
Norwegen hat einen Lauf: Nach „Norwegian Ninja“ stellen die Skandinavier mit „Trollhunter“ eine weitere hoch unterhaltsame Mockumentary, die an nationalen Mythen rüttelt. Auch erschütternd, allerdings eher erschütternd schlecht, war dagegen ausgerechnet der einzige Animationsfilm am NIFFF.

Kaum jemand arbeitet härter daran, die formalen Grenzen des Animationsfilms weiter Richtung “Jeeezes, what the?!” zu verschieben als das japanische Studio 4°C. Mit der Kurzfilmsammlung “Genius Party” ist nun unter ambitiösem Namen eine Werkschau des Studios auf DVD erschienen – nicht immer genial, aber durchaus nicht selten “Jeeezes, what the?!”

Emotionale Anteilnahme darf man hier nicht erwarten. Jedenfalls nicht in anderer Form als der überreizter Sehnerven. Denn immerhin muss man Regisseur Masaaki Yuasa, der mit “Mind Game” debütiert, zugestehen eine adäquate Bildsprache für diesen Ideen-Mashup gefunden zu haben. Oder genauer gesagt: Hunderte.