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	<title>nahaufnahmen.ch &#187; Medien</title>
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	<description>Das Magazin im Netz</description>
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		<title>Von CNN zu MMS</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 17:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Catharina Graf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Geert van Kesteren]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[mms]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2010/01/26/von-cnn-zu-mms/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/01/handycam-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Youtube und MMS statt CNN und Magnum-Fotografie: Das Beispiel Iran zeigt, dass die Medien ihre Rolle im Zeitalter der Berichterstattung 2.0 überdenken müssen. Der niederländische Fotojournalist Geert van Kesteren macht mit seinen Reportagen über den Irak beispielhaft vor, wie sich der Journalismus den stetig wandelnden medialen Technologien anpassen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Von CNN zu MMS</h1>
<h2>&#8220;Baghdad Calling&#8221; und &#8220;Why, Mister Why?&#8221; von Geert van Kesteren</h2>
<div id="attachment_2366" class="wp-caption alignleft" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-2366 " title="handycam" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/01/handycam.jpg" alt="handycam" width="540" height="405" /><p class="wp-caption-text">Bild: Ernesto Fonzarelli</p></div>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Youtube und MMS statt CNN und Magnum-Fotografie: Das Beispiel Iran zeigt, dass die Medien ihre Rolle im Zeitalter der Berichterstattung 2.0 überdenken müssen. Der niederländische Fotojournalist Geert van Kesteren macht mit seinen Reportagen über den Irak beispielhaft vor, wie sich der Journalismus den stetig wandelnden medialen Technologien anpassen kann.<br />
 </strong></p>
<p>Mit &#8220;Baghdad Calling&#8221; beweist er, dass qualitativ hochstehender Journalismus mit medial bescheidenen Mitteln möglich ist. Wo Geert van Kesteren mit &#8220;Why, Mister why?&#8221; im Jahr 2004 die Reizüberflutung des Breaking-News Journalismus thematisierte, zeigt er im Jahr 2008 schlichte MMS aus den Telefonen irakischer Flüchtlinge.</p>
<p><strong>&#8220;Baghdad Calling&#8221;, 2008</strong></p>
<div id="attachment_1903" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-1903 " title="boekcoverENG" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/01/boekcoverENG.jpg" alt="Cover von &quot;Baghdad Calling&quot;, 2008" width="200" height="242" /><p class="wp-caption-text">Cover von &quot;Baghdad Calling&quot;, 2008</p></div>
<p>Mit &#8220;Baghdad Calling&#8221; hat der niederländische Fotojournalist Geert van Kesteren grosse internationale Anerkennung gewonnen, ohne selber eine Kamera in die Hand zu nehmen. Da es für Journalisten in den letzten Jahren immer gefährlicher wurde, sich im Irak zu bewegen, machte van Kesteren mehrere Reportagen über die zahlreichen irakischen Flüchtlingen in Syrien und Jordanien, um damit indirekt den brodelnden Konflikt im Irak dokumentieren zu können. Doch dies stellte den Reporter nicht zufrieden.</p>
<p>Im Interview (2007 mit Brigitte Lardinois) erzählt van Kesteren, dass er über den Inhalt seiner Bilder zunehmend frustriert geworden sei:<em> </em></p>
<p><em>&#8220;Sie zeigen den Alltag der Flüchlinge, aber was gibt uns das? Der Flüchtling mietet eine Wohnung, versucht, einen kleinen Job zu finden, lebt von seinem Ersparten und überlebt, bis das Geld alle ist &#8211; es gibt nämlich keine Unterstützung von aussen. Dieses Leiden ist nicht so fotogen wie beispielsweise die Qual der Flüchtlinge aus dem Kosovo, die schneebedeckte Berge überqueren mussten, verwundet und mittellos. Das Leiden der Irakischen Flüchtlinge ist sehr viel weniger offensichtlich.&#8221;</em></p>
<p>Das alltägliche Leben dieser Flüchtlinge ist das einzige, was ein Fotograf aufnehmen kann, und dieses erweist nicht besonders aussagekräftig; das Leid zwischen Geldsorgen oder der Angst um Familienmitglieder manifestiert sich selten visuell. Wie zeigt ein Fotojournalist das wirkliche, unsichtbare Problem &#8211; die Gewalt des Krieges, die diese Menschen zu Flüchtlingen gemacht hat, die Bilder, die sie in ihren Köpfen tragen?</p>
<p><strong>Leichenschau per MMS</strong><br />
 Das Mobiltelefon ist für viele dieser Irakis die einzige Verbindung in die Heimat, und da ein Telefon heutzutage viel mehr ist, als ein Draht zur Übertragung von Tönen, bietet es eine vornehmlich visuelle Verbindung nach Hause. Das Mobiltelefon wird im besten Fall als  Familienalbum genutzt; im Schlimmsten dazu, die Angehörigen im Ausland über den Tod eines Familienmitglieds zu informieren oder sie gar zu bitten, die Leiche zu identifizieren. Kriminelle und Mörder beweisen ihre Taten per MMS, und offizielle Presseagenturen berichten mit Handybildern über die Ereignisse des Krieges &#8211; das Mobiltelefon wurde für die Zivilbevölkerung des Irak zu einem modernen Äquivalent der Zeitung.</p>
<p>Van Kesteren sammelte Bilder aus diesen Telefonen und präsentiert sie mit &#8220;Baghdad Calling&#8221; als Dokument eines Krieges, der sich der professionellen Bericherstattung zu entziehen sucht. Die Unschärfen und sichtbaren Pixel verleihen den Bildern den Eindruck des Unmittelbaren, der direkten Beteiligung am Geschehen. Die niedrige technische und optische Qualität wirkt stärker und direkter, als es ein professionell bearbeitetes Bild je könnte. Dies sind die Bilder, die Menschen täglich mit sich herumtragen &#8211; auf der SIM-Card.</p>
<p><strong>Why, Mister Why?, 2004</strong></p>
<div id="attachment_1905" class="wp-caption alignleft" style="width: 196px"><img class="size-full wp-image-1905 " title="cover_whymisterwhy" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/01/cover_whymisterwhy.jpg" alt="Cover von &quot;Why, Mister Why?&quot;, 2004" width="186" height="240" /><p class="wp-caption-text">Cover von &quot;Why, Mister Why?&quot; 2004</p></div>
<p>Rückblende: Im Jahr 2004 präsentierte derselbe van Kesteren der Welt den Irakkrieg unter dem Titel &#8220;Why, Mister Why?&#8221; zweifach: Einmal in traditioneller Buchform und einmal als zeitgemässe Webseite (<a href="http://whymisterwhy.com">whymisterwhy.com</a>).</p>
<p>Van Kesteren katapultierte sich damit in den Olymp der Fotojournalisten: Das Buch war blitzschnell vergriffen und ist schon heute ein begehrtes Sammlerstück. Doch die Webseite bleibt erhalten und steht allen zur Verfügung.</p>
<p>Noch viel stärker als das Buch arbeitet die Webseite <a href="http://whymisterwhy.com">whymisterwhy.com</a> mit der medialen Überinformation. Im Stil der CNN-Nachrichten ziehen am unteren Rand des Blickfelds &#8216;Breaking News&#8217; über Geschehnisse im Irak vorbei; in fetten, roten Lettern schreien den Benutzer Schlagzeilen wie &#8220;WMD Contradictions: Bremmer and Blair at Odds&#8221; oder &#8220;Car Bombs Rock Heart of Baghdad&#8221; an. Mit einem komplexen Navigationssystem gelangt man schliesslich zu dem, was man sucht: den Bildern. Doch selbst diese können nicht in Ruhe betrachtet werden, sondern sie werden in einen ständig wandelnden Kontext gestellt: Einmal neben einer militärisch-genauen Karte, die den geografischen Aufnahmeort im Fadenkreuz zeigt. Ein andermal begleitet von einer herkömmlichen Bildlegende, wie man sie von Nachrichtenagenturen kennt. Und zuletzt neben einem längeren, gut recherchierten Hintergrundbericht, der das Geschehen in einen grösseren gesellschaftlichen und politischen Zusammenhang stellt.</p>
<p><strong>Warum Krieg, warum Medien?</strong><br />
 &#8220;Why, Mister Why?&#8221;, sei die Frage gewesen, die die Bevölkerung dem Fotografen, der als &#8216;embedded journalist&#8217; mit den US-Truppen unterwegs war, immer wieder gestellt habe. Eine Frage, die für van Kesteren mit dem grausamen Fortschreiten dieser ursprünglich als &#8216;Blitzkrieg&#8217; im Namen der Demokratie gerechtfertigten Aktion immer akuter wurde. Aus der Frage nach dem Warum des Krieges wurde für den Fotojournalisten die Frage nach den Grenzen und Möglichkeiten seiner Arbeit.</p>
<p>Die Seite <a href="http://whymisterwhy.com" target="_blank">whymisterwhy.com</a> simuliert die Erfahrung von uns allen, die wir auf zahlreichen medialen Kanälen über Ereignisse wie den Krieg in einem fernen Land informiert werden: Gelangt man erst einmal hinter die Schlagzeilen, die Marktschreier der (Print)-Medien, bietet sich eine vielseitige Darstellung desselben Geschehens &#8211; immer begleitet von den Breaking News des Fernsehbildschirms, dem Bewusstsein, dass das Gezeigte eigentlich schon veraltet ist, die Aufbereitung der Information der Echtzeit hinterher hinkt.  Die gleiche Fotografie erhält auf whymisterwhy.com je nach Kontext, in dem man sie betrachtet, eine andere Bedeutung: Die militärisch anmutende Karte versetzt uns in den Zustand des Offiziers, der sich in diesem Land als Feind bewegt, für den der Krieg in erster Linie eine strategische Herausforderung ist, das zerbombte Auto entweder Erfolg oder Gefahr für diese Strategie darstellt. Die Bildlegende wiederum lässt uns das Ganze mit der Brille des Nachrichtenjournalisten betrachten, der auf minimalem Raum um neutrale Information bemüht ist: Wer, was, wann wo; ein warum wäre schon spekulativ. Die ausführliche Hintergrundinformation wiederum bemüht sich fast ausschliesslich um dieses Warum, um ein Verständnis und eine Begründung des Geschehens. Unter all diesen Perspektiven nun werden die Fotografien betrachtet, die all das konkret Sichtbare eines Ereignisses wiedergeben, ohne Hintergrundinformationen oder Erklärungen bieten zu können: Den Staub der Strasse, die geborstenen Scheiben eines Autos nach einem Anschlag; die Gesten und Gesichter der Menschen, aber auch die Alltäglichkeit dieser Ereignisse, manifestiert zum Beispiel durch den Alltagsverkehr, der auf der Gegenfahrbahn normal weiterläuft.</p>
<p>Ist neutrale journalistische Berichterstattung &#8211; im Zustand des Krieges wie im &#8216;Normalzustand &#8211; möglich? Vielleicht ja. Wenn die verschiedenen Brillen immer wieder aufgesetzt werden, unter denen Menschen ein Ereignis betrachten. Im Jahr 2004 hiess das: professionell aufbereitete und vernetzte Multimedia-Inhalte. Vier Jahre später, als die Web-Version 2.0 in aller Munde war, bedeutete es, die Unmittelbarkeit und persönliche Anziehungskraft des sogenannten &#8216;user-generated content&#8217; professionell zu verarbeiten. Die Folgen des nächsten technologischen Paradigmenwechsels für die Medien werden sich zeigen &#8211; vielleicht wieder an van Kesterens Arbeit.</p>
<p><strong>Links</strong>:</p>
<p><a href="http://whymisterwhy.com">Why, Mister Why?</a><a href="http://www.baghdadcalling.com/"><br />
 Baghdad Calling</a><a href="http://www.geertvankesteren.com/" target="_blank"><br />
 Geert van Kesteren</a></p>
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		<title>Kannibalen und Piraten</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/06/01/kannibalen-und-piraten/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 22:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian Schmidli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/06/01/kannibalen-und-piraten/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/News-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Die Schweizer Medienlandschaft hat den Notstand ausgerufen. Der Qualitätsjournalismus, ideologischer Wahrer der Demokratie, sei in Gefahr. Doch die Zeitungen selbst sind daran schuld.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Kannibalen und Piraten</h1>
<p><br class="spacer_" /></p>
<div id="attachment_2219" class="wp-caption alignleft" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-2219" title="News" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/News.jpg" alt="News © Stephanie Hofschläger / pixelio" width="550" height="274" /><p class="wp-caption-text">News © Stephanie Hofschläger / pixelio</p></div>
<p><br class="spacer_" /></p>
<h3>Die Schweizer Medienlandschaft hat den Notstand ausgerufen. Der Qualitätsjournalismus, ideologischer Wahrer der Demokratie, sei in Gefahr. Doch die Zeitungen selbst sind daran schuld.</h3>
<p>Das Internet ist der Tod der Zeitung. Dieser Satz scheint beschlossene Sache zu sein, schenkt man einer Vielzahl von Medienorganen Glauben, die sich die letzten Jahren zur Thematik geäussert haben. Dabei wurde stets auf dieselbe Pauke gehauen: Das Internet hungere die Zeitungen aus, ziehe ihnen Leser, Anzeigen und Informationen ab &#8211; gleichzeitig könne es sich davon kaum ernähren. Es fördere unprofessionelle Bürgerjournalisten und narzisstische Blogger, sei eine einzige Schatzinsel für virtuelle Piraten. Falsch ist das natürlich nicht. Tatsächlich verwischt die Virtualität die Grenzen des Qualitätsjournalismus, lässt Laien als Experten feiern und Professionalität durch Meinungen ersetzen. Das Internet lässt ganz klar suggerieren: Journalismus ist umsonst zu haben. Kein Wunder, stört es jene, die bisher damit Geld verdient haben.</p>
<p>Vom Internet bedroht ist in erster Linie die Presse. Wenn heute morgen in der NZZ zu lesen ist, was bereits gestern Nachmittag auf NZZ-Online stand, macht das Zeitungslesen keine Freude mehr. Im Gegenteil: man ist sich schmerzlich bewusst, auf dem Stand von gestern zu sein. Dazu kommt, dass die Zeitungen immer dünner werden und die Abogebühren steigen. Wofür also noch zahlen? Wer noch Zeitung liest, macht dies aus Prinzip. Aus Glauben an die „vierte Gewalt“, aus idealistischer Überzeugung. Denn einen Mehrwert kann die Zeitung, wie sie momentan in der Schweiz existiert, nicht mehr bieten. Trotzdem muss der Qualitätsjournalismus der seriösen Blätter mit der Zeitung finanziert werden, denn übers Internet gibt es, mangels funktionierendem Geschäftsmodell, nur wenig in die Kasse. So lässt sich die Angst der Branche nachvollziehen. Wenn immer weniger Geld fliesst, bangen die Leute um ihre Jobs.</p>
<p>Viele haben ihre Jobs bereits verloren. Gerade hat Tamedia, das grösste schweizerische Medienunternehmen, einen Viertel der Redaktionsplätze beim Tages-Anzeiger gestrichen. Es stellt sich die Frage: Warum? Warum kannibalisiert sich Tamedia selbst mit einer Pendlerzeitung und einem Online-Portal und kürzt dazu im Qualitätsbereich? Macht das Sinn? Nein. Sinn macht es keinen, aber Gewinn. Was im Geheul der „Medienkrise“ untergegangen ist: Tamedia macht noch immer Rendite von 10-20 Prozent. Davon können andere Branchen nur träumen. So gesehen ist es für Tamedia also kein Problem, die Qualität runterzuschrauben, solange die Idealisten weiter am Gedruckten hängen und auf dessen Werte schwören. Die gebliebenen Leser, so scheint es, stört die Abwärtsspirale nur wenig. Doch diese Abwärtsspirale ist das eigentliche Problem. Einmal mit dem „Online first“ begonnen, lässt sich keinen Rückzieher mehr erlauben. Die Konkurrenz wird es weiterziehen, wird weiterhin versuchen, möglichst billig ihr Printprodukt herauszugeben, und besteht es nur noch aus Agenturmeldungen und Publireportagen.</p>
<p>Die „Medienkrise“ und die Gefahr für den Qualitätsjournalismus wird also nicht vom Internet verschuldet, sondern vom neoliberalen Marktdenken der wichtigen Akteure. Die Führungsspitzen scheren sich nicht um Sinn und Zweck des Journalismus und dessen Aufgabe, als „vierte Gewalt“ die Demokratie zu wahren. Das zeigt das „Strukturierungsprogramm“ Tamedias aufs deutlichste. Warum also noch Zeitungen kaufen, wenn sie ihren ideologischen Zweck verloren haben? Wäre es nicht sinnvoller, auf ein „Grounding“ der ganzen Branche zu spekulieren um ein „Restrukturierungsprogramm“ der Schweizer Medienwelt zu ermöglichen? Denn vielleicht wäre der (vorläufige) Tod der Zeitung das, was der Qualitätsjournalismus bräuchte.</p>
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		<title>Schnee von gestern</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 22:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joel Krebs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/06/01/schnee-von-gestern/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/schnee-von-gestern1-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Die traditionsreiche Berner Tageszeitung „Der Bund“ kämpft schon seit geraumer Zeit mit roten Zahlen, das hat nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun. Die Übernahme der Espace Media Groupe durch die Tamedia AG hat hier kaum etwas geändert. Nun folgen einschneidende Massnahmen: Fusion mit dem Zürcher Tagesanzeiger und massiver Stellenabbau.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Schnee von gestern</h1>
<h2>Der Kampf der Printmedien gegen das Aussterben</h2>
<div id="attachment_2204" class="wp-caption alignleft" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-2204" title="Schnee von gestern" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/schnee-von-gestern1.jpg" alt="Krise der Printmedien" width="550" height="298" /><p class="wp-caption-text">Schnee von vorgestern © Jeger / pixelio</p></div>
<h3><span>Die traditionsreiche Berner Tageszeitung „Der Bund“ kämpft schon seit geraumer Zeit mit roten Zahlen, das hat nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun. Die Übernahme der Espace Media Groupe durch die Tamedia AG hat hier kaum etwas geändert. Nun folgen einschneidende Massnahmen: Fusion mit dem Zürcher Tagesanzeiger und massiver Stellenabbau.</span></h3>
<p>Das die Printmedien in der Krise stecken ist schon länger bekannt. Die Gründe dafür sind vielfältig und meistens auch bekannt. Allem voran das Internet. Doch das hilft den betroffenen Medien leider wenig, denn wirklich konkrete Lösungsvorschläge fehlen. Das Internet ist Segen und Fluch zugleich. Viele sprechen unterdessen vor der schwierigsten Prüfung für die Medien.</p>
<p>Natürlich ist die Wirtschaftskrise nicht völlig unschuldig für die Misere der Printmedien. Eigentlich alle Verlage melden einen massiven Einbruch bei den Inseraten und ohne Inserate kann keine Zeitung überleben. Natürlich überlegt sich jedes Unternehmen nun zweimal, ob sie noch Inserate aufgeben, wenn überall das Geld fehlen zu scheint. Das ist aber nur der Tropfen, den das Fass zum überlaufen bringt. Gerade „Der Bund“ hat schon vor der Krise keine schwarzen Zahlen geschrieben. Im letzten Jahr wurde jedoch für alle klar, dass der Bund so nicht überleben wird. Vor kurzem hat nun die Tamedia AG bekannt gegeben, wie es mit dem Bund weitergehen soll.</p>
<h3><span>Die Gründe der Krise: Pendlerzeitung, Internet und das neue Zielpublikum<br />
 </span></h3>
<p>Die einzige Zeitung, der es in diesen Zeiten wirklich noch gut geht, ist die Pendlerzeitung 20 Minuten. Sie wirft grosse Gewinne ab und kann auf eine Leserschaft von 1.3 Millionen zählen. Auch wenn es eine Boulevardpresse ist und die Hintergrundinformationen im Gegensatz zu den kostenpflichtigen Tageszeitungen fehlen, so wird sie doch von beinahe jedem Pendler gelesen. Und wenn man die Informationen bereits gratis in kleinen Häppchen während der Zugfahrt erhält, dann scheint es den meisten Lesern überflüssig, auch noch eine kostenpflichtige Zeitung zu lesen.</p>
<p>Es ist aber falsch zu sagen, dass die Bereitschaft zum vermehrten Lesen auch länger als 20 Minuten durch die Gratisblätter abgenommen hätte. Die hohen Leserzahlen dieser Blätter begründen sich eher auf ein neues Zielpublikum das vorher kaum zu den Zeitungen gegriffen hat. Die junge Leserschaft setzt sich dabei aus allen Bevölkerungsschichten zusammen. Es ist egal ob es sich dabei um einen Studenten, Lehrling oder einfachen Schüler handelt. Zwar wird die Zeitung auch von älteren Menschen gelesen, doch dafür ist die Gratiszeitung nicht der einzige Weg sich zu informieren.</p>
<p>Was man in der 20 Minuten nicht kriegt, kriegt man trotzdem gratis und zwar im Internet. Hier liegt die Hauptursache für die Krise der Printmedien, denn auch wenn es verhältnismässig neu ist, so hat es sich rasch zu einem der wichtigsten Medienformen entwickelt. Auch die Newsportale von regulären Tageszeitungen vermelden einen grossen Zuwachs der Onlineleser. Das Problem: Damit verdient man kaum Geld. Der Gewinn, den man mit Inseraten im Internet macht, ist nur ein Bruchteil davon, was man in den Printmedien erreicht, und regelmässig zahlende Kunden in Form von Abonnementen hat man auch nicht.</p>
<h3><span>Die Lösung liegt im Problem</span></h3>
<p>Es führt jedoch kein Weg daran vorbei, seine Informationen ebenfalls im Internet anzubieten, das haben auch die Verlage erkannt, doch fehlt die Idee dazu das Internet auch wirtschaftlich zu nutzen. Hohe Zugriffszahlen auf den eigenen Webauftritt alleine helfen in der Krise kaum etwas. Man muss diese Zugriffszahlen noch in Geld verwandeln und hier fehlt die Innovation. Das betrifft nicht nur die Verlage in der Schweiz sondern die Verlage weltweit. Niemand weiss, wie man das Internet marktwirtschaftlich nutzen kann. Bisher verursacht es nämlich nur Kosten für die Verlage.</p>
<p>Wie sieht die Zukunft für die Printmedien aus? Sind sie denn am Ende? Braucht es sie überhaupt noch? Während die Tamedia AG den Bund und den Tagesanzeiger aus Kostengründen fusioniert und massiv Stellen abbaut, kauft das Unternehmen weiter andere Unternehmen auf. Erst im Mai kauften sie Edipress auf, ein Medienunternehmen in der französischsprachigen Schweiz. Liegt im Zusammenschluss der Medien die einzig mögliche Lösung?</p>
<p>Natürlich stellt sich dann die Frage der Medienvielfalt. Überall stünde dann das gleiche. Nur noch der Regionalteil sei dann noch unterschiedlich. Nun grundsätzlich folgt dies marktwirtschaftlichen Prinzipien, auf die man nicht so einfach Einfluss nehmen kann. Vielmehr stellt sich hier eine andere Frage: Wenn es schon zu einem Abbau des klassischen Journalismus kommt, dann kann man doch auch die gewagte Idee der staatlichen Zeitung aufwerfen.</p>
<h3><span>Unabhängigkeit und Monopol </span></h3>
<p>Eine Zeitung zu verstaatlichen wäre ein Tabubruch, denn ein ganz wichtiger Aspekt der Printmedien ist die Unabhängigkeit. Wie soll eine Zeitung als vierte Macht agieren und dem Staat kritisch auf die Finger schauen, wenn sie dem Staat gehört? Das Problem ist, dass die Unabhängigkeit genauso wenig gewährleistet werden kann, wenn alle Medien mehr und mehr einem grossen Unternehmen angehören. Was ist also besser? Die Kontrolle der Medien durch einen Verlag oder durch den Staat. Eine heikle Frage, die wohl kaum einfach so diskutiert werden kann. Es ist nur interessant, wie Banken aus der Krise geholfen wird, doch man sich über Zeitungen keine solchen Gedanken macht. Natürlich ist der Untergang einer UBS nicht mit dem Untergang der Zeitung „Der Bund“ zu vergleichen, trotzdem sollte man sich überlegen, wie viel einem eine Zeitung Wert ist. Nicht umsonst gehören dem Komitee „Rettet den Bund“ Politiker aus allen politischen Lagern an.</p>
<p><strong><span>Im Netz:</span></strong><br />
 <a title="Komitee &quot;Rettet den Bund&quot;" href="http://rettet-den-bund.ch/" target="_blank">rettet-den-bund.ch/ </a> <br />
 Komitee „Rettet den Bund“</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Medienvertrauen</title>
		<link>http://www.nahaufnahmen.ch/2009/06/01/medienvertrauen/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 22:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandro Portmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href=http://www.nahaufnahmen.ch/2009/06/01/medienvertrauen/><img src=http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/zeitungsente-150x150.jpg class=imgtfe hspace=10  vspace=5 align=left width=150  border=0></a>Auch Medien machen Fehler. Doch die tragweite einer «Ente» kann gross sein und Schaden anrichten. Die Redaktionen müssen misstrauisch sein und ihre Quellen doppelt hinterfragen. Im Fall Paula O., dem scheinbaren Opfer von Neonazis, wurde die Geschichte auch zum politischen Debakel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Medienvertrauen</h1>
<h2>Ein Berufsstand kämpft um Vertrauen</h2>
<div id="attachment_2211" class="wp-caption alignleft" style="width: 560px"><img class="size-full wp-image-2211" title="Zeitungsente" src="http://www.nahaufnahmen.ch/wp-content/uploads/2010/02/zeitungsente.jpg" alt="Zeitungsente © berwis / pixelio" width="550" height="288" /><p class="wp-caption-text">Zeitungsente © berwis / pixelio</p></div>
<h3>Auch Medien machen Fehler. Doch die tragweite einer «Ente» kann gross sein und Schaden anrichten. Die Redaktionen müssen misstrauisch sein und ihre Quellen doppelt hinterfragen. Im Fall Paula O., dem scheinbaren Opfer von Neonazis, wurde die Geschichte auch zum politischen Debakel.</h3>
<p>Medien sind nicht gleich Medien. Sie in einen Topf zu werfen wäre falsch. Kann man eine Studie korrekt einordnen nach der gerade mal 29 Prozent der Mediennutzer den Journalisten Vertrauen? Ein Versuch die Zahl zu relativieren:</p>
<h3><span>Ein Berufsstand am Ende einer Studie</span></h3>
<p>Kein anderer Berufsstand kämpft im Moment so um die Gunst der Kunden wie der Journalismus. Jede Sparte auf seine Weise. Die Boulevardpresse verkauft sich über einen reisserischen Journalismus, Tageszeitungen versuchen neue Innovationen mit Traditionellem zu verknüpfen und rücken mit Internetbloggs vermehrt die Leser in den Kontext des Blattes. Gerade der Journalist ist abhängig von den Lesern und das bedingt Vertrauen. Vertrauen in wahrheitsgemässe Berichterstattung und sichere Quellen. Jährlich veröffentlicht &#8220;Reader&#8217;s Digest&#8221; eine europäische Studie um, das Vertrauen in verschiedene Berufsstände aufzuzeigen. Erschreckend: der Journalist steht auf Platz 16 von 20. Gerade mal 29 Prozent haben «hohes» oder «ziemlich hohes» Vertrauen in die Journalisten. Eine erschreckend tiefe Zahl. Sie bleibt trotzdem tief, auch beim Versuch sie zu relativieren. Journalismus ist nicht gleich Journalismus und in dieser Studie wird nicht unterschieden zwischen Fach, Tages, Nachrichten, Boulevard oder Internetjournalismus. Auch ist die Zahl abhängig von den aktuellen Gegebenheiten der Länder in diesem Jahr. Hinzukommt, dass der Journalist auch polarisieren kann und gegebenenfalls auch soll. Der Journalist wird sich desshalb nie an oberster Stelle einer Vertrauensstudie finden. Doch es gibt auch journalistische Fehler, die Gründe für Misstrauen liefern. Eine Geschichte zu publizieren, bevor sich eine Meldung bestätigt hat, ist einer davon. Der Journalist steht generell unter hohem Zeitdruck. Das wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Im Gegenteil: Redaktionen könnten zu jeder Zeit publizieren. Mit dem Internet ist der Leser nicht mehr auf die Tageszeitung angewiesen, er kann alles und immer im Internet nachschlagen. Viele Printmedien nutzten das Internet auch für ihre Publikation. Alles in allem führt das zu einem immer schneller werdenden Berufsstand. Aber Achtung. Der grösste Stolperstein vom Journalisten ist der Zeitdruck. Er muss seine Geschichte und Quellen erst auf Ungereimtheiten und offene Fragen prüfen. Auch wenn das heisst, dass andere Medien die Nachricht vielleicht schon gebracht haben. Seriöse Recherchen und gut abgesicherte Quellen sind auch unter Zeitdruck. Er muss seine Geschichte und Quellen erst auf Ungereimtheiten und offene Fragen prüfen. Auch wenn das heisst, dass andere Medien die Nachricht vielleicht schon gebracht haben. Seriöse Recherchen und gut abgesicherte Quellen sind auch unter Zeitdruck absolute Voraussetzung. Dafür einen kurzen exemplarischer Anschnitt eines solchen Stolpersteins: Der Fall Paula O.</p>
<h3><span>Die Geschichte um Paula O. </span></h3>
<p>Ein kurzer Rückblick: Am 11 Februar meldete die brasilianische Newskette &#8220;O Globo&#8221; die Nachricht von der brasilianischen Anwältin, die in Stettbach (ZH) überfallen und mit Schnittwunden verletzt worden war. In der Folge verlor sie ihre angeblichen Zwillinge auf einer öffentlichen Toilette von wo sie dann mit dem Natel ihren Freund um Hilfe rief. Die dazu veröffentlichten Fotos zeigten die Buchstaben SVP, die auf Bauch und Beine geritzt. Diese unbestätigte Meldung ging um die Welt. Ziemlich schnell wurde klar, dass die Geschichte nicht der Wahrheit entsprach. Es lag an der Zürcher Polizei die nötigen Abklärungen zu treffen und den Fall zu überprüfen. Doch einige Schweizer Medien hatten die Geschichte schon publik gemacht. Der Tagesanzeiger.ch schrieb am 11. Februar 2009 «Schwangere Brasilianerin von Schweizer Neonazis schwer misshandelt» und er war nicht der einzige. «Brasilianerin von Schweizer Neonazis misshandelt» ging um die Welt. Die Los Angeles Times übernahm die unbestätigte Meldung ebenso wie der englische Telegraf. Ein Paradebeispiel für ungenügende Kontrolle der Quelle. Die Redaktion hätte bei der Nachricht misstrauisch werden müssen, denn die Angaben der Zürcher Polizei zu den Medien waren vorsichtig. Die Polizei war skeptisch und musste erst die Detailfragen klären. Journalismus heisst auch ein Rennen mit der Zeit. Im Zeitalter des Internets sowieso. Jede Nachricht kann zu jederzeit überall nachgelesen werden. Im Kampf um den Primeur, die sogenannten Erstmeldung, sollte trotzdem die Qualität im Vordergrund stehen. Denn wenn eine Geschichte einmal öffentlich gemacht wird kann sie nicht mehr rückgängig gemacht werden. Dann kann lediglich noch berichtigt werden und das haben auch alle Medien gemacht. Manche schneller manche weniger schnell. Auch bedingt durch die Art der Publikation. Im Internet kann eine herausgestellte Ente schneller als in einer Wochenzeitung berichtigt werden. Aber den Schluss zu ziehen, dass das Internet desswegen mehr Vertrauen bei den Lesern geniesst ist falsch.</p>
<h3><span>Vertrauenshirarchie der Medien</span></h3>
<p>Laut der Studie «Journalismus 2009», wo sieben Mediengattungen zu Vertrauen befragt wurden, steht das Internet mit 18 Prozent auf vorletzem Platz. Drei Protzent weniger Vertrauen bekam das Privatfernsehen mit 15 Prozent. Angeführt wird die Umfrage vom Öffentlich rechtlichem Fernsehen. Danach folgen Regionale Tageszeitungen (46 Prozent), Überregionale Tageszeitungen (42 Prozent), Radio (37 Prozent) und Printmedien (25 Prozent). Gemacht wurde die Umfrage von YouGovPsychonomics in Deutschland. Auch hier fehlt die Tiefe der Umfrage. Eine Unterscheidung der verschiedenen Printmedien oder eine Differenzierung der Onlinemodule fehlt.</p>
<p><strong><span>Im Netz</span></strong> <br />
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 Verein Qualität im Journalismus</p>
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