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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; Krise</title>
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	<description>Das Magazin im Netz</description>
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		<title>Eindrücke vom Rande Europas</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 22:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joel Krebs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einsichten]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Irland]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/08/01/eindrucke-vom-rande-europas/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/irland1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Der Keltische Tiger ist wieder am Boden angelangt. Eine sanfte Landung ist es jedoch nicht. Die Arbeitslosenquote hat sich in Irland seit 2007 verdoppelt, die Wirtschaft bricht drastischer ein als in anderen Ländern Europas. Nun ist man darauf bedacht, dass Irland nicht das gleiche Schicksal widerfährt wie Island und die Annäherung an die Europäische Union wird wieder populärer – nur ein Jahr nach dem erfolgreichen Referendum gegen den Lissabon Vertrag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Eindrücke vom Rande Europas</h1>
<h2>Wirtschaftswunder und seine Tücken am Beispiel Irlands</h2>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_2195" class="wp-caption alignleft" style="width: 560px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-2195" title="Irland in der Krise" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/irland1.jpg" alt="Raue Aussicht über die irischen Klippen" width="550" height="242" /></dt>
</dl>
</div>
<dl id="attachment_2195" style="width: 560px;">
<dt> </dt>
</dl>
<h3><span>Der Keltische Tiger ist wieder am Boden angelangt. Eine sanfte Landung ist es jedoch nicht. Die Arbeitslosenquote hat sich in Irland seit 2007 verdoppelt, die Wirtschaft bricht drastischer ein als in anderen Ländern Europas. Nun ist man darauf bedacht, dass Irland nicht das gleiche Schicksal widerfährt wie Island und die Annäherung an die Europäische Union wird wieder populärer – nur ein Jahr nach dem erfolgreichen Referendum gegen den Lissabon Vertrag.</span></h3>
<p><span>Irland ist vor allem bei Jungen als Reiseziel beliebt. Pubs, Guiness, Irish Folk und eine wunderbare Natur machen Irland attraktiv. Doch dann gibt es da auch noch das Gemurmel um die Kriminalität in Irland. Dublin hat Amsterdam unterdessen als Drogenparadies abgelöst und kein Tag vergeht, in der man in den irischen Medien nichts von Gewaltverbrechen auf der Grünen Insel liest. Der steile wirtschaftliche Aufschwung und sein abruptes Ende.</span></p>
<h3><span>Vom Keltischem Tiger&#8230;</span></h3>
<p><span>Wenn man durch die Strassen von Galway, einer Stadt an der Westküste von Irland, geht, sieht man zahlreiche moderne Gebäude und gleich daneben ältere Häuser. Wann immer man ein solch modernes Glashaus sieht, muss man bedenken, dass dies erst in den letzten fünf bis zehn Jahren gebaut wurde. Vorher galt Irland als Armenhaus Europas. Erstaunlich ist es, wenn man ältere Filmaufnahmen von Dublin zwischen 1980 und 1990 sieht. Man wähnt sich am Anfang des 20. Jahrhunderts. Irland ist eines dieser Länder das extrem vom Beitritt in die Europäische Union profitiert hat. Es hat die Grenzen geöffnet und die Unternehmenssteuern drastisch gesenkt und wurde so schliesslich zum Musterschüler was die wirtschaftliche Entwicklung anbelangte. Irland gilt heute als eines der reichsten Länder Europas und der Welt.<br />
 </span></p>
<h3><span>&#8230;und seinem grausamen Tod</span></h3>
<p><span>Doch umso steiler der Aufstieg von Irland gewesen ist, umso heftiger wird Irland nun von der Krise getroffen. Als eines der ersten Länder Europas schlitterte Irland in eine Rezession. Seit Anfang dieses Jahres befindet sich Irland nun auch in einer Deflation (<a title="RTE News Meldung über die Deflation in Irland" href="http://www.rte.ie/news/2009/0212/inflation.html" target="_blank">Quelle</a>). Die Prognosen zeichen wirklich ein erschreckendes Bild: Im Jahre 2007 wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) von Irland um 6 Prozent. 2008 sank es 2 Prozent und für das Jahr 2009 wird ein Rückgang von 5 Prozent prognostiziert. Für das letzte Jahr wird eine Arbeitslosenquote von über 9% erwartet (<a title="Artikel der Zeit für Irland" href="http://www.zeit.de/2009/10/Irland" target="_blank">Quelle</a>). Man fürchtet ein ähnliches Schicksal wie Island: Den Staatsbankrott.<br />
 </span></p>
<h3><span>Willkommen in Westeuropa, Irland!</span></h3>
<p><span>Durch das Wirtschatfswachstum steigen in Irland auch die Löhne. Dell hat angekündigt die Produkt ihrer Computer im irischen Limerick einzustellen und sich auf die Produktionsstätte im polnischen Lodz zu konzentrieren. Ein Todesurteil für die Stadt Limerick und ein harter Schlag für ganz Irland. Irland widerfährt nun das, was vor einigen Jahren, zu Beginn des irischen Wirtschaftswunders, mit anderen westeuropäischen Staaten geschehen ist: Die Abwanderung von Arbeitsplätzen in ökonomisch günstigere Länder. Damit ist Irland endgültig beim restlichen Europa angekommen. Der tertiäre Sektor wird nun auch hier immer wichtiger und als Billig-Lohn-Land gilt Irland nun sicher nicht mehr. Es hat nun mit den gleichen Herausforderungen zu kämpfen wie die restlichen Länder Westeuropas.<br />
 </span></p>
<h3><span>Die Schattenseiten des Tigers</span></h3>
<p><span>Kriminalität ist in Irland ein grosses Thema. Viele Einheimische klagen über eine immer unsicherere Stadt. Sicherlich teilen die Iren das Interesse an Kriminalität mit den Briten und so ist es nicht verwunderlich, dass in den Irischen Medien viel mehr und ausführlicher über jede Art von Kriminalität berichtet wird. Trotzdem ist an den Aussagen und Befürchtugen der Einheimischen etwas dran: 2005 wurde eine Report über eine Umfrage innerhalb der Europäischen Union veröffentlicht, der die Kriminalität der Mitgliedstaaten analysierte (jedoch ohne die Staaten der EU-Osterweiterung). Irland ist demnach das Land, wo es am wahrscheinlichsten ist, von einem Verbrechen getroffen zu werden. Belfast und Dublin sind an den Stellen 4 und 5 der gefährlichsten Metropolen von Europa und stehen im interkontinentalen Vergleich sogar vor New York. Jeder fünfte Einwohner von Irland gibt an bereits einmal Opfer eines Verbrechens gewesen zu sein. Vor allem Raubüberfälle und sexuelle Gewalt sind in Irland ein grosses Problem (siehe Link am Ende des Artikels).<br />
 </span></p>
<h3><span>Mit Zuversicht in die Zukunft</span></h3>
<p><span>Der steile Aufstieg Irlands war sicherlich nötig und auch wenn er eine Vielzahl an Problemen mit sich gebracht hat, so wünscht sich wohl kein Ire wieder zurück vor die Zeit des Keltischen Tigers. Doch nun muss Irland auch noch in anderen Bereichen etwas aufholen, vor allem was Sozialversicherung und Gesundheitssystem angeht. Die Wirtschat wiederum muss sich andere Strategien für die Zukunft überlegen. Das den Iren das gelingen wird ist eigentlich kaum zu bezweifeln, denn auch wenn viele Einheimische sich über die Wirtschaftslage oder Kriminalität beklagen, niemand scheint aufzugeben zu wollen oder schwarz zu malen. Das kann man rasch in zahlreichen Gesprächen mit Einheimischen feststellen. Ebenfalls deutlich sichtbar ist eine Rückkehr zur Europäischen Union. Vermutlich hätte ein erneutes Referendum gegen den Vertrag von Lissabon nun deutlich weniger Chancen und darauf hofft man nun sowohl in Brüssel wie auch in Dublin selbst. Wie Island möchte man auf keinen Fall enden und auch dieser Inselstaat noch weiter weg vom Rest Europas drängt nun in die EU. Auch wenn die Zeit der Keltischen Tigers nun vorbei ist, so ist Irland sicherlich nicht am Ende.</span></p>
<p><strong>Links zum Thema</strong><br />
 <a title="Analyse der Kriminalität in Irland" href="http://www.gallup-europe.be/euics/Xz38/downloads/Ireland_Overview_for_Release.pdf" target="_blank">Irland in der Europäischen Umfrage über Kriminalität und Sicherheit 2005 (PDF)</a><br />
 <a title="Artikel in der Welt über den Abstieg Irlands" href="http://www.welt.de/wirtschaft/article3205997/Der-Abstieg-des-Wirtschaftswunderlandes-Irland.html" target="_blank">Der Abstieg des Wirtschatfswunderlandes Irland (Artikel bei der Welt)</a></p>
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		<item>
		<title>Kannibalen und Piraten</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 22:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian Schmidli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/06/01/kannibalen-und-piraten/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/News-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Die Schweizer Medienlandschaft hat den Notstand ausgerufen. Der Qualitätsjournalismus, ideologischer Wahrer der Demokratie, sei in Gefahr. Doch die Zeitungen selbst sind daran schuld.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Kannibalen und Piraten</h1>
<p><br class="spacer_" /></p>
<div id="attachment_2219" class="wp-caption alignleft" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-2219" title="News" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/News.jpg" alt="News © Stephanie Hofschläger / pixelio" width="550" height="274" /><p class="wp-caption-text">News © Stephanie Hofschläger / pixelio</p></div>
<p><br class="spacer_" /></p>
<h3>Die Schweizer Medienlandschaft hat den Notstand ausgerufen. Der Qualitätsjournalismus, ideologischer Wahrer der Demokratie, sei in Gefahr. Doch die Zeitungen selbst sind daran schuld.</h3>
<p>Das Internet ist der Tod der Zeitung. Dieser Satz scheint beschlossene Sache zu sein, schenkt man einer Vielzahl von Medienorganen Glauben, die sich die letzten Jahren zur Thematik geäussert haben. Dabei wurde stets auf dieselbe Pauke gehauen: Das Internet hungere die Zeitungen aus, ziehe ihnen Leser, Anzeigen und Informationen ab &#8211; gleichzeitig könne es sich davon kaum ernähren. Es fördere unprofessionelle Bürgerjournalisten und narzisstische Blogger, sei eine einzige Schatzinsel für virtuelle Piraten. Falsch ist das natürlich nicht. Tatsächlich verwischt die Virtualität die Grenzen des Qualitätsjournalismus, lässt Laien als Experten feiern und Professionalität durch Meinungen ersetzen. Das Internet lässt ganz klar suggerieren: Journalismus ist umsonst zu haben. Kein Wunder, stört es jene, die bisher damit Geld verdient haben.</p>
<p>Vom Internet bedroht ist in erster Linie die Presse. Wenn heute morgen in der NZZ zu lesen ist, was bereits gestern Nachmittag auf NZZ-Online stand, macht das Zeitungslesen keine Freude mehr. Im Gegenteil: man ist sich schmerzlich bewusst, auf dem Stand von gestern zu sein. Dazu kommt, dass die Zeitungen immer dünner werden und die Abogebühren steigen. Wofür also noch zahlen? Wer noch Zeitung liest, macht dies aus Prinzip. Aus Glauben an die „vierte Gewalt“, aus idealistischer Überzeugung. Denn einen Mehrwert kann die Zeitung, wie sie momentan in der Schweiz existiert, nicht mehr bieten. Trotzdem muss der Qualitätsjournalismus der seriösen Blätter mit der Zeitung finanziert werden, denn übers Internet gibt es, mangels funktionierendem Geschäftsmodell, nur wenig in die Kasse. So lässt sich die Angst der Branche nachvollziehen. Wenn immer weniger Geld fliesst, bangen die Leute um ihre Jobs.</p>
<p>Viele haben ihre Jobs bereits verloren. Gerade hat Tamedia, das grösste schweizerische Medienunternehmen, einen Viertel der Redaktionsplätze beim Tages-Anzeiger gestrichen. Es stellt sich die Frage: Warum? Warum kannibalisiert sich Tamedia selbst mit einer Pendlerzeitung und einem Online-Portal und kürzt dazu im Qualitätsbereich? Macht das Sinn? Nein. Sinn macht es keinen, aber Gewinn. Was im Geheul der „Medienkrise“ untergegangen ist: Tamedia macht noch immer Rendite von 10-20 Prozent. Davon können andere Branchen nur träumen. So gesehen ist es für Tamedia also kein Problem, die Qualität runterzuschrauben, solange die Idealisten weiter am Gedruckten hängen und auf dessen Werte schwören. Die gebliebenen Leser, so scheint es, stört die Abwärtsspirale nur wenig. Doch diese Abwärtsspirale ist das eigentliche Problem. Einmal mit dem „Online first“ begonnen, lässt sich keinen Rückzieher mehr erlauben. Die Konkurrenz wird es weiterziehen, wird weiterhin versuchen, möglichst billig ihr Printprodukt herauszugeben, und besteht es nur noch aus Agenturmeldungen und Publireportagen.</p>
<p>Die „Medienkrise“ und die Gefahr für den Qualitätsjournalismus wird also nicht vom Internet verschuldet, sondern vom neoliberalen Marktdenken der wichtigen Akteure. Die Führungsspitzen scheren sich nicht um Sinn und Zweck des Journalismus und dessen Aufgabe, als „vierte Gewalt“ die Demokratie zu wahren. Das zeigt das „Strukturierungsprogramm“ Tamedias aufs deutlichste. Warum also noch Zeitungen kaufen, wenn sie ihren ideologischen Zweck verloren haben? Wäre es nicht sinnvoller, auf ein „Grounding“ der ganzen Branche zu spekulieren um ein „Restrukturierungsprogramm“ der Schweizer Medienwelt zu ermöglichen? Denn vielleicht wäre der (vorläufige) Tod der Zeitung das, was der Qualitätsjournalismus bräuchte.</p>
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		<title>Schnee von gestern</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 22:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joel Krebs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/06/01/schnee-von-gestern/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/schnee-von-gestern1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Die traditionsreiche Berner Tageszeitung „Der Bund“ kämpft schon seit geraumer Zeit mit roten Zahlen, das hat nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun. Die Übernahme der Espace Media Groupe durch die Tamedia AG hat hier kaum etwas geändert. Nun folgen einschneidende Massnahmen: Fusion mit dem Zürcher Tagesanzeiger und massiver Stellenabbau.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Schnee von gestern</h1>
<h2>Der Kampf der Printmedien gegen das Aussterben</h2>
<div id="attachment_2204" class="wp-caption alignleft" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-2204" title="Schnee von gestern" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/schnee-von-gestern1.jpg" alt="Krise der Printmedien" width="550" height="298" /><p class="wp-caption-text">Schnee von vorgestern © Jeger / pixelio</p></div>
<h3><span>Die traditionsreiche Berner Tageszeitung „Der Bund“ kämpft schon seit geraumer Zeit mit roten Zahlen, das hat nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun. Die Übernahme der Espace Media Groupe durch die Tamedia AG hat hier kaum etwas geändert. Nun folgen einschneidende Massnahmen: Fusion mit dem Zürcher Tagesanzeiger und massiver Stellenabbau.</span></h3>
<p>Das die Printmedien in der Krise stecken ist schon länger bekannt. Die Gründe dafür sind vielfältig und meistens auch bekannt. Allem voran das Internet. Doch das hilft den betroffenen Medien leider wenig, denn wirklich konkrete Lösungsvorschläge fehlen. Das Internet ist Segen und Fluch zugleich. Viele sprechen unterdessen vor der schwierigsten Prüfung für die Medien.</p>
<p>Natürlich ist die Wirtschaftskrise nicht völlig unschuldig für die Misere der Printmedien. Eigentlich alle Verlage melden einen massiven Einbruch bei den Inseraten und ohne Inserate kann keine Zeitung überleben. Natürlich überlegt sich jedes Unternehmen nun zweimal, ob sie noch Inserate aufgeben, wenn überall das Geld fehlen zu scheint. Das ist aber nur der Tropfen, den das Fass zum überlaufen bringt. Gerade „Der Bund“ hat schon vor der Krise keine schwarzen Zahlen geschrieben. Im letzten Jahr wurde jedoch für alle klar, dass der Bund so nicht überleben wird. Vor kurzem hat nun die Tamedia AG bekannt gegeben, wie es mit dem Bund weitergehen soll.</p>
<h3><span>Die Gründe der Krise: Pendlerzeitung, Internet und das neue Zielpublikum<br />
 </span></h3>
<p>Die einzige Zeitung, der es in diesen Zeiten wirklich noch gut geht, ist die Pendlerzeitung 20 Minuten. Sie wirft grosse Gewinne ab und kann auf eine Leserschaft von 1.3 Millionen zählen. Auch wenn es eine Boulevardpresse ist und die Hintergrundinformationen im Gegensatz zu den kostenpflichtigen Tageszeitungen fehlen, so wird sie doch von beinahe jedem Pendler gelesen. Und wenn man die Informationen bereits gratis in kleinen Häppchen während der Zugfahrt erhält, dann scheint es den meisten Lesern überflüssig, auch noch eine kostenpflichtige Zeitung zu lesen.</p>
<p>Es ist aber falsch zu sagen, dass die Bereitschaft zum vermehrten Lesen auch länger als 20 Minuten durch die Gratisblätter abgenommen hätte. Die hohen Leserzahlen dieser Blätter begründen sich eher auf ein neues Zielpublikum das vorher kaum zu den Zeitungen gegriffen hat. Die junge Leserschaft setzt sich dabei aus allen Bevölkerungsschichten zusammen. Es ist egal ob es sich dabei um einen Studenten, Lehrling oder einfachen Schüler handelt. Zwar wird die Zeitung auch von älteren Menschen gelesen, doch dafür ist die Gratiszeitung nicht der einzige Weg sich zu informieren.</p>
<p>Was man in der 20 Minuten nicht kriegt, kriegt man trotzdem gratis und zwar im Internet. Hier liegt die Hauptursache für die Krise der Printmedien, denn auch wenn es verhältnismässig neu ist, so hat es sich rasch zu einem der wichtigsten Medienformen entwickelt. Auch die Newsportale von regulären Tageszeitungen vermelden einen grossen Zuwachs der Onlineleser. Das Problem: Damit verdient man kaum Geld. Der Gewinn, den man mit Inseraten im Internet macht, ist nur ein Bruchteil davon, was man in den Printmedien erreicht, und regelmässig zahlende Kunden in Form von Abonnementen hat man auch nicht.</p>
<h3><span>Die Lösung liegt im Problem</span></h3>
<p>Es führt jedoch kein Weg daran vorbei, seine Informationen ebenfalls im Internet anzubieten, das haben auch die Verlage erkannt, doch fehlt die Idee dazu das Internet auch wirtschaftlich zu nutzen. Hohe Zugriffszahlen auf den eigenen Webauftritt alleine helfen in der Krise kaum etwas. Man muss diese Zugriffszahlen noch in Geld verwandeln und hier fehlt die Innovation. Das betrifft nicht nur die Verlage in der Schweiz sondern die Verlage weltweit. Niemand weiss, wie man das Internet marktwirtschaftlich nutzen kann. Bisher verursacht es nämlich nur Kosten für die Verlage.</p>
<p>Wie sieht die Zukunft für die Printmedien aus? Sind sie denn am Ende? Braucht es sie überhaupt noch? Während die Tamedia AG den Bund und den Tagesanzeiger aus Kostengründen fusioniert und massiv Stellen abbaut, kauft das Unternehmen weiter andere Unternehmen auf. Erst im Mai kauften sie Edipress auf, ein Medienunternehmen in der französischsprachigen Schweiz. Liegt im Zusammenschluss der Medien die einzig mögliche Lösung?</p>
<p>Natürlich stellt sich dann die Frage der Medienvielfalt. Überall stünde dann das gleiche. Nur noch der Regionalteil sei dann noch unterschiedlich. Nun grundsätzlich folgt dies marktwirtschaftlichen Prinzipien, auf die man nicht so einfach Einfluss nehmen kann. Vielmehr stellt sich hier eine andere Frage: Wenn es schon zu einem Abbau des klassischen Journalismus kommt, dann kann man doch auch die gewagte Idee der staatlichen Zeitung aufwerfen.</p>
<h3><span>Unabhängigkeit und Monopol </span></h3>
<p>Eine Zeitung zu verstaatlichen wäre ein Tabubruch, denn ein ganz wichtiger Aspekt der Printmedien ist die Unabhängigkeit. Wie soll eine Zeitung als vierte Macht agieren und dem Staat kritisch auf die Finger schauen, wenn sie dem Staat gehört? Das Problem ist, dass die Unabhängigkeit genauso wenig gewährleistet werden kann, wenn alle Medien mehr und mehr einem grossen Unternehmen angehören. Was ist also besser? Die Kontrolle der Medien durch einen Verlag oder durch den Staat. Eine heikle Frage, die wohl kaum einfach so diskutiert werden kann. Es ist nur interessant, wie Banken aus der Krise geholfen wird, doch man sich über Zeitungen keine solchen Gedanken macht. Natürlich ist der Untergang einer UBS nicht mit dem Untergang der Zeitung „Der Bund“ zu vergleichen, trotzdem sollte man sich überlegen, wie viel einem eine Zeitung Wert ist. Nicht umsonst gehören dem Komitee „Rettet den Bund“ Politiker aus allen politischen Lagern an.</p>
<p><strong><span>Im Netz:</span></strong><br />
 <a title="Komitee &quot;Rettet den Bund&quot;" href="http://rettet-den-bund.ch/" target="_blank">rettet-den-bund.ch/ </a> <br />
 Komitee „Rettet den Bund“</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Georges T. Roos</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/04/01/georges-t-roos/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 22:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandro Portmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/04/01/georges-t-roos/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/chance-krise-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Die momentane Krise wird alle beschäftigen, jeden auf seine Weise. Um die Medienberichte kommt man heute nicht mehr herum. Erdrückende Schlagzeilen dominieren die Medienlandschaft. Wohl lange spielte sich dadurch die Wirtschaftskrise nur in den Köpfen ab, ohne den entscheidenden Bezug zum Portemonnaie. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) prognostiziert jedoch noch für dieses Jahr eine Rezession. Eine düstere Zukunft? Sehen wir doch auch mal die Chancen, welche daraus resultieren könnten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Standortkrise</h1>
<h2>Wir könnten die Krise mit einem gestärkten Rückgrat überstehen</h2>
<h2>
<div id="attachment_2276" class="wp-caption alignleft" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-2276 " title="chance-krise" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/chance-krise.jpg" alt="Mit etwas Glück werden wir die Krise meistern © Gerd Altmann  / pixelio" width="550" height="257" /><p class="wp-caption-text">Mit etwas Glück werden wir die Krise meistern © Gerd Altmann  / pixelio</p></div>
</h2>
<h3><strong>Die momentane 			Krise wird alle beschäftigen, jeden auf seine Weise. Um die Medienberichte kommt 			man heute nicht mehr herum. Erdrückende Schlagzeilen dominieren die 			Medienlandschaft. Wohl lange spielte sich dadurch die Wirtschaftskrise nur in 			den Köpfen ab, ohne den entscheidenden Bezug zum Portemonnaie. Das Staatssekretariat 			für Wirtschaft (SECO) prognostiziert jedoch noch für dieses Jahr eine Rezession. 			Eine düstere Zukunft? Sehen wir doch auch mal die Chancen, welche daraus 			resultieren könnten.</strong></h3>
<p>Die Schweizer Bevölkerung spürte bislang die Folgen der Wirtschaftskrise kaum. Dies wird sich jedoch laut SECO noch in diesem Jahr ändern. Die Bevölkerung braucht trotzdem keine Medienhetze. Die Krise könnte auch zu einem neuen, besser reguliertem Finanzsystem führen.</p>
<h3>Wirtschaftskrise als Verkaufsargument</h3>
<p>Die Rezession wird also kommen. Laut Prognosen des SECO mit einem Wirtschaftsrückgang um die 2,2 Prozent. Schweizerinnen und Schweizer haben in der letzten Zeit viel über die Finanzkrise gelesen. Man wurde, ob man nun wollte oder nicht, mit diesem Thema überschwemmt. Tatsächlich war es unmöglich nicht mit dem Thema Finanzkrise konfrontiert zu werden. Die Krise aber auch zu spüren ist wieder etwas anderes. Bisweilen spielte sie sich bei der Schweizer Bevölkerung hauptsächlich in deren Köpfen ab. Die Medienberichte schürte eine Existenzangst in der Bevölkerung: «Blick» setzt plakativ drei Ausrufezeichen nach der fettgedruckten Schlagzeile &#8211; muss er ja auch, schliesslich lebt die Boulevardzeitung von dieser Angst. Wir müssen uns mit der Wirtschaftslage auseinandersetzen, das ist klar. Jedoch ist es in dem Interesse aller, wenn dies auf konstruktive Weise geschieht.</p>
<h3>Rezession als Chance</h3>
<p>Natürlich traf es einige wirklich hart: Während einige ihren Job verloren, mussten andere einfach zusehen, wie ihre Aktien dahin schrumpften. Aber wie viele spüren die Krise wirklich? Der Luzerner FSP Psychologe Carlos Menti bemerkt bei seinen Patienten noch keine Sorgen im Bezug auf die laufende Krise: «Ich habe zwar Klienten aus verschiedenen beruflichen Bereichen und sozialen Schichten, bei den Beratungsgesprächen ergab sich jedoch noch kein Bezug zur Krise. Ich schätze, dass psychische Probleme infolge vermehrter Sorgen und Ängste aufgrund der Finanzkrise bei uns erst noch kommen werden». Warum aber diese Krise trotzdem eine Chance für die Zukunft sein kann, erklärt der Zukunftsforscher Georges T. Roos im Interview.</p>
<h3>Interview mit Georges T. Roos</h3>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #e11480;"><strong><img class="size-full wp-image-2288 alignright" title="georges-roos" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/georges-roos.jpg" alt="georges-roos" width="184" height="251" />Portrait von Georges T. Roos</strong></span><br />
 Georges T. Roos beschäftigt sich seit zehn Jahren mit den strategischen Zukunftsherausforderungen von Unternehmen und Organisationen.<br />
 1997 wurde er Mitglied der Geschäftsleitung des renommierten Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) in Rüschlikon/Zürich. Das GDI gilt europaweit als einer der massgebenden Think Tanks zur Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft.<br />
 2000 gründete Roos sein eigenes Institut ROOS Büro für Kulturelle Innovation. Schwerpunkt ist die strategische Zukunftsberatung von Unternehmungen und Organisationen. Das Institut ist unter anderem für Technologie-, Produktions- und Logistik-Unternehmen, Banken und Versicherungen und für gemeinnützige Organisationen tätig.</span></p>
<p><strong><em>nahaufnahmen:<span> </span><span>Sie bieten Beratungen 			für Firmen an &#8211; wäre das auch für Privatpersonen denkbar?</span></em></strong> <br />
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 Die Finanzwelt ist 			nicht mein Gebiet. Es gab aber Stimmen, die sie kommen sahen. Zum Beispiel gab 			es im August 2007 einen Früherkennungsprozess im Auftrag der dänischen 			Regierung, welche die jetzige Krise mit den dazugehörigen Indikatoren ziemlich 			genau vorhersah. Die Frage ist natürlich, ob die Menschen in Boomzeiten bereit 			sind, solche Prognosen auch wahrzunehmen. Oft werden sie in Überflusszeiten 			überhört. Es gab auch einen Astrologen der die Krise angeblich schon vor 12 			Jahre hat kommen sehen, allerdings sehr pauschal und ohne  Aussagen darüber, wie und warum sie kommen 			wird. Aber irgendwann wird immer eine Krise kommen. Die Aussage des Astrologen 			ist also ohne Hintergrund &#8211; eine solche Aussage könnte jeder machen.</p>
<p><strong><em>Kann eine solche Krise auch als Chance gesehen 			werden?</em></strong><br />
 Eine Krise ist immer 			auch eine Chance. Im Bezug auf die heutige Finanzkrise wird sie wahrscheinlich 			zu einer besseren Regulierung des Finanzsystems führen. Und der Wille vieler 			Regierungen, die Konjunktur zu stützen, kann im besten Fall dazu genutzt 			werden, Investitionen zu tätigen, die sowieso bald anstehen würden. Ich denke 			in erster Linie an das Thema Energie und dabei spreche ich nicht nur vom 			Klimawandel. Wir müssen wegkommen von der auf fossilen Brennstoffen beruhenden 			Wirtschaft.  Denn erstens liegen die 			meisten grossen Vorräte in politisch heiklen Regionen. Der Irakkrieg beispielsweise, 			auch ein Krieg um Erdöl, hat die USA bisher über eine halbe Billion Dollar 			gekostet. Und zweitens werden in den nächsten 20 Jahren einige der grössten 			Ölexportländer ihre Ölförderung selber brauchen. Gemäss einem Artikel in der 			Zeitschrift «Futurist» wird der Export-Höhepunkt in den nächsten 25 Jahren 			erreicht sein. Länder wie Saudi Arabien, Russland oder Amerika werden dann die 			Ressourcen gänzlich für den Eigengebrauch brauchen. Erdöl wird drittens knapp, 			weil die aufstrebenden Länder wie China und Indien einen riesigen Energiehunger 			haben werden. Wichtig ist zu wissen, dass der ökologische Umbau der 			Weltwirtschaft auf vermehrte Energieeffizienz und erneuerbare Energien nicht 			etwa das Wachstum bremst, sondern gar befördert: Die Internationale Energieagentur 			IEA in Paris hat in ihrem Szenario beschrieben, was es kostet, wenn wir alle 			bekannten Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Förderung erneuerbarer 			Energien umsetzen würden: In den nächsten 25 Jahren sind das 2.6 Billionen 			Dollar. Auf der anderen Seite würden aber die Endverbraucher im selben Zeitraum 			Energiekosten in der Höhe von 6 Billionen Dollar einsparen. Also Geld, das für 			andere Konsum- und Investitionsausgaben zur Verfügung stehen wird.</p>
<p><strong><em>Wie wird der Mensch in Zukunft mit Krisen 			umgehen, wird ihm das erleichtert?</em></strong><br />
 Nein, das wird nicht 			der Fall sein. Es wäre eine Utopie zu denken, dass die Menschheit in Zukunft 			ohne Krisen leben wird. Wir müssen lernen mit Ungewissheit umzugehen. Unser 			Erfahrungsraum deckt sich immer weniger mit dem Zukunftshorizont. Anders 			gesagt: Die Erfolgsrezepte von heute veralten immer schneller und werden zu 			Risiken in der Zukunft.</p>
<p><strong><em>Die Schweiz steht in einem Suizidranking 			relativ hoch oben, wird sich das in Zukunft ändern?</em></strong><br />
 Schwer zu sagen. 			Möglicherweise werden sie kurzfristig zurückgehen, denn gemäss Studien gibt es 			während Krisen weniger Suizide als in Überflusszeiten. Man hat in der Krise 			eine Aufgabe zu bewältigen, welche im Überfluss eher fehlen kann. Überfluss 			führt zu Überdruss.</p>
<p><strong><em>Wo wird sich die Schweiz in zehn, zwanzig 			Jahren positionieren? </em></strong><br />
 Seriöserweise kann ich 			das nicht so sagen. Die Zukunftsforschung arbeitet mit so genannten 			«Megatrends». Aber es gibt immer verschiedene mögliche Zukunftsentwicklungen 			und diese Tatsache macht eine ultimative Aussage zur Zukunft unmöglich. 			Verschiedene Ausprägungen in der Welt müssen bei diesen Forschungen 			miteinbezogen werden. Ich habe über den Wertewandel der Schweiz eine Studie 			gemacht. Ein zentraler Treiber des Wertewandels ist die Wohlstandsentwicklung. 			Je nachdem ergibt sich ein anderes Zukunftsbild. Angenommen die Schweiz würde 			einen markanten Wohlstandsverlust erleiden &#8211; und dazu könnte eine anhaltende 			globale Wirtschaftskrise, ergänzt durch einen Wirtschaftskrieg mit dem 			wichtigsten Partner EU führen &#8211; dann sehen wir tiefe gesellschaftliche 			Konflikte voraus.  Das Verhältnis der 			Generationen könnte ein solcher neuer Konfliktherd werden. Bedenken Sie, dass 			in den nächsten 20 Jahren der Anteil der über 65-Jährigen an der 			Gesamtbevölkerung markant steigen wird. Bald werden die älteren Mitbürger die 			Stimmenmehrheit haben. Wenn sie möchten, können sie in Zukunft ihre Interessen 			gegenüber der jüngeren Bevölkerung leicht durchsetzen.</p>
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		<title>Carlos Menti</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 22:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ivan Schuermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologe]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/04/01/carlos-menti/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/geldvernichtung-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Man hört nichts anderes mehr, als Berichte zur momentanen Lage auf dem Finanzmarkt. Und obwohl es schon fast nervt, haben auch wir uns umgehört. Aber nicht im Bezug zur momentanen Lage der Börse etwa, sondern den Mensch in den Mittelpunkt der Recherchen gesetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Harte Zeiten</h1>
<h2>Das Leben ist oft schwer &#8211; leichter wird es in naher Zukunft nicht</h2>
<div id="attachment_2306" class="wp-caption alignleft" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-2306 " title="geldvernichtung" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/geldvernichtung.jpg" alt="© 2008 stormpic / aboutpixel.de" width="550" height="270" /><p class="wp-caption-text">© 2008 stormpic / aboutpixel.de</p></div>
<h3>Man hört nichts anderes mehr, als Berichte zur momentanen Lage auf dem Finanzmarkt. Und obwohl es schon fast nervt, haben auch wir uns umgehört. Aber nicht im Bezug zur momentanen Lage der Börse etwa, sondern den Mensch in den Mittelpunkt der Recherchen gesetzt.</h3>
<p>Viele versuchen sich Tag für Tag durch zu beissen. Nicht gerade einfach ist es, am Morgen aufzustehen und an seinem Arbeitsplatz zu schuften. Die Erziehung bei weitem kein Kinderspiel. Manchmal droht der Kopf zu explodieren. Da ist es schwer die nötige Motivation aufzubringen</p>
<p>Zum Thema Krise haben wir das Gespräch mit dem FSP Psychologen C. Menti und dem Luzerner Zukunftsforscher Georges T. Roos gesucht. Dabei haben wir sehr Interessantes gehört &#8211; über die Gegenwart, die Zukunft aber auch über die Eigenschaften der Menschen selbst in solch turbulenten Tagen. Das Interview mit Georges T. Roos können Sie im ergänzenden Beitrag «Standort Krise» nachlesen.</p>
<h3>Die Krisen im Alltag</h3>
<p>Wenn man die alten Menschen reden hört, dann denkt man fast, es gab eine Zeit die beinahe frei von Sorgen war. Damals als alles noch einfach war. Doch der Alltag in der heutigen Zeit ist leider oft alles andere als einfach. Viele alltägliche Sorgen machen es uns schwer den Irrgarten des Lebens irgendwie zu meistern. Und gerade jetzt mit all diesen neuen globalen Problemen, sehen wir uns mit Aufgaben konfrontiert, die es zu lösen gilt. Dieser Thematik wollte ich mich einmal etwas genauer widmen und habe nebst dem interessanten Interview auch in Zahlen und Fakten Antworten gefunden auf welche Krisen viele von uns eingehen müssen, trotz unserem sonst schon schwer beladenen Rucksack der Alltagssorgen.</p>
<h3>Zahlen und Fakten</h3>
<p>Als erstes fragen wir beim Bundesamt für Statistik (BfS) nach, ob Statistiken auftauchen, die nichts Gutes verheissen. Die ersten Zahlen die direkt ins Auge stechen, sind die deutlich zunehmenden Arbeitslosen im Vergleich zu denselben Monaten im Vorjahr:</p>
<p>Dezember 08/09: +18.9%<br />
 Januar 08/09: +14.8%<br />
 Februar 08/09: +22.1%</p>
<p>Diese Zahlen sind ganz klar ein Zeichen dafür, dass 			viele Menschen sich darüber sorgen müssen, ob sie auch in naher Zukunft eine 			Anstellung haben. Fehlende Konsumbereitschaft wie auch die kleineren 			Haushaltsbudget werden der momentanen Finanzkrise keinen Abbruch erbringen. 			Dazu kommt die Situation in der Familie. Denn gemäss dem BfS sind weit über 60% 			der Frauen mit Kleinkind erwerbstätig.</p>
<p>Zieht man ein Strich unter diese kurz genannten Zahlen, 			ergibt sich Folgendes: Wir können damit rechnen, dass der Druck am Arbeitsplatz 			ansteigt und viele Arbeitgeber von den gewöhnlichen Festanstellungen absehen 			und stattdessen Kurzarbeitsbeschäftigung in Betracht ziehen. Dazu kommt, dass 			viele Haushalte einiges ihrer privaten Zeit aufopfern für eine zweite 			Einnahmequelle. Somit verlieren zum Beispiel Kinder wichtige Bezugszeit zu den 			Eltern, was sich wiederum auf das soziale Verhalten ausprägen kann. Eine immer 			größere Aufgabe wartet und man wird in Zukunft mehr denn je gefordert, um den 			Alltag wieder alltäglich zu machen.</p>
<h3>Interview mit Carlos Menti</h3>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #e11480;"><strong><img class="alignright size-medium wp-image-2308" title="menti" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/menti-307x450.jpg" alt="menti" width="192" height="281" />Portrait von Carlos Menti</strong></span><br />
 </span>Carlos Menti studierte Psychologie und Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters an derUniversität Zürich und absolvierte danach die 4-jährige Weiterbildung zum systemischen Psychotherapeuten am Institut für systemische Entwicklung und Fortbildung (IEF). Er verfügt über mehrjährige Erfahrung als Schulpsychologe, Schulsozialarbeiter sowie systemischer Berater und Coach in eigener Praxis. &#8211; <a title="Praxis von Carlos Menti" href="http://www.psychologie-praxis.ch" target="_blank">www.psychologie-praxis.ch</a></p>
<p><span><em><strong>nahaufnahmen: Bekomme Sie die Finanzkrise im Bezug auf Ihre Klienten zu spüren?</strong><br />
 </em>Menti: Ich habe Klienten aus verschiedenen beruflichen Bereichen 			und sozialen Schichten, wie zum Beispiel Menschen die in einer Bank arbeiten 			oder auch welche, die im freien Markt unternehmerisch tätig sind, jedoch spüre 			ich noch keine Auswirkungen im Bezug auf die Finanzkrise. Klar gibt es 			Menschen, die dadurch vermutlich mehr unter Druck stehen, dies steht jedoch 			nicht im Vordergrund der Beratungen. </span><!--[if gte mso 9]><xml> Normal 			0 			21 			false 			false 			false 			DE-CH 			X-NONE 			X-NONE 			MicrosoftInternetExplorer4 </xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> </xml><![endif]--> <!--[if gte mso 10]> <mce:style><!  			/* Style Definitions */ 			table.MsoNormalTable 			{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 			mso-tstyle-rowband-size:0; 			mso-tstyle-colband-size:0; 			mso-style-noshow:yes; 			mso-style-priority:99; 			mso-style-qformat:yes; 			mso-style-parent:""; 			mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 			mso-para-margin:0cm; 			mso-para-margin-bottom:.0001pt; 			mso-pagination:widow-orphan; 			font-size:11.0pt; 			font-family:"Calibri","sans-serif"; 			mso-ascii-font-family:Calibri; 			mso-ascii-theme-font:minor-latin; 			mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 			mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 			mso-hansi-font-family:Calibri; 			mso-hansi-theme-font:minor-latin; 			mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 			mso-bidi-theme-font:minor-bidi;} 			 --> <!--[endif]--></p>
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 Zurzeit habe ich 			tatsächlich vermehrt Anfragen. Dies führe ich jedoch (noch) nicht auf die 			unmittelbaren Auswirkungen der Finanzkrise zurück, sondern vielmehr auf 			Weiterempfehlungen und den zunehmenden Bekanntheitsgrad.</span></p>
<p><span><strong><em>Wo liegen die Hauptsorgen ihrer 			Klienten?</em></strong><br />
 Oft ist es eine zunehmende Unzufriedenheit mit dem Alltagsleben. So 			arbeiten heute viele Menschen in Berufen oder üben Tätigkeiten aus, mit denen 			sie sich nicht identifizieren können. Es handelt sich oft um Beschäftigungen, 			die ihnen schlicht keine Erfüllung oder zumindest Zufriedenheit bietet. Man 			wird in einen Beruf reinmanövriert, den man eigentlich nie machen wollte. Dies 			beginnt schon bei der Suche nach einem Lehrplatz, wo viele gezwungen sind, 			einen Beruf zu erlernen, der der ihnen wenig zusagt oder entspricht, da es für 			die gewünschte Berufsrichtung keine offenen Lehrstellen mehr gibt. Bei einem 			Coaching ist es dann oftmals nicht ganz einfach die Situation schnell zu 			verändern, da sich ja nicht jeder gleich umschulen kann und somit das primäre 			Problem nicht direkt angegangen werden kann. Für mich hängen diese 			Fragestellungen mit dem Motiv der Selbstverwirklichung und Sinnsuche zusammen. 			Es ist als eine klassische, beinah philosophische Fragestellung von der Art 			„Wer bin ich?&#8221; oder „Wozu sind wir auf dieser Welt?&#8221;</span></p>
<p><span><strong><em>Denken Sie, dass die 			Suizidbereitschaft in naher Zukunft durch die Wirtschaftskrise zunehmen wird?</em></strong><br />
 Dazu kann ich nicht 			viel sagen, weil ich es nicht vorhersehen kann.</span></p>
<p><strong><em>Was würden sie den Menschen raten, 			die aufgrund der Finanzkrise unter Druck stehen?</em></strong><br />
 Um dies zu 			beantworten, muss ich kurz etwas ausholen: Wenn wir von den menschlichen 			Grundmotiven ausgehen, so ist das erste und wichtigste Motiv das Urvertrauen. 			Dieses entsteht aus den erfüllten Geborgenheitsbedürfnissen und äussert sich in 			der Bindung des Kindes an die Eltern. Dieses Gefühl des Sich-angenommen-fühlen 			ohne jegliche Bedingungen bildet einen beträchtlichen Teil der späteren 			Selbstsicherheit. Dies bestimmt in grossem Mass unser späteres Erleben und 			Verhalten. Da wir jedoch in einer Gesellschaft leben, in der wir für fast alles 			eine Versicherung haben und die Menschen sich dadurch in Sicherheit glauben, 			verlieren wir immer mehr den Bezug zum Wesentlichen. Und wenn das Fundament 			sich nicht richtig entwickeln kann, stehen auch die nachfolgenden Motive auf 			wackligen Beinen.<span> </span></p>
<p><span><img class="alignleft size-full wp-image-2309" title="maslow" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/maslow.png" alt="maslow" width="280" height="222" />Auf der abgebildeten 			Motivpyramide erkennt man die entwicklungspsychologisch Begründeten Motive. 			Daraus wird ersichtlich, wie wichtig gerade das erste Motiv ist. Wenn die 			Grundbedürfnisse des Säuglings befriedigt werden, wobei ich nicht nur die 			physischen, sondern insbesondere auch die emotionalen Bedürfnisse meine, so 			entwickelt ein Kind Urvertrauen und bindet sich sicher an die Eltern oder 			Bezugspersonen. So ein Kind entwickelt auch eine natürliche Neugier, braucht 			nicht kompensatorisch viel Aufmerksamkeit und Anerkennung, ist stets bestrebt 			seine Kompetenzen zu erweitern und entwickelt genügend Einfühlungsvermögen, um 			sich in seine Mitmenschen einfühlen zu können und ein Teil der Gemeinschaft zu 			werden. Um auf die Frage zurückzukommen: Ich hoffe, dass es aufgrund der 			äusseren Verunsicherung durch die Finanzkrise zu einem Umdenken kommt. Meinens 			Erachtens ist es eine Chance für eine Umbesinnung auf die Grundfragen und 			-werte des Menschen. So nach dem Motto: „Back to basics&#8221;. Und dabei bilden die 			genannten Motive eine gute Grundlage.</span></p>
<p><span><strong><em>Wie sehen Sie die Tatsache, dass über 			60% der Frauen mit Kleinkindern berufstätig sind und die Kinder fremdbetreut 			werden?</em></strong><br />
 Damit Kinder eine gute 			Bindung und somit ein gutes Urvertrauen bilden können, braucht es Stabilität 			und Kontinuität in den Beziehungen. Dabei muss es nicht zwingend nur die Mutter 			sein, die dieses Bedürfnis zu erfüllen hat. Kinder können schliesslich auch zu 			anderen Bezugspersonen eine Bildung aufbauen. In erster Linie denke ich da an 			den Vater, die Grosseltern, den Geschwistern, eine Tagesmutter oder Person in 			der Kinderkrippe. Bei den beiden letztgenannten kann es ungünstig sein, wenn es 			zu regelmässigen Wechseln kommt, da das Kind dies im schlimmsten Fall als 			Bindungsverlust quittiert. Dies ist dann der Fall, wenn z.B. eine Bezugsperson 			in der Krippe die Stelle wechselt. Mein Rat an die Eltern und insbesondere an 			die Vätern lautet demnach: nehmt euch soviel Zeit wie möglich für eure Kinder! 			Dies ist die beste Investition, die man tätigen kann. </span></p>
<p><span><strong><em>Wie ist der Anteil bei ihren Klienten 			auf das Geschlecht bezogen?</em></strong><br />
 In meiner Praxis habe 			ich ein sehr ausgeglichenes Verhältnis betreffend dem Geschlecht. Ich stelle 			jedoch fest, dass Frauen ein etwas feineres Sensorium dafür haben, wann sie 			sich in psychologischer Beratung begeben sollen als Männer. Das heisst, dass 			sie nicht erst eine Beratungsperson aufsuchen, wenn die Situation bereits 			festgefahren ist. Somit erkennen sie früher Probleme und Sorgen und setzten 			sich damit auch viel mehr auseinander. </span></p>
<p><span><strong><em>Sind Männer also anfälliger für eine 			Suchtproblematik oder eine psychische Störung?</em></strong><br />
 Dies lässt sich so 			nicht verallgemeinern. Vermutlich ist es jedoch so, dass Frauen und Männer 			einen teilweise anderen Umgang mit Belastungen und Konflikten pflegen bzw. 			bevorzugen. So wissen wir heute, dass bei den Depressionen Frauen mit 2/3 die 			Mehrheit bilden. Jedoch sind Männer mehr der Gefahr von Alkoholismus ausgesetzt 			(ebenfalls 2/3). Daraus könnte man schliessen, dass um unterschiedliche 			Reaktionen oder Verarbeitungsarten handelt. Doch dies ist wie bereits gesagt 			eine Vermutung. </span></p>
<p><span><strong><em>Was halten Sie von Hotline &#8211; 			Beratung, sprich Wahrsager und Konsorte für 4.90 die Minute?</em></strong><br />
 Ich will nicht die 			Möglichkeit bestreiten, dass es darunter Menschen mit therapeutischen 			Fähigkeiten gibt, doch ich stehe dieser Art von Beratungen skeptisch gegenüber. </span></p>
<p><span><strong><em>Stellen diese auch eine Gefahr dar?</em></strong><br />
 Ganz klar kann eine 			solche Beratung sehr nach hinten losgehen. Wenn zum Beispiel viel Hoffnung 			gemacht wird, aber dann nichts davon eintritt. Ich persönlich halte nicht viel 			davon.</span></p>
<p><span><strong><em>Wie sehen sie das Verhalten der 			Menschen in Krisenzeiten auf die Zukunft bezogen?</em></strong><br />
 Die Menschheit 			reagiert immer auf die gleiche Weise: In Phasen der Hochkonjuktur wagt man sich 			auf die dünnen Äste. In Krisenzeiten greift man nach dem dicken Stamm zurück. 			Ich persönlich hoffe, dass die Menschen die Auswirkungen der Finanzkrise als 			Chance für eine Umbesinnung auf die Grundwerte packen. </span></p>
<p><span><strong><em>Wenn man davon ausgeht, dass Krisen 			notwendig sind für eine Weiterentwicklung, wird da die Aufgabe eines Psychologen 			nicht überflüssig?</em></strong><br />
 Im Gegenteil. Gerade 			in Krisenzeiten werden Psychologen mehr gebraucht. Sie bieten eine wertvolle 			Stütze. Denn Krisen sind nicht notgedrungen eine Chance, sondern in erster 			Linie eine Gefahr aufgrund des Verlustes an Sicherheit. Auf der Ebene des 			Weltgeschehens kann es schnell zu Aufruhr oder gar Krieg kommen. Auf der 			persönlichen Ebene kann es zu vergleichbaren Erscheinungen kommen. Durch eine 			professionelle Beratung können die ablaufenden Prozesse so unterstützt werden, 			dass eine Krise in eine Chance für den persönlichen Wachstum umgemünzt werden 			kann. Dies ist dann der Fall, wenn zum Beispiel Ressourcen aktiviert oder neue 			Fähigkeiten entdeckt und eingesetzt werden können. Das Ziel dabei bleibt stets, 			auf persönlicher und menschlicher Ebene zu reifen.</span></p>
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