
Das dreizehnte Fensterchen wird arg strapaziert. Es mag kaum im Zaum zu halten, was da von innen alles gegen das eiskristallgezierte Glas drängt: Ein wenig Schabernack. Ein paar aufs Maul. Und etwas für die Seele. Viel Blut. Viel davon Herzblut. Und jede Menge Katholizismus. Öffnen wir das Fenster also in besinnlicher Laune und gehen in Deckung vor allem, was daraus hervorkullern mag…

Coming of Age-Story, Verwechslungskomödie, Gender Bending, Karate-Flick, Sozialfarce, Milieustudie, High School-Romanze, Splatterorgie, Grand Guignol und und und und und: Sion Sono fasst mit „Love Exposure“ in knapp vier Stunden mehrere Jahrzehnte japanischer Pop-Kultur zusammen und führt sie zugleich zu einem Höhepunkt. Mit einem Wort: Wahnsinn.
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