
Coming of Age-Story, Verwechslungskomödie, Gender Bending, Karate-Flick, Sozialfarce, Milieustudie, High School-Romanze, Splatterorgie, Grand Guignol und und und und und: Sion Sono fasst mit „Love Exposure“ in knapp vier Stunden mehrere Jahrzehnte japanischer Pop-Kultur zusammen und führt sie zugleich zu einem Höhepunkt. Mit einem Wort: Wahnsinn.
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Bereits hier finden sich die langsamen Kamerafahrten, die langen Einstellungen und die Weigerung, kausale oder psychologische Erklärungen auszubuchstabieren oder gar Spannungsbögen sorgfältigst auf- und wieder abzubauen (notabene in einem Film, der sich als Thriller gibt). Stattdessen dieser Rhythmus, in dem alle Protagonisten immer ein wenig betäubt und zögerlich wirken, als wäre für sie jeder nächster Schritt ebenso unvorhersehbar wie für den Zuschauer.
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