atomkraftwerke sofort abschalten, werden wir auf fossile Energieträger zurückgreifen müssen. Damit wird aber der Klimawandel beschleunigt und die Gefahr von Naturkatastrophen wie Unwettern und Dürren erhöht. Weil wir nicht fähig sind, Risiken richtig einzuschätzen und es uns auch nicht vorrechnen lassen wollen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #808080;">Links:</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://www.psychology48.com/deu/d/risikowahrnehmung/risikowahrnehmung.htm" target="_blank">Risikowahrnehmung</a>, psychology48 (online-Psychologie-Lexikon)</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://www.zeit.de/2008/14/GS-Risiko" target="_blank">Die Angsthasen, Artikel in Zeit-online</a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
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		<item>
		<title>Lars Klaaßen: &#8220;Kauf dir einen Luxusschlitten!&#8221;</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2010/09/18/lars-klaasen-kauf-dir-einen-luxusschlitten/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Sep 2010 20:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Despont</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaerwärmung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Lars Klaaßen]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltbewusstsein]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/09/18/lars-klaasen-kauf-dir-einen-luxusschlitten/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/09/kaufdireinenluxusschlitten-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>In seinem salopp geschriebenen, handlichen und ökologisch einwandfreien Ratgeber zeigt Lars Klaaßen, wie man umweltbewusst leben und trotzdem – oder erst recht – Spass haben kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Öko ist geil!</strong></h1>
<h2>Lars Klaaßen: &#8220;Kauf dir einen Luxusschlitten! Ökotipps für Geniesser&#8221; (Ratgeber)</h2>
<h3><strong>In seinem salopp geschriebenen, handlichen und ökologisch einwandfreien Ratgeber </strong><strong>zeigt Lars Klaaßen, wie man umweltbewusst leben und trotzdem – oder erst recht – Spass haben kann.</strong></h3>
<p>Von Sandra Despont.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-6215" title="kaufdireinenluxusschlitten" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/09/kaufdireinenluxusschlitten.jpg" alt="kaufdireinenluxusschlitten" width="200" height="309" />Früher haben wir ohne jeden Hintergedanken dem Konsum gefrönt. Über Menschen in Wollpullis und Birkenstöcken, die irgendetwas von Waldsterben plapperten, haben wir ein bisschen nachdenklich die Köpfe geschüttelt oder sie gleich als nicht ganz dichte Lustbremsen abgetan. Heute ist alles anders und der Klimawandel in aller Munde. Unsere Reaktion auf die Untergangsszenarien, die immer hartnäckiger und farbenfroher ausgemalt werden, kann nun ganz unterschiedlich aussehen: Wir können die Tatsachen hartnäckig leugnen und es spätere Generationen – sofern es die noch geben wird &#8211; richten lassen, wir können in Panik verfallen und uns in kleine Holzhäuschen in der Wildnis zurückziehen oder wir können unseren eigenen kleinen Beitrag zur Katastrophenverhinderung leisten. Zu moralinsauren Besserwissern müssen wir dafür nicht mutieren, wie „Kauf dir einen Luxusschlitten!“ zeigt.</p>
<h3><strong>Geld und Lebensqualität statt Verbot und Verzicht</strong></h3>
<p>Munter steigt Klaaßen mit einem kurzen Abriss über die Entwicklung der globalen Emissionen ein, die den Handlungsbedarf an der Klimafront deutlich macht und das Unternehmen des Autors, allen Klimaschutzwilligen einige praktische Leitlinien an die Hand zu geben, rechtfertigen und ehren. Und gleich macht er auch klar, dass er keine Streitschrift voller Mahnungen vorlegen will. Nicht mit Verbot und Verzicht will er seine Leserinnen erreichen, sondern mit Massnahmen, die der Umwelt gut tun und einen dabei sogar noch Geld sparen und Lebensqualität gewinnen lassen. Um sein Versprechen zu halten, setzt er an einem so simplen wie wirkungsvollen Hebel an: Bei der Tatsache nämlich, dass es, wie Klaaßen auf seine typisch saloppe Art formuliert, schlicht peinlich sei, „wie effizient wir unsere Ressourcen nutzen (&#8230;). Bei einem enormen Einsatz von Rohstoffen und Energie kommt in vielen Fällen verdammt wenig raus.“</p>
<h3><strong>Standby-Lämpchen für Anfänger, Schweinefleisch für Fortgeschrittene</strong></h3>
<p>„Kauf dir einen Luxusschlitten!“ ist eine Wundertüte an nützlicher Information. Am meisten Nutzen werden bisher von ökologischem Gedankengut gänzlich Unbefleckte haben. Was ein Auto wirklich kostet, dass sich konsequente Mülltrennung lohnt (und nein, das hartnäckige Gerücht, dass das mühsam Getrennte schlussendlich doch im selben Topf landet, stimmt definitiv nicht), dass man gut daran tut, sein Haus ordentlich isolieren zu lassen und Standby-Lämpchen nicht leuchten, um uns über einsame Stunden hinwegzutrösten, werden die meisten irgendwie schon gewusst haben. Doch auch für Fortgeschrittene hält Klaaßen noch den einen oder anderen Tipp bereit. Dass Handy-Akkus fröhlich weiter Strom fressen, auch wenn längst kein Handy mehr an ihnen hängt, dass Schweinefleisch eine bessere Ökobilanz hat als Rind und dass man vom dreckigen Geschirr lieber die Hände lassen soll, muss einem ja erst einmal einer sagen.</p>
<h3><strong>Banden bilden und es sich selbst machen</strong></h3>
<p>Ein grosses Plus von „Kauf dir einen Luxusschlitten!“ ist der undidaktische, umgangssprachliche Ton, den der Autor anschlägt. Dazu gehören auch die originellen, neugierig machenden Untertitel wie „Mach’s dir selbst“, „Bilde Banden“ oder eben, wie man vielleicht schon gemerkt hat, mein Favorit: „Hände weg vom dreckigen Geschirr“. Man fühlt sich nicht gerügt, man braucht für bisherige Verfehlungen kein schlechtes Gewissen zu kriegen, man kann heute, jetzt, sofort etwas für die Umwelt, die Erde, sich selbst tun. Und man kann klein anfangen, an hundert Stellen, wo es einem gerade am meisten einleuchtet. Auch wenn das Layout manchmal etwas konfus wirken mag: Insgesamt tragen das lockere Konzept und die Illustrationen Katharina Gschwendtners dazu bei, dass man gerne in dem Büchlein schmökert, es mal hier, mal da aufschlägt. Seine kleinen Mängel in Form des einen oder anderen Druckfehlers und der vielleicht doch ein wenig grossmunidgen Versprechungen, was Spass und Genuss bei der Umsetzung der Ökotipps anbelangt (vor allem Milchtrinker und Fleischesser werden beim entsprechenden Kapitel nur wenige Begeisterungsrufe ausstossen), verzeiht man ihm gern. Und den Kaufpreis spart man locker gleich wieder ein, indem man mal hier den Akku aus der Steckdose zieht, mal da die Gefrierware zum Abtauen in den Kühlschrank packt. So einfach geht das!</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Titel: Kauf dir einen Luxusschlitten! Ökotipps für Geniesser<br />
 Autor: Lars Klaaßen<br />
 Verlag: Eichborn<br />
 Seiten: 216<br />
 Richtpreis: CHF 27.90</p>
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		<item>
		<title>Sind wir noch zu retten?</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/12/24/klimawandel/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 22:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Geiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[In die Zukunft zu schauen, ist heikel.  Das wissen all jene, die sich mit einer Fehlprognose schon einmal der Lächerlichkeit preisgegeben haben. Die Zukunft ist unberechenbar, weil derart viele und unvorhersehbare Faktoren in den Lauf der Dinge hineinspielen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Sind wir noch zu retten?</h1>
<p><strong>In die Zukunft zu schauen, ist heikel. </strong> Das wissen all jene, die sich mit einer Fehlprognose schon einmal der Lächerlichkeit preisgegeben haben. Die Zukunft ist unberechenbar, weil derart viele und unvorhersehbare Faktoren in den Lauf der Dinge hineinspielen.</p>
<p>Darum kann auch niemand genau sagen, wie sich das Klima der Erde in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten entwickeln wird. Eins aber ist klar: Die Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre ist in den letzten Jahrzehnten markant gestiegen. Und dass dies das Klima verändert und die Atmosphäre aufwärmt, ist ebenfalls unbestritten.</p>
<p>Was aber die Folgen in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren sein werden, kann niemand exakt voraussagen. Das Problem ist jedoch: Es steht nichts weniger als die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel. Das Leben von Milliarden und unsere Zivilisation. Bei diesem Einsatz sollten wir nicht mit zu viel Risiko spielen.</p>
<p>Immerhin: Das Problem und seine Ursachen haben (nach zwanzig vergeudeten Jahren) endlich die meisten Poltiker erkannt. Nur schleppend geht es jedoch voran, wenn es um konkretes Handeln geht. Auch an der Kopenhagener UNO-Weltklima-Konferenz dachte jeder Staatsvertreter zuerst an die Interessen des eigenen Landes.</p>
<p><strong>Das erinnert stark an die sogenannte „Tragik der Allmende“</strong>: Das gemeinsame Gut – in diesem Fall die Ressourcen des Planeten – wird sorglos genutzt. Dass dieses Gut endlich ist, sieht man erst, wenn es übernutzt wird. Doch ist auch diese Erkenntnis noch kein Grund die Ressourcen zu schonen, denn die Kosten für die Übernutzung trägt die Allgemeinheit. Und für den einzelnen Ausbeuter sind sie geringer als der Ertrag.</p>
<p>Der kanadische Wirtschaftswissenschaftler H. Scott Gordon schrieb 1954 dazu in einem Bericht über Fischerei: „Niemand misst einem Besitz, der allen zur freien Verfügung steht, einen Wert bei, weil jeder, der so tollkühn ist zu warten, bis er an die Reihe kommt, schliesslich feststellt, dass ein anderer seinen Teil bereits weggenommen hat.“</p>
<p><strong>Auch das sogenannte Gefangenendilemma</strong> der Spieltheorie, bei welcher das hypothetische Verhalten zweier Gefangener beobachtet wird, bietet eine ähnliche Erklärung, warum Länderverteter und Bürger zur zögerlich handeln. Jedes Land profitiert auch vom Umweltschutz der andern Staaten. Da die Regierung von A denkt, Umweltschutz bringe vor allem Kosten, will sie selber möglichst wenig investieren. Während die Nachbarn Mittel lockermachen, wäre ihr eigener Nutzen dann um so grösser.<br />
 Doch da auch die Regierungen von B und C so denken, besteht für sie ebenfalls kein Anreiz, Geld für den Umweltschutz auszugeben, im Gegenteil.</p>
<p>Dass es sich beim Klimawandel um ein äusserst komplexes Problem handelt, macht die Sache umso schwieriger. „Der Mensch hat grosse Schwierigkeiten, Wirkungen, die in Zeit oder Raum weit von der Ursache entfernt sind, zu begreifen, zu bedenken und zu beherrschen“, schreiben Ulrich und Johannes Frey in ihrem Buch „Fallstricke“. Der Nicht-Meteorologe sieht nicht sofort ein, wieso das Verbrennen fossiler Brennstoffe seit der Industrialisierung das Klima der Zukunft dramatisch verändert.<br />
 <strong><br />
 Diese Gefahr ist schwierig zu erkennen</strong> weil sie nicht unmittelbar ist. Und weil die Menschen die bisherigen langsamen Veränderungen des Klimas kaum fassen können und sich mittlerweile zum Beispiel an immer kleinere Gletscher oder milde Winter gewöhnt haben. Das Problem erscheint gar nicht mehr so drastisch.</p>
<p>Immerhin aber versuchen Wissenschaftler und sogar Politiker seit einigen Jahren, die komplexen Zusammenhänge unter die Leute zu bringen. Und die Medien haben in den letzten Wochen recht intensiv über die Konferenz in Kopenhagen berichtet. Doch kommt es auch an? Sickert das Wissen ins Bewusstsein und bewirkt es schliesslich eine Änderung des Verhaltens?</p>
<p><strong>Erschwerend ist sicherlich die Tatsache</strong>, dass man eigenes Fehlverhalten zugeben müsste. Dies bereitet vielen Menschen grosse Mühe.Zudem fällt Verzicht schwer. Und der einen oder anderen lieb gewonnenen Gewohnheit müssten wir wohl entsagen. Zum Beispiel weiss jeder, dass Flugreisen dem Klima schaden. Doch warum soll ausgerechnet ich verzichten oder sparen?</p>
<p>Ein weiterer Grund, sich nicht mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen: Die möglichen Folgen sind viel zu katastrophal. Die Folge: Viele Menschen verniedlichen oder verdrängen das Problem. Oder glauben sogar an unrealistische technische Lösungen und Wunder. Viele reden sich auch ein, sie würden bereits etwas Substantielles für die Umwelt tun. Zum Beispiel, wenn sie ein einmal im Leben das Licht nicht so lange brennen lassen.</p>
<p><strong>War der Klimagipfel in Kopenhagen die letzte Chance?</strong> Und haben wir sie vertan? Wenn ja, werden wir dies erst erkennen, wenn es zu spät ist. Aber wenn wir trotz der Ergebnisse aus Kopenhagen zu handeln beginnen, können wir das schlimmste vielleicht gerade noch abwenden.</p>
<p><span style="color: #808080;">Link: Klimawandel wegen Gefangenendilemmas (Video)<br />
 </span></p>
<p><a href="http://www.e-politik.de/blog/08022008/Das-Gefangenendilemma-Klimawandel.html" target="_blank">http://www.e-politik.de/blog/08022008/Das-Gefangenendilemma-Klimawandel.html</a></p>
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		<item>
		<title>Treibhausgas Methan</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/12/10/methan/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 21:37:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Geiser</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Treibhauseffekt]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.nahaufnahmen.ch/?p=1493</guid>
		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/12/10/methan/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/12/Methan-150x150.png class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Vor drei Milliarden Jahren tauchten auf der Erde Bakterien auf, die das Treibhausgas Methan produzierten und so für höhere Temperaturen sorgten – heute gedeihen ähnliche Bakterien in Rindermägen, Reisfeldern und auf Abfallhalden. Und wie damals steigt die Temperatur auf der Erde an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #808080;">Derzeit findet in Kopenhagen der „Klimagipfel“ statt. Aus diesem Anlass publizieren wir einen Artikel aus dem Archiv (März 2009), der das Treibhausgas Methan zum Thema hat.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<h1><strong>Satellit beobachtet Bakterien</strong></h1>
<h2 style="margin-bottom: 0cm;">Methan gehört mit Kohlendioxid und Lachgas zu den wichtigsten Treibhausgasen</h2>
<div id="attachment_1497" class="wp-caption aligncenter" style="width: 160px"><img class="size-full wp-image-1497 " title="Methan" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2009/12/Methan.png" alt="Quelle: Englischsprachige Wikipedia" width="150" height="150" /><p class="wp-caption-text">Modell eines Methan-Moleküls (CH4)</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Vor drei Milliarden Jahren tauchten auf der Erde Bakterien auf, die das Treibhausgas Methan produzierten und so für höhere Temperaturen sorgten – heute  gedeihen ähnliche Bakterien in Rindermägen, Reisfeldern und auf Abfallhalden. Und wie damals steigt die Temperatur auf der Erde an.</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Von Martin Geiser.<strong><br />
 </strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ibuki sieht alles. Der japanische Satellit, der Ende Januar ins All geschossen wurde und nun die Erde umkreist, misst die Konzentrationen von wichtigen Treibhausgasen an 56&#8242;000 Stellen in der Atmosphäre. In den nächsten Monaten wird Ibuki (japanisch für „Atem“), der auch  Greenhouse Gases Observing Satellite (GOSAT) genannt wird, seine Tätigkeit voll aufnehmen. Die Daten, die er zur Erde schicken wird, geben Aufschluss darüber, wo Treibhausgase entstehen, wohin sie wandern und wo sie absorbiert werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Bakterien verändern das Klima</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Eines der Gase, die Ibuki registriert, ist Methan. Ein Gas, dessen Geschichte mit derjenigen unseres Planeten eng verknüpft ist. Vor über drei Milliarden Jahren produzierten urtümliche Bakterien bereits Methan. Dieses, so die These des Astrobiologen Alexander Pavlov, sammelte sich in der Atmosphäre und sorgte für einen Treibhauseffekt: Wärme wird vom Methan in der Atmosphäre zurückgehalten und strahlt nicht ins Weltall ab, die Temperaturen auf der Erde steigen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Als andere Bakterien begannen, Photosynthese zu betreiben und damit Sauerstoff freizusetzen, wurde es für die methanproduzierenden Organismen ungemütlich. Denn sie mögen Sauerstoff überhaupt nicht. Und weil die Photosynthese so erfolgreich war, gingen viele der Methanbildner ein. Auch die Methankonzentration in der Atmosphäre ging zurück und damit der Treibhauseffekt. Die Folge: Vor 2,3 Milliarden Jahren kühlte die Erde drastisch ab und  wurde zu einen Schneeball im All.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Diese Episode der Erdgeschichte zeigt, wie stark das Klima vom Treibhauseffekt abhängt. Und damit von den Treibhausgasen – neben Methan gehören dazu vor allem das berüchtigte Kohlendioxid (CO2) sowie Lachgas (N2O). Die Mengen in der Atmosphäre sind in den letzten Jahrhunderten, und besonders in den letzten Jahrzehnten ,stark gestiegen, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Das Klima reagiert: Die Wissenschaftler des Intergovernmental Panel on Climate Change (Zwischenstaatlicher Ausschuss zum Klimawandel) rechnen in diesem Jahrhundert mit einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um rund 0,2 Grad alle zehn Jahre.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Die Täter sind bekannt</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das klingt nicht nach sehr viel, hat aber dramatische Folgen: Extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen oder Stürme werden häufiger. Der Meeresspiegel steigt, Gletscher schmelzen, Tierarten sterben noch schneller aus. Um die allerschlimmsten Folgen des Klimawandels zu vermeiden, muss die Menschheit handeln und den Ausstoss von Treibhausgasen verringern. Die Emissionen von Methan zu senken, lohnt sich besonders &#8211; ist ein Molekül davon doch rund 23 mal  „klimawirksamer“ als ein Molekül CO2.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Verantwortlich für mehr als die Hälfte des weltweiten Methan-Ausstosses ist die Landwirtschaft. Besonders ins Gewicht fällt die Viehhaltung. „Schuld“ sind wiederum Bakterien, die Nachfahren jener Spezies, die vor Milliarden von Jahren schon einmal das Klima veränderte. Solche Mikroorganismen leben auch in den Mägen von Wiederkäuern, also Rindern, Schafen oder Ziegen. Bei jedem Rülpsen dieser Tiere gelangt das Methangas in die Atmosphäre.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Bei weltweit mehr als 1,3 Milliarden Rindern kommt eine beträchtliche Menge Methan zusammen. Das Problem beginnt hier jedoch erst. Die Welternährungsorganisation FAO rechnet mit einer weiteren Zunahme der weltweiten Nachfrage nach Fleisch und Milch, vor allem in den Schwellenländern Asiens &#8211; und dadurch mit einer Verdoppelung des Viehbestands bis 2050. Parallel dazu steigt auch der Bedarf an &#8211; global gehandelten &#8211; Futtermitteln. Schon heute importieren Europa oder China riesige Mengen an Soja aus Brasilien. Soja, das auch auf Flächen angebaut wird, wo früher CO2-absorbierender Regenwald stand.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Viel Vieh produziert auch viel Mist. Und je nach Art der Lagerung entsteht weiteres Methan, welches in die Atmosphäre gelangt. Werden Güllegruben zugedeckt oder gar gekühlt, gelangen weniger Treibhausgase in die Luft. Eine andere und in Industrieländern bereits umgesetzte Idee: Methan wird als Treibstoff genutzt, im Form des sogenannten Biogases.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Leichter gesagt als getan<br />
 </strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Weniger Methan würde entstehen, wenn weniger Vieh gehalten würde. Doch noch ist ein Rückgang der Nachfrage nach Fleisch und Milch nicht absehbar, am ehesten noch in den industrialisierten Ländern mit ihrem hohen Fleischkonsum. Als Argument mag dienen, dass man sich auch mit weniger Fleisch gesund ernähren kann.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ein weiteres Nahrungsmittel, welches zum Methan-Ausstoss beiträgt, ist Reis. In den Böden der bewässerten Reisfelder leben ebenfalls Bakterien, die Methan produzieren und dieses in die Atmosphäre entlassen. Wenn Reisfelder allerdings mindestens einmal pro Jahr trocken gelegt werden, gehen viele der Bakterien zugrunde und die Methan-Emissionen nehmen ab.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auch ausserhalb der Landwirtschaft findet man bedeutende, durch den Menschen verursachte Quellen von Methan, zum Beispiel Abfallhalden. Verbrennungsanlagen gibt es fast nur in den Industrieländern. Das aus Deponien entweichende Methan könnte relativ einfach aufgefangen und zur Energiegewinnung verwendet werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Daneben gibt es zahlreiche kleinere Methan-Quellen. Auch natürliche, die der Mensch nicht beeinflussen kann. Doch er ist es, der seine Möglichkeiten nutzen muss, um die Emissionen zu senken – bevor der Klimawandel die Zivilisation ernsthaft bedroht. Ibuki wird helfen, die Zusammenhänge mit der Entstehung von Treibhausgasen besser zu verstehen und seinen kleinen Beitrag leisten, damit wir – hoffentlich – zu handeln beginnen.</p>
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<h3 style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #808080;"><span style="background-color: #ffffff;"><strong>Methanhydrat beschleunigt den Klimawandel</strong></span></span></h3>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #808080;"><span style="background-color: #ffffff;">Eine natürliche Methan-Quelle befindet sich im Meer. Dort gibt es so genanntes Methanhydrat, eine Art festes Eis-Methan-Gemisch. Wissenschaftler wie der Amerikaner Peter U. Clark befürchten , dass auf Grund der Erwärmung der Weltmeere dieses „Methaneis“ schmelzen könnte und zusätzliches Methan aus diesen Lagerstätten freigesetzt wird. Die Mengen und die Geschwindigkeit sind schwierig abzuschätzen. Clark hält es für wahrscheinlich, dass der Klimawandel sich durch das freigesetzte Methan beschleunigt.</span></span></p>
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<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Im Netz</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Bundesamt für Umwelt: <a href="http://www.bafu.admin.ch/klima" target="_blank">http://www.bafu.admin.ch/klima</a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Zahlen zu den Treibhausgasemissionen in der Schweiz: <a href="http://www.climatereporting.ch" target="_blank">http://www.climatereporting.ch</a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Intergovernmental Panel on Climate Change („Weltklimarat“): <a href="http://www.ipcc.ch" target="_blank">http://www.ipcc.ch</a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Japanese Aerospace Exploration Agency mit Infos zu Ibuki:<a href="http://www.jaxa.jp/projects/sat/gosat/index_e.html" target="_blank"> http://www.jaxa.jp/projects/sat/gosat/index_e.html</a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> </p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Literatur</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Herausforderung Klimawandel, Bafu-Zeitschrift Umwelt 3/2008</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Livestock&#8217;s long shadow (Bericht der FAO)</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Anthony J. McMichael, John W. Powles, Colin D. Butler, Ricardo Uauy; Food, livestock production, energy, climate change, and health; Lancet 2007, 370: 1253–63.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Jane M.-F. Johnson, Alan J. Franzluebbers, Sharon Lachnicht Weyers, Donald C. Reicosky Agricultural opportunities to mitigate greenhouse gas emissions; Environmental Pollution 2007, 150: 107-124.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">James F. Kasting, Shuhei Ono; Palaeoclimates: the first two billion years; Phil. Trans. R. Soc. B 2006, 361, 917–929.</p>
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