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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; Macht</title>
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	<description>Das Magazin im Netz</description>
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		<title>Portrait der Mächtigen</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 22:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandro Portmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/05/01/portrait-der-machtigen/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/bundesrat-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Mit der modernen Demokratie haben die Machtsymbole an Wert verloren.  Es gibt jedoch immer noch Synonyme für Macht in  den Porträts der Mächtigen. Macht ist ein guter Nährboden für Allmachtsfantasien, der Narziss bestimmt welche Status- oder Machtsymbole in den Porträts dargestellt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Portrait der Mächtigen</h1>
<h2>Symbole der Macht</h2>
<div id="attachment_2226" class="wp-caption alignleft" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-2226  " title="Bundesrat" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/bundesrat.jpg" alt="Bundesratsphoto 2009" width="550" height="328" /><p class="wp-caption-text">Bundesratsphoto 2009</p></div>
<p><span><strong>Mit der modernen Demokratie haben die 			Machtsymbole an Wert verloren.  Es gibt 			jedoch immer noch Synonyme für Macht in  			den Porträts der Mächtigen. Macht ist ein guter Nährboden für 			Allmachtsfantasien, der Narziss bestimmt welche Status- oder Machtsymbole in 			den Porträts dargestellt werden.</strong></span></p>
<p><span>Immer wieder treffen sich die Mächtigen der Welt um sich über die Zukunft zu beraten und Zeichen zu setzen. Gerade sie müssen sich der Welt optimal präsentieren und dabei Stärke und Vertrauen austrahlen. Sie setzten Zeichen unter anderem auch mit Symbolen, auch wenn es längst nicht mehr Krone und Zepter sind. </span></p>
<h3><span>Die Landesfahne als Synonym für Tradition</span></h3>
<p>In der modernen Demokratie haben Symbole der Macht ihre Bedeutung verloren – viel wichtiger wurde das allgemeine Etikett. Anders als bei der Diktatur sind die Mächtigen stärker an das Volk gebunden, denn das Volk ist es, die den Bundesrat wählt. Tradition und Volksnähe, Vertrauen und Kompetenz sind die Schlüsselmerkmale in der Demokratie. Das spiegelt sich auch in den Porträts der Staatsmännern und Frauen. Die Porträts sind schlicht gehalten und verzichten auf Synonyme wie Schwert, Thron oder Krone. Zwei Symbole haben aber überlebt: Der Anzug und die Landesfahne. Beides Symbole die omnipräsent in den Porträts der Mächtigen auftauchen. Obwohl die Machtinhaber schon immer Wert auf adrette Kleidung legten, so ist sie heute als Symbol für Kompetenz wichtiger denn je. Die Landesfahne hingegen spiegelt den gewünschten Patriotismus und die Rückbesinnung auf die traditionellen Werte wider.</p>
<h3><span>Staatspräsident oder Statuspräsident </span></h3>
<p>Neben Kleidung und Fahne gibt es unter den Machtinhabern, wie auch allen anderen, einige Statussymbole, die mit Geld und Narzissmuss im Zusammenhang stehen. Wer Macht besitzt steht auf einem guten Nährboden für Allmachtsphantasien und Narzissmus. Macht bedeutet oft auch Geld. Und mit dem Geld können die entsprechenden Phantasien sehr gut umgesetzt werden. Beispielsweise der Traum von ewiger Jugend und Schönheit. Eine Vorstellung die sich durch jede Epoche der menschlichen Geschichte zieht, ist auch eine Frage des Narzissen und der Machtposition. Der sogenannte Schönheitswahn hat sich längst über die Grenze Hollywoods hinweggesetzt. Das unnatürliche «Etikett Schönheit» ist auch in der Politik zu einem Thema geworden. Es ist eine Frage des Status geworden auch jung und dynamisch zu wirken. So war es auch im Januar 2004, als Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi für einige Wochen von der Politbühne verschwand um sich mehrfachen Schönheitsoperationen zu unterziehen. Wichtig für Staatspersonen ist, dass sie nicht zu Statuspräsidenten verkommen und den Blick aufs Wesentliche konzentrieren.</p>
<h3><span>Amerikanische Präsidentenslideshow</span></h3>
<p>Auf der Webseite www.whitehouse.gov gibt es eine Porträtgallerie mit allen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Von George Washington bis zu Barack Obama. Manche Porträts sind schlicht gehalten: Anzug und Krawatte sind die einzigen Synonyme der Macht. Andere wiederum haben weniger auffällige Symbole eingebaut: Schreibzeug, Briefsiegel, Verträge, oder die Amerikanische Flagge sind die häufigsten Symbole. Georges Washington, der ersten Präsident der USA, geht einen Schritt weiter. Er wird mit Schwert und Regenbogen im Hintergrund dargestellt.</p>
<div id="attachment_2225" class="wp-caption alignleft" style="width: 239px"><a href="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/Washington.jpg"><img class="size-full wp-image-2225  " title="Washington" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/Washington.jpg" alt="Beim Porträt von George Washington wurden dezente Symbole eingebaut" width="229" height="373" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Porträt von George Washington wurden dezente Symbole eingebaut</p></div>
<h3><span>Die Krone als Symbol der Macht </span></h3>
<p>Eines der ersten und auch geläufigsten Symbole, das mit Macht assoziiert wird, ist die Krone. Sie begleitet die europäische Geschichte seit gut 1000 Jahren. Sie symbolisiert die Würde und Macht des Königs über ein Territorium und dessen Bevölkerung. Vorläufer der Krone gehen zurück in die Antike, wo die Griechen eine sogenannte Corona (lateinisch für Kranz) trugen. Seit dem 19. Jahrhundert gilt die Krone als Herrschersymbol wieder als veraltet und umständlich &#8211; bis sie ihre ursprüngliche, traditionelle Funktion verlor. Nach diesem Symbolbruch verzichteten neu entstandene Länder wie die Sowjetunion, Italien oder Holland auf die herkömmliche Krone aus Gold und Edelsteinen und setzten die Krone als Synonym für Würde und Macht in die Landesflagge. Seit dem 20 Jahrhundert hat die Krone ihre symbolische Funktion ganz verloren. In Europa gibt es noch fünf Monarchenländer, die eine Krone besitzen: Schweden, Spanien, das Vereinigte Königreich von Britannien, Dänemark und das Königreich der Niederlande.</p>
<h3><span>Porträt des Bundesrates? </span></h3>
<p>Generell kann man sagen, dass Statussymbole als Synonyme der Macht immer stärker an Wert verlieren. Die Machtinhaber sind auf die Meinung der Bevölkerung angewiesen. Volksnähe ist also wichtiger als ausdrucksstarke Machtsymbole, zumindest in den Ländern in denen die Demokratie als politische Form ausgeübt wird. Volksnähe zeigt auch das Schweizer Bundesratsfoto 2009 (siehe oben): Auffällig ist die Hand von Merz, Leuenberger und Maurer die in der Hosentasche steckt. Diese Symbolik kommt nicht nur positiv an. Als Kommentar zu dem «Tages Anzeiger» Artikel «Die Bundesräte – jetzt dreidimensional» schreibt Rolf Schuhmacher: «&#8230;Die Volksnahe Geste der Hand im Hosensack passt nicht zum teuren Massanzug». Die Schweiz präsentiert sich gerne nah mit dem Volk. Dies zeigt auch das Foto von 2008, das den Bundesrat inmitten einer Menschenmenge darstellt, auch wenn man die sieben Mächtigen ein wenig suchen muss. Auch Lorenz Keiser hat eine Meinung zum aktuellen Budesratsfoto, in seiner Kolumne schreibt er: «Selten haben mich Zeitungsbilder des Elends so betroffen gemacht und aufgewühlt wie in den letzten Tagen. Auch ich habe darum Geld gespendet. 1000 Franken für die Flutopfer in Südostasien. 800 Franken für ein anständiges Bundesratsfoto.»</p>
<p><strong><span>Im Netz</span></strong> <br />
 <a href="http://www.whitehouse.gov/" target="_blank">www.whitehouse.gov</a> <br />
 Slideshow der 44 Amerikanischen Präsidenten</p>
<p><a href="http://www.admin.ch/br">www.admin.ch/br </a> <br />
 Internetseite des Bundesrates. Slideshow der Bundesratfotos bis 1993 unter Dienstleistung/Bundesratfotos</p>
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		<title>Zitterpartie einer Atommmacht</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 22:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joel Krebs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/05/01/zitterpartie-einer-atommmacht/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/Pakistanische-Armee-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Klammheimlich hat Pakistan sich in den 1980er Jahre ein Atomwaffenprogramm angeeignet - eigentlich um auf das Kernwaffenprogramm Indiens zu reagieren. Schätzungen zielen heute auf 50 - 100 nuklearen Gefechtsköpfen in Pakistan. Das alleine wäre aber noch nicht wirklich besorgniserregend, doch in Verbindung mit der politischen Lage Pakistans ist der Umstand sehr beunruhigend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Zitterpartie einer Atommacht</h1>
<h2>Es gibt viele Gründe finster in die Zukunft zu blicken &#8211; Pakistan ist einer davon</h2>
<h3><img class="alignleft size-full wp-image-2238" title="Pakistanische Armee" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/Pakistanische-Armee.jpg" alt="Pakistanische Armee" width="550" height="349" /><span>Klammheimlich hat Pakistan sich in den 1980er Jahre ein Atomwaffenprogramm angeeignet &#8211; eigentlich um auf das Kernwaffenprogramm Indiens zu reagieren. Schätzungen zielen heute auf 50 &#8211; 100 nuklearen Gefechtsköpfen in Pakistan. Das alleine wäre aber noch nicht wirklich besorgniserregend, doch in Verbindung mit der politischen Lage Pakistans ist der Umstand sehr beunruhigend.</span></h3>
<p>Unter totalitären Staaten ist es heutzutage üblich mit einem Atomwaffenprogramm zu drohen. Die Reaktion vom Rest der Welt sind dann meist Sanktionen und Drohungen. Doch statt sich über das angekündigte Kernwaffenprogramm vom Iran und von Nordkorea Sorgen zu machen, sollte man lieber über jene Staaten nachdenken, die bereits Atomwaffen besitzten. In den letzten acht Jahren &#8211; der Amtszeit von George W. Bush &#8211; schien dies etwas in Vergessenheit geraten zu sein, da lag der Schwerpunkt im Irak. Doch im Gegensatz zum Irak ist Afghanistan nicht weit von der Atombombe entfernt. Diese liegt nämlich im benachbarten Pakistan.</p>
<h3>Wechsel von der Mitlitärdiktatur zur Instabilität</h3>
<p>Im August 2008 tratt Pervez Musharraf als Präsident von Pakistan zurück. Nachdem er mehrere Male Neuwahlen verschoben hatte, den obersten Richter Chaudhry abgesetzt hatte und &#8211; unter anderem &#8211; durch seine Annäherung an die USA immer mehr das Vertrauen der Bevölkerung verloren hatte, konnte er sich nicht mehr an der Macht halten. Im September wurde schliesslich Asif Ali Zardari als Präsident Pakistans vereidigt. Dies bedeutet das Ende einer Militärdiktatur, doch leider auch unsicherere Zeiten in Pakistan. Musharraf stand den USA und Bushs Krieg gegen den Terror immer positiv gegenüber. Dies machte ihn im eigenen Volk zwar sehr unpopulär, doch hatte er so einen mächtigen Verbündeten an der Seite. Gleichzeitig können die USA sicher gehen, dass  die Atomwaffen in Pakistan einigermasen sicher sind.</p>
<h3>Vom Regen in die Traufe</h3>
<p>Schlimmer als eine Militärdikatur wären eigentlich nur zwei Dinge: Ein Machtvaakum oder eine radikal islamistische Führung der Taliban. Letztere leisten zur Zeit noch in Afghanistan den Widerstand gegen die westlichen Besatzter fort, doch ihr Einfluss in Pakistan wächst und wächst. Vor allem sind die nordwestlichen Provinzen für die Taliban und andere Stammeskrieger ein vorzügliches Rückszugsgebiet. Dass der Druck auf die Regierung Pakistans stetig zu nimmt ist nun deutlich zu sehen: Im Februar  2009 haben sich die Parteien darauf geeinigt im Bezirk Malakand künftig die umstrittene Scharia als Rechtssystem angewendet wird. Im April folgte ein gleiches Abkommen für das Swat-Tal.</p>
<h3>24 lässt grüssen</h3>
<p>Eine Atombombe in den Händen von Terroristen ist eine Horrorvorstellung und eignet sich normalerweise hervorragend für Actionserien wie 24 &#8211; das dieses Szenario jedoch einmal Wahrheit werden könnte, davon war man bisher weit entfernt. Doch in Pakistan könnte es soweit kommen. Natürlich sollte man nicht allzu schwarz malen, denn unterdessen ist das Thema Pakistan und Afghanistan in der Öffentlichkeit, als auch in der Politik wohl bekannt. Vor allem der US-Präsident Obama hat das Thema Afghanistan wieder in den allgemeinen Fokus gerückt und damit auch das Interesse der NATO an Afghanistan verstärkt. Vorher interessierten sich die Staaten viel mehr für Irak &#8211; die zweite Riesenbaustelle.</p>
<h3>Mobiliserung in Europa</h3>
<p>Barack Obama hat es &#8211; im Gegensatz zu George W. Bush &#8211; auch geschafft die Europäer wieder mehr in den Konflikt einzubeziehen. Er macht auf das Problem aufmerksam und möchte es zusammen mit den Europäern angehen. Dabei drängt er jedoch nicht unbedingt auf mehr und mehr Truppen, denn dieses Statement will wohl kaum ein europäischer Staatschef von sich geben, hegt er noch irgendwelche Hoffnungen auf eine Wiederwahl. Zudem betrachtet die NATO das Problem der Taliban nicht mehr nur als Problem Afghanistans, sondern als ein afghanisch-pakistanisches Problem. Es bleibt wirklich zu hoffen, dass der Westen das Problem gemeinsam mit den beteiligten Staaten angeht und auf eine langfristige Befriedeung der Region hinarbeitet. Denn solange die Atomwaffen tief unter der Erde in irgendeinem Bunker schlummern, kann man damit leben. Doch in den falschen Händen möchte man sie wirklich nicht sehen.</p>
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