
Wie kann man mit Tabus umgehen? Man kann versuchen sie zu respektieren, man kann sich anschicken, sie auf die harte Tour kaputt zu konfrontieren. Shinji Imaokas “Liebestoll im Abendrot” geht einen sanfteren Weg: Er macht sich einen Spass daraus – und liefert eine unwahrscheinlich feinfühlige Anarcho-Komödie über Liebe und Sex im Alter.

Die DVD-Veröffentlichung von “Tokyo X Erotica” bietet einen guten Einstieg in das Schaffen Takahisa Zezes: Sex-Filme als Mittel der Gesellschaftskritik und metaphysischen Spekulation.

Kunst oder Kommerz? Pornographie oder Erotik? Art- oder Grindhouse? Auch nach vierzig Jahren “pinku eiga”, einer japanischen Spielart des Softsex-Films, ist die Frage nicht entschieden. Jasper Sharp hat in seinem Buch “Behind the Pink Curtain” die Geschichte dieses Subgenres kompetent aufgearbeitet.
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Alleinerziehende Mutter trifft Vagabunden, Grillen treffen aufeinander und Sex trifft Slapstick: Yuji Tajiris “The Strange Saga of Hiroshi” steht für eine neuere Entwicklung innerhalb des japanischen Independent Softsex-Films: Völlig ernst zu nehmen ist das nicht.